Carsten Keil (2017ÔÇô2022)

Frankfurter Aussprachew├Ârterbuch (FAWB)

S bis Z

Erstellt nach den Aufzeichnungen Hans Ludwig Rauhs, Joseph Oppels und anderer.

S

Sabber

Mhd. seiver. Schleim des Mundes. Frankfurterisch: IPA [saːvæ̆], Teuthonista ‹śɑ̄wɑ̈›, vereinfacht saawä (Rauh, 1921a, §153.2.a, S. 167).

sabbern

geifern. Frankfurterisch: IPA [saːvæ̆n], Teuthonista ‹śɑ̄wɑ̈n›, vereinfacht saawän (Rauh, 1921a, §153.2.a, S. 167).

Sache

Frankfurterisch dass sie die Sache und wie fest wir die Sache im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (Sache erscheint bis auf den Abfall des auslautenden -E dem Hochdeutschen gleich):

Sachsenhausen
sachsenhäuserisch

Frankfurterisch: IPA [saksəhoiz̥æ̆ʃ], Teuthonista ‹śɑkśəhoisɑ̈š́›, vereinfacht sakksěhoisäsch; auch: IPA [saksəhoiz̥əʀiʃ], Teuthonista ‹śɑkśəhoisəʀiš́›, vereinfacht sakksěhoisěrisch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).

Sack

Mhd. sac. Frankfurterisch: IPA [sak], Teuthonista ‹śɑk›, vereinfacht sakk (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

Drecksack

Frankfurterisch: IPA [tʀεksak], Teuthonista ‹tʀϵkśɑk›, vereinfacht träkksakk (Rauh, 1921a, §70, S. 78).

Sackgasse

Frankfurterisch: IPA [sag̥as], Teuthonista ‹śɑgɑś›, vereinfacht saggas (Rauh, 1921a, §72, S. 80: Zusammenfall zweier Verschlusslaute in einem).

säen

Mhd. sæjen. Frankfurterisch: IPA [z̥eːi̯ə], Teuthonista ‹sēi̯ə›, vereinfacht sẹẹịjě (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

Saft

Mhd. saft. Frankfurterisch: IPA [saft], Teuthonista ‹śɑft›, vereinfacht safft (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

Säge

Mhd. säge. Frankfurterisch: IPA [sεːʃ], Teuthonista ‹śɛ̄š́›, vereinfacht sääsch (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).

sägen

Mhd. sëgen. Frankfurterisch: IPA [ʃεːʒ̥ə], Teuthonista ‹š́ɛ̄šə›, vereinfacht schääschě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).

sagen

Hochdeutsch: IPA [z̥aːg̥ən], Teuthonista ‹sɑ̄gən›, vereinfacht saagěn.

Frankfurterisch: IPA [sɑːɣ̥ə], Teuthonista ‹śāxə›, vereinfacht sååchě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [sɔːɣ̥ə], Teuthonista ‹śɔ̄xə›, vereinfacht sǫǫchě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Frankfurterisch das kann ich Ihnen sagen und so muss ich Ihnen doch gleich sagen im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (sagen erscheint mit einem deutlich verdunkelten -A- und abgefallenem auslautenden -E; muss ist analog dem Hochdeutschen; gleich weist eine Schächung des auslautendem -CH hin zu einem -SCH auf):

Sachsenhausen: IPA [sɔːɣ̥ə], Teuthonista ‹śɔ̄xə›, vereinfacht sǫǫchě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [z̥ɑ̃ː], Teuthonista ‹sā̃›, vereinfacht sååñ (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

ich sage

Frankfurterisch: IPA [sɑːx], Teuthonista ‹śāx́›, vereinfacht sååch (Rauh, 1921a, §148.3, S. 156).

du sagst

Frankfurterisch: IPA [sεːʃst], Teuthonista ‹śɛ̄š́śt›, vereinfacht sääschst (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Langer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).

Ab etwa 1925: IPA [sεʃst], Teuthonista ‹śϵš́śt›, vereinfacht säschsst (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Rückverürzung).

er sagt

Frankfurterisch: IPA [sεːʃt], Teuthonista ‹śɛ̄š́t›, vereinfacht sääscht (Rauh, 1921a, §98.1, S. 104: Mhd. Ä, gedehnt).

Ab etwa 1925: IPA [sεʃt], Teuthonista ‹śϵš́t›, vereinfacht säschtt (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Rückverürzung).

Frankfurterisch und sagt und der sagt im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den SCH-Umlaut von -A- in sagt zu -Ä- sowie die Schwächung des postvokalischen Verschluss -G- zu -SCH-):

sag ihnen

Frankfurterisch: IPA [sɑːɣ̥n̩], Teuthonista ‹śāxn̥›, vereinfacht sååchn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).

sage ihm

Frankfurterisch: IPA [sɑːɣ̥m̩], Teuthonista ‹śāxm̥›, vereinfacht sååchm (Rauh, 1921a, §190.1.a, S. 218).

gesagt

Mhd. gesaget. Frankfurterisch: IPA [ksɑxt], Teuthonista ‹kśax́t›, vereinfacht ksåchtt (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ksɔxt], Teuthonista ‹kśɔx́t›, vereinfacht ksǫchtt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ksaxt], Teuthonista ‹kśɑx́t›, vereinfacht ksachtt (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Frankfurterisch habe ich gesagt und habe ich wieder gesagt im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Schwächung des -B- zu -W- und den Abfall des auslautenden -E in habe als auch die Schwächung des -CH in ich zu -SCH. habe und ich verschmelzen. In gesagt schwächt der postvokalische Verschluss -G- zu einem velaren -CH- und sehr deutlich zu hören ist hier die Verdunklung des -A-, anders, obwohl ebenso dort im klassischen Frankfurterisch zu erwarten, in habe, dessen -A- dem Hochdeutschen ähnlich hell klingt):

nicht sagen

Frankfurterisch: IPA [net sɑːɣ̥ə], Teuthonista ‹net śāxə›, vereinfacht nẹtt sååchě (Rauh, 1921a, §182.II.3, S. 210).

Niederrad: IPA [kso̞xt], Teuthonista ‹kśǫx́t›, vereinfacht ksơchtt (Rauh, 1921a, §10, S. 16).

Salz

Mhd. salz. Frankfurterisch: IPA [sald̥s], Teuthonista ‹śɑldś›, vereinfacht sallds (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

salzig

Frankfurterisch: IPA [salz̥iʃ], Teuthonista ‹śɑlsiš́›, vereinfacht sallsisch (Rauh, 1921a, §181.I.3.a, S. 205).

Samen

Mhd. sâme-n. Frankfurterisch: IPA [sɑːmə], Teuthonista ‹śāmə›, vereinfacht sååmě (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [sɔːmə], Teuthonista ‹śɔ̄mə›, vereinfacht sǫǫmě (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

sammeln

Mhd. samelen. Frankfurterisch: IPA [z̥ɑmələ], Teuthonista ‹samələ›, vereinfacht såmmělě (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

sämig

Mhd. seimic. Dickflüssig. Frankfurterisch: IPA [sεːmiʃ], Teuthonista ‹śɛ̄miš́›, vereinfacht säämisch (Rauh, 1921a, §124, S. 131: Analogumlaut zu Mhd. EI erscheint als langes Ä).

sanft

Ahd. samft. Mhd. sanft. Frankfurterisch: IPA [ʃɑmft], Teuthonista ‹š́amft›, vereinfacht schåmmft (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 1, S. 154).

Sarg

Mhd. sarch. Frankfurterisch: IPA [sɑʃ], Teuthonista ‹śaš́›, vereinfacht såsch (Rauh, 1921a, §197.2, S. 231).

satt

Mhd. sat. Frankfurterisch: IPA [sat], Teuthonista ‹śɑt›, vereinfacht satt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

Sau

Mhd. sû. Frankfurterisch: IPA [sau], Teuthonista ‹śɑu›, vereinfacht sau (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

Sauerei

Frankfurterisch: IPA [soi̯əʀai], Teuthonista ‹śoi̯əʀɑi›, vereinfacht soịjěrai (Rauh, 1921a, §121.2, S. 128: Mhd. IU erscheint als O mit Gleitlaut IJ vor Vokal).

Drecksau

Frankfurterisch: IPA [tʀeksau], Teuthonista ‹tʀekśɑu›, vereinfacht trẹkksau (Rauh, 1921a, §83, S. 89).

Wildsau

Frankfurterisch: IPA [vilsau], Teuthonista ‹wilśɑu›, vereinfacht willsau (Rauh, 1921a, §174.Anm. 2, S. 193).

eine große Sau

Frankfurterisch: IPA [ə kʀoːsau], Teuthonista ‹ə kʀōśɑu›, vereinfacht ě kroosau (Rauh, 1921a, §181.Anm. 4, S. 207).

sauer

Mhd. sûr. Frankfurterisch: IPA [sauæ̆], Teuthonista ‹śɑuɑ̈›, vereinfacht sauä (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

sauber

Mhd. sûber. Frankfurterisch: IPA [sauvæ̆], Teuthonista ‹śɑuwɑ̈›, vereinfacht sauwä (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

saufen

Mhd. sûfen. Frankfurterisch: IPA [sauv̥ə], Teuthonista ‹śɑuvə›, vereinfacht sauvě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

gesoffen

Mhd. gesoffen. Frankfurterisch: IPA [ksov̥ə], Teuthonista ‹kśovə›, vereinfacht ksovvě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).

besoffen

Frankfurterisch: IPA [psov̥ə], Teuthonista ‹pśovə›, vereinfacht psovvě (Rauh, 1921a, §154.3, S. 168).

Halbmundartlich um 1920: IPA [b̥əsov̥ə], Teuthonista ‹bəśovə›, vereinfacht běsovvě (Rauh, 1921a, §154.Anm. 1, S. 169).

saugen

Mhd. sûgen. Frankfurterisch: IPA [sauɣ̥ə], Teuthonista ‹śɑuxə›, vereinfacht sauchě (Rauh, 1921a, §190.1.a, S. 218).

saugt

Frankfurterisch: IPA [sauxt], Teuthonista ‹śɑux́t›, vereinfacht saucht (Rauh, 1921a, §190.1.b.A, S. 219).

Sauhund

Frankfurterisch: IPA [sauhunt], Teuthonista ‹śɑuhunt›, vereinfacht sauhunnt (Rauh, 1921a, §83, S. 89).

Saum
Säumchen

Frankfurterisch: IPA [soimʒ̥ə], Teuthonista ‹śoimšə›, vereinfacht soimschě (Rauh, 1921a, §128.Anm. 3, S. 134).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [sεːmʒ̥ə], Teuthonista ‹śɛ̄mšə›, vereinfacht säämschě (Rauh, 1921a, §128.1, S. 134: Analogumlaut zu mhd. OU erscheint als langes Ä oder E).

Schaatsche

schiddēkh. Heiratsvermittler. Frankfurterisch: IPA [ʃɑːtʃə], Teuthonista ‹š́ātš́ə›, vereinfacht schååtschě (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

schaben

Mhd. schaben. Frankfurterisch: IPA [ʃɑːvə], Teuthonista ‹š́āwə›, vereinfacht schååwě (Rauh, 1921a, §170.1.a, S. 188).

Schabbo

Betonung auf erster Silbe. Aus französisch chapeau. Alter Hut. Frankfurterisch: IPA [ʃa-b̥o], Teuthonista ‹š́ɑ-bo›, vereinfacht scha-bbo (Rauh, 1921a, §80, S. 88).

schächten

schāchat. jüdisch kunstgerecht schlachten. Frankfurterisch: IPA [ʃεʃd̥ə], Teuthonista ‹š́ϵš́də›, vereinfacht schäschdě (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

Schaden

Mhd. schaden. Frankfurterisch: IPA [ʃɑd̥ə], Teuthonista ‹š́adə›, vereinfacht schåddě (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃɔd̥ə], Teuthonista ‹š́ɔdə›, vereinfacht schǫddě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃad̥ə], Teuthonista ‹š́ɑdə›, vereinfacht schaddě (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃɔd̥ə], Teuthonista ‹š́ɔdə›, vereinfacht schǫddě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

schade

Frankfurterisch für die ist es schade im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (schade erscheint mit deutlich verdunkeltem -A-, für wird hier mit einem -O- gesprochen und ist und es verschmelzen):

schaden

Mhd. schaden. Frankfurterisch: IPA [ʃad̥ə], Teuthonista ‹š́ɑdə›, vereinfacht schaddě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164).

schadet

Mhd. schadet. Frankfurterisch: IPA [ʃɑt], Teuthonista ‹š́at›, vereinfacht schått (Rauh, 1921a, §174.3, S. 192).

es schadet nichts

Frankfurterisch: IPA [s ʃɑt niks], Teuthonista ‹ś š́at nikś›, vereinfacht s schått nikks (Rauh, 1921a, §219.1.f, S. 263).

Schaf

Mhd. schâf. Frankfurterisch: IPA [ʃɑːf], Teuthonista ‹š́āf›, vereinfacht schååf (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃɔːf], Teuthonista ‹š́ɔ̄f›, vereinfacht schǫǫf (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

weiche Schafswolle

Frankfurterisch: IPA [vaːʃɑːfsvol], Teuthonista ‹wɑ̄š́āfśwol›, vereinfacht waaschååfswoll (Rauh, 1921a, §198.Anm., S. 232).

Schaft

Mhd. schaft. Frankfurterisch: IPA [ʃaft], Teuthonista ‹š́ɑft›, vereinfacht schafft (Rauh, 1921a, §170.1.a, S. 188).

Schaiwes

schabbāth. Schabbath. Frankfurterisch: IPA [ʃaivəs], Teuthonista ‹š́ɑiwəś›, vereinfacht schaiwěs (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

schaffen

Mhd. schaffen. Frankfurterisch: IPA [ʃav̥ə], Teuthonista ‹š́ɑvə›, vereinfacht schavvě (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

schaffst

Frankfurterisch: IPA [ʃafst], Teuthonista ‹š́ɑfśt›, vereinfacht schaffst (Rauh, 1921a, §164.2.a, S. 182).

Schande

Frankfurterisch: IPA [ʒ̥ɑnt], Teuthonista ‹šant›, vereinfacht schånnt (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 200).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃɑn], Teuthonista ‹š́an›, vereinfacht schånn (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

schaukeln

Mhd. aus: schocken. Frankfurterisch: IPA [ʃog̥ələ], Teuthonista ‹š́ogələ›, vereinfacht schoggěllě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).

Schaukelpferd

Frankfurterisch: IPA [ʃog̥l̩g̥aul], Teuthonista ‹š́ogl̥gɑul›, vereinfacht schogglgaul (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).

scharf

Mhd. scharf. Frankfurterisch: IPA [ʃɑf], Teuthonista ‹š́af›, vereinfacht schåff (Rauh, 1921a, §90.2.c, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor R und Konsonant).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃɔf], Teuthonista ‹š́ɔf›, vereinfacht schǫff (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃaf], Teuthonista ‹š́ɑf›, vereinfacht schaff (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃɔf], Teuthonista ‹š́ɔf›, vereinfacht schǫff (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

scharren

Mhd. scharren. Frankfurterisch: IPA [ʃɑn], Teuthonista ‹š́an›, vereinfacht schånn (Rauh, 1921a, §144.II.1, S. 151).

Scharte

Mhd. scharte. Frankfurterisch: IPA [ʃɑːt], Teuthonista ‹š́āt›, vereinfacht schååt (Rauh, 1921a, §176, S. 196).

Schatten

Mhd. schate-n. Frankfurterisch: IPA [ʃɑd̥ə], Teuthonista ‹š́adə›, vereinfacht schåddě (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃɔd̥ə], Teuthonista ‹š́ɔdə›, vereinfacht schǫddě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃad̥ə], Teuthonista ‹š́ɑdə›, vereinfacht schaddě (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃɔd̥ə], Teuthonista ‹š́ɔdə›, vereinfacht schǫddě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Schattenbembel

Zusammengesetzt aus Schatten und Bämpel, hier in der Bedeutung Brunenschwengel. Spöttisch für einen sehr schlanken Menschen. Frankfurterisch: IPA [ʒ̥ɑd̥əb̥emb̥l̩], Teuthonista ‹šadəbembl̥›, vereinfacht schådděbẹmmbl.

Schaum

Mhd. schûm. Frankfurterisch: IPA [ʃaum], Teuthonista ‹š́ɑum›, vereinfacht schaum (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

schäumen

Mhd. schûmen. Frankfurterisch: IPA [ʃaumə], Teuthonista ‹š́ɑumə›, vereinfacht schaumě; auch: IPA [ʃaːmə], Teuthonista ‹š́ɑ̄mə›, vereinfacht schaamě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

Schawell

Aus lateinisch scabellum. Schemel. Frankfurterisch: IPA [ʃă̞vəl], Teuthonista ‹š́ɑ̆wəl›, vereinfacht schǎwwěll (Rauh, 1921a, §220.1.a.A, S. 267).

schawenzeln

Zu mhd. schwänzeln. schwänzelnd gehen, um jemand aufdringlich hilfbereit herumlaufen. Frankfurterisch: IPA [ʃă̞venz̥ələ], Teuthonista ‹š́ɑ̆wensələ›, vereinfacht schǎwwẹnnsěllě (Rauh, 1921a, §220.Anm. 1, S. 267).

Schawwes

Aus hebräisch schabbāth. Sabbath. Frankfurterisch: IPA [ʃavəs], Teuthonista ‹š́ɑwəś›, vereinfacht schawwěs (Rauh, 1921a, §92, S. 144).

Schduss

schtūth. Unsinn. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥us], Teuthonista ‹š́duś›, vereinfacht schduss (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

scheel

Mhd. schël. Frankfurterisch: IPA [ʃεːl], Teuthonista ‹š́ɛ̄l›, vereinfacht schääl (Rauh, 1921a, §21, S. 32).

Ab etwa 1925: IPA [ʃæːl], Teuthonista ‹š́ǣl›, vereinfacht schȁȁl (Rauh, 1921a, §21, S. 32).

Schein

Mhd. schîn. Frankfurterisch: IPA [ʃɑ̃ɪ], Teuthonista ‹š́ãi›, vereinfacht schåiñ (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen).

scheinen

Frankfurterisch: IPA [ʃɑi-nə], Teuthonista ‹š́ai-nə›, vereinfacht schåi-ně (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

Sachsenhausen: IPA [ʃoinə], Teuthonista ‹š́oinə›, vereinfacht schoině (Rauh, 1921a, §234.3, S. 288).

scheißen

Mhd. mî𝔷en. Frankfurterisch: IPA [ʃmaiz̥ə], Teuthonista ‹š́mɑisə›, vereinfacht schmaisě (Rauh, 1921a, §181.II.1, S. 205).

bescheißen

betrügen. Frankfurterisch: IPA [pʃaiz̥ə], Teuthonista ‹pš́ɑisə›, vereinfacht pschaisě (Rauh, 1921a, §215.1.b, S. 252).

beschissen

Mhd. beschi𝔷en. Frankfurterisch: IPA [pʃiz̥ə], Teuthonista ‹pš́isə›, vereinfacht pschissě (Rauh, 1921a, §154.3, S. 168).

Halbmundartlich um 1920: IPA [b̥əʃiz̥ə], Teuthonista ‹bəš́isə›, vereinfacht běschissě (Rauh, 1921a, §154.Anm. 1, S. 169).

Scheitel

Mhd. scheitel. Frankfurterisch: IPA [ʃaid̥l̩], Teuthonista ‹š́ɑidl̥›, vereinfacht schaidl (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).

Schelle

Mhd. schëlle. Frankfurterisch: IPA [ʃεl], Teuthonista ‹š́ϵl›, vereinfacht schäll (Rauh, 1921a, §140.Anm.1, S. 147).

schenden

Mhd. schenden. Schimpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃenə], Teuthonista ‹š́enə›, vereinfacht schẹnně (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).

geschonnen

Mhd. gescholten. gescholten. Frankfurterisch: IPA [kʃent], Teuthonista ‹kš́ent›, vereinfacht kschẹnnt; auch: IPA [kʃolə], Teuthonista ‹kš́olə›, vereinfacht kschollě (Rauh, 1921a, §177.4.b, S. 200).

schenken

Mhd. schenken. Frankfurterisch: IPA [ʃeŋg̥ə], Teuthonista ‹š́eŋgə›, vereinfacht schẹnggě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

schenkst

Frankfurterisch: IPA [ʃeŋg̥st], Teuthonista ‹š́eŋgśt›, vereinfacht schẹngggst (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

schenkt

Frankfurterisch: IPA [ʃeŋt], Teuthonista ‹š́eŋt›, vereinfacht schẹngt (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

schenke ihm

Frankfurterisch: IPA [ʃeŋg̥m̩], Teuthonista ‹š́eŋgm̥›, vereinfacht schẹnggm (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 229).

schepp

Mhd. schëp. schief. Frankfurterisch: IPA [ʃεp], Teuthonista ‹š́ϵp›, vereinfacht schäpp (Rauh, 1921a, §100.1, S. 105: Germanisches Ë, kurz geblieben).

Scherbe
Scherben

Mhd. schërben. Frankfurterisch: IPA [ʃæːɐ̯və], Teuthonista ‹š́ǣʀwə›, vereinfacht schȁȁǎwě; auch: IPA [ʃæːvə], Teuthonista ‹š́ǣwə›, vereinfacht schȁȁwě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).

Schere

Mhd. schære. Frankfurterisch: IPA [ʃæːɐ̯], Teuthonista ‹š́ǣʀ, vereinfacht schȁȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R).

Ab etwa 1925: IPA [ʃæː], Teuthonista ‹š́ǣ›, vereinfacht schȁȁ (Rauh, 1921a, §144.Anm. 5, S. 151).

scheren

Mhd. schëren. Frankfurterisch: IPA [ʃæːɐ̯n], Teuthonista ‹š́ǣʀn›, vereinfacht schȁȁǎn (Rauh, 1921a, §203.1, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

scheuchen

Mhd. siuhne. Frankfurterisch: IPA [ʃoiʒ̥ə], Teuthonista ‹š́oišə›, vereinfacht schoischě (Rauh, 1921a, §133.1, S. 138: Mhd. IU erscheint als OI).

scheuen

Mhd. schiuren. Frankfurterisch: IPA [ʃoi̯ə], Teuthonista ‹š́oi̯ə›, vereinfacht schoịjě (Rauh, 1921a, §133.2, S. 139: Mhd. IU erscheint als OIJ vor Vokal).

Scheune

Mhd. schiure. Frankfurterisch: IPA [ʃoi̯æ̆], Teuthonista ‹š́oi̯ɑ̈›, vereinfacht schoịjä (Rauh, 1921a, §121.2, S. 128: Mhd. IU erscheint als O mit Gleitlaut IJ vor Vokal).

schieben

Mhd. schieben. Frankfurterisch: IPA [ʃiːvə], Teuthonista ‹š́īwə›, vereinfacht schiiwě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

geschoben

Mhd. geschoben. Frankfurterisch: IPA [kʃoːvə], Teuthonista ‹kš́ōwə›, vereinfacht kschoowě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, gedehnt).

Schiefer

Mhd. schiever. Frankfurterisch: IPA [ʃivæ̆], Teuthonista ‹š́iwɑ̈›, vereinfacht schiwwä (Rauh, 1921a, §18, S. 29).

Ab etwa 1925: IPA [ʃiv̥æ̆], Teuthonista ‹š́ivɑ̈›, vereinfacht schivvä (Rauh, 1921a, §18, S. 29).

schielen

Frankfurterisch: IPA [ʃiː-lə], Teuthonista ‹š́ī-lə›, vereinfacht schii-lě (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

Halbmundartlich um 1920: IPA [ʃiːlə], Teuthonista ‹š́īlə›, vereinfacht schiilě (Rauh, 1921a, §186.2.b, S. 213).

schieszen
geschossen

Mhd. gescho𝔷en. Frankfurterisch: IPA [kʃoz̥ə], Teuthonista ‹kš́osə›, vereinfacht kschossě (Rauh, 1921a, §181.II.1, S. 205).

Schiff

Mhd. schif. Frankfurterisch: IPA [ʃif], Teuthonista ‹š́if›, vereinfacht schiff (Rauh, 1921a, §164.2.b, S. 182).

Schifffahrt

Frankfurterisch: IPA [ʃifɑːt], Teuthonista ‹š́ifāt›, vereinfacht schiffååt (Rauh, 1921a, §74, S. 80).

Schild

Mhd. schilt. Frankfurterisch: IPA [ʃilt], Teuthonista ‹š́ilt›, vereinfacht schillt (Rauh, 1921a, §176, S. 196).

Schildchen

Frankfurterisch: IPA [ʃilʒ̥ə], Teuthonista ‹š́ilšə›, vereinfacht schillschě (Rauh, 1921a, §177.4.b, S. 200).

Schimmel

Mhd. schimel. Frankfurterisch: IPA [ʃiml̩], Teuthonista ‹š́iml̥›, vereinfacht schimml (Rauh, 1921a, §155.2, S. 171).

schimmelig

Frankfurterisch: IPA [ʃiməliʃ], Teuthonista ‹š́iməliš́›, vereinfacht schimmělisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).

schimpfen

Mhd. schimpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃimv̥ə], Teuthonista ‹š́imvə›, vereinfacht schimmvě (Rauh, 1921a, §1620.Anm. 2, S. 180).

Schimpfe

Frankfurterisch: IPA [ʃimf], Teuthonista ‹š́imf›, vereinfacht schimmf (Rauh, 1921a, §1620.Anm. 2, S. 180).

Schimpf und Schande

Frankfurterisch: IPA [ʃimb̥ un ʃɑn], Teuthonista ‹š́imb un š́an›, vereinfacht schimmb un schånn (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

schinden

Mhd. schinden. Frankfurterisch: IPA [ʃinə], Teuthonista ‹š́inə›, vereinfacht schinně (Rauh, 1921a, §174.4.a, S. 192).

Schinderhans

Frankfurterisch: IPA [ʃinæ̆hɑns], Teuthonista ‹š́inɑ̈hanś›, vereinfacht schinnähånns (Rauh, 1921a, §174.4.a, S. 192).

Schippe

Mhd. schüppe. Frankfurterisch: IPA [ʃip], Teuthonista ‹š́ip›, vereinfacht schipp (Rauh, 1921a, §157.2, S. 173).

Schirm

Mhd. schirm. Frankfurterisch: IPA [ʃæɐ̯m], Teuthonista ‹š́æʀm›, vereinfacht schȁǎmm (Rauh, 1921a, §147.3, S. 154).

schießen

Mhd. schie𝔷en. Frankfurterisch: IPA [ʃiːʒ̥ə], Teuthonista ‹š́īšə›, vereinfacht schiischě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

schelten

schimpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃεlə], Teuthonista ‹š́ϵlə›, vereinfacht schällě (Rauh, 1921a, §1620.Anm. 2, S. 180).

schennen

schimpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃenə], Teuthonista ‹š́enə›, vereinfacht schẹnně (Rauh, 1921a, §1620.Anm. 2, S. 180).

Schlaf

Frankfurterisch: IPA [ʃlɑːf], Teuthonista ‹š́lāf›, vereinfacht schlååf.

Schlafkissen

Frankfurterisch: IPA [ʃlɑːf-khi-z̥ə], Teuthonista ‹š́lāf-khi-sə›, vereinfacht schlååf-khi-ssě (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

Schlafrock

Frankfurterisch: IPA [ʃlɑːfʀok], Teuthonista ‹š́lāfʀok›, vereinfacht schlååfrokk (Rauh, 1921a, §164.2.a, S. 182).

schlafen

Mhd. slâfen. Frankfurterisch: IPA [ʃlɑːv̥ə], Teuthonista ‹š́lāvə›, vereinfacht schlååvě (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃlɔːv̥ə], Teuthonista ‹š́lɔ̄və›, vereinfacht schlǫǫvě (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Niederrad: IPA [ʃlo̞ːv̥ə], Teuthonista ‹š́lǭvə›, vereinfacht schlơơvě (Rauh, 1921a, §10, S. 16).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʒ̥loːfə], Teuthonista ‹šlōfə›, vereinfacht schloofě (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

Schlag

Mhd. slac. Frankfurterisch: IPA [ʃlɑːx], Teuthonista ‹š́lāx́›, vereinfacht schlååch (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).

An den Anschlagtafeln

Frankfurterisch An den Anschlagtafeln im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den deutlichen Unterschied zwischen dem nasalierten A- im Anlaut An-, das verdunkelte -A- in Schlag sowie das klare helle -A- in Tafel; sowie die Schwächung des potsvokalischen Verschluss -G in Schlag zu einem velaren -CH. Interessant ist des weiteren die Pluralbildung von Tafel mit Tafle, also ausgefallenem Binnen -E- und einem angehängten Plural -E, anstatt hochdeutschem Tafeln):

Schläge

Mhd. slege. Frankfurterisch: IPA [ʃleːʃ], Teuthonista ‹š́lēš́›, vereinfacht schlẹẹsch (Rauh, 1921a, §20, S. 32).

Ab etwa 1925: IPA [ʃlεːʃ], Teuthonista ‹š́lɛ̄š́›, vereinfacht schlääsch (Rauh, 1921a, §20, S. 32).

Mordsschlag

Frankfurterisch: IPA [mɔɐ̯tʃlɑːx], Teuthonista ‹mɔʀtš́lāx́›, vereinfacht mǫǎtschlååch (Rauh, 1921a, §166.4.b, S. 186).

Schlagfluss

Frankfurterisch: IPA [slɑːxflus], Teuthonista ‹ślāx́fluś›, vereinfacht slååchfluss (Rauh, 1921a, §190.1.b.A, S. 219).

Schlamassel

mazzāl. Unglück. Frankfurterisch: IPA [ʃlɑmaz̥l̩], Teuthonista ‹š́lamɑsl̥›, vereinfacht schlåmmassl (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

schlampen

Mhd. slampen. unordentlich einhergehen. Frankfurterisch: IPA [ʃlɑmb̥ə], Teuthonista ‹š́lambə›, vereinfacht schlåmmbě (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

verschlampt

Zu mhd. slampen. Frankfurterisch: IPA [fæ̆ʃlɑmt], Teuthonista ‹fɑ̈š́lamt›, vereinfacht fäschlåmmt (Rauh, 1921a, §163, S. 181).

Schlappen

Pantoffeln. Frankfurterisch: IPA [ʃlab̥ə], Teuthonista ‹š́lɑbə›, vereinfacht schlabbě (Rauh, 1921a, §160, S. 176).

Schlapphut

Frankfurterisch: IPA [ʃlaphuːt], Teuthonista ‹š́lɑphūt›, vereinfacht schlapphuut (Rauh, 1921a, §73, S. 80).

Schlappmaul

Großer Mund. Frankfurterisch: IPA [ʃlab̥maul], Teuthonista ‹š́lɑbmɑul›, vereinfacht schlabbmaul (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

Schlär

Mund, wohl entstanden aus dem Zeitwort schlürfen. Frankfurterisch: IPA [ʃlæɐ̯], Teuthonista ‹š́læʀ, vereinfacht schlȁǎ (Rauh, 1921a, §144.I.2, S. 151).

Schlauch

Mhd. slûch. Frankfurterisch: IPA [ʃlaux], Teuthonista ‹š́lɑux́›, vereinfacht schlauch (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

schlecht

Mhd. slëht. Frankfurterisch: IPA [ʃlεːʃt], Teuthonista ‹š́lɛ̄š́t›, vereinfacht schlääscht (Rauh, 1921a, §21, S. 32).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃlεːt], Teuthonista ‹š́lɛ̄t›, vereinfacht schläät (Rauh, 1921a, §186.Anm. 4, S. 213).

Ab etwa 1925: IPA [ʃlæːʃt], Teuthonista ‹š́lǣš́t›, vereinfacht schlȁȁscht (Rauh, 1921a, §21, S. 32).

schlechteste

Mhd. slëhteste. Frankfurterisch: IPA [ʃlεːʃsd̥ə], Teuthonista ‹š́lɛ̄š́śdə›, vereinfacht schlääschsdě (Rauh, 1921a, §182.II.1, S. 209).

schleichen

Mhd. slîchen. Frankfurterisch: IPA [ʃlaiʒ̥ə], Teuthonista ‹š́lɑišə›, vereinfacht schlaischě (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).

Schleier

Mhd. sleiger. Frankfurterisch: IPA [ʃlai̯æ̆], Teuthonista ‹š́lɑi̯ɑ̈›, vereinfacht schlaịjä (Rauh, 1921a, §122.Anm. 3, S. 129).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃlaːi̯æ̆], Teuthonista ‹š́lɑ̄i̯ɑ̈›, vereinfacht schlaaịjä (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

schleifen

Mhd. sloufen. Frankfurterisch: IPA [ʃlaːv̥ə], Teuthonista ‹š́lɑ̄və›, vereinfacht schlaavě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

ungeschliffen

Frankfurterisch: IPA [ũːkʃliv̥ə], Teuthonista ‹ũ̄kš́livə›, vereinfacht uuñkschlivvě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Halbmundartlich um 1920: IPA [uŋkʃliv̥ə], Teuthonista ‹uŋkš́livə›, vereinfacht ungkschlivvě; auch: IPA [uːŋkʃliv̥ə], Teuthonista ‹ūŋkš́livə›, vereinfacht uungkschlivvě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Schleim

Mhd. slîm. Frankfurterisch: IPA [ʃlɑim], Teuthonista ‹š́laim›, vereinfacht schlåim (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen).

schleimen

Mhd. slîmen. Frankfurterisch: IPA [ʃlɑimə], Teuthonista ‹š́laimə›, vereinfacht schlåimě (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen).

Sachsenhausen: IPA [ʃloimə], Teuthonista ‹š́loimə›, vereinfacht schloimě (Rauh, 1921a, §115.Anm. 4, S. 123).

schlenkern

Mhd. slenkern. Frankfurterisch: IPA [ʃleŋg̥æ̆n], Teuthonista ‹š́leŋgɑ̈n›, vereinfacht schlẹnggän (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).

schließen

Mhd. slie𝔷en. Frankfurterisch: IPA [ʃliːz̥ə], Teuthonista ‹š́līsə›, vereinfacht schliisě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

schlimm

Mhd. schlimp. Frankfurterisch: IPA [ʃlim], Teuthonista ‹š́lim›, vereinfacht schlimm (Rauh, 1921a, §155.2, S. 171).

Schlingel

Mhd. slinkel. Frankfurterisch: IPA [ʃliŋg̥l̩], Teuthonista ‹š́liŋgl̥›, vereinfacht schlinggl (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 228).

Schlippsche

Zu mhd. slupf. Schleifchen. Frankfurterisch: IPA [ʃlipʃə], Teuthonista ‹š́lipš́ə›, vereinfacht schlippschě (Rauh, 1921a, §1620.2.a, S. 180).

Schloßen

Mhd. slo𝔷en. Hagelkörner. Frankfurterisch: IPA [ʃloːz̥ə], Teuthonista ‹š́lōsə›, vereinfacht schloosě (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

Schlot

Mhd. slât. Frankfurterisch: IPA [ʃloːt], Teuthonista ‹š́lōt›, vereinfacht schloot (Rauh, 1921a, §109.Anm. 1, S. 118: Mhd. Â wird langes O).

schlucksen

Mhd. sluckezzen. Frankfurterisch: IPA [ʃluksə], Teuthonista ‹š́lukśə›, vereinfacht schlukksě (Rauh, 1921a, §197.1.c, S. 231).

Schluckser

Krampfhaft sich wiederholendes Schlucken. Frankfurterisch: IPA [ʃluksæ̆], Teuthonista ‹š́lukśɑ̈›, vereinfacht schluksä (Rauh, 1921a, §197.1.c, S. 231).

schluchzen

Mhd. sluchezzen. Frankfurterisch: IPA [ʃluksə], Teuthonista ‹š́lukśə›, vereinfacht schlukksě (Rauh, 1921a, §181.I.3.b, S. 205).

schlummbisch

Unordentlich. Frankfurterisch: IPA [ʃlumb̥iʃ], Teuthonista ‹š́lumbiš́›, vereinfacht schlummbisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).

Schlumpel

Zu mhd. slampen. Unordentliches Frauenzimmer. Frankfurterisch: IPA [ʃlumb̥l̩], Teuthonista ‹š́lumbl̥›, vereinfacht schlummbl; auch: IPA [ʃlumb̥umb̥l̩], Teuthonista ‹š́lumbumbl̥›, vereinfacht schlummbummbl (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Schlummpumpel

Streckform von Schlumpel. Zu mhd. slumpe. Unreinliche Frauensperson. Frankfurterisch: IPA [ʃlumb̥umb̥l̩], Teuthonista ‹š́lumbumbl̥›, vereinfacht schlummbummbl (Rauh, 1921a, §79, S. 86).

Guckt mal was eine Schlummpumpel

Frankfurterisch: IPA [g̥uəmɑːl d̥ɑː vɑz̥ə ʃlumb̥umb̥l̩], Teuthonista ‹guəmāl dā wasə š́lumbumbl̥›, vereinfacht gugěmåål dåå wåsě schlummbummbl (Rauh, 1921a, §79, S. 86).

schlupfen

Mhd. schlupfen. Frankfurterisch: IPA [ʃlub̥ə], Teuthonista ‹š́lubə›, vereinfacht schlubbě (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

schlüpfst

Mhd. schlupfest. Frankfurterisch: IPA [ʃlupst], Teuthonista ‹š́lupśt›, vereinfacht schluppst (Rauh, 1921a, §1620.2.a, S. 180).

Schlupp

Mhd. slupf. Schlinge. Frankfurterisch: IPA [ʃlup], Teuthonista ‹š́lup›, vereinfacht schlupp (Rauh, 1921a, §1620.2.b, S. 181).

Schlüssel

Mhd. slü𝔷𝔷el. Frankfurterisch: IPA [ʃliz̥l̩], Teuthonista ‹š́lisl̥›, vereinfacht schlissl (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I).

schmal

Mhd. smal. Frankfurterisch: IPA [ʃmɑːl], Teuthonista ‹š́māl›, vereinfacht schmåål (Rauh, 1921a, §140.2, S. 147).

Schmalz

Mhd. smalz. Frankfurterisch: IPA [ʃmald̥s], Teuthonista ‹š́mɑldś›, vereinfacht schmallds (Rauh, 1921a, §181.I.2, S. 205).

schmatzen

Mhd. smackezen. Frankfurterisch: IPA [ʃmatsə], Teuthonista ‹š́mɑtśə›, vereinfacht schmattsě (Rauh, 1921a, §216.18, S. 256: Alte Endung -EZEN).

schmeicheln

Mhd. smeicheln. Frankfurterisch: IPA [ʃmaiʒ̥ələ], Teuthonista ‹š́mɑišələ›, vereinfacht schmaischělě (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).

schmeizen
schmeiß ihn

Frankfurterisch: IPA [ʃmaiz̥m̩], Teuthonista ‹š́mɑism̥›, vereinfacht schmaism (Rauh, 1921a, §181.II.1, S. 205).

schmelzen

Mhd. schmëlzen. Frankfurterisch: IPA [ʃmεlz̥ə], Teuthonista ‹š́mϵlsə›, vereinfacht schmällsě (Rauh, 1921a, §181.I.3.a, S. 205).

Schmerz

Mhd. smërze. Frankfurterisch: IPA [ʃmæɐ̯ts], Teuthonista ‹š́mæʀtś›, vereinfacht schmȁǎts (Rauh, 1921a, §181.I.1.b, S. 205).

Schickse

schikzah. Judenmädchen, aber auch Dirne. Frankfurterisch: IPA [ʃiks], Teuthonista ‹š́ikś›, vereinfacht schikks (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

Schmied

Mhd. smitte. Frankfurterisch: IPA [ʃmit], Teuthonista ‹š́mit›, vereinfacht schmitt (Rauh, 1921a, §173, S. 191).

Ab etwa 1925: IPA [ʃmiːt], Teuthonista ‹š́mīt›, vereinfacht schmiit (Rauh, 1921a, §210.Anm., S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T).

Schmiede

Mhd. schmitte. Frankfurterisch: IPA [ʃmit], Teuthonista ‹š́mit›, vereinfacht schmitt (Rauh, 1921a, §202, S. 234).

schmieden

Mhd. smiden. Frankfurterisch: IPA [ʃmiːd̥ə], Teuthonista ‹š́mīdə›, vereinfacht schmiidě (Rauh, 1921a, §174.1, S. 192).

schmieren

Mhd. smirn. Frankfurterisch: IPA [ʃmiːɐ̯n], Teuthonista ‹š́mīʀn›, vereinfacht schmiiǎn (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

geschmiert

Frankfurterisch und wie geschmiert im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (geschmiert erscheint wie im Hochdeutschen):

Schmirgel

Zu mhd. smirn. schmierigen Schmutz. Frankfurterisch: IPA [ʃmæ̆ʀɑːg̥l̩], Teuthonista ‹š́mɑ̈ʀāgl̥›, vereinfacht schmäråågl (Rauh, 1921a, §102.2, S. 108: Mhd. I in unbetonter Nebensilbe).

Frau Schmitt

Frankfurterisch: IPA [ʃmid̥in], Teuthonista ‹š́midin›, vereinfacht schmiddinn (Rauh, 1921a, §152.1.d, S. 164).

Schmuhs

Aus hebräisch schemn'ōth. Leeres Geschwätz. Frankfurterisch: IPA [ʃmuːs], Teuthonista ‹š́mūś›, vereinfacht schmuus (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).

Schmuh machen

schemūā. unterschlagen, stehlen. Frankfurterisch: IPA [ʃmuː maɣ̥ə], Teuthonista ‹š́mū mɑxə›, vereinfacht schmuu machě (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

schmusen

Frankfurterisch: IPA [ʃmuːz̥ə], Teuthonista ‹š́mūsə›, vereinfacht schmuusě (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).

Schnabel

Mhd. snabel. Frankfurterisch: IPA [ʃnɑvl̩], Teuthonista ‹š́nawl̥›, vereinfacht schnåwwl (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃnɔvl̩], Teuthonista ‹š́nɔwl̥›, vereinfacht schnǫwwl (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃnavl̩], Teuthonista ‹š́nɑwl̥›, vereinfacht schnawwl (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃnɔvl̩], Teuthonista ‹š́nɔwl̥›, vereinfacht schnǫwwl (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Schnäbel

Plural. Mhd. snabele. Frankfurterisch: IPA [ʃnεvl̩], Teuthonista ‹š́nϵwl̥›, vereinfacht schnäwwl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).

Schnalle

Mhd. snalle. Frankfurterisch: IPA [ʃnal], Teuthonista ‹š́nɑl›, vereinfacht schnall (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

schnappen

Mhd. snappen. Frankfurterisch: IPA [ʃnab̥ə], Teuthonista ‹š́nɑbə›, vereinfacht schnabně (Rauh, 1921a, §157.1, S. 172).

schnappst

Frankfurterisch: IPA [ʃnapst], Teuthonista ‹š́nɑpśt›, vereinfacht schnappst (Rauh, 1921a, §157.2, S. 173).

schnappt

Frankfurterisch: IPA [ʃnab̥t], Teuthonista ‹š́nɑbt›, vereinfacht schnabbt (Rauh, 1921a, §157.1, S. 172).

schnarchen

Frankfurterisch: IPA [ʃnɑksə], Teuthonista ‹š́nakśə›, vereinfacht schnåkksě (Rauh, 1921a, §197.1.c, S. 231).

Schärsch

Mhd. snürche. Schwiegertocheter. Frankfurterisch: IPA [ʃnæɐ̯ʃ], Teuthonista ‹š́næʀš́›, vereinfacht schnȁǎsch (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).

schnaufen

Mhd. snûfen. Frankfurterisch: IPA [ʃnauv̥ə], Teuthonista ‹š́nɑuvə›, vereinfacht schnauvě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

schnäuzen

Mhd. sniuzen. Frankfurterisch: IPA [ʃnoitsə], Teuthonista ‹š́noitśə›, vereinfacht schnoitsě (Rauh, 1921a, §121.1, S. 127: Mhd. IU erscheint als OI).

Schnee

Mhd. snê. Frankfurterisch: IPA [ʃneː], Teuthonista ‹š́nē›, vereinfacht schnẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃnĩː], Teuthonista ‹š́nĩ̄›, vereinfacht schniiñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

schneiden

Mhd. snîden. Frankfurterisch: IPA [ʃnaid̥ə], Teuthonista ‹š́nɑidə›, vereinfacht schnaidě (Rauh, 1921a, §174.1, S. 192).

schneidest

Frankfurterisch: IPA [ʃnaitst], Teuthonista ‹š́nɑitśt›, vereinfacht schnaitst (Rauh, 1921a, §174.2, S. 192).

schneidet

Mhd. snîdet. Frankfurterisch: IPA [ʃnait], Teuthonista ‹š́nɑit›, vereinfacht schnait (Rauh, 1921a, §174.3, S. 192).

schneidet

Mhd. snîdet. Frankfurterisch: IPA [ʃnait], Teuthonista ‹š́nɑit›, vereinfacht schnait (Rauh, 1921a, §174.3, S. 192).

schneien

Mhd. snîhen. Frankfurterisch: IPA [ʃnai̯ə], Teuthonista ‹š́nɑi̯ə›, vereinfacht schnaịjě (Rauh, 1921a, §115.2, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu A und J vor Vokal).

schepp

Mhd. schëp. schief. Frankfurterisch: IPA [ʃεp], Teuthonista ‹š́ϵp›, vereinfacht schäpp (Rauh, 1921a, §100.1, S. 105: Germanisches Ë, kurz geblieben).

schneutzen

Frankfurterisch: IPA [ʃnoitsə], Teuthonista ‹š́noitśə›, vereinfacht schnoitsě (Rauh, 1921a, §181.I.1.a, S. 204).

schnippeln

Mhd. snipfen. in kleine Stücke zerschneiden. Frankfurterisch: IPA [ʃnib̥ələ], Teuthonista ‹š́nibələ›, vereinfacht schnibběllě (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

schnippisch

Mhd. snebbig. Frankfurterisch: IPA [ʃnib̥iʃ], Teuthonista ‹š́nibiš́›, vereinfacht schnibbisch (Rauh, 1921a, §157.1, S. 172).

Schnitt

Mhd. snit. Frankfurterisch: IPA [ʃnit], Teuthonista ‹š́nit›, vereinfacht schnitt (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T).

Schnittmuster

Frankfurterisch: IPA [ʃnid̥muz̥d̥æ̆], Teuthonista ‹š́nidmusdɑ̈›, vereinfacht schniddmussdä (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

schnurren

Mhd. snurren. Frankfurterisch: IPA [ʒ̥nɔʀə], Teuthonista ‹šnɔʀə›, vereinfacht schnǫrrě; auch: IPA [ʒ̥nɔɐ̯n], Teuthonista ‹šnɔʀn›, vereinfacht schnǫǎnn (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

schnurren lassen

Frankfurterisch: IPA [ʃnæɐ̯n], Teuthonista ‹š́næʀn›, vereinfacht schnȁǎn (Rauh, 1921a, §217.19.Anm. 1, S. 260: Alte Endung -EN).

Schnorres

Schnurrbart. Frankfurterisch: IPA [ʃnɔʀəs], Teuthonista ‹š́nɔʀəś›, vereinfacht schnǫrrěs (Rauh, 1921a, §143.2, S. 148).

schnuffeln

Mhd. snuffelen. Beriechen, mehrer Male geräuschvoll Atmen durch die Nase. Frankfurterisch: IPA [ʃnuv̥ələ], Teuthonista ‹š́nuvələ›, vereinfacht schnuvvěllě (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).

Schnupfen

Mhd. snupfe-n. Frankfurterisch: IPA [ʃnub̥ə], Teuthonista ‹š́nubə›, vereinfacht schnubbě (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).

Schnur

Mhd. snuor. Frankfurterisch: IPA [ʃnuːɐ̯], Teuthonista ‹š́nūʀ, vereinfacht schnuuǎ (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

Schnur

Mhd. snur. Schiegermutter. Frankfurterisch: IPA [ʃnuːɐ̯], Teuthonista ‹š́nūʀ, vereinfacht schnuuǎ (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).

schnüren

Mhd. snüeren. Frankfurterisch: IPA [ʃniːɐ̯n], Teuthonista ‹š́nīʀn›, vereinfacht schniiǎn (Rauh, 1921a, §118, S. 125: Mhd. ÜE erscheint als langes I).

schnurren

Mhd. snurren. Frankfurterisch: IPA [ʒ̥nɔʀə], Teuthonista ‹šnɔʀə›, vereinfacht schnǫrrě; auch: IPA [ʒ̥nɔɐ̯n], Teuthonista ‹šnɔʀn›, vereinfacht schnǫǎnn (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

Schnute

Mhd. snûte. Schnauze oder Mund. Frankfurterisch: IPA [ʃnuːt], Teuthonista ‹š́nūt›, vereinfacht schnuut (Rauh, 1921a, §119.Anm. 2, S. 127: Niederdeutsche Entlehung).

schocken

Mhd. schocken. werfen. Frankfurterisch: IPA [ʃog̥ə], Teuthonista ‹š́ogə›, vereinfacht schoggě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).

Schode

schōteh. Narr. Frankfurterisch: IPA [ʃoːd̥ə], Teuthonista ‹š́ōdə›, vereinfacht schoodě (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

Schofl

schafel. niedrig, gemein. Frankfurterisch: IPA [ʃoːv̥l̩], Teuthonista ‹š́ōvl̥›, vereinfacht schoovl (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

schon

Mhd. schôn. Frankfurterisch: IPA [ʃont], Teuthonista ‹š́ont›, vereinfacht schonnt; auch: IPA [ʃon], Teuthonista ‹š́on›, vereinfacht schonn (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô gekürzt zu geschlossenem O).

Frankfurterisch hast du schon und da ist auch schon im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (schon entspricht in der Aussprache dem Hochdeutschen):

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃun], Teuthonista ‹š́un›, vereinfacht schunn (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

ich werde schon kommen

Frankfurterisch: IPA [iʃ væɐ̯ ʃoŋ khomə], Teuthonista ‹iš́ wæʀ š́oŋ khomə›, vereinfacht isch wȁǎ schong khommě; auch: IPA [iʃ væɐ̯ ʃont khomə], Teuthonista ‹iš́ wæʀ š́ont khomə›, vereinfacht isch wȁǎ schonnt khommě (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).

weiß schon

Frankfurterisch: IPA [vaːʃont], Teuthonista ‹wɑ̄š́ont›, vereinfacht waaschonnt (Rauh, 1921a, §181.Anm. 4, S. 207).

schon einmal

Frankfurterisch: IPA [ʃunəmɑːl], Teuthonista ‹š́unəmāl›, vereinfacht schunněmåål (Rauh, 1921a, §129.Anm. 2, S. 135).

schön

Mhd. schœne. Frankfurterisch: IPA [ʃẽː], Teuthonista ‹š́ẽ̄›, vereinfacht scheeñ (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ erscheint als langes geschlossenes E).

Halbmundartlich um 1920: IPA [ʃε̃ː], Teuthonista ‹š́ɛ̃̄›, vereinfacht schääñ (Rauh, 1921a, §234.4, S. 288).

Ab etwa 1925: IPA [ʃε̃ː], Teuthonista ‹š́ɛ̃̄›, vereinfacht schääñ; auch: IPA [ʃeː], Teuthonista ‹š́ē›, vereinfacht schẹẹ (Rauh, 1921a, §130.Anm. 1, S. 136).

Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃĩː], Teuthonista ‹š́ĩ̄›, vereinfacht schiiñ (Rauh, 1921a, §130.Anm. 1, S. 137).

Oberrad: IPA [ʒ̥ĩː], Teuthonista ‹šĩ̄›, vereinfacht schiiñ (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃĩː], Teuthonista ‹š́ĩ̄›, vereinfacht schiiñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

schöner

Mhd. schœner. Frankfurterisch: IPA [ʃenæ̆], Teuthonista ‹š́enɑ̈›, vereinfacht schẹnnä (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ gekürzt zu geschlossenem E).

Ab etwa 1925: IPA [ʃεnæ̆], Teuthonista ‹š́ϵnɑ̈›, vereinfacht schännä (Rauh, 1921a, §130.Anm. 1, S. 136).

schönste

Mhd. schœnste. Frankfurterisch: IPA [ʃensd̥ə], Teuthonista ‹š́enśdə›, vereinfacht schẹnnsdě (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ gekürzt zu geschlossenem E).

Ab etwa 1925: IPA [ʃεnsd̥ə], Teuthonista ‹š́ϵnśdə›, vereinfacht schännsdě (Rauh, 1921a, §130.Anm. 1, S. 136).

nicht schön

Frankfurterisch: IPA [net ʃẽ], Teuthonista ‹net š́ẽ›, vereinfacht nẹtt scheñ (Rauh, 1921a, §182.II.3, S. 210).

schonen

Mhd. schônen. Frankfurterisch: IPA [ʃoːnə], Teuthonista ‹š́ōnə›, vereinfacht schooně (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

Schopf

Mhd. schopf. Frankfurterisch: IPA [ʃop], Teuthonista ‹š́op›, vereinfacht schopp (Rauh, 1921a, §1620.2.b, S. 181).

schöpfen

Mhd. schepfen. Frankfurterisch: IPA [ʃeb̥ə], Teuthonista ‹š́ebə›, vereinfacht schẹbbě (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).

schöpft

Mhd. schöpfet. Frankfurterisch: IPA [ʃeb̥t], Teuthonista ‹š́ebt›, vereinfacht schẹbbt (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

schöpfe ihn voll

Frankfurterisch: IPA [ʃeb̥m̩ fol], Teuthonista ‹š́ebm̥ fol›, vereinfacht schẹbbm foll (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).

schöpfe voll

Frankfurterisch: IPA [ʃepfol], Teuthonista ‹š́epfol›, vereinfacht schẹppfoll (Rauh, 1921a, §1620.2.a, S. 180).

Schoß

Mhd. schô𝔷. Frankfurterisch: IPA [ʃoːs], Teuthonista ‹š́ōś›, vereinfacht schoos (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

Schrank

Mhd. schanc. Frankfurterisch: IPA [ʃɑŋk], Teuthonista ‹š́aŋk›, vereinfacht schångk (Rauh, 1921a, §143.Anm. 1, S. 148).

Schränkchen

Frankfurterisch: IPA [ʃʀeŋʒ̥ə], Teuthonista ‹š́ʀeŋšə›, vereinfacht schrẹngschě (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

Schranktür

Frankfurterisch: IPA [ʃʀɑŋd̥iːɐ̯], Teuthonista ‹š́ʀaŋdīʀ, vereinfacht schrångdiiǎ (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

Bobbelschengelsche

Diminutiv. Aus Puppenschränkchen. Eine Frankfurter Wirtschaft. Frankfurterisch: IPA [b̥ob̥əʃeŋg̥l̩ʒ̥ə], Teuthonista ‹bobəš́eŋgl̥šə›, vereinfacht bobběschẹngglschě (Rauh, 1921a, §143.Anm. 1, S. 148).

Schraube

Mhd. schrûbe. Frankfurterisch: IPA [ʃʀaup], Teuthonista ‹š́ʀɑup›, vereinfacht schraup (Rauh, 1921a, §155.1.c.B, S. 171).

schreien

Frankfurterisch: IPA [ʃʀai̯ə], Teuthonista ‹š́ʀɑi̯ə›, vereinfacht schraịjě (Rauh, 1921a, §138.2, S. 145).

Schreiner

Mhd. schrîner. Frankfurterisch: IPA [ʃʀɑinæ̆], Teuthonista ‹š́ʀainɑ̈›, vereinfacht schråinä (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen).

schröpfen

Mhd. schrepfen. Frankfurterisch: IPA [ʃʀeb̥ə], Teuthonista ‹š́ʀebə›, vereinfacht schrẹbbě (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

schrumpfen

Mhd. schrimpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃʀumb̥ə], Teuthonista ‹š́ʀumbə›, vereinfacht schrummbě; auch: IPA [ʃʀumb̥ələ], Teuthonista ‹š́ʀumbələ›, vereinfacht schrummběllě (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Schublade

Frankfurterisch: IPA [ʃuplɑːt], Teuthonista ‹š́uplāt›, vereinfacht schupplååt (Rauh, 1921a, §70, S. 78).

Tischschublade

Frankfurterisch: IPA [d̥iʒ̥uplɑːt], Teuthonista ‹dišuplāt›, vereinfacht dischupplååt (Rauh, 1921a, §170.Anm. 2, S. 188).

schubbsen

Frankfurterisch: IPA [ʃu-psə], Teuthonista ‹š́u-pśə›, vereinfacht schu-ppsě (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

schuckeln

Zu mhd. schoc. schaukeln. Frankfurterisch: IPA [ʃog̥ələ], Teuthonista ‹š́ogələ›, vereinfacht schoggěllě (Rauh, 1921a, §170.1.a, S. 188).

Schuh

Mhd. schuoch. Frankfurterisch: IPA [ʃuː], Teuthonista ‹š́ū›, vereinfacht schuu; auch: IPA [ʃuk], Teuthonista ‹š́uk›, vereinfacht schukk (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃuk], Teuthonista ‹š́uk›, vereinfacht schukk (Rauh, 1921a, §187.2, S. 215).

Oberrad: IPA [ʒ̥ɔu], Teuthonista ‹šɔu›, vereinfacht schǫu (Rauh, 1921a, §8, S. 14).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃɔu], Teuthonista ‹š́ɔu›, vereinfacht schǫu (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

Schühchen

Dimunitiv. Frankfurterisch: IPA [ʃig̥l̩ʒ̥ə], Teuthonista ‹š́igl̥šə›, vereinfacht schigglschě (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).

schuckeln

Zu mhd. schoc. schaukeln. Frankfurterisch: IPA [ʃog̥ələ], Teuthonista ‹š́ogələ›, vereinfacht schoggěllě (Rauh, 1921a, §170.1.a, S. 188).

Schuld

Mhd. schult. Frankfurterisch: IPA [ʃult], Teuthonista ‹š́ult›, vereinfacht schullt (Rauh, 1921a, §173, S. 191).

schuldig

Mhd. schuldic. Frankfurterisch: IPA [ʃuld̥iʃ], Teuthonista ‹š́uldiš́›, vereinfacht schulldisch; auch: IPA [ʃuliʃ], Teuthonista ‹š́uliš́›, vereinfacht schullisch (Rauh, 1921a, §106.Anm. 3, S. 115).

Schule

Mhd. schuole. Frankfurterisch: IPA [ʃuːl], Teuthonista ‹š́ūl›, vereinfacht schuul (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

Schulter

Mhd. schulter. Frankfurterisch: IPA [ʃuld̥æ̆], Teuthonista ‹š́uldɑ̈›, vereinfacht schulldä (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

schüren

Mhd. schüren. Frankfurterisch: IPA [ʃiːɐ̯n], Teuthonista ‹š́īʀn›, vereinfacht schiiǎn; auch: IPA [ʃæːɐ̯n], Teuthonista ‹š́ǣʀn›, vereinfacht schȁȁǎn (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, gededehnt erscheint als langes I).

Schurz

Mhd. schurz. Frankfurterisch: IPA [ʃɔɐ̯ts], Teuthonista ‹š́ɔʀtś›, vereinfacht schǫǎtts (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

Schürze

Frankfurterisch: IPA [ʃæɐ̯ts], Teuthonista ‹š́æʀtś›, vereinfacht schȁǎtts (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).

Schussel

Zu mhd. schie𝔷en. lebhaft gedankenlos handelnde Person. Frankfurterisch: IPA [ʃuz̥l̩], Teuthonista ‹š́usl̥›, vereinfacht schussl (Rauh, 1921a, §170.1.a, S. 188).

Waschschüssel

Frankfurterisch: IPA [vεʃiz̥l̩], Teuthonista ‹wϵš́isl̥›, vereinfacht wäschissl (Rauh, 1921a, §74, S. 80).

Schuster

Mhd. schuosutære. Frankfurterisch: IPA [ʃusd̥æ̆], Teuthonista ‹š́uśdɑ̈›, vereinfacht schussdä (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).

Schustersfrau

Frankfurterisch: IPA [ʃusd̥æ̆ʃfʀaː], Teuthonista ‹š́uśdɑ̈š́fʀɑ̄›, vereinfacht schussdäschfraa (Rauh, 1921a, §166.3.b, S. 186).

Ab etwa 1925: IPA [ʃusd̥æ̆sfʀaː], Teuthonista ‹š́uśdɑ̈śfʀɑ̄›, vereinfacht schussdässfraa (Rauh, 1921a, §166.Anm. 6, S. 186).

Schulter

Mhd. schulter. Frankfurterisch: IPA [ʃuld̥æ̆], Teuthonista ‹š́uldɑ̈›, vereinfacht schulldä (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

Schuppe

Mhd. schuope. Frankfurterisch: IPA [ʃup], Teuthonista ‹š́up›, vereinfacht schupp (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten UO).

Schuppen

Mhd. schuppen. Frankfurterisch: IPA [ʃub̥ə], Teuthonista ‹š́ubə›, vereinfacht schubně (Rauh, 1921a, §157.1, S. 172).

Schurz

Mhd. schurz. Frankfurterisch: IPA [ʃɔɐ̯ts], Teuthonista ‹š́ɔʀtś›, vereinfacht schǫǎtts (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

schütteln

Mhd. schütelen. Frankfurterisch: IPA [ʃid̥ələ], Teuthonista ‹š́idələ›, vereinfacht schiddělě (Rauh, 1921a, §141.1, S. 147).

schütten

Mhd. schütten. Frankfurterisch: IPA [ʃid̥ə], Teuthonista ‹š́idə›, vereinfacht schiddě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

schüttest

Frankfurterisch: IPA [ʃitst], Teuthonista ‹š́itśt›, vereinfacht schittst (Rauh, 1921a, §177.2, S. 198).

schutten

Mhd. schutten. Mit dem Fuß wegstoßen. Frankfurterisch: IPA [ʃud̥ə], Teuthonista ‹š́udə›, vereinfacht schuddě (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).

schwäbisch

Mhd. swæbise. Frankfurterisch: IPA [ʃveːb̥iʃ], Teuthonista ‹š́wēbiš́›, vereinfacht schwẹẹbisch (Rauh, 1921a, §102.1, S. 108: Mhd. I in betonter Nebensilbe).

Schwade

Mhd. swadem. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑd̥m̩], Teuthonista ‹š́wadm̥›, vereinfacht schwåddm (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvɔd̥m̩], Teuthonista ‹š́wɔdm̥›, vereinfacht schwǫddm (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃvad̥m̩], Teuthonista ‹š́wɑdm̥›, vereinfacht schwaddm (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃvɔd̥m̩], Teuthonista ‹š́wɔdm̥›, vereinfacht schwǫddm (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Schwaden

Plural. Mhd. swademen. Frankfurterisch: IPA [ʃvad̥əmə], Teuthonista ‹š́wɑdəmə›, vereinfacht schwadděmmě (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EMEN).

Schwager

Mhd. swâger. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑːɣ̥æ̆], Teuthonista ‹š́wāxɑ̈›, vereinfacht schwååchä (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvɔːɣ̥æ̆], Teuthonista ‹š́wɔ̄xɑ̈›, vereinfacht schwǫǫchä (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Schwalbe

Mhd. swalewe. Frankfurterisch: IPA [ʃvalp], Teuthonista ‹š́wɑlp›, vereinfacht schwallp (Rauh, 1921a, §135.2.b.ii, S. 142: Inlautendes Mhd. W).

Schwälbchen

Frankfurterisch: IPA [ʃvεlpʃə], Teuthonista ‹š́wϵlpš́ə›, vereinfacht schwällpschě (Rauh, 1921a, §135.2.b.i, S. 142: Inlautendes Mhd. W).

Schwamm

Mhd. swam. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑm], Teuthonista ‹š́wam›, vereinfacht schwåmm (Rauh, 1921a, §154.Anm. 2, S. 169).

Frankfurterisch Fliegenpilze im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (Im Lautdenkmal wird Schwamm bzw. im Plural dann Schwämme für Pilz - hier: Fligenpilze - verwendet. Das -Ä- in Schwämme ist hat einen -E- Klang. Das Verschluss -G- in Fliegen wird zu einem -SCH- geschwächt, obwohl das klassiche Frankfurterische an dieser Stelle einen -I- bzw. -J- Laut erwarten lassen würde):

Schwan

Mhd. swane. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑːn], Teuthonista ‹š́wān›, vereinfacht schwåån (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvɔːn], Teuthonista ‹š́wɔ̄n›, vereinfacht schwǫǫn (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃvɔːn], Teuthonista ‹š́wɔ̄n›, vereinfacht schwǫǫn (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Schwanheim

Frankfurterisch: IPA [ʃvɑːnm̩], Teuthonista ‹š́wānm̥›, vereinfacht schwåånm (Rauh, 1921a, §123.4.a, S. 131: Mhd. EI in -HEIM wird zu silbischem M).

Schwanz

Mhd. schwanz. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑnd̥s], Teuthonista ‹š́wandś›, vereinfacht schwånnds (Rauh, 1921a, §181.I.2, S. 205).

Schwänzchen

Diminutiv. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvenz̥iː], Teuthonista ‹š́wensī›, vereinfacht schwẹnnsii (Rauh, 1921a, §199, S. 233).

Schwarte

Mhd. swarte. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑːt], Teuthonista ‹š́wāt›, vereinfacht schwååt (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvɔːɐ̯t], Teuthonista ‹š́wɔ̄ʀt›, vereinfacht schwǫǫǎt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃvɔːt], Teuthonista ‹š́wɔ̄t›, vereinfacht schwǫǫt; auch: IPA [ʃvɔːɐ̯t], Teuthonista ‹š́wɔ̄ʀt›, vereinfacht schwǫǫǎt (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

schwarz

Mhd. swarz. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑts], Teuthonista ‹š́watś›, vereinfacht schwåtts (Rauh, 1921a, §90.2.c, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor R und Konsonant).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvɔts], Teuthonista ‹š́wɔtś›, vereinfacht schwǫtts (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃvats], Teuthonista ‹š́wɑtś›, vereinfacht schwatts (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃvɔts], Teuthonista ‹š́wɔtś›, vereinfacht schwǫtts (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Niederrad: IPA [svo̞ɐ̯tz̥], Teuthonista ‹śwǫʀts›, vereinfacht swơǎts; auch: IPA [svo̞tz̥], Teuthonista ‹śwǫts›, vereinfacht swơts (Rauh, 1921a, §10, S. 16).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃvo̞ts], Teuthonista ‹š́wǫtś›, vereinfacht schwơtts (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

schwarz-weiß-rot

Betonung auf dem letzten Glied. Farben des deutschen Kaiserreichs. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑts-vais-ʀoːt], Teuthonista ‹š́watś-wɑiś-ʀōt›, vereinfacht schwåtts-wais-root; auch: IPA [ʃvɑts-vas-ʀoːt], Teuthonista ‹š́watś-wɑś-ʀōt›, vereinfacht schwåtts-was-root (Rauh, 1921a, §82, S. 89).

schwarz-rot-gold

Betonung auf dem letzten Glied. Farben der deutschen Republik. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑts-ʀoːt-g̥olt], Teuthonista ‹š́watś-ʀōt-golt›, vereinfacht schwåtts-root-gollt (Rauh, 1921a, §82, S. 89).

Schwarzschild

Name. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑtʃilt], Teuthonista ‹š́watš́ilt›, vereinfacht schwåttschillt (Rauh, 1921a, §181.I.4, S. 205).

schweigen

Mhd. swîgen. Frankfurterisch: IPA [ʃvai̯ə], Teuthonista ‹š́wɑi̯ə›, vereinfacht schwaịjě (Rauh, 1921a, §190.2.b, S. 221).

geschwiegen

Part. Prät.. Mhd. geswigen. Frankfurterisch: IPA [kʃviʒ̥ə], Teuthonista ‹kš́wišə›, vereinfacht kschwischě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

Schwefel

Mhd. swëbal. Frankfurterisch: IPA [ʃvεvl̩], Teuthonista ‹š́wϵwl̥›, vereinfacht schwäwwl (Rauh, 1921a, §155.1.a, S. 169).

Schwengel

Mhd. swengel. Hebearm einer Pumpe. Frankfurterisch: IPA [ʃveŋl̩], Teuthonista ‹š́weŋl̥›, vereinfacht schwẹngll (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).

schwer

Mhd. swære. Frankfurterisch: IPA [ʃvæːɐ̯], Teuthonista ‹š́wǣʀ, vereinfacht schwȁȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R).

Ab etwa 1925: IPA [ʃvæː], Teuthonista ‹š́wǣ›, vereinfacht schwȁȁ (Rauh, 1921a, §144.Anm. 5, S. 151).

schwerer

Komparativ. Mhd. schwêrer. Frankfurterisch: IPA [ʃvæːʀæ̆], Teuthonista ‹š́wǣʀɑ̈›, vereinfacht schwȁȁrä (Rauh, 1921a, §143.2, S. 148).

Schwerarbeiter

Frankfurterisch: IPA [ʃvæːɐ̯avaid̥æ̆], Teuthonista ‹š́wǣʀɑwɑidɑ̈›, vereinfacht schwȁȁǎawwaidä (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).

Schwester

Mhd. swëster. Frankfurterisch: IPA [svesd̥æ̆], Teuthonista ‹śweśdɑ̈›, vereinfacht swẹssdä (Rauh, 1921a, §100.4, S. 107: Germanisches Ë ST).

Schwiegermutter

Mhd. swiger. Frankfurterisch: IPA [ʃviʒ̥æ̆mud̥æ̆], Teuthonista ‹š́wišɑ̈mudɑ̈›, vereinfacht schwischämuddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

Schwiele

Mhd. swil. Frankfurterisch: IPA [ʃviːl], Teuthonista ‹š́wīl›, vereinfacht schwiil (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

schwimmen

Frankfurterisch: IPA [ʃvimə], Teuthonista ‹š́wimə›, vereinfacht schwimmě (Rauh, 1921a, §26, S. 38).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃvemə], Teuthonista ‹š́wemə›, vereinfacht schwẹmmě (Rauh, 1921a, §26, S. 38).

geschwommen

Mhd. geswommen. Frankfurterisch: IPA [kʃvomə], Teuthonista ‹kš́womə›, vereinfacht kschwommě (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).

er schwimmt fort

Frankfurterisch: IPA [æ̆ ʃvimb̥ fɔɐ̯t], Teuthonista ‹ɑ̈ š́wimb fɔʀt›, vereinfacht ä schwimmb fǫǎt (Rauh, 1921a, §183.2, S. 210).

schwingen
schwingt

Frankfurterisch: IPA [ʃveŋt], Teuthonista ‹š́weŋt›, vereinfacht schwẹngt (Rauh, 1921a, §26, S. 37).

schwitzen

Mhd. switzen. Frankfurterisch: IPA [ʃvitsə], Teuthonista ‹š́witśə›, vereinfacht schwittsě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

sechs

Mhd. sëhs. Frankfurterisch: IPA [z̥εks], Teuthonista ‹sϵkś›, vereinfacht säkks (Rauh, 1921a, §167.1, S. 187).

See

Mhd. sê. Frankfurterisch: IPA [seː], Teuthonista ‹śē›, vereinfacht sẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).

Seele

Mhd. sêle. Frankfurterisch: IPA [seːl], Teuthonista ‹śēl›, vereinfacht sẹẹl (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).

Segel

Mhd. sëgel. Frankfurterisch: IPA [sεːʒ̥l̩], Teuthonista ‹śɛ̄šl̥›, vereinfacht sääschl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).

segnen

Mhd. sëgenen. Frankfurterisch: IPA [sεːʒ̥ənə], Teuthonista ‹śɛ̄šənə›, vereinfacht sääschěnně (Rauh, 1921a, §216.12, S. 255: Alte Endung -ENEN).

sehen

Mhd. sëhen. Frankfurterisch: IPA [sεːə], Teuthonista ‹śɛ̄ə›, vereinfacht sääě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).

Frankfurterisch und sehen und wollen wir doch einmal sehen und eingesehen haben im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache von wollen und sehen bzw. gesehen entspricht bis auf den Abfall des auslautenden -N dem Hochdeutschen. wir erscheint mit -M und -Ä anstatt W- und -ER; bei haben wird postvokalischer Verschluss -G- zu -W- geschächt):

wie du siehst

Frankfurterisch: IPA [viːs d̥ə siːst], Teuthonista ‹wīś də śīśt›, vereinfacht wiis dě siist (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

Sehne

Mhd. sëne. Frankfurterisch: IPA [seːn], Teuthonista ‹śēn›, vereinfacht sẹẹn (Rauh, 1921a, §100.3, S. 107: Germanisches Ë vor Nasal, gedehnt).

seichen

Mhd. seichen. Harnen oder Urin lassen. Frankfurterisch: IPA [saːʒ̥ə], Teuthonista ‹śɑ̄šə›, vereinfacht saaschě (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

seiden

Mhd. sîdîn. Aus Seide. Frankfurterisch: IPA [said̥ə], Teuthonista ‹śɑidə›, vereinfacht saidě (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).

Seife

Mhd. seife. Frankfurterisch: IPA [saːf], Teuthonista ‹śɑ̄f›, vereinfacht saaf (Rauh, 1921a, §164.2.b, S. 182).

Seihe

Mhd. sîhe. Frankfurterisch: IPA [sai], Teuthonista ‹śɑi›, vereinfacht sai (Rauh, 1921a, §186.1, S. 212).

Seil

Mhd. Seil. Frankfurterisch: IPA [saːl], Teuthonista ‹śɑ̄l›, vereinfacht saal (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

sein

Possessivpronomen. Mhd. sîn. Frankfurterisch: IPA [z̥ɑ̃ɪ], Teuthonista ‹sãi›, vereinfacht såiñ; auch: IPA [z̥ãː], Teuthonista ‹sɑ̃̄›, vereinfacht saañ (Rauh, 1921a, §115.5, S. 123).

Frankfurterisch seine Kunststücke und alle seine im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den Abfall des auslautenden -NE in seine und damit die tendenzielle Naslierung des vorangehenden -EI-):

er hat seinen guten Tag

schnelle Redeweise. Frankfurterisch: IPA [æ̆ hɑt sɑŋ g̥uːd̥ə d̥ɑːx], Teuthonista ‹ɑ̈ hat śaŋ gūdə dāx́›, vereinfacht ä hått sång guudě dååch (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).

Sachsenhausen: IPA [z̥õi], Teuthonista ‹sõi›, vereinfacht soiñ; auch: IPA [z̥ãː], Teuthonista ‹sɑ̃̄›, vereinfacht saañ (Rauh, 1921a, §115.5, S. 123).

seinem

Dativ. Frankfurterisch: IPA [z̥ɑim], Teuthonista ‹saim›, vereinfacht såim (Rauh, 1921a, §150.4.b, S. 160).

Schwächung in unbetonter Stellung:

sein unbetont

Mhd. sîn. Frankfurterisch: IPA [z̥ɑ], Teuthonista ‹sa›, vereinfacht (Rauh, 1921a, §219.1.i, S. 215).

sein Kind

Frankfurterisch: IPA [sã̞̆ khint], Teuthonista ‹śɑ̆̃ khint›, vereinfacht sǎñ khinnt (Rauh, 1921a, §219.1.i, S. 215).

seinem Vater

Frankfurterisch: IPA [sɑă̞m fɑd̥æ̆], Teuthonista ‹śaɑ̆m fadɑ̈›, vereinfacht såǎmm fåddä (Rauh, 1921a, §219.1.i, S. 215).

seinem Kopf

Frankfurterisch: IPA [sɑŋ khop], Teuthonista ‹śaŋ khop›, vereinfacht sång khopp (Rauh, 1921a, §219.1.i, S. 215).

sein

Mhd. sîn. Frankfurterisch: IPA [sɑ̃ɪ], Teuthonista ‹śãi›, vereinfacht såiñ (Rauh, 1921a, §151.2, S. 161).

Frankfurterisch müssen wir uns einig sein im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (das -EI- in einig wird dehnungsmonophthongiert zu einem tendenziell nasalierten -AA-; das -Ü- in müssen wird entrundet zu -I- und die auslautenden -N in müssen als auch sein fallen ab, wobei, im Fall von -EI- Nasalierung eintritt):

ich bin

Mhd. bin. Frankfurterisch: IPA [b̥in], Teuthonista ‹bin›, vereinfacht binn (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen).

bin ich

Frankfurterisch: IPA [b̥i niʃ], Teuthonista ‹bi niš́›, vereinfacht bi nisch (Rauh, 1921a, §36.1, S. 52: Übertrag eines Konsonanten auf das Folgewort).

ich bin es

Frankfurterisch: IPA [ʃ b̥ind̥s], Teuthonista ‹š́ bindś›, vereinfacht sch binnds (Rauh, 1921a, §219.1.f, S. 263).

du bist

Mhd. bist. Frankfurterisch: IPA [b̥ist], Teuthonista ‹biśt›, vereinfacht bisst (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).

er ist

Mhd. is. Frankfurterisch: IPA [is], Teuthonista ‹iś›, vereinfacht iss (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen).

Frankfurterisch da ist ein und für die ist es schade im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Verschmelzung von ist mit dem folgenden ein bzw. es, in letzterem Fall mit Aussfall des auslautenden Verschluss -T):

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [iεs], Teuthonista ‹iϵś›, vereinfacht iäs (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

wir sind

Mhd. sind. Frankfurterisch: IPA [sin], Teuthonista ‹śin›, vereinfacht sinn (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).

IPA [simæ̆], Teuthonista ‹śimɑ̈›, vereinfacht simmä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [siεn], Teuthonista ‹śiϵn›, vereinfacht siän (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

sie sind gut

schnelle Redeweise. Frankfurterisch: IPA [si siŋ g̥uːt], Teuthonista ‹śi śiŋ gūt›, vereinfacht si sing guut (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).

IPA [siː sin g̥uːt], Teuthonista ‹śī śin gūt›, vereinfacht sii sinn guut (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).

werden

Mhd. wërden. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯n], Teuthonista ‹wæʀn›, vereinfacht wȁǎnn; auch: IPA [væːɐ̯n], Teuthonista ‹wǣʀn›, vereinfacht wȁȁǎn (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, kurz geblieben).

werde

Mhd. wirde. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯], Teuthonista ‹wæʀ, vereinfacht wȁǎ (Rauh, 1921a, §174.Anm. 2, S. 194).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [væɐ̯n], Teuthonista ‹wæʀn›, vereinfacht wȁǎn (Rauh, 1921a, §148.Anm. 2, S. 156).

wirst du

Frankfurterisch: IPA [væɐ̯ʃd̥ə], Teuthonista ‹wæʀš́də›, vereinfacht wȁǎschdě (Rauh, 1921a, §166.3.b, S. 186).

werdet

Mhd. wërdet. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯t], Teuthonista ‹wæʀt›, vereinfacht wȁǎt (Rauh, 1921a, §174.Anm. 2, S. 194).

er wird

Mhd. wird. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯d̥], Teuthonista ‹wæʀd›, vereinfacht wȁǎdd (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

ich oder er war

Frankfurterisch: IPA [vɑː], Teuthonista ‹wā›, vereinfacht wåå (Rauh, 1921a, §213, S. 246).

Frankfurterisch war und waren genug Köpfe da im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Aussprache mit verdunkeltem -A-):

Niederrad: IPA [vo̞ːɐ̯], Teuthonista ‹wǭʀ, vereinfacht wơơǎ (Rauh, 1921a, §10, S. 16).

warst

Frankfurterisch: Ab etwa 1925: IPA [vɑːst], Teuthonista ‹wāśt›, vereinfacht wååsst (Rauh, 1921a, §166.Anm. 6, S. 186).

IPA [væːɐ̯s d̥ə vɑːst], Teuthonista ‹wǣʀś də wāśt›, vereinfacht wȁȁǎs dě wååst (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

IPA [vɑːs d̥ə], Teuthonista ‹wāś də›, vereinfacht wåås dě (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

wäre

Mhd. wære. Frankfurterisch: IPA [væːɐ̯], Teuthonista ‹wǣʀ, vereinfacht wȁȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R).

Frankfurterisch wäre und dass sie auf dem Holzweg waeren im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die offene Ausprache des -Ä- in wäre bzw. wären. In wären verschmilzt -RE- zu einem unbetonten -A- Laut):

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [viːɐ̯], Teuthonista ‹wīʀ, vereinfacht wiiǎ (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

geworden

Mhd. worden. Frankfurterisch: IPA [vɔːɐ̯n], Teuthonista ‹wɔ̄ʀn›, vereinfacht wǫǫǎn; auch: IPA [vɔːn], Teuthonista ‹wɔ̄n›, vereinfacht wǫǫn; oder: IPA [vɔɐ̯n], Teuthonista ‹wɔʀn›, vereinfacht wǫǎnn (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

Frankfurterisch Reichskanzler geworden im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den Abfall des Perfektpräfix GE- als auch den Schwund des postvokalischen -D- in geworden):

gewesen

Mhd. gewësen. Frankfurterisch: IPA [g̥əvεːz̥ə], Teuthonista ‹gəwɛ̄sə›, vereinfacht gěwääsě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).

los sein

Frankfurterisch: IPA [losɑ̃ɪ], Teuthonista ‹lośãi›, vereinfacht losåiñ (Rauh, 1921a, §166.Anm. 3, S. 184).

selbst

Frankfurterisch: IPA [sεlvæ̆], Teuthonista ‹śϵlwɑ̈›, vereinfacht sällwä (Rauh, 1921a, §155.1.a, S. 169).

Sellerie

Aus französisch celeri. Frankfurterisch: IPA [tseləʀiː], Teuthonista ‹tśeləʀī›, vereinfacht tsẹllěrii; auch: IPA [selʀiː], Teuthonista ‹śelʀī›, vereinfacht sẹllrii (Rauh, 1921a, §180.Anm. 2, S. 203).

Senf

Mhd. sënf. Frankfurterisch: IPA [z̥emf], Teuthonista ‹sémf›, vereinfacht semf; auch: IPA [semft], Teuthonista ‹śemft›, vereinfacht sẹmft (Rauh, 1921a, §100.3, S. 107: Germanisches Ë vor Nasal, kurz geblieben).

Sense

Mhd. sëgense. Frankfurterisch: IPA [send̥s], Teuthonista ‹śendś›, vereinfacht sẹnnds (Rauh, 1921a, §100.3, S. 107: Germanisches Ë vor Nasal, kurz geblieben).

Seuche

Mhd. siuche. Frankfurterisch: IPA [soiʃ], Teuthonista ‹śoiš́›, vereinfacht soisch (Rauh, 1921a, §133.1, S. 138: Mhd. IU erscheint als OI).

sich

Mhd. sich. Frankfurterisch: IPA [z̥iʃ], Teuthonista ‹siš́›, vereinfacht sisch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).

Frankfurterisch sie sich und und sich und die haben sich auf einmal nur gewundert im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Schwächung des auslautenden -CH in sich zu einem -SCH als auch der Abfall des Verschluss -D in und):

Sichel

Mhd. sichel. Frankfurterisch: IPA [siʒ̥l̩], Teuthonista ‹śišl̥›, vereinfacht sischl (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

sicher

Mhd. sicher. Frankfurterisch: IPA [siʒ̥æ̆], Teuthonista ‹śišɑ̈›, vereinfacht sischä (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

sie

Frankfurterisch dass sie jetzt und denn sonst hätten sie es und was sie denken sollen und wenn sie auch und dass sie die Sache und dass sie auf dem Holzweg wären und als wenn sie und und sie hatten doch immer gemeint im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (Unbetontes sie erscheint mit einem unbetonten -E anstatt dem hochdeutschen langen betonten -II. In den Beispielen verschmilzt sie mit vorangehendem dass, was usw. bzw. nachfolgendem es):

Sieb

Mhd. sip. Frankfurterisch: IPA [z̥iːp], Teuthonista ‹sīp›, vereinfacht siip; auch: IPA [z̥ip], Teuthonista ‹sip›, vereinfacht sipp (Rauh, 1921a, §156, S. 172).

sieden

Mhd. sieden. Frankfurterisch: IPA [z̥iːd̥ə], Teuthonista ‹sīdə›, vereinfacht siidě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

gesotten

Partizip. Mhd. gesoten. Frankfurterisch: IPA [ksod̥ə], Teuthonista ‹kśodə›, vereinfacht ksoddě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

singen

Mhd. singen. Frankfurterisch: IPA [siŋə], Teuthonista ‹śiŋə›, vereinfacht singě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

er singt nicht

Frankfurterisch: IPA [æ̆ siŋg̥ ne], Teuthonista ‹ɑ̈ śiŋg ne›, vereinfacht ä singg nẹ; auch: IPA [æ̆ siŋg̥ net], Teuthonista ‹ɑ̈ śiŋg net›, vereinfacht ä singg nẹt (Rauh, 1921a, §183.3, S. 211).

simmulieren

Aus französisch simuler. über etwas nachdenken, geistesabwesend sein. Frankfurterisch: IPA [z̥iməliːɐ̯n], Teuthonista ‹siməlīʀn›, vereinfacht simměliiǎn (Rauh, 1921a, §220.1.a.C, S. 267).

Sims

Mhd. sime𝔷. Gesims. Frankfurterisch: IPA [sims], Teuthonista ‹śimś›, vereinfacht simms (Rauh, 1921a, §181.II.2, S. 207).

sinken

Mhd. sinken. Frankfurterisch: IPA [siŋg̥ə], Teuthonista ‹śiŋgə›, vereinfacht singgě (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 228).

Sippschaft

Frankfurterisch: IPA [sipʃaft], Teuthonista ‹śipš́ɑft›, vereinfacht sippschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).

sitzen

Frankfurterisch: IPA [si-tsə], Teuthonista ‹śi-tśə›, vereinfacht si-ttsě (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [setsə], Teuthonista ‹śetśə›, vereinfacht sẹttsě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

so

Frankfurterisch das ging alles so reibungslos im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (so erscheint wie im Hochdeutschen; das Verschluss -B- in reibungslos wird zu einem -W- geschwächt):

Sohn

Mhd. sun. Frankfurterisch: IPA [sõː], Teuthonista ‹śȭ›, vereinfacht sooñ (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).

Söhne

Mhd. süne. Frankfurterisch: IPA [sẽː], Teuthonista ‹śẽ̄›, vereinfacht seeñ (Rauh, 1921a, §108.2, S. 117: Mhd. Ü, als E bei hochdeutscher Ö-Entsprechung).

Halbmundartlich um 1920: IPA [sε̃ː], Teuthonista ‹śɛ̃̄›, vereinfacht sääñ (Rauh, 1921a, §234.4, S. 288).

Oberrad: IPA [sũː], Teuthonista ‹śũ̄›, vereinfacht suuñ (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

sollen

Frankfurterisch was sie denken sollen im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (sollen enspricht bis auf den Abfall des auslautenden -N dem Hochdeutschen):

sollst

Mhd. solt. Frankfurterisch: IPA [sold̥st], Teuthonista ‹śoldśt›, vereinfacht solldst (Rauh, 1921a, §166.Anm. 4, S. 184).

ich oder er soll

Mhd. sol. Frankfurterisch: IPA [sol], Teuthonista ‹śol›, vereinfacht soll (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen).

Frankfurterisch soll im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache entspricht dem Hochdeutschen):

Sommer

Mhd. sumer. Frankfurterisch: IPA [somæ̆], Teuthonista ‹śomɑ̈›, vereinfacht sommä (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).

Sonne

Mhd. sunne. Frankfurterisch: IPA [son], Teuthonista ‹śon›, vereinfacht sonn (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).

Vor 1825 wohl gesprochen als: IPA [sun], Teuthonista ‹śun›, vereinfacht sunn (Rauh, 1921a, §106.Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).

Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [sun], Teuthonista ‹śun›, vereinfacht sunn (Rauh, 1921a, §106.Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).

Oberrad: IPA [sun], Teuthonista ‹śun›, vereinfacht sunn (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

Sonntag

Frankfurterisch ein Sonntag im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Schwächung des postvokalischen -G in Sonntag sowie die Verkürzung von ein zu einem unbetonnten einfachen E):

sonst

Mhd. sunst. Frankfurterisch: IPA [sond̥st], Teuthonista ‹śondśt›, vereinfacht sonndst (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).

Vor 1825 wohl gesprochen als: IPA [sund̥st], Teuthonista ‹śundśt›, vereinfacht sunndst (Rauh, 1921a, §106.Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).

sunst (Malß: 2. Aufz., 2. Auft.; aus: Rauh 1921, 106.2).

Frankfurterisch und was sonst und denn sonst hätten sie es im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (sonst erscheint dem Hochdeutschen gleich):

Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [sund̥st], Teuthonista ‹śundśt›, vereinfacht sunndst (Rauh, 1921a, §106.Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).

sorgen

Mhd. sorgen. Frankfurterisch: IPA [sɔːjə], Teuthonista ‹śɔ̄jə›, vereinfacht sǫǫjě; auch: IPA [sɔːjə], Teuthonista ‹śɔ̄jə›, vereinfacht sǫǫjě (Rauh, 1921a, §144.I.1.a.ii, S. 150).

sorgst

Frankfurterisch: IPA [sɔɐ̯ʃst], Teuthonista ‹śɔʀš́śt›, vereinfacht sǫǎschst (Rauh, 1921a, §190.1.b.A, S. 219).

Sorge

Mhd. sorge. Frankfurterisch: IPA [sɔɐ̯ʃ], Teuthonista ‹śɔʀš́›, vereinfacht sǫǎsch (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

Sorgen

Plural. Mhd. sorgen. Frankfurterisch: IPA [sɔːɐ̯jə], Teuthonista ‹śɔ̄ʀjə›, vereinfacht sǫǫǎjě; auch: IPA [sɔːjə], Teuthonista ‹śɔ̄jə›, vereinfacht sǫǫjě (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

Sorte

Aus französisch sorte. Frankfurterisch: IPA [ʃɔɐ̯t], Teuthonista ‹š́ɔʀt›, vereinfacht schǫǎtt (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

soviel

Frankfurterisch: IPA [z̥oːv̥l̩], Teuthonista ‹sōvl̥›, vereinfacht soovl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).

spalten

Mhd. spalten. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ald̥ə], Teuthonista ‹š́bɑldə›, vereinfacht schballdě (Rauh, 1921a, §177.1.a, S. 197).

spaltest

Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ald̥st], Teuthonista ‹š́bɑldśt›, vereinfacht schballdst (Rauh, 1921a, §177.1.b, S. 198).

Span

Mhd. spân. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ɑ̃ː], Teuthonista ‹š́bā̃›, vereinfacht schbååñ (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃb̥ɔ̃ː], Teuthonista ‹š́bɔ̃̄›, vereinfacht schbǫǫñ (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʒ̥b̥ũː], Teuthonista ‹šbũ̄›, vereinfacht schbuuñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

Späne

Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ε̃ː], Teuthonista ‹š́bɛ̃̄›, vereinfacht schbääñ; auch: IPA [ʃb̥ẽː], Teuthonista ‹š́bẽ̄›, vereinfacht schbeeñ (Rauh, 1921a, §113.Anm. 2, S. 121: Mhd. æ wird als geschlossenes E oder offenes Ä).

Halbmundartlich um 1920: IPA [ʃb̥ε̃ː], Teuthonista ‹š́bɛ̃̄›, vereinfacht schbääñ (Rauh, 1921a, §234.4, S. 288).

Ab etwa 1925: IPA [ʃb̥eː], Teuthonista ‹š́bē›, vereinfacht schbẹẹ; auch: IPA [ʃb̥εː], Teuthonista ‹š́bɛ̄›, vereinfacht schbää (Rauh, 1921a, §235, S. 289).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʒ̥b̥ĩː], Teuthonista ‹šbĩ̄›, vereinfacht schbiiñ (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

Spange

Mhd. spange. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ɑŋ], Teuthonista ‹š́baŋ›, vereinfacht schbång (Rauh, 1921a, §162.1, S. 178).

Spanien
spanisch

Mhd. spânise. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ɑniʃ], Teuthonista ‹š́baniš́›, vereinfacht schbånnisch (Rauh, 1921a, §102.1, S. 108: Mhd. I in betonter Nebensilbe).

Spargel

Zu mhd. spargen. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ɑːil], Teuthonista ‹š́bāil›, vereinfacht schbååil; auch: IPA [ʃb̥ɑːjə], Teuthonista ‹š́bājə›, vereinfacht schbååjě (Rauh, 1921a, §152.4, S. 166).

spät

Mhd. spæte. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥eːt], Teuthonista ‹š́bēt›, vereinfacht schbẹẹt (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

Spatz
Spätzlein

Diminutiv. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥εtsiː], Teuthonista ‹š́bϵtśī›, vereinfacht schbättsii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN).

Speck

Mhd. spëc. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥εk], Teuthonista ‹š́bϵk›, vereinfacht schbäkk (Rauh, 1921a, §100.1, S. 105: Germanisches Ë, kurz geblieben).

Speicher

Mhd. spîcher. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥aiʒ̥æ̆], Teuthonista ‹š́bɑišɑ̈›, vereinfacht schbaischä (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).

spekulieren

Aus französisch spéculer. nachforschen. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥eg̥əliːɐ̯n], Teuthonista ‹š́begəlīʀn›, vereinfacht schbẹggěliiǎn (Rauh, 1921a, §220.1.b, S. 269).

Sperber

Mhd. sperwære. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥æːɐ̯væ̆], Teuthonista ‹š́bǣʀwɑ̈›, vereinfacht schbȁȁǎwä; auch: IPA [ʃb̥æːvæ̆], Teuthonista ‹š́bǣwɑ̈›, vereinfacht schbȁȁwä (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).

speutzen

Mhd. spiuzen. speien. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥oitsə], Teuthonista ‹š́boitśə›, vereinfacht schboitsě (Rauh, 1921a, §162.1, S. 178).

Spiegel

Mhd. spiegel. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥iʒ̥l̩], Teuthonista ‹š́bišl̥›, vereinfacht schbischll (Rauh, 1921a, §114, S. 122).

spielen

Mhd. spilen. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥iːlə], Teuthonista ‹š́bīlə›, vereinfacht schbiilě (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).

Spieß

Mhd. spie𝔷. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥iːs], Teuthonista ‹š́bīś›, vereinfacht schbiis (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

Spinne

Mhd. spinne. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥in], Teuthonista ‹š́bin›, vereinfacht schbinn (Rauh, 1921a, §162.1, S. 178).

Spinnerin

Frankfurterisch: IPA [ʃb̥inæ̆n], Teuthonista ‹š́binɑ̈n›, vereinfacht schbinnänn (Rauh, 1921a, §216.1.b, S. 254: Alte Endung -INNE).

Splitter

Mhd. slîfen. Frankfurterisch: IPA [ʃlivæ̆], Teuthonista ‹š́liwɑ̈›, vereinfacht schliwä (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

Spleen

Aus englisch spleen. fixe Idee. Frankfurterisch: IPA [ʃpliːn], Teuthonista ‹š́plīn›, vereinfacht schpliin (Rauh, 1921a, §162.2, S. 178).

splendit

Aus lateinisch splendidus. freigebig. Frankfurterisch: IPA [ʃplend̥it], Teuthonista ‹š́plendit›, vereinfacht schplẹnnditt (Rauh, 1921a, §162.2, S. 178).

Spoitz

Frankfurterisch denen ist auf einmal die Spucke weggeblieben im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (im Lautdenkmal wird Spoitz für Spucke verwendet. Das Verschluss -B- in geblieben wird zu einem -W- geschwächt und das auslautende -N fällt ab):

Sporjemende

Aus italienisch spargimente. Umstände. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥ɔːɐ̯jəmend̥ə], Teuthonista ‹š́bɔ̄ʀjəmendə›, vereinfacht schbǫǫǎjěmẹnndě; auch: IPA [ʃb̥ɔːjəmend̥ə], Teuthonista ‹š́bɔ̄jəmendə›, vereinfacht schbǫǫjěmẹnndě (Rauh, 1921a, §190.1.c, S. 219).

Sprache

Mhd. sprâche. Frankfurterisch: IPA [ʒ̥pʀɑːx], Teuthonista ‹špʀāx́›, vereinfacht schprååch (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʒ̥pʀɔːx], Teuthonista ‹špʀɔ̄x́›, vereinfacht schprǫǫch (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

springen

Mhd. springen. Frankfurterisch: IPA [ʃpʀiŋə], Teuthonista ‹š́pʀiŋə›, vereinfacht schpringě (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortes vor L, R, M, N und W).

springt mir

Frankfurterisch: IPA [ʃpʀiŋg̥ mæ̆], Teuthonista ‹š́pʀiŋg mɑ̈›, vereinfacht schpringg mä (Rauh, 1921a, §183.3, S. 211).

er springt fort

Frankfurterisch: IPA [æ̆ ʃpʀinŋg̥ fɔɐ̯t], Teuthonista ‹ɑ̈ š́pʀinŋg fɔʀt›, vereinfacht ä schprinngg fǫǎt (Rauh, 1921a, §183.3, S. 211).

Spritze

Mhd. sprütze. Frankfurterisch: IPA [ʃprits], Teuthonista ‹š́pritś›, vereinfacht schpritts (Rauh, 1921a, §162.2, S. 178).

spuelen

Hochdeutsch: IPA [ʃpyːlən], Teuthonista ‹š́pǖlən›, vereinfacht schpüülěn.

Frankfurterisch: IPA [ʃb̥iːlə], Teuthonista ‹š́bīlə›, vereinfacht schbiilě (Rauh, 1921a, §118, S. 125: Mhd. ÜE erscheint als langes I).

Spur

Mhd. spur. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥uːɐ̯], Teuthonista ‹š́būʀ, vereinfacht schbuuǎ (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).

spüren

Mhd. spüren. Frankfurterisch: IPA [ʃb̥iːɐ̯n], Teuthonista ‹š́bīʀn›, vereinfacht schbiiǎn (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, gededehnt erscheint als langes I).

ich spüre

Unorganische Nebenform mit N dringt in die erste Person ein. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃb̥iːɐ̯n], Teuthonista ‹š́bīʀn›, vereinfacht schbiiǎn (Rauh, 1921a, §148.Anm. 2, S. 156).

springen

Mhd. springen. Frankfurterisch: IPA [ʃpʀiŋə], Teuthonista ‹š́pʀiŋə›, vereinfacht schpringě (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortes vor L, R, M, N und W).

spritzen

Mhd. sprützen. Frankfurterisch: IPA [ʃpritsə], Teuthonista ‹š́pritśə›, vereinfacht schprittsě (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).

Stab

Mhd. stab. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑːp], Teuthonista ‹š́dāp›, vereinfacht schdååp (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).

Stahl

Mhd. stahel. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑːl], Teuthonista ‹š́dāl›, vereinfacht schdåål (Rauh, 1921a, §186.1, S. 212).

Stall

Mhd. stahel. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑːl], Teuthonista ‹š́dāl›, vereinfacht schdåål (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).

Stamm

Mhd. stam. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑm], Teuthonista ‹š́dam›, vereinfacht schdåmm (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor Nasal).

stampfen

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑmv̥ə], Teuthonista ‹š́damvə›, vereinfacht schdåmmvě; auch: IPA [ʃd̥ɑmb̥ə], Teuthonista ‹š́dambə›, vereinfacht schdåmmbě (Rauh, 1921a, §1620.Anm. 2, S. 180).

Stampes

Brei. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥amb̥əs], Teuthonista ‹š́dɑmbəś›, vereinfacht schdammběs (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Ständchen

Diminutiv. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥enʒ̥ə], Teuthonista ‹š́denšə›, vereinfacht schdẹnnschě (Rauh, 1921a, §216.19.a, S. 256: Alte Endung -ECHEN).

Ständer

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥enæ̆], Teuthonista ‹š́denɑ̈›, vereinfacht schdẹnnä (Rauh, 1921a, §98.2, S. 105: Mhd. Ä vor Nasal, kurz geblieben).

Stange

Mhd. stange. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑŋ], Teuthonista ‹š́daŋ›, vereinfacht schdång (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor Nasal).

stark

Mhd. stark. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɑk], Teuthonista ‹š́dak›, vereinfacht schdåkk (Rauh, 1921a, §90.2.c, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor R und Konsonant).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃd̥ɔk], Teuthonista ‹š́dɔk›, vereinfacht schdǫkk (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [ʃd̥ak], Teuthonista ‹š́dɑk›, vereinfacht schdakk (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [ʃd̥ɔk], Teuthonista ‹š́dɔk›, vereinfacht schdǫkk (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃd̥o̞k], Teuthonista ‹š́dǫk›, vereinfacht schdơkk (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

stärken
stärke ihn

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ʒ̥æɐ̯g̥n̩], Teuthonista ‹š́dšæʀgn̥›, vereinfacht schdschȁǎgn (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 229).

starr

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥a], Teuthonista ‹š́dɑ›, vereinfacht schda (Rauh, 1921a, §144.II.1, S. 151).

starren
anstarren

Frankfurterisch: IPA [ɑ̃ːʃd̥uːɐ̯n], Teuthonista ‹ā̃š́dūʀn›, vereinfacht ååñschduuǎn (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).

Staub

Mhd. stoup. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥aːp], Teuthonista ‹š́dɑ̄p›, vereinfacht schdaap (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

Stauchen

Mhd. stûche-n. Tuchärmel oder Pulswärmer. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥auɣ̥ə], Teuthonista ‹š́dɑuxə›, vereinfacht schdauchě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

stechen

Mhd. stëchen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εʒ̥ə], Teuthonista ‹š́dϵšə›, vereinfacht schdäschě (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

er sticht

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iʃt], Teuthonista ‹š́diš́t›, vereinfacht schdischtt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET).

stichst

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iʃst], Teuthonista ‹š́diš́śt›, vereinfacht schdischst (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

stech ihn

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εʒ̥n̩], Teuthonista ‹š́dϵšn̥›, vereinfacht schdäschn (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

Stecken

Mhd. stëcke-n. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εg̥ə], Teuthonista ‹š́dϵgə›, vereinfacht schdäggě (Rauh, 1921a, §195.2.a.A, S. 228).

stecken
steckst

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ikst], Teuthonista ‹š́dikśt›, vereinfacht schdikkst (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

steckt

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iht], Teuthonista ‹š́diht›, vereinfacht schdihgt (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

Stecknadel

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εknɑːd̥l̩], Teuthonista ‹š́dϵknādl̥›, vereinfacht schdäkknåådl (Rauh, 1921a, §70, S. 78).

stehen

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ε̃ː], Teuthonista ‹š́dɛ̃̄›, vereinfacht schdääñ; auch: IPA [ʃd̥ẽː], Teuthonista ‹š́dẽ̄›, vereinfacht schdeeñ (Rauh, 1921a, §113.Anm. 2, S. 121: Mhd. æ wird als geschlossenes E oder offenes Ä).

Halbmundartlich um 1920: IPA [ʃd̃εː], Teuthonista ‹š́d̃ɛ̄›, vereinfacht schdñää (Rauh, 1921a, §234.4, S. 288).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʒ̥d̥ĩː], Teuthonista ‹šdĩ̄›, vereinfacht schdiiñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

stehlen

Mhd. stëlen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εːlə], Teuthonista ‹š́dɛ̄lə›, vereinfacht schdäälě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).

gestohlen

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [kʒ̥d̥uɔlə], Teuthonista ‹kšduɔlə›, vereinfacht kschduǫlě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

steigen

Mhd. stîgen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ai̯ə], Teuthonista ‹š́dɑi̯ə›, vereinfacht schdaịjě (Rauh, 1921a, §190.2.b, S. 221).

gestiegen

Part. Prät.. Mhd. gestiegen. Frankfurterisch: IPA [kʃd̥iʒ̥ə], Teuthonista ‹kš́dišə›, vereinfacht kschdischě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

steig

Frankfurterisch: Halbmundartlich um 1920: IPA [ʃd̥aiʃ], Teuthonista ‹š́dɑiš́›, vereinfacht schdaisch (Rauh, 1921a, §190.Anm. 3, S. 221).

Stein

Mhd. stein. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ãː], Teuthonista ‹š́dɑ̃̄›, vereinfacht schdaañ (Rauh, 1921a, §151.2, S. 161).

Steine

Mhd. steine. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ãː], Teuthonista ‹š́dɑ̃̄›, vereinfacht schdaañ (Rauh, 1921a, §150.5.a, S. 160).

Stelze

Mhd. stëlze. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εld̥s], Teuthonista ‹š́dϵldś›, vereinfacht schddälds (Rauh, 1921a, §181.I.2, S. 205).

sterben

Mhd. stërben. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æːɐ̯və], Teuthonista ‹š́dǣʀwə›, vereinfacht schdȁȁǎwě; auch: IPA [ʃd̥æːvə], Teuthonista ‹š́dǣwə›, vereinfacht schdȁȁwě (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, gedehnt).

stirbst

Mhd. stirbest. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æɐ̯pst], Teuthonista ‹š́dæʀpśt›, vereinfacht schdȁǎpst (Rauh, 1921a, §155.1.c.A, S. 169).

er stirbt

Mhd. stirbt. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æɐ̯b̥t], Teuthonista ‹š́dæʀbt›, vereinfacht schdȁǎbbt (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

sterben wir

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æːɐ̯mmæ̆], Teuthonista ‹š́dǣʀmmɑ̈›, vereinfacht schdȁȁǎmmä; auch: IPA [ʃd̥æːm-mæ̆], Teuthonista ‹š́dǣm-mɑ̈›, vereinfacht schdȁȁm-mä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154).

gestorben

Mhd. gestorben. Frankfurterisch: IPA [kʃd̥ɔːɐ̯və], Teuthonista ‹kš́dɔ̄ʀwə›, vereinfacht kschdǫǫǎwě; auch: IPA [kʃd̥ɔːʀvə], Teuthonista ‹kš́dɔ̄ʀwə›, vereinfacht kschdǫǫrwě (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

Stern

Mhd. stërn. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æɐ̯n], Teuthonista ‹š́dæʀn›, vereinfacht schdȁǎnn (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, kurz geblieben).

stets

Mhd. stætes. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥eːts], Teuthonista ‹š́dētś›, vereinfacht schdẹẹts (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

Stiel

Mhd. stil. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iːl], Teuthonista ‹š́dīl›, vereinfacht schdiil (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

Stier

Mhd. stier. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iːɐ̯], Teuthonista ‹š́dīʀ, vereinfacht schdiiǎ (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

Stimme

Mhd. stimme. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥im], Teuthonista ‹š́dim›, vereinfacht schdimm (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

stinken

Mhd. stinken. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iŋg̥ə], Teuthonista ‹š́diŋgə›, vereinfacht schdinggě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

stinkst

Mhd. stinkest. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iŋst], Teuthonista ‹š́diŋśt›, vereinfacht schdingst (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

stinkt

Mhd. stinket. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iŋt], Teuthonista ‹š́diŋt›, vereinfacht schdingt (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

gestunken

Mhd. gestunken. Frankfurterisch: IPA [kʃd̥uŋg̥ə], Teuthonista ‹kš́duŋgə›, vereinfacht kschdunggě (Rauh, 1921a, §189.3, S. 218).

Stinkturm

Der frühere Abwasserturm an der Friedberger Landstraße Ecke Koselstraße. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iŋ-thɔɐ̯m], Teuthonista ‹š́diŋ-thɔʀm›, vereinfacht schding-thǫǎm (Rauh, 1921a, §76, S. 84).

Stippel

Mhd. stüpfel. Stückchen. Frankfurterisch: IPA [dib̥l̩], Teuthonista ‹d́ibl̥›, vereinfacht dibbl (Rauh, 1921a, §217.17, S. 259: Alte Endung -EL).

Stirn

Mhd. stirne. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æɐ̯n], Teuthonista ‹š́dæʀn›, vereinfacht schdȁǎnn (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

stockdunkel

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥og̥d̥uŋg̥l̩], Teuthonista ‹š́dogduŋgl̥›, vereinfacht schdoggdunggl (Rauh, 1921a, §81, S. 89).

Stopfenzieher

Korkenzieher. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥ətsiːɐ̯], Teuthonista ‹š́dobətśīʀ, vereinfacht schdobbětsiiǎ (Rauh, 1921a, §37.b, S. 53).

Stopfnadel

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥nɑːd̥l̩], Teuthonista ‹š́dobnādl̥›, vereinfacht schdobbnåådl (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

Storch

Mhd. storch. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɔɐ̯ʃ], Teuthonista ‹š́dɔʀš́›, vereinfacht schdǫǎsch (Rauh, 1921a, §197.2, S. 231).

Störchlein

Diminutiv. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃd̥æɐ̯ʒ̥iː], Teuthonista ‹š́dæʀšī›, vereinfacht schdȁǎschii (Rauh, 1921a, §199, S. 233).

stören

Mhd. stœren. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æːɐ̯n], Teuthonista ‹š́dǣʀn›, vereinfacht schdȁȁǎn (Rauh, 1921a, §130.2, S. 137: Mhd. œ erscheint als Ä vor R).

Sachsenhausen: IPA [ʃd̥æːɐ̯n], Teuthonista ‹š́dǣʀn›, vereinfacht schdȁȁǎn; auch: IPA [ʃd̥æːn], Teuthonista ‹š́dǣn›, vereinfacht schdȁȁn (Rauh, 1921a, §144.I.1.b, S. 150).

störe ich

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æːʀiʒ̥], Teuthonista ‹š́dǣʀiš›, vereinfacht schdȁȁrisch (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).

Strafe

Mhd. strâfe. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀɑːf], Teuthonista ‹š́tʀāf›, vereinfacht schtrååf (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃtʀɔːf], Teuthonista ‹š́tʀɔ̄f›, vereinfacht schtrǫǫf (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Strahl

Mhd. strâle. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀɑːl], Teuthonista ‹š́tʀāl›, vereinfacht schtråål (Rauh, 1921a, §182.I.2, S. 209).

Strähne

Mhd. strën. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀeːn], Teuthonista ‹š́tʀēn›, vereinfacht schtrẹẹn (Rauh, 1921a, §100.3, S. 107: Germanisches Ë vor Nasal, gedehnt).

Strapaze

Aus italienisch strapazzp. Anstrengungen. Frankfurterisch: IPA [ʃtră̞vatsə], Teuthonista ‹š́trɑ̆wɑtśə›, vereinfacht schtrǎwwattsě (Rauh, 1921a, §92, S. 144).

Straße

Mhd. strâ𝔷e. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀɑːs], Teuthonista ‹š́tʀāś›, vereinfacht schtråås (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortes vor L, R, M, N und W).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃtʀɔːs], Teuthonista ‹š́tʀɔ̄ś›, vereinfacht schtrǫǫs (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Strauch

Mhd. strûch. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀaux], Teuthonista ‹š́tʀɑux́›, vereinfacht schtrauch; auch: IPA [ʃtʀaːx], Teuthonista ‹š́tʀɑ̄x́›, vereinfacht schtraach (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

Strippe

Mhd. strüpfe. Schlinge. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀip], Teuthonista ‹š́tʀip›, vereinfacht schtripp (Rauh, 1921a, §1620.2.b, S. 181).

Stroh

Mhd. strô. Frankfurterisch: IPA [ʃtroː], Teuthonista ‹š́trō›, vereinfacht schtroo (Rauh, 1921a, §129.Anm. 1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

Strolch

Frankfurterisch: IPA [ʃtʀold̥ʃ], Teuthonista ‹š́tʀoldš́›, vereinfacht schtrolldsch (Rauh, 1921a, §77, S. 84).

Strolche

Frankfurterisch: IPA [ʃtrol-ʒ̥ə], Teuthonista ‹š́trol-šə›, vereinfacht schtroll-schě (Rauh, 1921a, §77, S. 84).

strubbelig

Frankfurterisch: IPA [ʃtʀuvəliʃ], Teuthonista ‹š́tʀuwəliš́›, vereinfacht schtruwwělisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).

Strumpf

Mhd. strumpf. Frankfurterisch: IPA [ʃtrump], Teuthonista ‹š́trump›, vereinfacht schtrummp (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).

Strümpfe

Mhd. strümpfe. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀimp], Teuthonista ‹š́tʀimp›, vereinfacht schtrimmp (Rauh, 1921a, §1620.2.b, S. 181).

Strümpfe stricken

Frankfurterisch: IPA [ʃtrim ʃtʀig̥ə], Teuthonista ‹š́trim š́tʀigə›, vereinfacht schtrimm schtriggě (Rauh, 1921a, §163, S. 181).

einen Strumpf voll

Frankfurterisch: IPA [ən ʃtrum v̥ol], Teuthonista ‹ən š́trum vol›, vereinfacht ěn schtrumm voll (Rauh, 1921a, §163, S. 181).

Strumpfbändel

Frankfurterisch: IPA [ʃtʀumb̥enl̩], Teuthonista ‹š́tʀumbenl̥›, vereinfacht schtrummbẹnnl (Rauh, 1921a, §72, S. 80: Zusammenfall zweier Verschlusslaute in einem).

strüpfen

Mhd. strüpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀib̥ə], Teuthonista ‹š́tʀibə›, vereinfacht schtribbě (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

studieren

Aus lateinisch studēre. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ud̥iːɐ̯n], Teuthonista ‹š́dudīʀn›, vereinfacht schduddiiǎn (Rauh, 1921a, §220.1.a.E, S. 267).

Stunde

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥unt], Teuthonista ‹š́dunt›, vereinfacht schdunnt (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 200).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃd̥un], Teuthonista ‹š́dun›, vereinfacht schdunn (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

stürzen

Mhd. stürzen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æɐ̯tsə], Teuthonista ‹š́dæʀtśə›, vereinfacht schdȁǎttsě (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).

losstürzen

Frankfurterisch: IPA [loːʃd̥æɐ̯tsə], Teuthonista ‹lōš́dæʀtśə›, vereinfacht looschdȁǎtsě (Rauh, 1921a, §181.Anm. 4, S. 207).

Stuss

Aus hebräisch stûth. Unsinn. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥us], Teuthonista ‹š́duś›, vereinfacht schduss (Rauh, 1921a, §169, S. 188).

Stutz

Mhd. stutz. Auf einen Stoß, auf einmal. Frankfurterisch: IPA [uv̥n̩ ʃd̥uts], Teuthonista ‹uvn̥ š́dutś›, vereinfacht uvvn schdutts (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).

stechen

Mhd. stëchen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εʒ̥ə], Teuthonista ‹š́dϵšə›, vereinfacht schdäschě (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

Stecken

Mhd. stëcke-n. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εg̥ə], Teuthonista ‹š́dϵgə›, vereinfacht schdäggě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 105: Germanisches Ë, kurz geblieben).

Steg

Mhd. stëc. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥εːʃ], Teuthonista ‹š́dɛ̄š́›, vereinfacht schdääsch (Rauh, 1921a, §18, S. 28).

Oberrad: IPA [ʒ̥d̥æːk], Teuthonista ‹šdǣk›, vereinfacht schdȁȁk (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʃæːk], Teuthonista ‹š́ǣk›, vereinfacht schȁȁk (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

steif

Mhd. stîf. Frankfurterisch: IPA [sd̥aif], Teuthonista ‹śdɑif›, vereinfacht sdaif (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).

Stiefel

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥i-vl̩], Teuthonista ‹š́di-wl̥›, vereinfacht schdi-wwl (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

Stock
Stöcke

Plural. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ek], Teuthonista ‹š́dek›, vereinfacht schdẹkk (Rauh, 1921a, §105.1, S. 112: Mhd. Ö, kurz geblieben).

Stöpfel

Mhd. stopfen. Kleiner Mensch. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥eb̥l̩], Teuthonista ‹š́debl̥›, vereinfacht schdẹbbl (Rauh, 1921a, §105.1, S. 112: Mhd. Ö, kurz geblieben).

stopfen

Mhd. stopfen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥ə], Teuthonista ‹š́dobə›, vereinfacht schdobbě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164).

stopfe ihm

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥m̩], Teuthonista ‹š́dobm̥›, vereinfacht schdobbm (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

Stöppsel

Auch: kleiner dicker Mann. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥epsl̩], Teuthonista ‹š́depśl̥›, vereinfacht schdẹppsl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).

Storch

Mhd. storch. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɔɐ̯ʃ], Teuthonista ‹š́dɔʀš́›, vereinfacht schdǫǎsch (Rauh, 1921a, §197.2, S. 231).

stören
stör ihn

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥æː(ɐ̯)n], Teuthonista ‹š́dǣ(ʀ)n›, vereinfacht schdȁȁǎn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).

stoßen

Mhd. stô𝔷en. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥oːz̥ə], Teuthonista ‹š́dōsə›, vereinfacht schdoosě (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

stößt

Mhd. stœ𝔷et. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥eːst], Teuthonista ‹š́dēśt›, vereinfacht schdẹẹst (Rauh, 1921a, §181.II.2, S. 207).

streuen

Frankfurterisch: IPA [ʃtroi̯ə], Teuthonista ‹š́troi̯ə›, vereinfacht schtroịjě (Rauh, 1921a, §126.Anm. 1, S. 233: Mhd. OU erscheint neuerdings als OI).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃtʀaːə], Teuthonista ‹š́tʀɑ̄ə›, vereinfacht schtraaě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

gestreut

Mhd. gestrouwet. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [kʃtʀaːt], Teuthonista ‹kš́tʀɑ̄t›, vereinfacht kschtraat (Rauh, 1921a, §135.3, S. 142: Inlautendes Mhd. W).

Streu

Frankfurterisch: IPA [ʃtʀoi], Teuthonista ‹š́tʀoi›, vereinfacht schtroi (Rauh, 1921a, §126.Anm. 1, S. 233: Mhd. OU erscheint neuerdings als OI).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [ʃtʀaːb̥iks], Teuthonista ‹š́tʀɑ̄bikś›, vereinfacht schtraabikks (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

Strom

Mhd. strôm. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀoːm], Teuthonista ‹š́tʀōm›, vereinfacht schtroom (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

Stück

Frankfurterisch: IPA [ʃtik], Teuthonista ‹š́tik›, vereinfacht schtikk.

Kunststück

Frankfurterisch: IPA [khunʃd̥ik], Teuthonista ‹khunš́dik›, vereinfacht khunnschdikk (Rauh, 1921a, §166.4.d, S. 186).

seine Kunststücke

Frankfurterisch seine Kunststücke im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Entrundung des -Ü- in Stück sowie die Pluralbildung mit -ER in Stücke als auch die Kürzung von seine um das auslautende -NE):

Stückchen

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥i-kʃə], Teuthonista ‹š́di-kš́ə›, vereinfacht schdi-kkschě (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

sechs Stücke

Frankfurterisch: IPA [z̥εkʃd̥ik], Teuthonista ‹sϵkš́dik›, vereinfacht säkkschdikk (Rauh, 1921a, §166.4.b, S. 186).

Stück Kuchen

Frankfurterisch: IPA [ʃtikhuɣ̥ə], Teuthonista ‹š́tikhuxə›, vereinfacht schtikhuchě (Rauh, 1921a, §196, S. 230).

Stück Leber

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥i-klε-væ̆], Teuthonista ‹š́di-klϵ-wɑ̈›, vereinfacht schdi-kklä-waä (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

zerstückeln

Frankfurterisch: IPA [fæ̆ʃd̥ig̥ələ], Teuthonista ‹fɑ̈š́digələ›, vereinfacht fäschdiggěllě (Rauh, 1921a, §215.2, S. 253).

Stuhl

Mhd. stuol. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥uːl], Teuthonista ‹š́dūl›, vereinfacht schduul (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

Stummel

Mhd. stummel. Endstück. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥uml̩], Teuthonista ‹š́duml̥›, vereinfacht schdumml (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).

stumpen

Frankfurterisch: IPA [ʃd̥umb̥n̩], Teuthonista ‹š́dumbn̥›, vereinfacht schdummbn (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

stumpst

Mhd. stumpfest. du stößt. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥umst], Teuthonista ‹š́dumśt›, vereinfacht schdummst (Rauh, 1921a, §163, S. 181).

stumpt

er stößt. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥umt], Teuthonista ‹š́dumt›, vereinfacht schdummt (Rauh, 1921a, §163, S. 181).

stumpe ihn

Stoße ihn. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥umb̥m̩], Teuthonista ‹š́dumbm̥›, vereinfacht schdummbm (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

gestumpt

gestoßen. Frankfurterisch: IPA [g̥əʃd̥umt], Teuthonista ‹gəš́dumt›, vereinfacht gěschdummt (Rauh, 1921a, §163, S. 181).

stumpf

Mhd. stumpf. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ump], Teuthonista ‹š́dump›, vereinfacht schdummp (Rauh, 1921a, §147.2, S. 153).

Stumpf

Mhd. stumpfen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥umb̥ə], Teuthonista ‹š́dumbə›, vereinfacht schdummbě (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Rumpf und Stumpf

Frankfurterisch: IPA [ʀumb̥ un ʃump], Teuthonista ‹ʀumb un š́ump›, vereinfacht rummb un schummp (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Stuppel

Mhd. stupfel. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥l̩], Teuthonista ‹š́dobl̥›, vereinfacht schdobbl (Rauh, 1921a, §106.3, S. 114: Mhd. U als O).

Sturm

Mhd. sturm. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ɔɐ̯m], Teuthonista ‹š́dɔʀm›, vereinfacht schdǫǎmm (Rauh, 1921a, §144.I.1.a.i, S. 149).

Stachel

Mhd. stachel. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥aɣ̥l̩], Teuthonista ‹š́dɑxl̥›, vereinfacht schdachl (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

Statur

Aus lateinisch statura. Gestalt. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ă̞d̥uːɐ̯], Teuthonista ‹š́dɑ̆dūʀ, vereinfacht schdǎdduuǎ (Rauh, 1921a, §107.2, S. 115: U für lateinisch U).

Stengel

Mhd. stengel. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ŋl̩], Teuthonista ‹š́dŋl̥›, vereinfacht schdngl (Rauh, 1921a, §190.2.c, S. 221).

Steuer

Mhd. stiure. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥oi̯æ̆], Teuthonista ‹š́doi̯ɑ̈›, vereinfacht schdoịjä (Rauh, 1921a, §133.2, S. 139: Mhd. IU erscheint als OIJ vor Vokal).

Stiel

Mhd. stil. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥iːl], Teuthonista ‹š́dīl›, vereinfacht schdiil (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

stopfen

Mhd. stopfen. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥ə], Teuthonista ‹š́dobə›, vereinfacht schdobbě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164).

streichen

Mhd. strîchen. Frankfurterisch: IPA [ʃtʀaːʒ̥ə], Teuthonista ‹š́tʀɑ̄šə›, vereinfacht schtraaschě (Rauh, 1921a, §115.5, S. 124: Mhd. altlanges Î wird zu langem A analogmonophthongiert).

gestrichen

Mhd. gestrichen. Frankfurterisch: IPA [kʃtʀiʒ̥ə], Teuthonista ‹kš́tʀišə›, vereinfacht kschtrischě (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

anstreichen

Frankfurterisch: IPA [ɑ̃ːʃtʀaːʒ̥ə], Teuthonista ‹ā̃š́tʀɑ̄šə›, vereinfacht ååñschtraaschě (Rauh, 1921a, §115.5, S. 124: Mhd. altlanges Î wird zu langem A analogmonophthongiert).

Stube

Mhd. stube. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥up], Teuthonista ‹š́dup›, vereinfacht schdupp (Rauh, 1921a, §155.1.c.B, S. 171).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [ʒ̥d̥op], Teuthonista ‹šdop›, vereinfacht schdopp (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

suchen

Mhd. suochen. Frankfurterisch: IPA [suɣ̥ə], Teuthonista ‹śuxə›, vereinfacht suchě (Rauh, 1921a, §165.1, S. 183).

aussuchen

Frankfurterisch: IPA [ausuɣ̥ə], Teuthonista ‹ɑuśuxə›, vereinfacht ausuchě (Rauh, 1921a, §166.Anm. 3, S. 184).

suckeln

saugen. Frankfurterisch: IPA [sug̥ələ], Teuthonista ‹śugələ›, vereinfacht suggěllě (Rauh, 1921a, §165.1, S. 183).

Sünde

Mhd. sünde. Frankfurterisch: IPA [sin], Teuthonista ‹śin›, vereinfacht sinn (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [sin], Teuthonista ‹śin›, vereinfacht sinn (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

süß

Frankfurterisch: IPA [siːs], Teuthonista ‹śīś›, vereinfacht siis (Rauh, 1921a, §31, S. 45).


T

Tafel

Mhd. tavel. Frankfurterisch: IPA [d̥ɑːv̥l̩], Teuthonista ‹dāvl̥›, vereinfacht dååvl (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).

An den Anschlagtafeln

Frankfurterisch An den Anschlagtafeln im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den deutlichen Unterschied zwischen dem nasalierten A- im Anlaut An-, das verdunkelte -A- in Schlag sowie das klare helle -A- in Tafel; sowie die Schwächung des potsvokalischen Verschluss -G in Schlag zu einem velaren -CH. Interessant ist des weiteren die Pluralbildung von Tafel mit Tafle, also ausgefallenem Binnen -E- und einem angehängten Plural -E, anstatt hochdeutschem Tafeln):

Tag

Frankfurterisch: IPA [d̥ɑːɣ̥], Teuthonista ‹dāx›, vereinfacht dååch (Rauh, 1921a, §37.a, S. 53).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [d̥ɔːx], Teuthonista ‹dɔ̄x́›, vereinfacht dǫǫch (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Frankfurterisch Tag und ein Sonntag und am Sonntag und und die Landtagswahlen in Lippe und den Mittag und was die nächsten Tage und dass der Tag nicht etwas im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den Abfall des auslautenden -D in und, die Schwächung des postvokalischen -G in Tag, Sonntag, Landtag und Mittag zu -CH, die deutliche Verdunklung des langen -A- sowie den Schwund des auslautenden -N in Wahlen. Das -A- in Land entspricht dem Hochdeutschen):

Sachsenhausen: IPA [d̥ɔːx], Teuthonista ‹dɔ̄x́›, vereinfacht dǫǫch (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

guten Tag

Frankfurterisch: IPA [g̥und̥ax], Teuthonista ‹gundɑx́›, vereinfacht gunddach (Rauh, 1921a, §152.Anm. 6, S. 164).

Werktag

Frankfurterisch: IPA [væɐ̯g̥d̥ɑːx], Teuthonista ‹wæʀgdāx́›, vereinfacht wȁǎggdååch (Rauh, 1921a, §195.Anm. 3, S. 230).

Lebtag

Frankfurterisch: IPA [lεb̥d̥ɑːx], Teuthonista ‹lϵbdāx́›, vereinfacht läbbdååch (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

Tagedieb

Frankfurterisch: IPA [d̥ɑːxd̥iːp], Teuthonista ‹dāx́dīp›, vereinfacht dååchdiip (Rauh, 1921a, §190.1.b.A, S. 219).

Taille

Aus französisch taille. Frankfurterisch: IPA [thald̥ʃ], Teuthonista ‹thɑldš́›, vereinfacht thaldsch (Rauh, 1921a, §138.6, S. 145).

Tambour

Aus französisch tambour. Trommler. Frankfurterisch: IPA [d̥ɑmbːɐ̯], Teuthonista ‹damb̄ʀ, vereinfacht dåmmbbǎ (Rauh, 1921a, §155.Anm. 4, S. 172).

Tante

Aus französisch tante. Frankfurterisch: IPA [d̥ɑnd̥ə], Teuthonista ‹dandə›, vereinfacht dånndě (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Tanzstunde

Frankfurterisch: IPA [d̥ɑnʃd̥un], Teuthonista ‹danš́dun›, vereinfacht dånnschdunn (Rauh, 1921a, §181.I.4, S. 205).

Tasche

Mhd. tasche. Frankfurterisch: IPA [d̥aʃ], Teuthonista ‹dɑš́›, vereinfacht dasch (Rauh, 1921a, §170.1.b, S. 188).

Im Mittelalter wohl gesprochen als: IPA [d̥εʃ], Teuthonista ‹dϵš́›, vereinfacht däsch.

Tasse

Aus französisch tasse. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [d̥as], Teuthonista ‹dɑś›, vereinfacht dass (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

IPA [thas], Teuthonista ‹thɑś›, vereinfacht thass (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 196).

Tatterich

Frankfurterisch: IPA [d̥ad̥əʀiʃ], Teuthonista ‹dɑdəʀiš́›, vereinfacht dadděrisch (Rauh, 1921a, §217.8, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).

taub

Mhd. toup. Frankfurterisch: IPA [d̥aːp], Teuthonista ‹dɑ̄p›, vereinfacht daap (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).

Taube

Mhd. tûbe. Frankfurterisch: IPA [d̥aup], Teuthonista ‹dɑup›, vereinfacht daup; auch: IPA [d̥ap], Teuthonista ‹dɑp›, vereinfacht dap (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

tauchen

Mhd. tûchen. Frankfurterisch: IPA [d̥auɣ̥ə], Teuthonista ‹dɑuxə›, vereinfacht dauchě; auch: IPA [d̥axə], Teuthonista ‹dɑx́ə›, vereinfacht dachě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

tauen

Mhd. douwen. Frankfurterisch: IPA [d̥aːə], Teuthonista ‹dɑ̄ə›, vereinfacht daaě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

getaut

Mhd. gedouwet. Frankfurterisch: IPA [g̥əd̥aːt], Teuthonista ‹gədɑ̄t›, vereinfacht gědaat (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

Taufe

Mhd. toufe. Frankfurterisch: IPA [d̥aːf], Teuthonista ‹dɑ̄f›, vereinfacht daaf (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

taufen

Mhd. toufen. Frankfurterisch: IPA [d̥aːv̥ə], Teuthonista ‹dɑ̄və›, vereinfacht daavě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

taumeln

Mhd. turmeln. Frankfurterisch: IPA [d̥ɔːɐ̯mələ], Teuthonista ‹dɔ̄ʀmələ›, vereinfacht dǫǫǎměllě; auch: IPA [d̥ɔːmələ], Teuthonista ‹dɔ̄mələ›, vereinfacht dǫǫměllě (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor R plus Konsonant als langes offenes O).

Tee

Aus französisch thé. Frankfurterisch: IPA [theː], Teuthonista ‹thē›, vereinfacht thẹẹ (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Teig

Mhd. teic. Frankfurterisch: IPA [d̥aːʃ], Teuthonista ‹dɑ̄š́›, vereinfacht daasch (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

teilen

Mhd. teilen. Frankfurterisch: IPA [d̥aːlə], Teuthonista ‹dɑ̄lə›, vereinfacht daalě (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

Telegramm

Aus französisch télégramme. Frankfurterisch: IPA [d̥εləkʀɑm], Teuthonista ‹dϵləkʀam›, vereinfacht dällěkråmm (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Teller

Mhd. teler. Frankfurterisch: IPA [d̥elæ̆], Teuthonista ‹delɑ̈›, vereinfacht dẹllä (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Teller

Plural. Mhd. teller. Frankfurterisch: IPA [d̥elæ̆n], Teuthonista ‹delɑ̈n›, vereinfacht dẹllänn (Rauh, 1921a, §152.Anm. 1, S. 164).

Temprament

Aus lateinisch temperamentum. Frankfurterisch: IPA [d̥emb̥əʀă̞ment], Teuthonista ‹dembəʀɑ̆ment›, vereinfacht dẹmmběrǎmẹnnt (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Teppich

Mhd. teppîche. Frankfurterisch: IPA [d̥eb̥iʃ], Teuthonista ‹debiš́›, vereinfacht dẹbbisch (Rauh, 1921a, §217.9.b, S. 258).

teuer

Mhd. tiure. Frankfurterisch: IPA [d̥oi̯æ̆], Teuthonista ‹doi̯ɑ̈›, vereinfacht doịjä (Rauh, 1921a, §133.2, S. 139: Mhd. IU erscheint als OIJ vor Vokal).

teuerst

Mhd. tiureste. Frankfurterisch: IPA [d̥oi̯æ̆ʃt], Teuthonista ‹doi̯ɑ̈š́t›, vereinfacht doịjịjäschtt (Rauh, 1921a, §216.15, S. 256: Alte Endung -ESTE).

Teufel

Hochdeutsch: IPA [tɔʏfəl], Teuthonista ‹tɔüfəl›, vereinfacht tǫüfěl.

Frankfurterisch: IPA [d̥aivl̩], Teuthonista ‹dɑiwl̥›, vereinfacht daiwl (Rauh, 1921a, §18, S. 30).

Theater

Aus französisch theâtre. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [d̥eɑːd̥æ̆], Teuthonista ‹deādɑ̈›, vereinfacht dẹåådä (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

IPA [theɑːd̥æ̆], Teuthonista ‹theādɑ̈›, vereinfacht thẹåådä (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 196).

Theke

Aus altgriechisch thêca. Frankfurterisch: IPA [d̥eːk], Teuthonista ‹dēk›, vereinfacht dẹẹk (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

tief

Mhd. tief. Frankfurterisch: IPA [d̥iːf], Teuthonista ‹dīf›, vereinfacht diif (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [d̥εif], Teuthonista ‹dϵif›, vereinfacht däif (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

Tier

Mhd. tier. Frankfurterisch: IPA [d̥iːɐ̯], Teuthonista ‹dīʀ, vereinfacht diiǎ (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

tippen

Frankfurterisch: IPA [thib̥ə], Teuthonista ‹thibə›, vereinfacht thibbě (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

antippen

Frankfurterisch: IPA [ɑ̃ːd̥ib̥ə], Teuthonista ‹ā̃dibə›, vereinfacht ååñdibbě (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Tisch

Mhd. tisch. Frankfurterisch: IPA [d̥iʃ], Teuthonista ‹diš́›, vereinfacht disch (Rauh, 1921a, §170.1.b, S. 188).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [d̥eʃ], Teuthonista ‹deš́›, vereinfacht dẹsch (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

Tischchen

Diminutiv. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [d̥iʒ̥iː], Teuthonista ‹dišī›, vereinfacht dischii (Rauh, 1921a, §199, S. 233).

Waschtisch

Frankfurterisch: IPA [vεʃd̥iʃ], Teuthonista ‹wϵš́diš́›, vereinfacht wäschdisch (Rauh, 1921a, §170.1.c, S. 188).

Tischschublade

Frankfurterisch: IPA [d̥iʒ̥uplɑːt], Teuthonista ‹dišuplāt›, vereinfacht dischupplååt (Rauh, 1921a, §170.Anm. 2, S. 188).

Tischtuch

Frankfurterisch: IPA [d̥iʃd̥ux], Teuthonista ‹diš́dux́›, vereinfacht dischduch (Rauh, 1921a, §83, S. 89).

toujours

Aus französisch toujours. immer. Frankfurterisch: IPA [d̥uʒ̥uːɐ̯], Teuthonista ‹dušūʀ, vereinfacht duschuuǎ (Rauh, 1921a, §171, S. 190).

Ton

Mhd. dôn. Laut. Frankfurterisch: IPA [thoːn], Teuthonista ‹thōn›, vereinfacht thoon (Rauh, 1921a, §151.Anm. 8, S. 162).

Frankfurterisch Ton im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache entspricht dem Hochdeutschen):

Tonerde

Mhd. tâhe. Frankfurterisch: IPA [thoːn], Teuthonista ‹thōn›, vereinfacht thoon (Rauh, 1921a, §109.Anm. 1, S. 118: Mhd. Â wird langes O).

Tor

Mhd. tor. Frankfurterisch: IPA [d̥o̞ːɐ̯], Teuthonista ‹dǭʀ, vereinfacht dơơǎ (Rauh, 1921a, §103.3, S. 111: Mhd. O vor intervokalischem oder auslautenden R).

Törchen

Diminutiv. Frankfurterisch: IPA [d̥æːɐ̯ʒ̥ə], Teuthonista ‹dǣʀšə›, vereinfacht dȁȁǎschě; auch: IPA [d̥æʒ̥ə], Teuthonista ‹dæšə›, vereinfacht dȁschě (Rauh, 1921a, §105.2, S. 113: Mhd. Ö vor R, gedehnt).

Toreingang

Frankfurterisch: IPA [d̥o̞ːɐ̯ɑĩg̥ɑŋ], Teuthonista ‹dǭʀaĩgaŋ›, vereinfacht dơơǎåiñgång; auch: IPA [d̥o̞ːʀɑĩg̥ɑŋ], Teuthonista ‹dǭʀaĩgaŋ›, vereinfacht dơơråiñgång (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).

torkeln

Mhd. torkeln. Frankfurterisch: IPA [d̥ɔːɐ̯g̥ələ], Teuthonista ‹dɔ̄ʀgələ›, vereinfacht dǫǫǎgěllě; auch: IPA [d̥ɔːg̥ələ], Teuthonista ‹dɔ̄gələ›, vereinfacht dǫǫgěllě (Rauh, 1921a, §175.1, S. 194).

Torse

Mhd. torse. Strunk. Frankfurterisch: IPA [d̥ɔːɐ̯ʃd̥ə], Teuthonista ‹dɔ̄ʀš́də›, vereinfacht dǫǫǎschdě; auch: IPA [d̥ɔːʃd̥ə], Teuthonista ‹dɔ̄š́də›, vereinfacht dǫǫschdě; oder: IPA [d̥ɔːɐ̯ʃt], Teuthonista ‹dɔ̄ʀš́t›, vereinfacht dǫǫǎscht; so wie: IPA [d̥ɔʃt], Teuthonista ‹dɔš́t›, vereinfacht dǫscht (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

Torte

Aus italienisch torta. Frankfurterisch: IPA [tɔɐ̯t], Teuthonista ‹tɔʀt›, vereinfacht tǫǎtt (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

Törtchen

Diminutiv. Frankfurterisch: IPA [thæɐ̯tʃə], Teuthonista ‹thæʀtš́ə›, vereinfacht thȁǎtschě (Rauh, 1921a, §105.2, S. 113: Mhd. Ö vor R, gedehnt).

tot

Mhd. tôt. Frankfurterisch: IPA [d̥oːt], Teuthonista ‹dōt›, vereinfacht doot (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).

Oberrad: IPA [d̥uːt], Teuthonista ‹dūt›, vereinfacht duut (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [d̥uːt], Teuthonista ‹dūt›, vereinfacht duut (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

tothetzen

Frankfurterisch: IPA [d̥oːthetsə], Teuthonista ‹dōthetśə›, vereinfacht doothẹttsě (Rauh, 1921a, §73, S. 80).

totzuhauen

totzuschlagen. Frankfurterisch: IPA [d̥oːt sə haːɣ̥ə], Teuthonista ‹dōt śə hɑ̄xə›, vereinfacht doot sě haachě (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

total

Aus französisch total. ganz und gar. Frankfurterisch: IPA [d̥od̥ɑːl], Teuthonista ‹dodāl›, vereinfacht dodåål (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

toute de suite

Aus französisch tout de suite. sogleich. Frankfurterisch: IPA [d̥utsvit], Teuthonista ‹dutświt›, vereinfacht duttswitt (Rauh, 1921a, §107.1, S. 115: U für französisch OU).

Tracht

Mhd. traht. Frankfurterisch: IPA [tʀɑxt], Teuthonista ‹tʀax́t›, vereinfacht tråchtt (Rauh, 1921a, §90.2.b, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor altem -HT und -HS).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [tʀɔxt], Teuthonista ‹tʀɔx́t›, vereinfacht trǫchtt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [tʀaxt], Teuthonista ‹tʀɑx́t›, vereinfacht trachtt (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [tʀɔxt], Teuthonista ‹tʀɔx́t›, vereinfacht trǫchtt (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

tragen

Mhd. tragen. Frankfurterisch: IPA [tʀɑːɣ̥ə], Teuthonista ‹tʀāxə›, vereinfacht trååchě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [tʀɔːɣ̥ə], Teuthonista ‹tʀɔ̄xə›, vereinfacht trǫǫchě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Sachsenhausen: IPA [tʀɔːɣ̥ə], Teuthonista ‹tʀɔ̄xə›, vereinfacht trǫǫchě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [trɑ̃ː], Teuthonista ‹trā̃›, vereinfacht trååñ (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

ich trage

Mhd. trage. Frankfurterisch: IPA [tʀɑːx], Teuthonista ‹tʀāx́›, vereinfacht trååch (Rauh, 1921a, §190.1.b.B, S. 219).

trägt

Frankfurterisch: IPA [tʀεːʃt], Teuthonista ‹tʀɛ̄š́t›, vereinfacht trääscht (Rauh, 1921a, §190.1.b.A, S. 219).

getragen

Frankfurterisch: IPA [g̥ətʀɑːɣ̥ə], Teuthonista ‹gətʀāxə›, vereinfacht gětrååchě (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).

Träger

Frankfurterisch: IPA [tʀεːʒ̥ə], Teuthonista ‹tʀɛ̄šə›, vereinfacht trääschě (Rauh, 1921a, §98.1, S. 104: Mhd. Ä, gedehnt).

Trambahn

Straßenbahn. Frankfurterisch: IPA [tʀɑm-b̥ɑ̃ː], Teuthonista ‹tʀam-bā̃›, vereinfacht tråmm-bååñ (Rauh, 1921a, §76, S. 83).

trampeln

Mhd. trampeln. Frankfurterisch: IPA [tʀɑmb̥ələ], Teuthonista ‹tʀambələ›, vereinfacht tråmmběllě (Rauh, 1921a, §182.I.2, S. 209).

Trallje

Aus französisch treille. Gitterstab. Frankfurterisch: IPA [tʀaljə], Teuthonista ‹tʀɑljə›, vereinfacht tralljě (Rauh, 1921a, §139, S. 146).

Tran

Mhd. trahen. Frankfurterisch: IPA [tʀɑːn], Teuthonista ‹tʀān›, vereinfacht tråån (Rauh, 1921a, §151.Anm. 8, S. 162).

Träne

Frankfurterisch: IPA [tʀεːnə], Teuthonista ‹tʀɛ̄nə›, vereinfacht trääně (Rauh, 1921a, §98.2, S. 105: Mhd. Ä vor Nasal, gedehnt).

Transporteur

Aus französisch transporteur. Frankfurterisch: IPA [tʀă̞nsb̥əd̥æːɐ̯], Teuthonista ‹tʀɑ̆nśbədǣʀ, vereinfacht trǎnnsbědȁȁǎ (Rauh, 1921a, §131, S. 137).

Traube

Mhd. trûbe. Frankfurterisch: IPA [tʀaup], Teuthonista ‹tʀɑup›, vereinfacht traup (Rauh, 1921a, §175.2, S. 196).

Traufe

Mhd. troufe. Frankfurterisch: IPA [traːf], Teuthonista ‹trɑ̄f›, vereinfacht traaf (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortes vor L, R, M, N und W).

Traum

Mhd. troum. Frankfurterisch: IPA [tʀaːm], Teuthonista ‹tʀɑ̄m›, vereinfacht traam (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

träumen

Mhd. troumen. Frankfurterisch: IPA [tʀaːmə], Teuthonista ‹tʀɑ̄mə›, vereinfacht traamě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

geträumt

Frankfurterisch: IPA [g̥ətʀaːmt], Teuthonista ‹gətʀɑ̄mt›, vereinfacht gětraamt (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

treiben

Mhd. trîben. Frankfurterisch: IPA [tʀaivə], Teuthonista ‹tʀɑiwə›, vereinfacht traiwě (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).

getrieben

Part. Prät.. Mhd. getriben. Frankfurterisch: IPA [g̥ətʀivə], Teuthonista ‹gətʀiwə›, vereinfacht gětriwwě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

Treppe
Treppchen

Frankfurterisch: IPA [tʀepʃə], Teuthonista ‹tʀepš́ə›, vereinfacht trẹppschě (Rauh, 1921a, §152.2.b, S. 164).

Lauftreppe

Frankfurterisch: IPA [laːftʀep], Teuthonista ‹lɑ̄ftʀep›, vereinfacht laaftrẹpp (Rauh, 1921a, §164.2.a, S. 182).

treten

Mhd. trëten. Frankfurterisch: IPA [tʀεːd̥ə], Teuthonista ‹tʀɛ̄də›, vereinfacht träädě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

trittst

Frankfurterisch: IPA [tʀitst], Teuthonista ‹tʀitśt›, vereinfacht trittst (Rauh, 1921a, §177.2, S. 198).

treu

Mhd. triuwe. Frankfurterisch: IPA [tʀoi], Teuthonista ‹tʀoi›, vereinfacht troi (Rauh, 1921a, §133.1, S. 138: Mhd. IU erscheint als OI).

Trichter

Mhd. trihter. Frankfurterisch: IPA [tʀiʃd̥æ̆], Teuthonista ‹tʀiš́dɑ̈›, vereinfacht trischdä (Rauh, 1921a, §97.Anm. 2, S. 104: Halbmundart).

trinken

Mhd. trinken. Frankfurterisch: IPA [tʀiŋg̥ə], Teuthonista ‹tʀiŋgə›, vereinfacht tringgě (Rauh, 1921a, §150.2.c, S. 159).

er trinkt Bier

Frankfurterisch: IPA [æ̆ tʀiŋ b̥iːɐ̯], Teuthonista ‹ɑ̈ tʀiŋ bīʀ, vereinfacht ä tring biiǎ (Rauh, 1921a, §183.1, S. 210).

Troddwa

Betonung auf erster Silbe. Aus französisch trottoir. Bürgersteig. Frankfurterisch: IPA [tʀod̥vɑː], Teuthonista ‹tʀodwā›, vereinfacht troddwåå (Rauh, 1921a, §84, S. 89).

Trombohe

Frankfurterisch: IPA [tʀɑmb̥ɑ̃ː], Teuthonista ‹tʀambā̃›, vereinfacht tråmmbååñ (Rauh, 1921a, §175.Anm. 2, S. 196).

Trommel

Mhd. trumel. Frankfurterisch: IPA [tʀoml̩], Teuthonista ‹tʀoml̥›, vereinfacht tromml (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).

Vor 1825 wohl gesprochen als: IPA [tʀuml̩], Teuthonista ‹tʀuml̥›, vereinfacht trumml (Rauh, 1921a, §106.Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).

Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [tʀuml̩], Teuthonista ‹tʀuml̥›, vereinfacht trumml (Rauh, 1921a, §106.Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).

trommeln

Frankfurterisch: IPA [tʀoməlæ̆], Teuthonista ‹tʀoməlɑ̈›, vereinfacht trommělä (Rauh, 1921a, §237.1, S. 289).

Trommler

Frankfurterisch: IPA [tʀo-mə-læ̆], Teuthonista ‹tʀo-mə-lɑ̈›, vereinfacht tro-mmě-lä (Rauh, 1921a, §76, S. 83).

Tropf

Mhd. trope. Frankfurterisch: IPA [tʀop], Teuthonista ‹tʀop›, vereinfacht tropp (Rauh, 1921a, §1620.2.b, S. 181).

Tropfen

Mhd. tropfe-n. Frankfurterisch: IPA [tʀob̥ə], Teuthonista ‹tʀobə›, vereinfacht trobbě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).

tröpfeln

Frankfurterisch: IPA [tʀeb̥ələ], Teuthonista ‹tʀebələ›, vereinfacht trẹbběllě (Rauh, 1921a, §105.1, S. 112: Mhd. Ö, kurz geblieben).

Trost

Mhd. trôst. Frankfurterisch: IPA [tʀoːst], Teuthonista ‹tʀōśt›, vereinfacht troost (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).

trösten

Mhd. trœsten. Frankfurterisch: IPA [tʀeːsd̥ə], Teuthonista ‹tʀēśdə›, vereinfacht trẹẹsdě (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ erscheint als langes geschlossenes E).

Trottel

Mhd. trôdel. Hohlfasern im Hanf. Frankfurterisch: IPA [tʀod̥l̩], Teuthonista ‹tʀodl̥›, vereinfacht troddl (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).

trüb

Mhd. trüebe. Frankfurterisch: IPA [tʀiːp], Teuthonista ‹tʀīp›, vereinfacht triip (Rauh, 1921a, §118, S. 125: Mhd. ÜE erscheint als langes I).

Trubel

Aus französisch trouble. Aufregung. Frankfurterisch: IPA [tʀuːvl̩], Teuthonista ‹tʀūwl̥›, vereinfacht truuwl (Rauh, 1921a, §107.1, S. 115: U für französisch OU).

Trumpel

Mhd. trumpel. Kurze, dicke auch liederliche Frauensperson. Frankfurterisch: IPA [tʀumb̥l̩], Teuthonista ‹tʀumbl̥›, vereinfacht trummbl (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Trumpeln

Mhd. trumpel. Wenig wertvolle Dinge. Frankfurterisch: IPA [tʀumb̥ələ], Teuthonista ‹tʀumbələ›, vereinfacht trummběllě (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Für ein paar Trumpeln hergeben

billig hergeben. Frankfurterisch: IPA [fæ̆ ʀə phɑː tʀumb̥ələ g̥εvæ̆], Teuthonista ‹fɑ̈ ʀə phā tʀumbələ gϵwɑ̈›, vereinfacht fä rě phåå trummběllě gäwwä (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

trumpfen

Mhd. trumpfen. Frankfurterisch: IPA [tʀumb̥ə], Teuthonista ‹tʀumbə›, vereinfacht trummbě (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

trumpfe ihn

Frankfurterisch: IPA [tʀumb̥n̩], Teuthonista ‹tʀumbn̥›, vereinfacht trummbn (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

Tuch

Mhd. tuoch. Frankfurterisch: IPA [d̥ux], Teuthonista ‹dux́›, vereinfacht duch (Rauh, 1921a, §117, S. 125: Mhd. UO gekürzt zu geschlossenem U).

Tüchlein

Diminutiv. Frankfurterisch: IPA [d̥iʒ̥l̩ʒ̥ə], Teuthonista ‹dišl̥šə›, vereinfacht dischlschě (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).

Tischtuch

Frankfurterisch: IPA [d̥iʃd̥ux], Teuthonista ‹diš́dux́›, vereinfacht dischduch (Rauh, 1921a, §83, S. 89).

Tulpe

Aus italienisch tulipa. Frankfurterisch: IPA [thulp], Teuthonista ‹thulp›, vereinfacht thullp (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Tumult

Aus lateinisch tumultus. Lärm oder Gedränge. Frankfurterisch: IPA [d̥umult], Teuthonista ‹dumult›, vereinfacht dummullt (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

tun

Mhd. tuon. Frankfurterisch: IPA [d̥ũː], Teuthonista ‹dũ̄›, vereinfacht duuñ (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

Frankfurterisch bringen tun im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (bringen entspricht bis auf den Abfall des auslautenden -N in der Aussprache dem Hochdeutschen. tun erscheint in in der Form tuen mit abgefallenem auslautenden -N und mit einer deutlichen Schwächung des anlautenden T- hin zu einem D-):

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [d̥ɔũ], Teuthonista ‹dɔũ›, vereinfacht dǫuñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

tust

Mhd. tuoust. Frankfurterisch: IPA [d̥uːst], Teuthonista ‹dūśt›, vereinfacht duust (Rauh, 1921a, §177.Anm. 3, S. 198).

tut

Frankfurterisch denken tut im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (interessant ist die Paraphrasierung mit tuen):

tu es ihm

Frankfurterisch: IPA [d̥uːz̥m̩], Teuthonista ‹dūsm̥›, vereinfacht duusm (Rauh, 1921a, §181.II.1, S. 205).

tun

Mhd. geân. Frankfurterisch: IPA [g̥əd̥ɑ̃ː], Teuthonista ‹gədā̃›, vereinfacht gědååñ (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [g̥əd̥ɔ̃ː], Teuthonista ‹gədɔ̃̄›, vereinfacht gědǫǫñ (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [g̥əd̥õː], Teuthonista ‹gədȭ›, vereinfacht gědooñ (Rauh, 1921a, §111, S. 120).

Niederrad: IPA [g̥ed̥õ̞ː], Teuthonista ‹gedǫ̃̄›, vereinfacht gẹdơñ (Rauh, 1921a, §10, S. 16).

Seckbach: IPA [g̥əd̥ũː], Teuthonista ‹gədũ̄›, vereinfacht gěduuñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

Preungesheim, Berkersheim: IPA [g̥əd̥õː], Teuthonista ‹gədȭ›, vereinfacht gědooñ (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

täte

Mhd. tæte. Frankfurterisch: IPA [d̥eːt], Teuthonista ‹dēt›, vereinfacht dẹẹt (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

tätst

Mhd. tætest. Frankfurterisch: IPA [d̥eːst], Teuthonista ‹dēśt›, vereinfacht dẹẹst (Rauh, 1921a, §177.Anm. 3, S. 198).

mittun

Frankfurterisch: IPA [mid̥ũː], Teuthonista ‹midũ̄›, vereinfacht miduuñ (Rauh, 1921a, §72, S. 80: Zusammenfall zweier Verschlusslaute in einem).

tunken

Mhd. indunken. eintauchen. Frankfurterisch: IPA [d̥uŋg̥ə], Teuthonista ‹duŋgə›, vereinfacht dunggě (Rauh, 1921a, §175.1, S. 194).

tupfen

Mhd. tupfen. Frankfurterisch: IPA [d̥ub̥ə], Teuthonista ‹dubə›, vereinfacht dubbě (Rauh, 1921a, §175.1, S. 194).

Tupfen
getüpfelt

Frankfurterisch: IPA [g̥əd̥ib̥l̩t], Teuthonista ‹gədibl̥t›, vereinfacht gědibblt (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).

Tüpfelchen

Zu mhd. tupf. Pünktchen. Frankfurterisch: IPA [d̥ib̥lʒ̥ə], Teuthonista ‹diblšə›, vereinfacht dibblschě (Rauh, 1921a, §175.1, S. 194).

Tuppee

Aus französisch toupet. Der Scheitel des Kopfes. Frankfurterisch: IPA [d̥ub̥eː], Teuthonista ‹dubē›, vereinfacht dubbẹẹ (Rauh, 1921a, §107.1, S. 115: U für französisch OU).

Tür

Mhd. tür. Frankfurterisch: IPA [d̥iːɐ̯], Teuthonista ‹dīʀ, vereinfacht diiǎ (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, gededehnt erscheint als langes I).

Türen

Mhd. türen. Frankfurterisch: IPA [d̥iːɐ̯n], Teuthonista ‹dīʀn›, vereinfacht diiǎn (Rauh, 1921a, §152.1.c, S. 163).

zur Tür hinaus

Frankfurterisch: IPA [tz̥æ̆ d̥iːʀənaːz̥], Teuthonista ‹tsɑ̈ dīʀənɑ̄s›, vereinfacht tsä diirěnaas (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).

Türangel

Frankfurterisch: IPA [d̥iːɐ̯ɑŋl̩], Teuthonista ‹dīʀaŋl̥›, vereinfacht diiǎångl (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).

Schranktür

Frankfurterisch: IPA [ʃʀɑŋd̥iːɐ̯], Teuthonista ‹š́ʀaŋdīʀ, vereinfacht schrångdiiǎ (Rauh, 1921a, §195.2.c, S. 229).

Tüte

Mhd. tûte. Frankfurterisch: IPA [d̥ut], Teuthonista ‹dut›, vereinfacht dutt (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).

Turm

Mhd. turm. Frankfurterisch: IPA [thɔɐ̯m], Teuthonista ‹thɔʀm›, vereinfacht thǫǎmm (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

Türme

Plural. Mhd. türme. Frankfurterisch: IPA [thæɐ̯m], Teuthonista ‹thæʀm›, vereinfacht thȁǎmm (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).

Pfarrturm

Frankfurter Domturm. Frankfurterisch: IPA [phathɔɐ̯n], Teuthonista ‹phɑthɔʀn›, vereinfacht phathǫǎnn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

Turmel

Mhd. turmel. Schwächlicher Mensch. Frankfurterisch: IPA [d̥ɔːɐ̯ml̩], Teuthonista ‹dɔ̄ʀml̥›, vereinfacht dǫǫǎml; auch: IPA [d̥ɔːml̩], Teuthonista ‹dɔ̄ml̥›, vereinfacht dǫǫml (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor R plus Konsonant als langes offenes O).

turnen

Frankfurterisch: IPA [thɔɐ̯nə], Teuthonista ‹thɔʀnə›, vereinfacht thǫǎně (Rauh, 1921a, §175.Anm. 1, S. 195).


U

übel

Mhd. übel. Frankfurterisch: IPA [ivl̩], Teuthonista ‹iwl̥›, vereinfacht iwwl (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I).

Übung

Mhd. üebunge. Frankfurterisch: IPA [iːvuŋ], Teuthonista ‹īwuŋ›, vereinfacht iiwung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).

über

Mhd. über. Frankfurterisch: IPA [ivæ̆], Teuthonista ‹iwɑ̈›, vereinfacht iwwä (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I).

über den

Frankfurterisch über den im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Entrundung als auch die gleichzeitige Verkürzung des langen Ü- zu einem kurzen I- in über, die Schwächung des postvokalischen Verschluss -B- zu einem -W- als auch die völlige Verschmelzung mit dem folgenden den):

über sie

Frankfurterisch: IPA [ivæ̆z̥ə], Teuthonista ‹iwɑ̈sə›, vereinfacht iwwässě (Rauh, 1921a, §166.Anm. 7, S. 186).

darüber

Frankfurterisch: IPA [tʀivæ̆], Teuthonista ‹tʀiwɑ̈›, vereinfacht triwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

vorüber

Frankfurterisch vorüber im Frankfurter Lautdenkmal von 1937; [forivæ̆], Teuthonista ‹foriwɑ̈›, vereinfacht forriwwä (man beachte die Entrundung als auch die gleichzeitige Verkürzung des langen Ü- zu einem kurzen I- in über, die Schwächung des postvokalischen Verschluss -B- zu einem -W- als auch die Öffnung des auslautenden -ER zu einem -Ä):

ueber Eck

linkisch oder verkehrt. Frankfurterisch: IPA [ivəʀεks], Teuthonista ‹iwəʀϵkś›, vereinfacht iwwěräkks (Rauh, 1921a, §146.2, S. 153).

überhaupt

Mhd. "uber houbet. Frankfurterisch: IPA [ivæ̆haːb̥t], Teuthonista ‹iwɑ̈hɑ̄bt›, vereinfacht iwwähaabt (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).

Frankfurterisch überhaupt kein und hat man ueberhaupt nichts gemerkt und wie ueberhaupt im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (das Ü- in überhaupt wird zu I- entrundet; das Verschluss -B- zu -W-geschächt):

überall

Frankfurterisch: IPA [ivəʀal], Teuthonista ‹iwəʀɑl›, vereinfacht iwwěrall (Rauh, 1921a, §146.2, S. 153).

übernehmen

Frankfurterisch uebernommen hat im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte in über- die Entrundung des anlautenden Ü- zu einem I- als auch die Schwächung des postvokalischen Verschluss -B- zu einem -W. Das auslautende -N in übernommen fällt ab):

überzerg

Mhd. twërh. verkehrt. Frankfurterisch: IPA [ivæ̆tsvæɐ̯ʃ], Teuthonista ‹iwɑ̈tśwæʀš́›, vereinfacht iwwätswȁǎsch (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

übrig

Mhd. überic. Frankfurterisch: IPA [ivəʀiʃ], Teuthonista ‹iwəʀiš́›, vereinfacht iwwěrisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).

Ufer

Mhd. uover. Frankfurterisch: IPA [uːv̥æ̆], Teuthonista ‹ūvɑ̈›, vereinfacht uuvä (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

ui

Ausdruck der Freude. Frankfurterisch: IPA [ui ui], Teuthonista ‹ui ui›, vereinfacht ui ui (Rauh, 1921a, §47.1, S. 63).

um

Mhd. umbe. Frankfurterisch: IPA [um], Teuthonista ‹um›, vereinfacht umm (Rauh, 1921a, §155.2, S. 171).

umkehren

Mhd. kêren. Frankfurterisch: IPA [umkhæːɐ̯n], Teuthonista ‹umkhǣʀn›, vereinfacht umkhȁȁǎn (Rauh, 1921a, §125.Anm. 2, S. 132: Mhd. Ê erscheint als langes Ä vor R).

umsonst

Frankfurterisch: IPA [umsond̥s], Teuthonista ‹umśondś›, vereinfacht ummsonnds (Rauh, 1921a, §184.Anm. 1, S. 211).

unbedingt

Frankfurterisch: IPA [ũːb̥əd̥iŋt], Teuthonista ‹ũ̄bədiŋt›, vereinfacht uuñbědingtt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

Ab etwa 1925: IPA [umb̥əd̥iŋt], Teuthonista ‹umbədiŋt›, vereinfacht ummbědingtt; auch: IPA [uːmb̥əd̥iŋt], Teuthonista ‹ūmbədiŋt›, vereinfacht uumbědingtt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

unbeholfen

Frankfurterisch: IPA [ũːb̥əholv̥ə], Teuthonista ‹ũ̄bəholvə›, vereinfacht uuñběhollvě (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

Ab etwa 1925: IPA [umb̥əholv̥ə], Teuthonista ‹umbəholvə›, vereinfacht ummběhollvě; auch: IPA [uːmb̥əholv̥ə], Teuthonista ‹ūmbəholvə›, vereinfacht uumběhollvě (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

und

Mhd. unde. Frankfurterisch: IPA [un], Teuthonista ‹un›, vereinfacht unn (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

Frankfurterisch und wie und und sich und und es freut mich und und sie hatten doch immer gemeint und und gerade die und und was sonst und und wie geschmiert im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den Verlust des auslautenden Verschluss -D in und sowie die Verschmelzung mit dem nachfolgenden wie und es. In sich und #m{mich} schwächt das -CH zu einem -SCH):

In unbetonter Stellung in feststehenden Redewendungen:

dick und dünn

Frankfurterisch: IPA [d̥ig̥n̩ d̥in], Teuthonista ‹dign̥ din›, vereinfacht diggn dinn (Rauh, 1921a, §219.2, S. 215).

vor und zurück

Frankfurterisch: IPA [fo̞ːɐ̯n̩ tsə ʀik], Teuthonista ‹fǭʀn̥ tśə ʀik›, vereinfacht fơơǎn tsě rikk (Rauh, 1921a, §219.2, S. 215).

nicht Fisch und nicht Fleisch

Frankfurterisch: IPA [net fiʒ̥n̩ flaːʒ̥], Teuthonista ‹net fišn̥ flɑ̄š›, vereinfacht nẹtt fischn flaasch (Rauh, 1921a, §219.2, S. 215).

kurz und klein

Frankfurterisch: IPA [khɔɐ̯ts ŋ klaː], Teuthonista ‹khɔʀtś ŋ klɑ̄›, vereinfacht khǫǎtts ng klaa (Rauh, 1921a, §219.2, S. 215).

Unding

Frankfurterisch: IPA [ũːd̥iŋ], Teuthonista ‹ũ̄diŋ›, vereinfacht uuñding (Rauh, 1921a, §151.Anm. 3, S. 162).

Unflat

Ungenügsamer Mensch. Frankfurterisch: IPA [ũːflɑːt], Teuthonista ‹ũ̄flāt›, vereinfacht uuñflååt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

Ungenügsamer Mensch. Ab etwa 1925: IPA [umflɑːt], Teuthonista ‹umflāt›, vereinfacht ummflååt; auch: IPA [uːmflɑːt], Teuthonista ‹ūmflāt›, vereinfacht uumflååt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

ungefähr

Mhd. angevære. Frankfurterisch: IPA [ũːg̥əfæɐ̯], Teuthonista ‹ũ̄gəfæʀ, vereinfacht uuñgěfȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R).

Halbmundartlich um 1920: IPA [uŋg̥əfæɐ̯], Teuthonista ‹uŋgəfæʀ, vereinfacht unggěfȁǎ; auch: IPA [uːŋg̥əfæɐ̯], Teuthonista ‹ūŋgəfæʀ, vereinfacht uunggěfȁǎ (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

ungeheuer

Frankfurterisch: IPA [ũːg̥əhoi̯æ̆], Teuthonista ‹ũ̄gəhoi̯ɑ̈›, vereinfacht uuñgěhoịjä (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Halbmundartlich um 1920: IPA [uŋg̥əhoi̯æ̆], Teuthonista ‹uŋgəhoi̯ɑ̈›, vereinfacht unggěhoịjä; auch: IPA [uːŋg̥əhoi̯æ̆], Teuthonista ‹ūŋgəhoi̯ɑ̈›, vereinfacht uunggěhoịjä (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

ungeschliffen

Frankfurterisch: IPA [ũːkʃliv̥ə], Teuthonista ‹ũ̄kš́livə›, vereinfacht uuñkschlivvě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Halbmundartlich um 1920: IPA [uŋkʃliv̥ə], Teuthonista ‹uŋkš́livə›, vereinfacht ungkschlivvě; auch: IPA [uːŋkʃliv̥ə], Teuthonista ‹ūŋkš́livə›, vereinfacht uungkschlivvě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Ungeziefer

Ahd. eëbar. Frankfurterisch: IPA [ũːg̥ətsivæ̆], Teuthonista ‹ũ̄gətśiwɑ̈›, vereinfacht uuñgětsiwwä (Rauh, 1921a, §155.1.a, S. 169).

Unkosten

Frankfurterisch: IPA [ũːkhosd̥ə], Teuthonista ‹ũ̄khośdə›, vereinfacht uuñkhossdě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Halbmundartlich um 1920: IPA [uŋkhosd̥ə], Teuthonista ‹uŋkhośdə›, vereinfacht ungkhossdě; auch: IPA [uːŋkhosd̥ə], Teuthonista ‹ūŋkhośdə›, vereinfacht uungkhossdě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Unkraut

Frankfurterisch: IPA [ũːkʀaut], Teuthonista ‹ũ̄kʀɑut›, vereinfacht uuñkraut (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

Halbmundartlich um 1920: IPA [uŋkʀaut], Teuthonista ‹uŋkʀɑut›, vereinfacht ungkraut; auch: IPA [uːŋkʀaut], Teuthonista ‹ūŋkʀɑut›, vereinfacht uungkraut (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).

unlängst

Frankfurterisch: IPA [ũleŋst], Teuthonista ‹ũleŋśt›, vereinfacht uñlẹngsst (Rauh, 1921a, §151.Anm. 3, S. 162).

uns

Frankfurterisch ohne uns im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache entspricht dem Hochdeutschen):

unser

Frankfurterisch unser und unserem im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte das Anhängen eines auslautenden -N an unser, also: unsern. Die Endung -EREM in unserem kontrahiert zu einem offenen -ÄM):

unschuldig

Frankfurterisch: IPA [ũːʃuliʃ], Teuthonista ‹ũ̄š́uliš́›, vereinfacht uuñschullisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).

unten

Mhd. unden. Frankfurterisch: IPA [unə], Teuthonista ‹unə›, vereinfacht unně (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

da unten

Mhd. dar unten. Frankfurterisch: IPA [tʀunə], Teuthonista ‹tʀunə›, vereinfacht trunně (Rauh, 1921a, §219.8, S. 266).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [onə], Teuthonista ‹onə›, vereinfacht onně (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

unter

Frankfurterisch: IPA [unæ̆], Teuthonista ‹unɑ̈›, vereinfacht unnä (Rauh, 1921a, §152.Anm. 3, S. 164).

untere

Frankfurterisch: IPA [unəʀə], Teuthonista ‹unəʀə›, vereinfacht unněrě (Rauh, 1921a, §146.2, S. 153).

unter ihnen

Frankfurterisch: IPA [unæ̆n], Teuthonista ‹unɑ̈n›, vereinfacht unnänn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).

unterst

Frankfurterisch: IPA [unæ̆ʃt], Teuthonista ‹unɑ̈š́t›, vereinfacht unnäscht (Rauh, 1921a, §166.3.b, S. 186).

Ab etwa 1925: IPA [unæ̆st], Teuthonista ‹unɑ̈śt›, vereinfacht unnässt (Rauh, 1921a, §166.Anm. 6, S. 186).

Unterhaltungen

Frankfurterisch Unterhaltungen im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte wie das auslautende Plural -N abfällt. Sonst entspricht die Aussprache, insbesondere die des -A-, dem Hochdeutschen):

unverschämt

Frankfurterisch: IPA [ũːv̥æ̆ʃeːmt], Teuthonista ‹ũ̄vɑ̈š́ēmt›, vereinfacht uuñväschẹẹmt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

Ab etwa 1925: IPA [umv̥æ̆ʃeːmt], Teuthonista ‹umvɑ̈š́ēmt›, vereinfacht ummväschẹẹmt; auch: IPA [uːmv̥æ̆ʃeːmt], Teuthonista ‹ūmvɑ̈š́ēmt›, vereinfacht uumväschẹẹmt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).

Urteil

Frankfurterisch: IPA [ɔɐ̯d̥aːl], Teuthonista ‹ɔʀdɑ̄l›, vereinfacht ǫǎdaal (Rauh, 1921a, §84, S. 89).

Urlaub

Mhd. urloup. Frankfurterisch: IPA [ɔɐ̯laːp], Teuthonista ‹ɔʀlɑ̄p›, vereinfacht ǫǎlaap (Rauh, 1921a, §127, S. 133: Nebentoniges Mhd. OU erscheint als langes A).

Ursula

Frankfurterisch: IPA [ɔɐ̯ʒ̥l̩], Teuthonista ‹ɔʀšl̥›, vereinfacht ǫǎschl (Rauh, 1921a, §166.3.a, S. 186).

Urteil

Frankfurterisch: IPA [ɔɐ̯d̥aːl], Teuthonista ‹ɔʀdɑ̄l›, vereinfacht ǫǎdaal (Rauh, 1921a, §84, S. 89).


V

Vanille

Aus französisch vanille. Frankfurterisch: IPA [fă̞nil], Teuthonista ‹fɑ̆nil›, vereinfacht fǎnnill (Rauh, 1921a, §139.Anm. 1, S. 146).

Vater

Frankfurterisch: IPA [fad̥æ̆], Teuthonista ‹fɑdɑ̈›, vereinfacht faddä (Rauh, 1921a, §37.c, S. 53).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [fɔd̥æ̆], Teuthonista ‹fɔdɑ̈›, vereinfacht fǫddä (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [fad̥æ̆], Teuthonista ‹fɑdɑ̈›, vereinfacht faddä (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [fɔd̥æ̆], Teuthonista ‹fɔdɑ̈›, vereinfacht fǫddä (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

sage es dem Vater

Frankfurterisch: IPA [z̥ɑːxsm̩ fɑd̥æ̆], Teuthonista ‹sāx́śm̥ fadɑ̈›, vereinfacht sååchsm fåddä (Rauh, 1921a, §219.1.g, S. 264).

verändern

Frankfurterisch: IPA [fæ̆enæ̆n], Teuthonista ‹fɑ̈enɑ̈n›, vereinfacht fäẹnnän (Rauh, 1921a, §36.1, S. 52).

verbieten

Frankfurterisch: IPA [fab̥], Teuthonista ‹fɑb›, vereinfacht fab (Rauh, 1921a, §215.2, S. 253).

verboten

Partizip. Frankfurterisch: IPA [fæ̆b̥od̥ə], Teuthonista ‹fɑ̈bodə›, vereinfacht fäboddě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

verbitten

Frankfurterisch: IPA [fəb̥id̥ə], Teuthonista ‹fəbidə›, vereinfacht fěbiddě (Rauh, 1921a, §215.Anm., S. 253).

verderben

Mhd. verdërben. Frankfurterisch: IPA [fæ̆d̥æːɐ̯və], Teuthonista ‹fɑ̈dǣʀwə›, vereinfacht fädȁȁǎwě; auch: IPA [fæ̆d̥æːvə], Teuthonista ‹fɑ̈dǣwə›, vereinfacht fädȁȁwě (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, gedehnt).

verdorben

Frankfurterisch: IPA [fæ̆d̥ɔːɐ̯və], Teuthonista ‹fɑ̈dɔ̄ʀwə›, vereinfacht fädǫǫǎwě; auch: IPA [fæ̆d̥ɔːvə], Teuthonista ‹fɑ̈dɔ̄wə›, vereinfacht fädǫǫwě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).

verdächtig

Mhd. verdæhtic. Frankfurterisch: IPA [fæ̆d̥eʃd̥iʃ], Teuthonista ‹fɑ̈deš́diš́›, vereinfacht fäddẹschdisch (Rauh, 1921a, §113.1, S. 121: Mhd. æ wird gekürztes geschlossenes E).

vergessen

Mhd. vergë𝔷𝔷en. Frankfurterisch: IPA [fæ̆g̥εz̥ə], Teuthonista ‹fɑ̈gϵsə›, vereinfacht fägässě (Rauh, 1921a, §181.II.1, S. 205).

vergolden
vergoldest

Frankfurterisch: IPA [fæ̆g̥old̥st], Teuthonista ‹fɑ̈goldśt›, vereinfacht fägolldst (Rauh, 1921a, §174.Anm. 1, S. 192).

verhauen

Frankfurterisch: IPA [fæ̆haːɣ̥ə], Teuthonista ‹fɑ̈hɑ̄xə›, vereinfacht fähaachě (Rauh, 1921a, §215.2, S. 253).

verkrumpeln

Zu mhd. krumpf. faltig machen. Frankfurterisch: IPA [fæ̆kʀumb̥ələ], Teuthonista ‹fɑ̈kʀumbələ›, vereinfacht fäkrummběllě (Rauh, 1921a, §1620.1.b, S. 179).

verlaufen

Frankfurterisch verlaufen ist im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (das -AU- in verlaufen wird zu einem -AA- dehnungsmonophthongiert, das auslautende -N fällt ab):

verlieren
verlier auch nichts

Frankfurterisch: IPA [fæ̆liːʀaːx niks], Teuthonista ‹fɑ̈līʀɑ̄x́ nikś›, vereinfacht fäliiraach nikks (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).

verloren

Mhd. verloren. Frankfurterisch: IPA [fæ̆lo̞ːɐ̯n], Teuthonista ‹fɑ̈lǭʀn›, vereinfacht fälơơǎn (Rauh, 1921a, §144.I.1.b, S. 150).

vermissen

Mhd. missen. Frankfurterisch: IPA [fæ̆miz̥ə], Teuthonista ‹fɑ̈misə›, vereinfacht fämissě (Rauh, 1921a, §166.1, S. 184).

vermisst

Frankfurterisch: IPA [fæ̆mist], Teuthonista ‹fɑ̈miśt›, vereinfacht fämisst (Rauh, 1921a, §166.4.a, S. 186).

Vernunft

Ahd. fernumft. Mhd. vernunft. Frankfurterisch: IPA [fæ̆numft], Teuthonista ‹fɑ̈numft›, vereinfacht fänummft (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 1, S. 154).

verraten

Frankfurterisch: IPA [fəʀɑːd̥ə], Teuthonista ‹fəʀādə›, vereinfacht fěråådě (Rauh, 1921a, §143.2, S. 148).

verrecken

Mhd. verrecken. Frankfurterisch: IPA [fəʀeg̥ə], Teuthonista ‹fəʀegə›, vereinfacht fěrẹggě (Rauh, 1921a, §143.2, S. 148).

verschandeln

verunstalten. Frankfurterisch: IPA [fæ̆ʃɑnəliːɐ̯n], Teuthonista ‹fɑ̈š́anəlīʀn›, vereinfacht fäschånněliiǎn (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

verstauchen

Frankfurterisch: IPA [fæ̆ʃd̥aːɣ̥ə], Teuthonista ‹fɑ̈š́dɑ̄xə›, vereinfacht fäschdaachě (Rauh, 1921a, §119.Anm. 1, S. 127: Mhd. Û erscheint vereinzelt als AA).

verübeln

Frankfurterisch: IPA [fæ̆ivələ], Teuthonista ‹fɑ̈iwələ›, vereinfacht fäiwwělě (Rauh, 1921a, §36.1, S. 52).

verwelkt

Frankfurterisch: IPA [fæ̆vεlg̥t], Teuthonista ‹fɑ̈wϵlgt›, vereinfacht fäwällgt (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 229).

verzagen
nie verzagt

Frankfurterisch nie verzagt im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die deutlich verdunkelte Aussprache des -A- in verzagen als auch die Schwächung des Verschluss -G- zu einem velaren -CH-):

Vetter

Mhd. veter. Frankfurterisch: IPA [fed̥æ̆], Teuthonista ‹fedɑ̈›, vereinfacht fẹddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

Viech

Mhd. vich. Frankfurterisch: IPA [fiːʃ], Teuthonista ‹fīš́›, vereinfacht fiisch (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

Vieh

Mhd. vihe. Frankfurterisch: IPA [fiː], Teuthonista ‹fī›, vereinfacht fii (Rauh, 1921a, §186.1, S. 212).

viel
soviel

Frankfurterisch: IPA [z̥oːv̥l̩], Teuthonista ‹sōvl̥›, vereinfacht soovl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).

wieviel

Frankfurterisch: IPA [viv̥l̩], Teuthonista ‹wivl̥›, vereinfacht wivvl (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).

nicht viel

Frankfurterisch nicht viel im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Aussprachevon nicht ohne -CH- und mit einem -Ä- anstatt eines -I-. Die Aussprache von viel entspricht dem Hochdeutschen):

vielleicht

Mhd. villîhte. Frankfurterisch: IPA [fəlaiʃt], Teuthonista ‹fəlɑiš́t›, vereinfacht fělaischt (Rauh, 1921a, §102.2, S. 108: Mhd. I in unbetonter Nebensilbe).

vier

Mhd. vier. Frankfurterisch: IPA [fiːɐ̯], Teuthonista ‹fīʀ, vereinfacht fiiǎ (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

der Vierte

Mhd. viert. Frankfurterisch: IPA [fæɐ̯t], Teuthonista ‹fæʀt›, vereinfacht fȁǎtt (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).

vierter

Frankfurterisch: IPA [fæɐ̯d̥æ̆], Teuthonista ‹fæʀdɑ̈›, vereinfacht fȁǎddä (Rauh, 1921a, §184.Anm. 3, S. 212).

vierer

Frankfurterisch: IPA [fiːʀæ̆], Teuthonista ‹fīʀɑ̈›, vereinfacht fiirä (Rauh, 1921a, §143.Anm. 2, S. 149).

Viertel

Frankfurterisch: IPA [fæɐ̯d̥l̩], Teuthonista ‹fæʀdl̥›, vereinfacht fȁǎddl (Rauh, 1921a, §123.4.b, S. 131: Mhd. EI in -TEIL wird zu silbischem L).

vierzehn

Frankfurterisch: IPA [fæɐ̯tsεː], Teuthonista ‹fæʀtśɛ̄›, vereinfacht fȁǎttsää (Rauh, 1921a, §132.2.a, S. 138).

vierzig

Mhd. vierzec. Frankfurterisch: IPA [fæɐ̯tsiʃ], Teuthonista ‹fæʀtśiš́›, vereinfacht fȁǎttsisch (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).

Vilbel

Bad Vilbel. Frankfurterisch: IPA [fil-vl̩], Teuthonista ‹fil-wl̥›, vereinfacht fill-wl (Rauh, 1921a, §76, S. 83).

visitieren

Mhd. visitieren. durchsuchen. Frankfurterisch: IPA [fisəd̥iːɐ̯n], Teuthonista ‹fiśədīʀn›, vereinfacht fissědiiǎn (Rauh, 1921a, §220.1.b, S. 269).

Vogel

Mhd. vogel. Frankfurterisch: IPA [foːɣ̥l̩], Teuthonista ‹fōxl̥›, vereinfacht foochl (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).

Vögel

Plural. Mhd. vogele. Frankfurterisch: IPA [feːʒ̥l̩], Teuthonista ‹fēšl̥›, vereinfacht fẹẹschl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [fiːl], Teuthonista ‹fīl›, vereinfacht fiil (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

voll

Mhd. vol. Frankfurterisch: IPA [fol], Teuthonista ‹fol›, vereinfacht foll (Rauh, 1921a, §153.1, S. 166).

von

Mhd. vone. Frankfurterisch: IPA [fon], Teuthonista ‹fon›, vereinfacht fonn (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).

Frankfurterisch von der Kanzel und von meinen Kollegen und von dem groszen im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (von entspricht der hochdeutschen Aussprache):

von mir

Frankfurterisch: IPA [fomæ̆], Teuthonista ‹fomɑ̈›, vereinfacht fommä (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).

von ihm

Frankfurterisch: IPA [fonm̩], Teuthonista ‹fonm̥›, vereinfacht fonnm (Rauh, 1921a, §152.1.b, S. 163).

von einem

Frankfurterisch: IPA [fomə], Teuthonista ‹fomə›, vereinfacht fommě (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).

vor

betont. Frankfurterisch: IPA [fo̞ːɐ̯], Teuthonista ‹fǭʀ, vereinfacht fơơǎ (Rauh, 1921a, §213, S. 246).

vor

unbetont. Frankfurterisch: IPA [fɔ], Teuthonista ‹fɔ›, vereinfacht (Rauh, 1921a, §213, S. 246).

vor und zurück

Frankfurterisch: IPA [fo̞ːɐ̯n̩ tsə ʀik], Teuthonista ‹fǭʀn̥ tśə ʀik›, vereinfacht fơơǎn tsě rikk (Rauh, 1921a, §219.2, S. 215).

vordern

Mhd. vordern. Frankfurterisch: IPA [fod̥æ̆n], Teuthonista ‹fodɑ̈n›, vereinfacht foddän; auch: IPA [fɔɐ̯d̥æ̆n], Teuthonista ‹fɔʀdɑ̈n›, vereinfacht fǫǎddän (Rauh, 1921a, §145, S. 152).

vorhergehende

Frankfurterisch vorhergehende und der vohergehende im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die deutliche Öffnung des -ER in her zu einem -Ä):

vorne

Mhd. vornen. Frankfurterisch: IPA [v̥ɔɐ̯nə], Teuthonista ‹vɔʀnə›, vereinfacht vǫǎnně (Rauh, 1921a, §150.1.a, S. 156).

vorhin

Frankfurterisch: IPA [v̥ɔhiːnt], Teuthonista ‹vɔhīnt›, vereinfacht vǫhiint (Rauh, 1921a, §146.1, S. 152).

vorbei

Frankfurterisch: IPA [v̥ɔb̥ai], Teuthonista ‹vɔbɑi›, vereinfacht vǫbai (Rauh, 1921a, §146.1, S. 152).

vorüber

Frankfurterisch vorüber im Frankfurter Lautdenkmal von 1937; [forivæ̆], Teuthonista ‹foriwɑ̈›, vereinfacht forriwwä (man beachte die Entrundung als auch die gleichzeitige Verkürzung des langen Ü- zu einem kurzen I- in über, die Schwächung des postvokalischen Verschluss -B- zu einem -W- als auch die Öffnung des auslautenden -ER zu einem -Ä):

Vorsteher

Frankfurterisch damalige Vorsteher im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Schwächun des postvokalischen Verschluss -G- in damalige zu einem -CH-. Vorsteher erscheint in der Aussprache wie im Hochdeutschen):

Vorteil

Mhd. vorteil. Frankfurterisch: IPA [fɔɐ̯d̥aːl], Teuthonista ‹fɔʀdɑ̄l›, vereinfacht fǫǎdaal (Rauh, 1921a, §123.1, S. 130: Mhd. EI in -TEIL Nebensilben erscheint als langes A).

vorwärts

Frankfurterisch: IPA [fɔɐ̯væ̆ts], Teuthonista ‹fɔʀwɑ̈tś›, vereinfacht fǫǎwätts (Rauh, 1921a, §168.2, S. 188).


W

Waage

Mhd. wâge. Frankfurterisch: IPA [vɑːx], Teuthonista ‹wāx́›, vereinfacht wååch (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔːx], Teuthonista ‹wɔ̄x́›, vereinfacht wǫǫch (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Wade

Mhd. wade. Frankfurterisch: IPA [vɑːt], Teuthonista ‹wāt›, vereinfacht wååt (Rauh, 1921a, §203.2, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

Wabe

Mhd. wabe. Frankfurterisch: IPA [vɑːp], Teuthonista ‹wāp›, vereinfacht wååp (Rauh, 1921a, §155.1.c.B, S. 171).

Wachholder

Mhd. wëcholter. Frankfurterisch: IPA [vă̞xolæ̆], Teuthonista ‹wɑ̆x́olɑ̈›, vereinfacht wǎchollä (Rauh, 1921a, §182.Anm. 1, S. 209).

Wachs

Mhd. wahs. Frankfurterisch: IPA [vɑks], Teuthonista ‹wakś›, vereinfacht wåkks (Rauh, 1921a, §90.1, Anm. 1, S. 97: Analogieverdunklung mhd. A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔks], Teuthonista ‹wɔkś›, vereinfacht wǫkks (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [vaks], Teuthonista ‹wɑkś›, vereinfacht wakks (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [vɔks], Teuthonista ‹wɔkś›, vereinfacht wǫkks (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

wachsen

Mhd. wahsen. Frankfurterisch: IPA [vɑksə], Teuthonista ‹wakśə›, vereinfacht wåkksě (Rauh, 1921a, §90.2.b, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor altem -HT und -HS).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔksə], Teuthonista ‹wɔkśə›, vereinfacht wǫkksě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [vaksə], Teuthonista ‹wɑkśə›, vereinfacht wakksě (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [vɔksə], Teuthonista ‹wɔkśə›, vereinfacht wǫkksě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [vo̞ksə], Teuthonista ‹wǫkśə›, vereinfacht wơkksě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

Wacht

Mhd. wahte. Frankfurterisch: IPA [vɑxt], Teuthonista ‹wax́t›, vereinfacht wåchtt (Rauh, 1921a, §90.2.b, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor altem -HT und -HS).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔxt], Teuthonista ‹wɔx́t›, vereinfacht wǫchtt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ab etwa 1925: IPA [vaxt], Teuthonista ‹wɑx́t›, vereinfacht wachtt (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Sachsenhausen: IPA [vɔxt], Teuthonista ‹wɔx́t›, vereinfacht wǫchtt (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

wackeln

Mhd. wackeln. Frankfurterisch: IPA [vag̥ələ], Teuthonista ‹wɑgələ›, vereinfacht waggělě (Rauh, 1921a, §191.1, S. 222).

wägen

Mhd. wëgen. Frankfurterisch: IPA [vεːʒ̥ə], Teuthonista ‹wɛ̄šə›, vereinfacht wääschě (Rauh, 1921a, §203.1, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

wälken

Mhd. wëlken. Frankfurterisch: IPA [vεlg̥ə], Teuthonista ‹wϵlgə›, vereinfacht wällgě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

wagen

Mhd. wagen. Frankfurterisch: IPA [vɑːɣ̥ə], Teuthonista ‹wāxə›, vereinfacht wååchě (Rauh, 1921a, §203.1, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

Wagen

Mhd. wagen. Frankfurterisch: IPA [vɑːɣ̥ə], Teuthonista ‹wāxə›, vereinfacht wååchě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔːɣ̥ə], Teuthonista ‹wɔ̄xə›, vereinfacht wǫǫchě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Sachsenhausen: IPA [vɔːɣ̥ə], Teuthonista ‹wɔ̄xə›, vereinfacht wǫǫchě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Wägelchen

Diminutiv. Frankfurterisch: IPA [vεʃl̩ʒ̥ə], Teuthonista ‹wϵš́l̥šə›, vereinfacht wäschllschě (Rauh, 1921a, §98.1, S. 104: Mhd. Ä, gedehnt).

wahr

Mhd. wâr. Frankfurterisch: IPA [vɑː], Teuthonista ‹wā›, vereinfacht wåå (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔːɐ̯], Teuthonista ‹wɔ̄ʀ, vereinfacht wǫǫǎ (Rauh, 1921a, §110, S. 119).

Wald

Frankfurterisch: IPA [valt], Teuthonista ‹wɑlt›, vereinfacht wallt (Rauh, 1921a, §77, S. 84).

Wäldchen

Mhd. wäldechen. Frankfurterisch: IPA [vεlʒ̥ə], Teuthonista ‹wϵlšə›, vereinfacht wällschě (Rauh, 1921a, §174.4.b, S. 193).

walken

Mhd. welgen. Den Teig glätten. Frankfurterisch: IPA [veljæ̆n], Teuthonista ‹weljɑ̈n›, vereinfacht wẹlljän (Rauh, 1921a, §190.1.c, S. 219).

Walze

Mhd. walze. Frankfurterisch: IPA [vald̥s], Teuthonista ‹wɑldś›, vereinfacht wallds (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

walzen

Mhd. walzen. Frankfurterisch: IPA [valz̥ə], Teuthonista ‹wɑlsə›, vereinfacht wallsě (Rauh, 1921a, §181.I.3.a, S. 205).

wälzen

Mhd. welzen. Frankfurterisch: IPA [velz̥ə], Teuthonista ‹welsə›, vereinfacht wẹllsě (Rauh, 1921a, §181.I.3.a, S. 205).

wälze ihn

Frankfurterisch: IPA [velz̥n̩], Teuthonista ‹welsn̥›, vereinfacht wẹllsn (Rauh, 1921a, §181.I.3.a, S. 205).

Wams

Mhd. wambes. Frankfurterisch: IPA [vɑms], Teuthonista ‹wamś›, vereinfacht wåmms (Rauh, 1921a, §155.2, S. 171).

Wand

Mhd. want. Frankfurterisch: IPA [vɑnt], Teuthonista ‹want›, vereinfacht wånnt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).

Wände

Frankfurterisch: IPA [vent], Teuthonista ‹went›, vereinfacht wẹnnt (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 200).

Wandel

Mhd. wandel. Frankfurterisch: IPA [vɑnl̩], Teuthonista ‹wanl̥›, vereinfacht wånnl (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

wann

Mhd. wanne. Frankfurterisch: IPA [vɑn], Teuthonista ‹wan›, vereinfacht wånn (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).

Ware

Mhd. ware. Frankfurterisch: IPA [vɑː], Teuthonista ‹wā›, vereinfacht wåå (Rauh, 1921a, §203.2, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

warm

Mhd. warm. Frankfurterisch: IPA [vɑːm], Teuthonista ‹wām›, vereinfacht wååm (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔːɐ̯m], Teuthonista ‹wɔ̄ʀm›, vereinfacht wǫǫǎm (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Sachsenhausen: IPA [vɔːm], Teuthonista ‹wɔ̄m›, vereinfacht wǫǫm; auch: IPA [vɔːɐ̯m], Teuthonista ‹wɔ̄ʀm›, vereinfacht wǫǫǎm (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

wärmen

Mhd. wermen. Frankfurterisch: IPA [væːɐ̯mə], Teuthonista ‹wǣʀmə›, vereinfacht wȁȁǎmě; auch: IPA [væːmə], Teuthonista ‹wǣmə›, vereinfacht wȁȁmě (Rauh, 1921a, §97.2, S. 104: Mhd. E vor R).

Wärme

Mhd. werme. Frankfurterisch: IPA [væːɐ̯m], Teuthonista ‹wǣʀm›, vereinfacht wȁȁǎm; auch: IPA [væːm], Teuthonista ‹wǣm›, vereinfacht wȁȁm (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).

Warte

Mhd. warte. Frankfurterisch: IPA [vɑːt], Teuthonista ‹wāt›, vereinfacht wååt; auch: IPA [vɑt], Teuthonista ‹wat›, vereinfacht wått; oder: IPA [vat], Teuthonista ‹wɑt›, vereinfacht watt (Rauh, 1921a, §144.II.1, S. 151).

Ebenso um 1920: IPA [vɑt], Teuthonista ‹wat›, vereinfacht wått (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen).

Ab etwa 1925: IPA [vat], Teuthonista ‹wɑt›, vereinfacht watt (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen).

warten

Mhd. warten. Frankfurterisch: IPA [vɑːd̥ə], Teuthonista ‹wādə›, vereinfacht wåådě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔːɐ̯d̥ə], Teuthonista ‹wɔ̄ʀdə›, vereinfacht wǫǫǎdě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Ebenso um 1920: IPA [vɑd̥ə], Teuthonista ‹wadə›, vereinfacht wåddě (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen).

Ab etwa 1925: IPA [vad̥ə], Teuthonista ‹wɑdə›, vereinfacht waddě (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen).

Sachsenhausen: IPA [vɔːd̥ə], Teuthonista ‹wɔ̄də›, vereinfacht wǫǫdě; auch: IPA [vɔːɐ̯d̥ə], Teuthonista ‹wɔ̄ʀdə›, vereinfacht wǫǫǎdě (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

wartest

Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɑːtst], Teuthonista ‹wātśt›, vereinfacht wååtst (Rauh, 1921a, §177.2, S. 198).

Ab etwa 1925: IPA [vatst], Teuthonista ‹wɑtśt›, vereinfacht wattst (Rauh, 1921a, §177.2, S. 198).

wartet

Mhd. wartet. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɑːt], Teuthonista ‹wāt›, vereinfacht wååt (Rauh, 1921a, §177.3, S. 199).

Ab etwa 1925: IPA [vat], Teuthonista ‹wɑt›, vereinfacht watt (Rauh, 1921a, §177.3, S. 199).

Niederrad: IPA [vo̞ːɐ̯d̥ə], Teuthonista ‹wǭʀdə›, vereinfacht wơơǎdě (Rauh, 1921a, §10, S. 16).

Wärter

Frankfurterisch: IPA [væɐ̯d̥æ̆], Teuthonista ‹wæʀdɑ̈›, vereinfacht wȁǎdä; auch: IPA [væːɐ̯d̥æ̆], Teuthonista ‹wǣʀdɑ̈›, vereinfacht wȁȁǎdä; oder: IPA [væːd̥æ̆], Teuthonista ‹wǣdɑ̈›, vereinfacht wȁȁdä (Rauh, 1921a, §98.3, S. 105: Mhd. Ä vor R, gedehnt).

Ab etwa 1925: IPA [væɐ̯d̥æ̆], Teuthonista ‹wæʀdɑ̈›, vereinfacht wȁǎddä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).

was

Mhd. wa𝔷. Frankfurterisch: IPA [vɑs], Teuthonista ‹waś›, vereinfacht wåssch (Rauh, 1921a, §91, S. 99).

Frankfurterisch was es und was die anderen und was die nächsten tage und was sie denken sollen im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die deutliche Verdunklung des -A- in was sowie ferner den Schwund des Veschluss-D in anderen und die Verschmelzung von was und es):

was ein

Frankfurterisch: IPA [vɑz̥n̩], Teuthonista ‹wasn̥›, vereinfacht wåssn (Rauh, 1921a, §181.II.1, S. 205).

was ihr

Frankfurterisch: IPA [vɑsd̥æ̆], Teuthonista ‹waśdɑ̈›, vereinfacht wåssdä (Rauh, 1921a, §184.Anm. 2, S. 211).

Wäsche

Frankfurterisch: IPA [vεʃ], Teuthonista ‹wϵš́›, vereinfacht wäsch (Rauh, 1921a, §99, S. 105: SCH-Umlaut).

waschen

Frankfurterisch: IPA [vεʒ̥ə], Teuthonista ‹wϵšə›, vereinfacht wäschě (Rauh, 1921a, §99, S. 105: SCH-Umlaut).

wäscht

Frankfurterisch: IPA [vεʃt], Teuthonista ‹wϵš́t›, vereinfacht wäscht (Rauh, 1921a, §69, S. 78).

wasche ihn

Frankfurterisch: IPA [vεʒ̥n̩], Teuthonista ‹wϵšn̥›, vereinfacht wäschn (Rauh, 1921a, §170.2, S. 188).

Waschschüssel

Frankfurterisch: IPA [vεʃiz̥l̩], Teuthonista ‹wϵš́isl̥›, vereinfacht wäschissl (Rauh, 1921a, §74, S. 80).

Waschtisch

Frankfurterisch: IPA [vεʃd̥iʃ], Teuthonista ‹wϵš́diš́›, vereinfacht wäschdisch (Rauh, 1921a, §170.1.c, S. 188).

Wasen

Mhd. wase. Rasen. Frankfurterisch: IPA [vɑsm], Teuthonista ‹waśm›, vereinfacht wåssm (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben).

Rasen. Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vɔsm], Teuthonista ‹wɔśm›, vereinfacht wǫssm (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).

Rasen. Ab etwa 1925: IPA [vasm], Teuthonista ‹wɑśm›, vereinfacht wassm (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).

Rasen. ⊙Sachsenhausen: IPA [vɔsm], Teuthonista ‹wɔśm›, vereinfacht wǫssm (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Wasser

Mhd. wa𝔷𝔷er. Frankfurterisch: IPA [vaz̥æ̆], Teuthonista ‹wɑsɑ̈›, vereinfacht wassä (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).

weben

Mhd. wëben. Frankfurterisch: IPA [vεːvə], Teuthonista ‹wɛ̄wə›, vereinfacht wääwě (Rauh, 1921a, §203.1, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

Wechsel

Mhd. wëhsel. Frankfurterisch: IPA [vεksl̩], Teuthonista ‹wϵkśl̥›, vereinfacht wäkksl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).

wecken

Mhd. wecke-n. Frankfurterisch: IPA [veg̥ə], Teuthonista ‹wegə›, vereinfacht wẹggě (Rauh, 1921a, §195.2.a.A, S. 228).

wecke

Mhd. wecke. Frankfurterisch: IPA [vek], Teuthonista ‹wek›, vereinfacht wẹkk (Rauh, 1921a, §191.2.b, S. 222).

wecke ihn

Frankfurterisch: IPA [veg̥n̩], Teuthonista ‹wegn̥›, vereinfacht wẹggn (Rauh, 1921a, §195.2.a.A, S. 228).

Weh
Kopfweh

Kopfschmerzen. Frankfurterisch: IPA [khob̥veː], Teuthonista ‹khobwē›, vereinfacht khobbwẹẹ (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

Leibweh

Leibschmerzen. Frankfurterisch: IPA [laib̥veː], Teuthonista ‹lɑibwē›, vereinfacht laibwẹẹ (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [viː], Teuthonista ‹wī›, vereinfacht wii (Rauh, 1921a, §7, S. 11).

wehen

Mhd. wæjen. Frankfurterisch: IPA [vεːi̯ə], Teuthonista ‹wɛ̄i̯ə›, vereinfacht wääịjě (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

weich

Mhd. weich. Frankfurterisch: IPA [vaːʃ], Teuthonista ‹wɑ̄š́›, vereinfacht waasch (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

weiche Schafswolle

Frankfurterisch: IPA [vaːʃɑːfsvol], Teuthonista ‹wɑ̄š́āfśwol›, vereinfacht waaschååfswoll (Rauh, 1921a, §198.Anm., S. 232).

weichen

Mhd. weichen. Frankfurterisch: IPA [vaːʒ̥ə], Teuthonista ‹wɑ̄šə›, vereinfacht waaschě (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

Weide

(Baum)Frankfurterisch: IPA [vaid̥], Teuthonista ‹wɑid›, vereinfacht waid.

Weide

(Wiese)Frankfurterisch: IPA [vaːd̥], Teuthonista ‹wɑ̄d›, vereinfacht waad.

Pfingstweide

Mhd. weide. Frankfurterisch: IPA [phiŋstvaːt], Teuthonista ‹phiŋśtwɑ̄t›, vereinfacht phingsstwaat (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

Weiher

Mhd. wîwer. Frankfurterisch: IPA [vai̯æ̆], Teuthonista ‹wɑi̯ɑ̈›, vereinfacht waịjä (Rauh, 1921a, §115.2, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu A und J vor Vokal).

weil

Frankfurterisch: IPA [vail], Teuthonista ‹wɑil›, vereinfacht wail (Rauh, 1921a, §168.1, S. 187).

Frankfurterisch weil im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache entspricht dem Hochdeutschen):

weil du weißt

Frankfurterisch: IPA [vaild̥s d̥ə vaːst], Teuthonista ‹wɑildś də wɑ̄śt›, vereinfacht wailds dě waast (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

weil ihr

Frankfurterisch: IPA [vaild̥æ̆], Teuthonista ‹wɑildɑ̈›, vereinfacht waildä (Rauh, 1921a, §184.Anm. 2, S. 211).

weilen

Mhd. würgen. Den Teig mit dem Weilholz glätten. Frankfurterisch: IPA [væːilə], Teuthonista ‹wǣilə›, vereinfacht wȁȁilě (Rauh, 1921a, §144.II.2, S. 152).

Weilholz

Frankfurterisch: IPA [væːilhold̥s], Teuthonista ‹wǣilholdś›, vereinfacht wȁȁilhollds (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als langes Ä).

Weg

Mhd. wëc. Frankfurterisch: IPA [vεːʃ], Teuthonista ‹wɛ̄š́›, vereinfacht wääsch (Rauh, 1921a, §18, S. 28).

Ab etwa 1925: IPA [veːʃ], Teuthonista ‹wēš́›, vereinfacht wẹẹsch (Rauh, 1921a, §20, S. 32).

Frankfurterisch dass sie auf dem Holzweg wären im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (Holz erscheint dem Hochdeutschen gleich; Weg hat dem Hochdeutschen gleich ein langes -E- obwohl hier im klassischen Frankfurterischen eher ein -Ä- zu erwarten wäre. Das auslautende Verschluss -G in Weg wird zu einem -SCH geschwächt. Auf erscheint mit kurzem U- und verschmolzen mit nachfolgendem dem):

Oberrad: IPA [væːk], Teuthonista ‹wǣk›, vereinfacht wȁȁk (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [væːk], Teuthonista ‹wǣk›, vereinfacht wȁȁk (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

wegen

Frankfurterisch: IPA [vεːʒ̥ə], Teuthonista ‹wɛ̄šə›, vereinfacht wääschě (Rauh, 1921a, §152.Anm. 3, S. 164).

Wegerich

Frankfurterisch: IPA [vεːʒ̥əʀiʃ], Teuthonista ‹wɛ̄šəʀiš́›, vereinfacht wääschěrisch (Rauh, 1921a, §217.8, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).

weggehen

Frankfurterisch: IPA [vεg̥ẽː], Teuthonista ‹wϵgẽ̄›, vereinfacht wäggeeñ (Rauh, 1921a, §210.Anm., S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T).

wegkommen

Frankfurterisch: IPA [vekhomə], Teuthonista ‹wekhomə›, vereinfacht wẹkhommě (Rauh, 1921a, §72, S. 80: Zusammenfall zweier Verschlusslaute in einem).

wegkratzen

Frankfurterisch: IPA [vekʀatsə], Teuthonista ‹wekʀɑtśə›, vereinfacht wẹkkrattsě (Rauh, 1921a, §72, S. 80: Zusammenfall zweier Verschlusslaute in einem).

weglaufen

Frankfurterisch: IPA [vεklaːv̥ə], Teuthonista ‹wϵklɑ̄və›, vereinfacht wäkklaavě (Rauh, 1921a, §70, S. 78).

weg rücken

Frankfurterisch: IPA [vε-kʀig̥ə], Teuthonista ‹wϵ-kʀigə›, vereinfacht wä-kkriggě (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

wehe

Mhd. wê. Frankfurterisch: IPA [veː], Teuthonista ‹wē›, vereinfacht wẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).

oh weh

Mhd. ouwî. Frankfurterisch: IPA [o vai], Teuthonista ‹o wɑi›, vereinfacht o wai; auch: IPA [ou vai], Teuthonista ‹ou wɑi›, vereinfacht ou wai (Rauh, 1921a, §125.Anm. 2, S. 132: Unter jüdischem Einfluss).

wehen

Mhd. wæjen. Frankfurterisch: IPA [vεːi̯ə], Teuthonista ‹wɛ̄i̯ə›, vereinfacht wääịjě (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

Wein

Mhd. wîn. Frankfurterisch: IPA [vɑ̃ɪ], Teuthonista ‹wãi›, vereinfacht wåiñ (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Ab etwa 1925: IPA [vɑi], Teuthonista ‹wai›, vereinfacht wåi; auch: IPA [voi], Teuthonista ‹woi›, vereinfacht woi (Rauh, 1921a, §235, S. 289).

Sachsenhausen: IPA [vɑ̃ɪ], Teuthonista ‹wãi›, vereinfacht wåiñ (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Weinäpfel

Frankfurterisch: IPA [vɑ̃ɪεb̥l̩], Teuthonista ‹wãiϵbl̥›, vereinfacht wåiñäbbl (Rauh, 1921a, §151.Anm. 2, S. 162).

Apfelwein

Sachsenhausen: IPA [εb̥l̩või], Teuthonista ‹ϵbl̥wõi›, vereinfacht äbblwoiñ (Rauh, 1921a, §115.Anm. 4, S. 123).

weinen

Mhd. weinen. Frankfurterisch: IPA [vɑinə], Teuthonista ‹wainə›, vereinfacht wåině (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).

weiß

Frankfurterisch: IPA [vais], Teuthonista ‹wɑiś›, vereinfacht wais (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).

rot-weiß

Gleichmäßige Betonung beider Glieder. Frankfurter Stadtfarben. Frankfurterisch: IPA [ʀoːt-vais], Teuthonista ‹ʀōt-wɑiś›, vereinfacht root-wais (Rauh, 1921a, §82, S. 89).

schwarz-weiß-rot

Betonung auf dem letzten Glied. Farben des deutschen Kaiserreichs. Frankfurterisch: IPA [ʃvɑts-vais-ʀoːt], Teuthonista ‹š́watś-wɑiś-ʀōt›, vereinfacht schwåtts-wais-root; auch: IPA [ʃvɑts-vas-ʀoːt], Teuthonista ‹š́watś-wɑś-ʀōt›, vereinfacht schwåtts-was-root (Rauh, 1921a, §82, S. 89).

weise

Mhd. wî𝔷. Frankfurterisch: IPA [vais], Teuthonista ‹wɑiś›, vereinfacht wais (Rauh, 1921a, §181.II.2, S. 207).

weisen

Frankfurterisch: IPA [vaiz̥ə], Teuthonista ‹wɑisə›, vereinfacht waisě (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).

gewiesen

Part. Prät.. Mhd. gewisen. Frankfurterisch: IPA [g̥əviz̥ə], Teuthonista ‹gəwisə›, vereinfacht gěwissě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

weit

Mhd. wît. Frankfurterisch: IPA [vait], Teuthonista ‹wɑit›, vereinfacht wait (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).

welcher

Frankfurterisch: IPA [velʒ̥æ̆], Teuthonista ‹welšɑ̈›, vereinfacht wẹlschä (Rauh, 1921a, §197.1.a, S. 231).

welgen

Mhd. welgen. Den Teig mit einem Holz glätten. Frankfurterisch: IPA [veljæ̆n], Teuthonista ‹weljɑ̈n›, vereinfacht wẹlljän (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).

welken

Mhd. wëlken. Frankfurterisch: IPA [vεlg̥ə], Teuthonista ‹wϵlgə›, vereinfacht wällgě (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 228).

Welt

Mhd. wëlt. Frankfurterisch: IPA [vεlt], Teuthonista ‹wϵlt›, vereinfacht wällt (Rauh, 1921a, §176, S. 196).

wem

Mhd. wëme. Frankfurterisch: IPA [veːm], Teuthonista ‹wēm›, vereinfacht wẹẹm (Rauh, 1921a, §203.2, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

wenig

Mhd. wênic. Frankfurterisch: IPA [veːniʃ], Teuthonista ‹wēniš́›, vereinfacht wẹẹnisch (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).

wenn

Mhd. wenne. Frankfurterisch: IPA [ven], Teuthonista ‹wen›, vereinfacht wẹnn (Rauh, 1921a, §150.1.b, S. 156).

Frankfurterisch wenn man so und wenn sie auch und als wenn sie und wenn die und wenn sie die ganze Weltgeschichte im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache von wenn entspricht im ersten Beispiel dem Hochdeutschen mit einem E, in den anderen Fällen jedoch erscheint ein A):

wenn du

Frankfurterisch: IPA [vend̥sd̥ə], Teuthonista ‹wendśdə›, vereinfacht wẹnndsdě (Rauh, 1921a, §219.1.d, S. 263: Schwächung des DU Pronomens).

wenn du kommst

Frankfurterisch: IPA [vend̥s d̥ə khimst], Teuthonista ‹wendś də khimśt›, vereinfacht wẹnnds dě khimmst (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

wenn er

Frankfurterisch: IPA [venæ̆], Teuthonista ‹wenɑ̈›, vereinfacht wẹnnä (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des ER Pronomens).

wenn wir

Frankfurterisch: IPA [vemæ̆], Teuthonista ‹wemɑ̈›, vereinfacht wẹmmä (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).

wenn mir

Frankfurterisch: IPA [vemæ̆], Teuthonista ‹wemɑ̈›, vereinfacht wẹmmä (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).

wenn ihr

Frankfurterisch: IPA [vend̥æ̆], Teuthonista ‹wendɑ̈›, vereinfacht wẹnndä (Rauh, 1921a, §184.Anm. 2, S. 211).

wer

betont. Frankfurterisch: IPA [væːɐ̯], Teuthonista ‹wǣʀ, vereinfacht wȁȁǎ (Rauh, 1921a, §213, S. 246).

Ab etwa 1925: IPA [væː], Teuthonista ‹wǣ›, vereinfacht wȁȁ (Rauh, 1921a, §144.Anm. 5, S. 151).

wer

unbetont. Frankfurterisch: IPA [væ̆], Teuthonista ‹wɑ̈›, vereinfacht (Rauh, 1921a, §213, S. 246).

wer du warst

Frankfurterisch: IPA [væːɐ̯s d̥ə vɑːst], Teuthonista ‹wǣʀś də wāśt›, vereinfacht wȁȁǎs dě wååst (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

werfen

Mhd. wërfen. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯v̥ə], Teuthonista ‹wæʀvə›, vereinfacht wȁǎvvě (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, kurz geblieben).

er wirft

Mhd. wirft. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯ft], Teuthonista ‹wæʀft›, vereinfacht wȁǎfft (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

wirf ihn

Frankfurterisch: IPA [væɐ̯v̥n], Teuthonista ‹wæʀvn›, vereinfacht wȁǎvvn (Rauh, 1921a, §164.1, S. 182).

geworfen

Frankfurterisch: IPA [g̥əvoɐ̯v̥ə], Teuthonista ‹gəwoʀvə›, vereinfacht gěwoǎvvě.

Werk

Mhd. wërak. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯ʃ], Teuthonista ‹wæʀš́›, vereinfacht wȁǎsch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).

Werkstatt

Frankfurterisch: IPA [væɐ̯kʃd̥at], Teuthonista ‹wæʀkš́dɑt›, vereinfacht wȁǎkkschdatt (Rauh, 1921a, §70, S. 78).

Werktag

Frankfurterisch: IPA [væɐ̯g̥d̥ɑːx], Teuthonista ‹wæʀgdāx́›, vereinfacht wȁǎggdååch (Rauh, 1921a, §195.Anm. 3, S. 230).

Wert

Frankfurterisch: IPA [væːt], Teuthonista ‹wǣt›, vereinfacht wȁȁt (Rauh, 1921a, §41.Anm. 1, S. 57).

Wette

Mhd. wette. Frankfurterisch: IPA [vet], Teuthonista ‹wet›, vereinfacht wẹtt (Rauh, 1921a, §176, S. 196).

wetten

Mhd. wetten. Frankfurterisch: IPA [ved̥ə], Teuthonista ‹wedə›, vereinfacht wẹddě (Rauh, 1921a, §177.1.a, S. 197).

Wetter

Mhd. wëter. Frankfurterisch: IPA [vεd̥æ̆], Teuthonista ‹wϵdɑ̈›, vereinfacht wäddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

Dreckswetter

Frankfurterisch: IPA [tʀε-kvε-d̥æ̆], Teuthonista ‹tʀϵ-kwϵ-dɑ̈›, vereinfacht trä-kkwä-ddä (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

Wetterau

Mhd. wederouwe. Frankfurterisch: IPA [vεd̥əʀaː], Teuthonista ‹wϵdəʀɑ̄›, vereinfacht wädděraa (Rauh, 1921a, §127, S. 133: Nebentoniges Mhd. OU erscheint als langes A).

wetzen

Mhd. wetzen. Frankfurterisch: IPA [vetsə], Teuthonista ‹wetśə›, vereinfacht wẹttsě (Rauh, 1921a, §181.I.1.a, S. 204).

wichsen

Mhd. wihsen. Frankfurterisch: IPA [viksə], Teuthonista ‹wikśə›, vereinfacht wikksě (Rauh, 1921a, §97.Anm. 2, S. 104: Halbmundart).

wichst

Frankfurterisch: IPA [vikst], Teuthonista ‹wikśt›, vereinfacht wikkst (Rauh, 1921a, §69, S. 78).

wickeln

Mhd. wickeln. Frankfurterisch: IPA [vig̥ələ], Teuthonista ‹wigələ›, vereinfacht wiggěllě (Rauh, 1921a, §195.2.a.A, S. 228).

einwickeln

Frankfurterisch: IPA [ɑ̃ɪvig̥ələ], Teuthonista ‹ãiwigələ›, vereinfacht åiñwiggěllě (Rauh, 1921a, §160, S. 176).

wie

Mhd. wie. Frankfurterisch: IPA [viː], Teuthonista ‹wī›, vereinfacht wii (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).

wie du siehst

Frankfurterisch: IPA [viːs d̥ə siːst], Teuthonista ‹wīś də śīśt›, vereinfacht wiis dě siist (Rauh, 1921a, §168.1, S. 188).

wie ihr

Frankfurterisch: IPA [viːd̥æ̆], Teuthonista ‹wīdɑ̈›, vereinfacht wiidä (Rauh, 1921a, §184.Anm. 2, S. 211).

und wie

Frankfurterisch und wie im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den Verlust des auslautenden Verschluss -D in und sowie die Verschmelzung mit dem nachfolgenden wie):

wieder

Mhd. wider. Frankfurterisch: IPA [vid̥æ̆], Teuthonista ‹widɑ̈›, vereinfacht widdä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

Frankfurterisch wieder und habe ich wieder gesagt im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Verkürzung des langen -I- zu einem kurzen -I-):

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [verə], Teuthonista ‹werə›, vereinfacht wẹrrě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

wiegen

Mhd. wigen. Frankfurterisch: IPA [viːi̯ə], Teuthonista ‹wīi̯ə›, vereinfacht wiiịjě (Rauh, 1921a, §190.2.b, S. 221).

liege

Frankfurterisch: IPA [liː], Teuthonista ‹lī›, vereinfacht lii (Rauh, 1921a, §190.2.b, S. 221).

liegst

Mhd. lîst. Frankfurterisch: IPA [laist], Teuthonista ‹lɑiśt›, vereinfacht laist (Rauh, 1921a, §115.Anm. 1, S. 122).

liegt

Mhd. lît. Frankfurterisch: IPA [lait], Teuthonista ‹lɑit›, vereinfacht lait (Rauh, 1921a, §115.Anm. 1, S. 122).

wieviel

Frankfurterisch: IPA [viv̥l̩], Teuthonista ‹wivl̥›, vereinfacht wivvl (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).

wider

Zentralhessischer Vokalstand mit E für I. Mhd. wider. Gegen. Frankfurterisch: IPA [ved̥æ̆], Teuthonista ‹wedɑ̈›, vereinfacht wẹddä (Rauh, 1921a, §26, S. 37).

wie

Mhd. wie. Frankfurterisch: IPA [viː], Teuthonista ‹wī›, vereinfacht wii (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).

wieviel

Frankfurterisch: IPA [viv̥l̩], Teuthonista ‹wivl̥›, vereinfacht wivvl (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).

Wiese

Mhd. wise. Frankfurterisch: IPA [vis], Teuthonista ‹wiś›, vereinfacht wiss; auch: IPA [viːs], Teuthonista ‹wīś›, vereinfacht wiis (Rauh, 1921a, §166.2.b, S. 186).

Wiesen

Plural. Mhd. wisen. Frankfurterisch: IPA [viz̥ə], Teuthonista ‹wisə›, vereinfacht wissě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).

Wiesel

Mhd. wisel. Frankfurterisch: IPA [viz̥l̩], Teuthonista ‹wisl̥›, vereinfacht wissl (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Willjee

Betonung auf erster Silbe. Aus französisch huilieur. Gestell für Essig und Öl. Frankfurterisch: IPA [vi-ljeː], Teuthonista ‹wi-ljē›, vereinfacht wi-lljẹẹ (Rauh, 1921a, §80, S. 88).

Wildsau

Frankfurterisch: IPA [vilsau], Teuthonista ‹wilśɑu›, vereinfacht willsau (Rauh, 1921a, §174.Anm. 2, S. 193).

Wimper

Mhd. wintbrâ. Frankfurterisch: IPA [vimb̥æ̆], Teuthonista ‹wimbɑ̈›, vereinfacht wimmbä (Rauh, 1921a, §150.2.c, S. 156).

Wind

Mhd. Wint. Frankfurterisch: IPA [vint], Teuthonista ‹wint›, vereinfacht winnt (Rauh, 1921a, §176, S. 196).

winden

Mhd. winden. Frankfurterisch: IPA [vinə], Teuthonista ‹winə›, vereinfacht winně (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

windeln

Mhd. windelen. Frankfurterisch: IPA [vinələ], Teuthonista ‹winələ›, vereinfacht winněllě (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).

Windel

Mhd. windel. Frankfurterisch: IPA [vinl̩], Teuthonista ‹winl̥›, vereinfacht winnl (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

IPA [vinələ], Teuthonista ‹winələ›, vereinfacht winnělě (Rauh, 1921a, §141.1, S. 147).

windig

Frankfurterisch: IPA [vin-d̥iʃ], Teuthonista ‹win-diš́›, vereinfacht winn-disch (Rauh, 1921a, §76, S. 83).

windschief

Frankfurterisch: IPA [vinʃiːf], Teuthonista ‹winš́īf›, vereinfacht winnschiif (Rauh, 1921a, §179, S. 202).

Winkel

Mhd. winkel. Frankfurterisch: IPA [viŋg̥l̩], Teuthonista ‹wiŋgl̥›, vereinfacht winggl (Rauh, 1921a, §195.2.a.B, S. 228).

Winter

Mhd. winter. Frankfurterisch: IPA [vind̥æ̆], Teuthonista ‹windɑ̈›, vereinfacht winndä (Rauh, 1921a, §150.1.c, S. 156).

Die frankfurterische Form um 19𝔷0 war immer mit Lenisverschluss-D.

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [vend̥ə], Teuthonista ‹wendə›, vereinfacht wẹnndě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

wippen

Mhd. wipfen. Frankfurterisch: IPA [vib̥ə], Teuthonista ‹wibə›, vereinfacht wibbě (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

wir

Mhd. wir. Frankfurterisch: IPA [miːɐ̯], Teuthonista ‹mīʀ, vereinfacht miiǎ (Rauh, 1921a, §134.Anm. 1, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

IPA [mæ̆], Teuthonista ‹mɑ̈›, vereinfacht (Rauh, 1921a, §134.Anm. 1, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Frankfurterisch aber wir haben ja und damit wir und wollen wir doch einmal sehen und wie fest wir die Sache im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte, dass W- in wir als M- gesprochen, dass -IR in wir einem -Ä enspricht und dass die postvokalischen Verschlüsse -B- in aber und haben zu -W- schwächen):

haben wir

Frankfurterisch: IPA [hɑmæ̆], Teuthonista ‹hamɑ̈›, vereinfacht håmmä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154).

haben wir es

Frankfurterisch: IPA [hɑmæ̆s], Teuthonista ‹hamɑ̈ś›, vereinfacht håmmäs (Rauh, 1921a, §181.Anm. 8, S. 208).

Wirbel

Mhd. wirbel. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯vl̩], Teuthonista ‹wæʀwl̥›, vereinfacht wȁǎwl; auch: IPA [vævl̩], Teuthonista ‹wæwl̥›, vereinfacht wȁwl (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

Wirsing

Mhd. wirsing. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯ʒ̥iŋ], Teuthonista ‹wæʀšiŋ›, vereinfacht wȁǎsching (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

Wirt

Mhd. wirt. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯t], Teuthonista ‹wæʀt›, vereinfacht wȁǎt (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

Wirtschaft

Frankfurterisch: IPA [væʀɐ̯tʃaft], Teuthonista ‹wæʀʀtš́ɑft›, vereinfacht wȁrǎttschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).

wischen

Mhd. wischen. Frankfurterisch: IPA [viz̥chen], Teuthonista ‹wischen›, vereinfacht wischẹn (Rauh, 1921a, §170.2, S. 188).

wische ihm

Frankfurterisch: IPA [viʒ̥m̩], Teuthonista ‹wišm̥›, vereinfacht wischm (Rauh, 1921a, §170.2, S. 188).

wissen
ich oder er weiß

Mhd. wei𝔷. Frankfurterisch: IPA [vaːs], Teuthonista ‹wɑ̄ś›, vereinfacht waas (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

ich oder er weiß

Mhd. wei𝔷. Frankfurterisch: IPA [vaːs], Teuthonista ‹wɑ̄ś›, vereinfacht waas (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).

weiß schon

Frankfurterisch: IPA [vaːʃont], Teuthonista ‹wɑ̄š́ont›, vereinfacht waaschonnt (Rauh, 1921a, §181.Anm. 4, S. 207).

wissen sie

Frankfurterisch: Halbmundartlich um 1920: IPA [vizəzə], Teuthonista ‹wizəzə›, vereinfacht wizsězsě (Rauh, 1921a, §55, S. 68).

wisst ihr

Frankfurterisch: IPA [vis-d̥æ̆], Teuthonista ‹wiś-dɑ̈›, vereinfacht wiss-dä (Rauh, 1921a, §76, S. 82).

wusste

Frankfurterisch wusste im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte den Schwund des auslautenden -E):

Witwe

Mhd. witarouwe. Frankfurterisch: IPA [vitfʀaː], Teuthonista ‹witfʀɑ̄›, vereinfacht wittfraa (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

wo

Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [vuː], Teuthonista ‹wū›, vereinfacht wuu (Rauh, 1921a, §129.Anm. 2, S. 135).

wo ihr

Frankfurterisch: IPA [voːd̥æ̆], Teuthonista ‹wōdɑ̈›, vereinfacht woodä (Rauh, 1921a, §184.Anm. 2, S. 211).

Oberrad: IPA [vuː], Teuthonista ‹wū›, vereinfacht wuu (Rauh, 1921a, §8, S. 15).

Woche

Frankfurterisch Woche im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache entspricht dem Hochdeutschen, obwohl im klassischen Frankfurterisch eigentlich der Abfall des auslautenden -E zu erwarten gewesen wäre):

wohnen

Mhd. wonen. Frankfurterisch: IPA [voːnə], Teuthonista ‹wōnə›, vereinfacht wooně (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Wollang

Aus französisch volant. loser Besatz. Frankfurterisch: IPA [volɑŋ], Teuthonista ‹wolaŋ›, vereinfacht wollång (Rauh, 1921a, §96, S. 103).

Wolf

Mhd. wolf. Frankfurterisch: IPA [volf], Teuthonista ‹wolf›, vereinfacht wollf (Rauh, 1921a, §153.2.c, S. 168).

Wolle
wollen

Mhd. wollîn. Aus Wolle. Frankfurterisch: IPA [volə], Teuthonista ‹wolə›, vereinfacht wollě (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).

weiche Schafswolle

Frankfurterisch: IPA [vaːʃɑːfsvol], Teuthonista ‹wɑ̄š́āfśwol›, vereinfacht waaschååfswoll (Rauh, 1921a, §198.Anm., S. 232).

wollen

Mhd. wollen. Frankfurterisch: IPA [volə], Teuthonista ‹wolə›, vereinfacht wollě (Rauh, 1921a, §140.Anm.1, S. 147).

willst

Mhd. wilt. Frankfurterisch: IPA [vild̥st], Teuthonista ‹wildśt›, vereinfacht willdst (Rauh, 1921a, §166.Anm. 4, S. 184).

wir wollen

Frankfurterisch: IPA [mə volə], Teuthonista ‹mə wolə›, vereinfacht mě wollě (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des WIR Pronomens).

IPA [vomæ̆], Teuthonista ‹womɑ̈›, vereinfacht wommä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154).

Frankfurterisch wollen wir doch einmal sehen im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (in wollen verkürzt das auslautende -EN zu einem silbischen -N):

aufhängen wollten

Frankfurterisch aufhängen wollten im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte, wie das AU- in aufhängen als kurzes U- gesprochen wird und wie das -T- in wollten zu einem -D- geschwächt wird):

wollen

Mhd. wullîn. aus Wolle. Frankfurterisch: IPA [volə], Teuthonista ‹wolə›, vereinfacht wollě (Rauh, 1921a, §106.Anm. 3, S. 115).

Wort

Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯t], Teuthonista ‹wɔʀt›, vereinfacht wǫǎt (Rauh, 1921a, §41.Anm. 1, S. 57).

Wörter

Plural. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯d̥æ̆], Teuthonista ‹wæʀdɑ̈›, vereinfacht wȁǎddä (Rauh, 1921a, §105.2, S. 112: Mhd. Ö vor R, kurz geblieben).

wringen
auswringen

Ahd. wringan. Frankfurterisch: IPA [auz̥ʀiŋə], Teuthonista ‹ɑusʀiŋə›, vereinfacht ausringě (Rauh, 1921a, §134.Anm. 2, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Wucher

Mhd. wuocher. Frankfurterisch: IPA [vuɣ̥æ̆], Teuthonista ‹wuxɑ̈›, vereinfacht wuchä (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).

wuehlen
wühlen

Mhd. wüelen. Zuweilen auch in Frankfurt. ⊙Frankfurter Vororte: IPA [voilə], Teuthonista ‹woilə›, vereinfacht woilě (Rauh, 1921a, §25, S. 36).

Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: IPA [voilə], Teuthonista ‹woilə›, vereinfacht woilě (Rauh, 1921a, §118.Anm., S. 126: Mhd. ÜE gekürzt als kurzes geschlossenes I).

Oberrad: IPA [voilə], Teuthonista ‹woilə›, vereinfacht woilě (Rauh, 1921a, §8, S. 14).

Wunder

Mhd. wunder. Frankfurterisch: IPA [vunæ̆], Teuthonista ‹wunɑ̈›, vereinfacht wunnä (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

wundern

Frankfurterisch die haben sich auf einmal nur gewundert im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (nur erscheint mit -A ähnlicher Aussprache des postvoklaischen -R dem Hochdeutschen gleich. In gewundert fällt das Verschluss -D- vollständig aus):

bewundern

Frankfurterisch: IPA [b̥əvunæ̆n], Teuthonista ‹bəwunɑ̈n›, vereinfacht běwunnän (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe BE-).

wunderbar

Frankfurterisch: IPA [vunæ̆b̥ɑː], Teuthonista ‹wunɑ̈bā›, vereinfacht wunnäbåå (Rauh, 1921a, §216.10, S. 255: Alte Endung -æRE).

Wunsch

Mhd. wunsch. Frankfurterisch: IPA [vund̥ʃ], Teuthonista ‹wundš́›, vereinfacht wunndsch (Rauh, 1921a, §178, S. 202).

wünschen

Mhd. wünschen. Frankfurterisch: IPA [vinʒ̥ə], Teuthonista ‹winšə›, vereinfacht winnschě (Rauh, 1921a, §170.2, S. 188).

wünsche ihm

Frankfurterisch: IPA [vinʒ̥m̩], Teuthonista ‹winšm̥›, vereinfacht winnschm (Rauh, 1921a, §170.2, S. 188).

Wurm

Mhd. wurm. Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯m], Teuthonista ‹wɔʀm›, vereinfacht wǫǎmm (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

Ab etwa 1925: IPA [vɔm], Teuthonista ‹wɔm›, vereinfacht wǫmm (Rauh, 1921a, §144.Anm. 1, S. 150).

Würmer

Plural. Mhd. würme. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯m], Teuthonista ‹wæʀm›, vereinfacht wȁǎmm (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).

wurmen

Mhd. wurmen. ärgern. Frankfurterisch: IPA [vɔːɐ̯mə], Teuthonista ‹wɔ̄ʀmə›, vereinfacht wǫǫǎmě; auch: IPA [vɔːmə], Teuthonista ‹wɔ̄mə›, vereinfacht wǫǫmě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).

Wurf

Mhd. wurf. Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯f], Teuthonista ‹wɔʀf›, vereinfacht wǫǎff (Rauh, 1921a, §164.2.b, S. 182).

Würfel

Mhd. würfel. Frankfurterisch: IPA [væɐ̯v̥l̩], Teuthonista ‹wæʀvl̥›, vereinfacht wȁǎvvl (Rauh, 1921a, §164.1, S. 182).

würgen

Mhd. würgen. Frankfurterisch: IPA [væːɐ̯jə], Teuthonista ‹wǣʀjə›, vereinfacht wȁȁǎjě; auch: IPA [væːjə], Teuthonista ‹wǣjə›, vereinfacht wȁȁjě (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als langes Ä).

Wurst

Mhd. wurst. Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯ʃt], Teuthonista ‹wɔʀš́t›, vereinfacht wǫǎschtt (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor plus Konsonant als kurzes offenes O).

Ab etwa 1925: IPA [va̟ːʃt], Teuthonista ‹wᾱš́t›, vereinfacht wạscht (Rauh, 1921a, §42.1, S. 58).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [vʀʃt], Teuthonista ‹wʀš́t›, vereinfacht wrscht (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [viʀʃt], Teuthonista ‹wiʀš́t›, vereinfacht wirscht (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

Wurstfett

Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯ʃfεt], Teuthonista ‹wɔʀš́fϵt›, vereinfacht wǫǎschfätt (Rauh, 1921a, §84, S. 89).

Wurstkessel

Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯ʃkhez̥l̩], Teuthonista ‹wɔʀš́khesl̥›, vereinfacht wǫǎschkhẹssl (Rauh, 1921a, §183.1, S. 210).

Wurzel

Mhd. wurzel. Frankfurterisch: IPA [vɔɐ̯tsl̩], Teuthonista ‹wɔʀtśl̥›, vereinfacht wǫǎttsl (Rauh, 1921a, §181.I.1.b, S. 205).

wuselig

Lebhaft flink in der Bewegung. Frankfurterisch: IPA [vuz̥əliʃ], Teuthonista ‹wusəliš́›, vereinfacht wussělisch (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

Wut

Mhd. wuot. Frankfurterisch: IPA [vuːt], Teuthonista ‹wūt›, vereinfacht wuut (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).

Wüterich

Frankfurterisch: IPA [viːd̥ʀiʃ], Teuthonista ‹wīdʀiš́›, vereinfacht wiidrisch (Rauh, 1921a, §217.8, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).

Wutz

Weibliches Schwein. Frankfurterisch: IPA [vuts], Teuthonista ‹wutś›, vereinfacht wutts (Rauh, 1921a, §181.I.1.a, S. 205).

Dreckwuwwel

Schmutzfink oder Mistkäfer. Frankfurterisch: IPA [tʀεkvuvl̩], Teuthonista ‹tʀϵkwuwl̥›, vereinfacht träkkwuwwl (Rauh, 1921a, §70, S. 78).


Z

zahlen

Mhd. zalen. Frankfurterisch: IPA [tsɑːlə], Teuthonista ‹tśālə›, vereinfacht tsåålě (Rauh, 1921a, §203.1, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

zäh

Mhd. zæhe. Frankfurterisch: IPA [tseː], Teuthonista ‹tśē›, vereinfacht tsẹẹ (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).

Zahn

Mhd. zan. Frankfurterisch: IPA [tsãː], Teuthonista ‹tśɑ̃̄›, vereinfacht tsaañ (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung).

Sachsenhausen: IPA [tsɔ̃ː], Teuthonista ‹tśɔ̃̄›, vereinfacht tsǫǫñ (Rauh, 1921a, §94, S. 100).

Zähne

Mhd. zene. Frankfurterisch: IPA [tsẽː], Teuthonista ‹tśẽ̄›, vereinfacht tseeñ (Rauh, 1921a, §150.5.a, S. 160).

Halbmundartlich um 1920: IPA [tsε̃ː], Teuthonista ‹tśɛ̃̄›, vereinfacht tsääñ (Rauh, 1921a, §234.4, S. 288).

Ab etwa 1925: IPA [tseː], Teuthonista ‹tśē›, vereinfacht tsẹẹ; auch: IPA [tsεː], Teuthonista ‹tśɛ̄›, vereinfacht tsää (Rauh, 1921a, §235, S. 289).

Zange

Mhd. zange. Frankfurterisch: IPA [tsɑŋ], Teuthonista ‹tśaŋ›, vereinfacht tsång (Rauh, 1921a, §180, S. 203).

zapfen

Mhd. zapfen. Frankfurterisch: IPA [tsab̥ə], Teuthonista ‹tśɑbə›, vereinfacht tsabbě (Rauh, 1921a, §1620.1.a, S. 178).

Zapfen

Mhd. zapfen. Frankfurterisch: IPA [tsab̥ə], Teuthonista ‹tśɑbə›, vereinfacht tsabbě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).

Zäpfchen

Frankfurterisch: IPA [tsεpʃə], Teuthonista ‹tśϵpš́ə›, vereinfacht tsäppschě (Rauh, 1921a, §1620.2.a, S. 180).

zart

Mhd. zart. Frankfurterisch: IPA [tsɑːt], Teuthonista ‹tśāt›, vereinfacht tsååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).

Zaum

Mhd. zûm. Frankfurterisch: IPA [tsaũ], Teuthonista ‹tśɑũ›, vereinfacht tsauñ; auch: IPA [tsaum], Teuthonista ‹tśɑum›, vereinfacht tsaum (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).

Zaun

Mhd. zûn. Frankfurterisch: IPA [tsaum], Teuthonista ‹tśɑum›, vereinfacht tsaum; auch: IPA [tsãu], Teuthonista ‹tśɑ̃u›, vereinfacht tsañu (Rauh, 1921a, §151.3, S. 162).

Zäune

Frankfurterisch: IPA [tsoin], Teuthonista ‹tśoin›, vereinfacht tsoin (Rauh, 1921a, §121.1, S. 127: Mhd. IU erscheint als OI).

umzäunen

Frankfurterisch: IPA [umtsoimə], Teuthonista ‹umtśoimə›, vereinfacht ummtsoimě (Rauh, 1921a, §151.3, S. 162).

Zehe

Mhd. zêhe. Frankfurterisch: IPA [tseː], Teuthonista ‹tśē›, vereinfacht tsẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).

Zehen

Mhd. zëhen. Frankfurterisch: IPA [tsεːə], Teuthonista ‹tśɛ̄ə›, vereinfacht tsääě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164).

zehn

Mhd. zëhen. Frankfurterisch: IPA [tsεː], Teuthonista ‹tśɛ̄›, vereinfacht tsää; auch: IPA [tsεːə], Teuthonista ‹tśɛ̄ə›, vereinfacht tsääě; oder: IPA [tsε̃ːn], Teuthonista ‹tśɛ̃̄n›, vereinfacht tsääñn (Rauh, 1921a, §186.1, S. 212).

Frankfurterisch 1918 im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (neun erscheint dem Hochdeutschen gleich; in hundert fällt das -D- nach -N- aus; das A- in acht lautet dem Hochdeutschen gleich hell und neural, obwohl hier eigentlich im klassichen Frankfurterisch ein kurzes dunkles A- zu erwarten wäre; in zehn fällt im zweiten Fall das auslautende -N ab):

zeichnen

Frankfurterisch: IPA [tsaːʒ̥ənə], Teuthonista ‹tśɑ̄šənə›, vereinfacht tsaaschěnně (Rauh, 1921a, §216.12, S. 255: Alte Endung -ENEN).

Zeile

Mhd. zile. Genauso in der Frankfurter Einkaufsstraße. Frankfurterisch: IPA [tsail], Teuthonista ‹tśɑil›, vereinfacht tsail (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).

Zeitung

Mhd. zîtunge. Frankfurterisch: IPA [tsaid̥uŋ], Teuthonista ‹tśɑiduŋ›, vereinfacht tsaidung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).

Zentner

Mhd. zentenære. Frankfurterisch: IPA [tsend̥næ̆], Teuthonista ‹tśendnɑ̈›, vereinfacht tsẹnndnä (Rauh, 1921a, §180.Anm. 2, S. 203).

zerbrechen

Frankfurterisch: IPA [fæ̆pʀεʃə], Teuthonista ‹fɑ̈pʀϵš́ə›, vereinfacht fäpräschě (Rauh, 1921a, §215.2, S. 253).

zerreißen

Frankfurterisch: IPA [fəʀaiz̥ə], Teuthonista ‹fəʀɑisə›, vereinfacht fěraisě (Rauh, 1921a, §143.2, S. 148).

zerroppen

zerreißen. Frankfurterisch: IPA [fəʀob̥ə], Teuthonista ‹fəʀobə›, vereinfacht fěrobbě (Rauh, 1921a, §215.Anm., S. 253).

zerstückeln

Frankfurterisch: IPA [fæ̆ʃd̥ig̥ələ], Teuthonista ‹fɑ̈š́digələ›, vereinfacht fäschdiggěllě (Rauh, 1921a, §215.2, S. 253).

Zettel

Mhd. zedele. Frankfurterisch: IPA [tsed̥l̩], Teuthonista ‹tśedl̥›, vereinfacht tsẹddl (Rauh, 1921a, §180.Anm. 2, S. 203).

Zeug

Mhd. ziuc. Frankfurterisch: IPA [tsoiʃ], Teuthonista ‹tśoiš́›, vereinfacht tsoisch (Rauh, 1921a, §133.1, S. 138: Mhd. IU erscheint als OI).

zeugen
Zeugnis

Frankfurterisch: IPA [tsoiʃnis], Teuthonista ‹tśoiš́niś›, vereinfacht tsoischniss (Rauh, 1921a, §216.2, S. 254: Alte Endung -NISSE).

Ziegel

Mhd. ziegel. Frankfurterisch: IPA [tsiʒ̥l̩], Teuthonista ‹tśišl̥›, vereinfacht tsischll (Rauh, 1921a, §114, S. 122).

ziehen

Mhd. ziehen. Frankfurterisch: IPA [tsiːi̯ə], Teuthonista ‹tśīi̯ə›, vereinfacht tsiiịjě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).

ziehst

Mhd. ziuhest. Frankfurterisch: IPA [tsiːst], Teuthonista ‹tśīśt›, vereinfacht tsiist (Rauh, 1921a, §186.1, S. 212).

Stopfenzieher

Korkenzieher. Frankfurterisch: IPA [ʃd̥ob̥ətsiːɐ̯], Teuthonista ‹š́dobətśīʀ, vereinfacht schdobbětsiiǎ (Rauh, 1921a, §37.b, S. 53).

Zigarre

cigarro. Frankfurterisch: IPA [tsig̥ɑː], Teuthonista ‹tśigā›, vereinfacht tsiggåå; auch: IPA [sig̥ɑː], Teuthonista ‹śigā›, vereinfacht siggåå (Rauh, 1921a, §180.Anm. 2, S. 203).

eine brennende Zigarre

Frankfurterisch: IPA [ə pʀenn̩t sig̥ɑː], Teuthonista ‹ə pʀenn̥t śigā›, vereinfacht ě prẹnnt siggåå (Rauh, 1921a, §152.1.a, S. 163).

Zigarette

Frankfurterisch: IPA [tsig̥əʀεt], Teuthonista ‹tśigəʀϵt›, vereinfacht tsiggěrätt; auch: IPA [sig̥əʀεt], Teuthonista ‹śigəʀϵt›, vereinfacht siggěrätt (Rauh, 1921a, §180.Anm. 2, S. 203).

Zimmer

Mhd. zimber. Frankfurterisch: IPA [tsimæ̆], Teuthonista ‹tśimɑ̈›, vereinfacht tsimmä (Rauh, 1921a, §155.2, S. 171).

ins Zimmer

Frankfurterisch ins Zimmer im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (man beachte die Öffnung des auslautenden -ER in Zimmer zu einem -Ä; sonst entspricht die Aussprache dem Hochdeutschen):

Zimt

Mhd. zimënt. Frankfurterisch: IPA [tsimt], Teuthonista ‹tśimt›, vereinfacht tsimmt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).

Zinken

Mhd. zinke-n. Frankfurterisch: IPA [tsiŋg̥ə], Teuthonista ‹tśiŋgə›, vereinfacht tsinggě (Rauh, 1921a, §180, S. 203).

Zinn

Mhd. zin. Frankfurterisch: IPA [tsin], Teuthonista ‹tśin›, vereinfacht tsinn (Rauh, 1921a, §151.Anm. 5, S. 162).

Zipfel

Mhd. zipfel. Frankfurterisch: IPA [tsib̥l̩], Teuthonista ‹tśibl̥›, vereinfacht tsibbl (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).

Rockzipfel

Frankfurterisch: IPA [ʀoktsib̥l̩], Teuthonista ‹ʀoktśibl̥›, vereinfacht rokktsibbl (Rauh, 1921a, §71, S. 79).

zirka

Aus lateinisch circa. ungefähr. Frankfurterisch: IPA [tsæɐ̯g̥ɑː], Teuthonista ‹tśæʀgā›, vereinfacht tsȁǎggåå (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).

Zirkel

Aus lateinisch circulus. Frankfurterisch: IPA [tsæɐ̯g̥l̩], Teuthonista ‹tśæʀgl̥›, vereinfacht tsȁǎggl (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).

zirkulieren

Aus lateinisch circulare. Frankfurterisch: IPA [tsæɐ̯g̥əliːɐ̯n], Teuthonista ‹tśæʀgəlīʀn›, vereinfacht tsȁǎggěliiǎn (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).

Zirkus

Aus lateinisch circus. Frankfurterisch: IPA [tsæɐ̯g̥us], Teuthonista ‹tśæʀguś›, vereinfacht tsȁǎggus (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).

Zopf

Mhd. zopf. Frankfurterisch: IPA [tsop], Teuthonista ‹tśop›, vereinfacht tsopp (Rauh, 1921a, §1620.2.b, S. 181).

Zorres

cārôt. Lärm, Streit. Frankfurterisch: IPA [tso̞ːʀəs], Teuthonista ‹tśǭʀəś›, vereinfacht tsơơrěs (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

Zorreszeug

Gesindel. Frankfurterisch: IPA [tso̞ːʀəstz̥oiʃ], Teuthonista ‹tśǭʀəśtsoiš́›, vereinfacht tsơơrěstsoisch (Rauh, 1921a, §29, S. 42).

Zorn

Mhd. zorn. Frankfurterisch: IPA [tsɔɐ̯n], Teuthonista ‹tśɔʀn›, vereinfacht tsǫǎnn (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).

Zott

Aus niedländisch tuit. Gefäßmündung namentlich einer Kanne. Frankfurterisch: IPA [tz̥ot], Teuthonista ‹t́sot›, vereinfacht tsott (Rauh, 1921a, §180, S. 203).

zu

Mhd. zuo. Frankfurterisch: IPA [tsuː], Teuthonista ‹tśū›, vereinfacht tsuu (Rauh, 1921a, §180, S. 203).

Frankfurterisch nichts mehr zu machen ist im Frankfurter Lautdenkmal von 1937 (die Aussprache von machen entspricht bis auf den Abfall des auslautenden -N dem Hochdeutschen, zu erscheint dem Hochdeutschen gleich):

zu

Mhd. zuo. In unbetonter Stellung. Frankfurterisch: IPA [tsə], Teuthonista ‹tśə›, vereinfacht tsě; auch: IPA [z̥ə], Teuthonista ‹sə›, vereinfacht ; oder: IPA [sə], Teuthonista ‹śə›, vereinfacht (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

zu klein

Frankfurterisch: IPA [tsə klãː], Teuthonista ‹tśə klɑ̃̄›, vereinfacht tsě klaañ (Rauh, 1921a, §219.9, S. 266).

aufzuhauhen

aufzuschlagen. Frankfurterisch: IPA [ufsə haːɣ̥ə], Teuthonista ‹ufśə hɑ̄xə›, vereinfacht uffsě haachě (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

totzuhauen

totzuschlagen. Frankfurterisch: IPA [d̥oːt sə haːɣ̥ə], Teuthonista ‹dōt śə hɑ̄xə›, vereinfacht doot sě haachě (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

anzuklopfen

Frankfurterisch: IPA [ɑ̃ː z̥ə klob̥ə], Teuthonista ‹ā̃ sə klobə›, vereinfacht ååñ sě klobbě (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

fortzumüssen

Frankfurterisch: IPA [fɔɐ̯t sə miz̥ə], Teuthonista ‹fɔʀt śə misə›, vereinfacht fǫǎt sě missě (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

Zuber

Mhd. zuber. Frankfurterisch: IPA [tsuvæ̆], Teuthonista ‹tśuwɑ̈›, vereinfacht tsuwwä (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).

Zucht

Mhd. zuht. Lärm, Aufregung. Frankfurterisch: IPA [tsuxt], Teuthonista ‹tśux́t›, vereinfacht tsucht (Rauh, 1921a, §186.3, S. 213).

Zucker

Mhd. zucker. Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [tsog̥ə], Teuthonista ‹tśogə›, vereinfacht tsoggě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

Zug

Mhd. zuc. Frankfurterisch: IPA [tsuːx], Teuthonista ‹tśūx́›, vereinfacht tsuuch (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).

Etwa von 1850 bis 1875 bzw. um 1920 nicht mehr gesprochen: IPA [tsuk], Teuthonista ‹tśuk›, vereinfacht tsukk (Rauh, 1921a, §192.2, S. 223).

Zügel

Mhd. zügel. Frankfurterisch: IPA [tsiʒ̥l̩], Teuthonista ‹tśišl̥›, vereinfacht tsischll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

zufrieden

Zu mhd. vride. Frankfurterisch: IPA [tsəfʀid̥ə], Teuthonista ‹tśəfʀidə›, vereinfacht tsěfriddě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 107: Mhd. I, kurz geblieben).

zuletzt

Frankfurterisch: IPA [tsə letst], Teuthonista ‹tśə letśt›, vereinfacht tsě lẹttst (Rauh, 1921a, §219.9, S. 266).

zunächst

Mhd. næhest. Frankfurterisch: IPA [tz̥ənekst], Teuthonista ‹tsənekśt›, vereinfacht tsěnẹkkst (Rauh, 1921a, §186.4, S. 213).

Zunder

Mhd. zunder. Frankfurterisch: IPA [tsunæ̆], Teuthonista ‹tśunɑ̈›, vereinfacht tsunnä (Rauh, 1921a, §177.4.a, S. 199).

Zunft

Ahd. zumft. Mhd. zumft. Frankfurterisch: IPA [tsumft], Teuthonista ‹tśumft›, vereinfacht tsummft; auch: IPA [tsumb̥ft], Teuthonista ‹tśumbft›, vereinfacht tsummbft (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 1, S. 154).

Zunge

Mhd. zunge. Frankfurterisch: IPA [tsuŋ], Teuthonista ‹tśuŋ›, vereinfacht tsung (Rauh, 1921a, §180, S. 203).

zupfen

Zentralhessischer Vokalstand mit O für U. Mhd. zupfen. Frankfurterisch: IPA [tsob̥ə], Teuthonista ‹tśobə›, vereinfacht tsobbě (Rauh, 1921a, §26, S. 37).

Preungesheim, Berkersheim, Seckbach: IPA [tsob̥ə], Teuthonista ‹tśobə›, vereinfacht tsobbě (Rauh, 1921a, §7, S. 12).

zurecht

Frankfurterisch: IPA [tsə ʀεʃt], Teuthonista ‹tśə ʀϵš́t›, vereinfacht tsě räscht (Rauh, 1921a, §219.9, S. 266).

zurück

Frankfurterisch: IPA [tsə ʀik], Teuthonista ‹tśə ʀik›, vereinfacht tsě rikk (Rauh, 1921a, §219.9, S. 266).

zusammen

Frankfurterisch: IPA [səsɑmə], Teuthonista ‹śəśamə›, vereinfacht sěsåmmě (Rauh, 1921a, §180.Anm. 1, S. 203).

zuvor

Frankfurterisch: IPA [tsə fo̞ːɐ̯], Teuthonista ‹tśə fǭʀ, vereinfacht tsě fơơǎ (Rauh, 1921a, §219.9, S. 266).

zuwieder

Frankfurterisch: IPA [tsə vid̥æ̆], Teuthonista ‹tśə widɑ̈›, vereinfacht tsě widdä (Rauh, 1921a, §219.9, S. 266).

zwanzig

Frankfurterisch: IPA [tsvanz̥iʃ], Teuthonista ‹tśwɑnsiš́›, vereinfacht tswannsisch (Rauh, 1921a, §181.I.3.a, S. 205).

zwei

Mhd. zwei. Frankfurterisch: IPA [tsvaː], Teuthonista ‹tśwɑ̄›, vereinfacht tswaa (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

zweit

Frankfurterisch: IPA [tsvat], Teuthonista ‹tśwɑt›, vereinfacht tswatt (Rauh, 1921a, §122.1, S. 129: Mhd. EI erscheint verkürzt als A).

zweitens

Frankfurterisch: IPA [tsvad̥n̩d̥s], Teuthonista ‹tśwɑdn̥dś›, vereinfacht tswaddnds; auch: IPA [tswːat], Teuthonista ‹tśw̄ɑt›, vereinfacht tswwat; oder: IPA [tsvaːd̥n̩d̥s], Teuthonista ‹tśwɑ̄dn̥dś›, vereinfacht tswaadnds (Rauh, 1921a, §122.1, S. 129: Mhd. EI erscheint verkürzt als A).

zweier

Mhd. zweier. Frankfurterisch: IPA [tsvaːʀæ̆], Teuthonista ‹tśwɑ̄ʀɑ̈›, vereinfacht tswaarä (Rauh, 1921a, §143.Anm. 2, S. 149).

Zweifel

Mhd. zwiuval. Frankfurterisch: IPA [tsvaiv̥l̩], Teuthonista ‹tśwɑivl̥›, vereinfacht tswaivl (Rauh, 1921a, §153.Anm., S. 167).

Zwerg

Mhd. twërh. Frankfurterisch: IPA [tsvæɐ̯ʒ̥], Teuthonista ‹tśwæʀš›, vereinfacht tswȁǎsch (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

zwerg

Mhd. twërch. quer. Frankfurterisch: IPA [tsvæːɐ̯ʃ], Teuthonista ‹tśwǣʀš́›, vereinfacht tswȁȁǎsch; auch: IPA [tsvæːʃ], Teuthonista ‹tśwǣš́›, vereinfacht tswȁȁsch (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).

quer. Ab etwa 1925: IPA [tsvæɐ̯ʃ], Teuthonista ‹tśwæʀš́›, vereinfacht tswȁǎsch (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).

Zwetschge

Frankfurterisch: IPA [kvetʃ], Teuthonista ‹kwetš́›, vereinfacht kwẹttsch (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortes vor L, R, M, N und W).

zwicken

Mhd. zwicken. Frankfurterisch: IPA [tsvig̥ə], Teuthonista ‹tświgə›, vereinfacht tswiggě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

Zwiebel

Mhd. zwibolle. Frankfurterisch: IPA [tsvivl̩], Teuthonista ‹tświwl̥›, vereinfacht tswiwwl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).

zwingen

Mhd. twingen. Frankfurterisch: IPA [tsviŋə], Teuthonista ‹tświŋə›, vereinfacht tswingě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

Zwirn

Mhd. zwirn. Frankfurterisch: IPA [tsvæɐ̯n], Teuthonista ‹tśwæʀn›, vereinfacht tswȁǎnn (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).

Zwetsche

Frankfurterisch: IPA [kvetʃ], Teuthonista ‹kwetš́›, vereinfacht kwẹttsch (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

zwingen

Mhd. twingen. Frankfurterisch: IPA [tsviŋə], Teuthonista ‹tświŋə›, vereinfacht tswingě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

zwischen

Frankfurterisch: IPA [tsviʒ̥æ̆], Teuthonista ‹tświšɑ̈›, vereinfacht tswischä (Rauh, 1921a, §152.Anm. 3, S. 164).

zwölf

Mhd. 𝔷welf. Frankfurterisch: IPA [tsvelf], Teuthonista ‹tśwelf›, vereinfacht tswẹllf (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).