Wörterbuch

Hier entsteht das große historische Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB). 

Die frankfurterische Aussprache entspricht, falls nicht anders angegeben, dem des klassischen Frankfurterisch um 1920,  so wie in Rauh (1921a) beschrieben. Jüngeres Frankfurterisch aus den 1930-ern ist entweder die Jugendsprache aus Rauh (1921a) oder folgt Rauh/Bodensohn (1939–1945). Proben des Frankfurter Dialekts aus dem 19. Jahrhundert basieren auf Oppel (1839-1894) oder Wülcker (1877). Einer von mir erschlossenen Frankfurter Aussprache ist ein „*” vorangestellt.

Das Online-FAWB dokumentiert die Frankfurter Aussprache in der einfachen Lautumschrift (Erläuterungen zur Lautschrift sind in den Einträgen Die Vokale und Die Konsonanten sowie unter dem Menüpunkt Die Laute zu finden). Zur vollständigen wissenschaftlichen IPA-Notation, den originalen Belegen bzw. Lautschreibungen von Oppel, Wülcker und Rauh sowie insbesondere zu den phonetisch-phonologischen Erläuterungen sei vorerst noch auf Keil (2017, S. 283-426) verwiesen. Das in Keil (2017) gedruckte kleine Frankfurter Aussprachewörterbuch ist hier als Online-PDF-Leseprobe verfügbar.

Die wichtigsten Regeln zur einfachen Umschrift sollen hier kurz wiederholt werden: Ein doppelter Vokal wird lang gesprochen, [aa] ist z. B. langes A, etwa in frankfurterisch [fraa] für Frau. Folgt einem Vokal ein doppelter Konsonant, wird der Vokal kurz gesprochen, so hat z. B. Sack, [sakk], ein kurzes A. Bei den Konsonantengruppen NG, CH und SCH ist insbesondere auf den Vokal zu achten: Der Igel, [ischll], hat kurzes I, der Kegel, [keeschl], langes E. Das Zeichen [å] steht für das dunkle O-ähnliche A des Dialekts, folgt das Zeichen (n), so wird es nasal ausgesprochen. Bei den E-Lauten ist zwischen dem offenen [ä] wie in sääen und dem geschlossenen [e] wie in Klee zu unterscheiden. Rund geklammertes A, ehemaliges R, [(a)] wird nur schwach gesprochen.

Das Wörterbuch enthält Audiobeispiele, die der Frankfurter Aufnahme des „Lautdenkmals reichsdeutscher Mundarten” von 1937 entnommen wurden [Purschke 2014 f.]. Christoph Purschke stellte das Material zur Verfügung und der Deutsche Sprachatlas, Marburg, genehmigte die Internetpublikation auf dieser Webseite (Danke!).

Das normalisierte mittelhochdeutsche Referenzlemma ist mit Mhd. eingeleitet (entsprechend Ahd. für Althochdeutsch und Wsg. für Westgermanisch). Die in einigen Fällen gedruckte hochdeutsche Aussprache folgt im Wesentlichen der Deutschen Bühnensprache nach Siebs (1912).

Zitation: Carsten Keil (2017), Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB). Erstellt nach den Aufzeichnungen Ludwig Rauhs, Joseph Oppels und Anderer. Onlineversion, frankfurterisch.org.


Carsten Keil (2017)

Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB)

Erstellt nach den Aufzeichnungen Ludwig Rauhs, Joseph Oppels und Anderer

Einträge (Stand 17.10.2017) : 810

 

A

  • ab. Frankfurterisch: app; auch: apph (Rauh, 1921a, §67, S. 76: schwach behauchte Fortis im Auslaut).
  • Achse. Mhd. ahse. Frankfurterisch: åkks (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • acht. Mhd. aht. Frankfurterisch: åcht(tT (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Acker. Mhd. acker. Frankfurterisch: aggä (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Adler. Mhd. adelar. Frankfurterisch: åådlä (Rauh, 1921a, §208, S. 241).
  • Affe. Mhd. affe. Frankfurterisch: aff (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • alt. Mhd. alt. Frankfurterisch: aal; auch: åål (Rauh, 1921a, §209, S. 242). → älter (Komparativ). Hochdeutsch: ällt(a). Frankfurterisch: älldä.
  • Amboss. Mhd. anebo𝔷. Frankfurterisch: åmmbos (Rauh, 1921a, §208, S. 241).
  • Ameise. Frankfurterisch: ååmais (Rauh, 1921a, §216.8, S. 254).
  • an. Mhd. ane. Frankfurterisch: åå(n) (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • anders. → anderen. Mhd. anderen. Frankfurterisch: ånnänn (Rauh, 1921a, §216.14, S. 256: Alte Endung -EREN).
  • Angst. Mhd. angest. Frankfurterisch: ångst (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -EST).
  • Anke. Mhd. anke. Genick. Frankfurterisch: ångkk (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal).
  • Apfel. Frankfurterisch: abbl. → Äpfel (Plural). Frankfurterisch: äbbl.
  • äpsch. Mhd. äbech. Linkisch. Frankfurterisch: ääpscht (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Langer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Arbeit. Mhd. areweit. Frankfurterisch: awwait (Rauh, 1921a, §208, S. 241). → arbeiten. Frankfurterisch: awwaide (Rauh, 1921a, §216.8, S. 254).
  • arg. Mhd. arc. Frankfurterisch: åsch (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 244: Rückverkürzungen).
  • Ärger. → geärgert. Frankfurterisch: geää(a)jät (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • arm. Mhd. arm. Frankfurterisch: ååm (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). → Armut. Mhd. armuote. Frankfurterisch: ååmuut (Rauh, 1921a, §216.7, S. 254: Alte Endung -UOTE).
  • der Arm. Mhd. arm. Frankfurterisch: ååm (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). → Ärmel. Mhd. ermel. Frankfurterisch: ää(a)ml (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Arsch. Mhd. ars. Frankfurterisch: ååsch; auch: aasch (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Arte. Mhd. narde. Fleischmulde. Frankfurterisch: ååde (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Arzt. Mhd. arzet. Frankfurterisch: ååtst (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Auge. Mhd. ouge. Frankfurterisch: aach (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E). Augenblick im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Axt. Mhd. ackes. Frankfurterisch: åkks (Rauh, 1921a, §90.1.Anm. 1, S. 97: Analogieverdunklung wsg. A).

B

  • Bach. Mhd. bach. Frankfurterisch: bach (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).
  • Backe. Mhd. backe-n. Frankfurterisch: bagge (Rauh, 1921a, §217.21.a.Anm. 2, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • backen. Mhd. backen. Frankfurterisch: bagge (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • baden. → gebadet. Frankfurterisch: gebååt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET). → Bad. Mhd. bat. Frankfurterisch: bååt (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • Balg. Mhd. balc. Frankfurterisch: balldsch (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Ball. Mhd. balle-n. Frankfurterisch: balle (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • bammeln. Mhd. bammelen. Herunterhängen. Frankfurterisch: båmmele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • Bankert. Mhd. banchart. Uneheliches Kind. Frankfurterisch: banggätt (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • bar. Mhd. bar. Frankfurterisch: båå (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • Bärbel. Frankfurterisch: bää(a)wl (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Bart. Mhd. bart. Frankfurterisch: bååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Baum. Frankfurterisch: baam.
  • begegnen. Frankfurterisch: begääschene (Rauh, 1921a, §216.12, S. 256: Alte Endung -ENEN).
  • Bein. Frankfurterisch: båå(n). → Schienbein. Mhd. schinebein. Frankfurterisch: schii(n)båå(n) (Rauh, 1921a, §208, S. 241).
  • Bembel (Bämpel). Bedeutungen: [1] Glocken- oder Brunnenschwengel; also hier Ableitung von bampeln. Das E in Bembel ist dann Umlaut-Ä. [𝔷] Apfelweinkrug; mögliche Ableitung von Bombe bzw. dem Diminutiv Bömbchen, hier in der ursprünglichen Bedeutung Flasche oder Gefäß (aus: franz. bombe; ital. bomba). Das E in Bembel ist dann frankfurterisch entrundetes Ö. Frankfurterisch: bemmbl. Ab etwa 1925 dann: bämmbl.
  • Berg. Mhd. bërc. Frankfurterisch: bää(a)sch (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: bä(a)sch (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • Besen. Mhd. bësen. Frankfurterisch: bääsm (Rauh, 1921a, §204.3, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal von -EM).
  • besser. Frankfurterisch: bessä. → besste (Superlativ). Mhd. be𝔷𝔷este. Frankfurterisch: bessde (Rauh, 1921a, §216.15, S. 256: Alte Endung -ESTE).
  • beten. Mhd. bëten. Frankfurterisch: bääde (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Bett. Frankfurterisch: bett. Ab etwa 1925 dann: bätt.
  • betteln. Frankfurterisch: bäddele (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • bieten. → geboten (Partizip). Mhd. geboten. Frankfurterisch: gebodde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Band. → Bändel. Schnur. Frankfurterisch: bennl (Rauh, 1921a, §217.17, S. 259: Alte Endung -EL).
  • Beil. Mhd. bîhel. Frankfurterisch: bail (Rauh, 1921a, §217.17, S. 260: Alte Endung -EL).
  • Birne. Mhd. bir. Frankfurterisch: bii(a) (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Blatt. Mhd. blat. Frankfurterisch: platt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • bleiben. Mhd. belîben. Frankfurterisch: plaiwe (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W). → geblieben (Part. Prät.). Mhd. beliben. Frankfurterisch: gepliwwe (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • blitzen. Mhd. blickezen. Frankfurterisch: plittse (Rauh, 1921a, §216.18, S. 256: Alte Endung -EZEN).
  • Blume. Mhd. pluome. Frankfurterisch: plumm (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten UO).
  • Bockenheim. Frankfurterisch: boggennm (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • Boden. Mhd. bodem. Frankfurterisch: boddm (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen). → Böden. Mhd. bodeme. Frankfurterisch: beddm (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EME).
  • bohren. Mhd. boren. Frankfurterisch: boo(a)n (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Bornheim. Frankfurterisch: bä(a)nnm (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • Bottich. Mhd. botech. Frankfurterisch: boddisch (Rauh, 1921a, §206, S. 240: Kurzer Vokal vor alten -ECH, -ICH, -EC und -IGE).
  • brechen. → Bruch. Mhd. bruoch. Frankfurterisch: pruch (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). pruchschtråås (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Brett. Frankfurterisch: prätt. → Bretter (Plural). Mhd. brëter. Frankfurterisch: präddä; auch: präädä (Rauh, 1921a, §204.2.b, S. 237: Langer Vokal vor -ER).
  • Brille. Frankfurterisch: prill. → Brillenhannes. Spottname für einen Brillenträger. Hannes aus Johannes. Frankfurterisch: prillehannes. „A was will dann der Prillenhannes? A ich schlache-n-em sein Prill in die Ache enei, daßer hinne widder eraus fehrt” (Oppel, 1839−1894; aus: FWB, Bd. I, S. 386).
  • bringen. → gebracht. Mhd. gebrâht. Frankfurterisch: gepråchtt (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â).
  • Broddem. Mhd. prâdem. dicker Dunst. Frankfurterisch: proddm (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â). → Broddeme (Plural). Mhd. brâdemen. Frankfurterisch: proddeme (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EMEN).
  • Brombeere. Mhd. brâmber. Frankfurterisch: prommbää(a) (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem Â).
  • Brücke. Hochdeutsch: brükke. Frankfurterisch: prikk.
  • Bruder. Frankfurterisch: pruudä. ⊙ Frankfurter Vororte: proure (Rauh, 1921a, §7, S. 11: Wandlung T und D zu R zwischen Vokalen). → Brüder (Plural). Frankfurterisch: priidä. Brüder im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Buch. Mhd. buoch. Frankfurterisch: buch (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Buche. → Buchen (Plural). Mhd. buochen. Frankfurterisch: buche (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Buckel. Mhd. buckel. Frankfurterisch: buggl (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • bügeln. Frankfurterisch: bischelle (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Burg. Mhd. burc. Frankfurterisch: bo(a)sch (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Bürger. Mhd. burgære. Frankfurterisch: bää(a)jä (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M). → Bürgermeister und Bürgerkrieg im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Büerste. Mhd. bürste. Frankfurterisch: bä(a)schtt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → er bürstet. Frankfurterisch: bä(a)schtt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET).
  • Bursche. Mhd. burse. Frankfurterisch: bo(a)sch (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Bütte. → Bütten (Plural). Mhd. büten. Frankfurterisch: bidde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Büttel. Mhd. bütel. Frankfurterisch: biddl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Butter. Mhd. buter. Frankfurterisch: buddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

D

  • danken. → Dank. Mhd. danc. Frankfurterisch: dånk (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Darm. Mhd. darm. Frankfurterisch: dååm (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). → Gedärm. Mhd. gedärm. Frankfurterisch: gedää(a)m (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • das. Frankfurterisch: däss (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • Deichsel. Mhd. dîhsel. Frankfurterisch: daiksl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • der (betont). Frankfurterisch: dää(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → der (unbetont). Frankfurterisch: de (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • deutsch. Mhd. diutsch. Frankfurterisch: doitsch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).
  • dich. Mhd. dich. Frankfurterisch: disch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • Dienst. Mhd. dienst. Frankfurterisch: dinnst (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).
  • Dienstag. Frankfurterisch: dinnsdååch (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).
  • Ding. → Gedings. Mhd. gedingeze. Frankfurterisch: gedings (Rauh, 1921a, §217.14.a, S. 259: Alte Endung -EZE).
  • dir. Frankfurterisch: dii(a). → dir es. Mhd. dir e𝔷. Frankfurterisch: däss (Rauh, 1921a, §217.14.a, S. 259: Alte Endung -EZE).
  • Docht. Mhd. tâht. Frankfurterisch: dochtt (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem Â).
  • Donner. Mhd. doner. Frankfurterisch: donnä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Dorn. Mhd. dorn. Frankfurterisch: do(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Dotter. Mhd. toter. Frankfurterisch: doddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • drei. → Drittel. Mhd. dritteil. Frankfurterisch: triddl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • drücken. Mhd. drücken. Frankfurterisch: trigge (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • dumm. → Dummheit. Frankfurterisch: dummhaat (Rauh, 1921a, §217.3, S. 257: Alte Endung -HEIT).
  • Dunst. Ahd. dunist. Mhd. dunst. Frankfurterisch: dunndst (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -EST).
  • durch. Ahd. durich. Mhd. durch. Frankfurterisch: do(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • dürfen. Mhd. dürfen. Frankfurterisch: dä(a)vve (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Durst. Mhd. durst. Frankfurterisch: do(a)schtt (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes). → durstig. Frankfurterisch: do(a)schdisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • Dussel. Gedankenloser Mensch. Frankfurterisch: dussl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

E

  • Eber. Mhd. ëber. Frankfurterisch: äwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Eiche. → eichern. Mhd. eichîn. Aus Eiche. Frankfurterisch: aasche (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • ein. → Einigkeit. Frankfurterisch: aanischkhaat (Rauh, 1921a, §217.3, S. 257: Alte Endung -HEIT).
  • elf. Mhd. eilif, elf. Frankfurterisch: ällf (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Elster. Mhd. atzel. Auch: Perrücke. Frankfurterisch: attsl (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Ente. Mhd. enete. Frankfurterisch: ennt (Rauh, 1921a, §216.17, S. 256: Alte Endung -ETE).
  • er (betont). Frankfurterisch: ää(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → er (unbetont). Frankfurterisch: ä (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • erben. Mhd. ërben. Frankfurterisch: ää(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M). → geeerbt. Frankfurterisch: geä(a)bbt (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Erde. Mhd. ërde. Frankfurterisch: ää(a)t (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). → irden. Mhd. irdîn. Aus Erde. Frankfurterisch: ä(a)dde (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • erst. Mhd. êrst. Frankfurterisch: ää(a)scht (Rauh, 1921a, §214.4, S. 250: Kürzung von altlangem Ê). Ab etwa 1925 dann: ä(a)scht (Rauh, 1921a, §214.4, S. 250: Kürzung von altlangem Ê).
  • Esel. Mhd. esel. Frankfurterisch: eesl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • essen. → gegessen. Mhd. gëzzen, gegë𝔷𝔷en. Frankfurterisch: gässe (Rauh, 1921a, §215.Anm. 1, S. 252: e).
  • Essig. Mhd. e𝔷𝔷îch. Frankfurterisch: ässisch (Rauh, 1921a, §217.9.b, S. 258).

F

  • Fackel. Mhd. vackel. Frankfurterisch: faggl (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Faden. Mhd. vadem. Frankfurterisch: fåddm (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut). → Fäden. Mhd. vademe. Frankfurterisch: fädm (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EME). → fädeln. Mhd. vedemen. Frankfurterisch: fäddeme (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EMEN).
  • fahren. &rart; du fährst. Frankfurterisch: fää(a)scht (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -EST). → Fahrt. Mhd. vart. Frankfurterisch: fååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • fallen. Mhd. vallen. Frankfurterisch: falle (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten). → gefallen. Mhd. gevallen. Frankfurterisch: kfalle; auch: gefalle (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).
  • fangen. → Gefängnis. Frankfurterisch: gefengniss (Rauh, 1921a, §216.2, S. 254: Alte Endung -NISSE).
  • Farbe. Mhd. varwe. Frankfurterisch: fåpp (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 244: Rückverkürzungen). → Farben (Plural). Mhd. varwen. Frankfurterisch: fååwe (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M). → färben. Mhd. verwen. Frankfurterisch: fää(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Faser. Mhd. vaser. Frankfurterisch: fååsä (Rauh, 1921a, §204.2.b, S. 237: Langer Vokal vor -ER).
  • Fass. Mhd. va𝔷. Frankfurterisch: fass (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Feder. Mhd. vëder. Frankfurterisch: fäddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Feind. → Feindin. Mhd. vîendinne. Frankfurterisch: fåindinn (Rauh, 1921a, §216.1.a, S. 253: Alte Endung -INNE).
  • Feld. Mhd. vëlt. Frankfurterisch: fällt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Felsen. Mhd. felis. Frankfurterisch: fellds (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Ferse. Mhd. vërsen. Frankfurterisch: fää(a)s (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: fä(a)ss (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • fertig. Mhd. vertec. Frankfurterisch: fä(a)ddisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • Fichte. Mhd. fiehte. Frankfurterisch: fischtt (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Kürzung von alten IE vor CH, SCH, G, K).
  • finden. → gefunden. Frankfurterisch: gefunnä (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Fink. Mhd. vinke. Frankfurterisch: fingk (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Fisch. Mhd. visch. Frankfurterisch: fisch (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Fissel. Fädchen. Frankfurterisch: fissl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Flasche. Mhd. vlasche. Frankfurterisch: flasch (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • fliegen. Frankfurterisch: fliije.
  • Floß. Mhd. vlô𝔷. Frankfurterisch: floss (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).
  • fluchen. Mhd. fluochen. Frankfurterisch: fluche (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • fort. Mhd. vort. Frankfurterisch: fo(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Frankfurt. → Frankfurterin. Frankfurterisch: frångfo(a)ddänn (Rauh, 1921a, §216.1.b, S. 254: Alte Endung -INNE). → frankfurterisch. Frankfurterisch: frångfo(a)däsch; auch: frångfo(a)derisch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).
  • Franzose. → französisch. Frankfurterisch: franntseesch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).
  • Frau. Frankfurterisch: fraa. → Fräulein. Auch: Lehrerin. Frankfurterisch: frollåin (Rauh, 1921a, §217.4, S. 257: Altes Diminutivsuffix -LÎN, der Schriftsprache entlehnt).
  • frei. → freilich. Mhd. vrîliche. Frankfurterisch: frailisch (Rauh, 1921a, §216.5, S. 254: Alte Endung -LÎCHE).
  • fressen. → gefressen. Frankfurterisch: gefrässe (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • freuen. Frankfurterisch: fraae. Ab etwa 1925 dann: froie. → Freude. Mhd. vröuwede. Frankfurterisch: fraat (Rauh, 1921a, §216.17, S. 256: Alte Endung -EDE).
  • Freund. → Freundin. Mhd. vriundinne. Frankfurterisch: froindinn (Rauh, 1921a, §216.1.a, S. 253: Alte Endung -INNE).
  • Friedrich. Frankfurterisch: fridderisch (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Frosch. Mhd. vrosch. Frankfurterisch: frosch (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • fühlen. → einfühlig. Frankfurterisch: åå(n)fällisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • füllen. → Füllsel. Frankfurterisch: filssl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • Furche. Ahd. furuk. Mhd. vurch. Frankfurterisch: fo(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Fussel. Fädchen. Frankfurterisch: fussl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Futter. Mhd. vuoter. Frankfurterisch: fuddä (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten UO).

G

  • Gabel. Mhd. gabel. Frankfurterisch: gåwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL). → gabeln. Mhd. gabelen. Frankfurterisch: gåwwele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • Galgen. Mhd. galge-n. Frankfurterisch: gallje (Rauh, 1921a, §217.21.a.Anm. 2, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Gampel. Mhd. gampel. Unverständliche Rede, Gejammer. Frankfurterisch: gåmml (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal).
  • Gans. Mhd. gans. Frankfurterisch: gånnds (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes). → Gänsi (Diminutiv). Frankfurterisch: gennsi.
  • gar. Mhd. gare. Frankfurterisch: gåå (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Garn. Mhd. garn. Frankfurterisch: gåån (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: aånn; auch: gann (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • Garten. Mhd. Garten. Frankfurterisch: gååde (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: gådde; auch: gadde (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen). → Gärtner. Frankfurterisch: gää(a)dnä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: gä(a)ddnä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • Gasse. Mhd. ga𝔷𝔷e. Frankfurterisch: gass (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Gaul. → Gäulchen (Diminutiv). Frankfurterisch: goilsche (Rauh, 1921a, §216.19.a, S. 256: Alte Endung -ECHEN).
  • geben. → gegeben (Partizip). Frankfurterisch: gäwwä (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN). → ich gebe. Frankfurterisch: schgäpp (Rauh, 1921a, §219.1.a, S. 263: Schwächung des ICH Pronomens). → der gibt sich keine Mühe. Frankfurterisch: dä gibbtsch khåå(n) mii (Rauh, 1921a, §219.1.a, S. 263: Schwächung des SICH Pronomens). → gib mir. Frankfurterisch: gäbbmä (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des MIR Pronomens). → gib ihm. Frankfurterisch: gäbbm (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHM Pronomens).
  • geboren. Mhd. geboren. Frankfurterisch: geboo(a)n (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Geburt. Mhd. geburt. Frankfurterisch: gebo(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • gegen. Mhd. gegen. Frankfurterisch: gääsche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • gehen. → Gang. Mhd. ganc. Frankfurterisch: gång (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Geheimnis. Frankfurterisch: gehaamniss (Rauh, 1921a, §216.2, S. 254: Alte Endung -NISSE).
  • Gelärsch. Ahd. gilârihha. altes baufälliges Haus oder Gerümpel. Frankfurterisch: gelä(a)sch (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem æ).
  • gelb. Mhd. gël. Frankfurterisch: gääl (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • gemütlich. Frankfurterisch: gemiitlisch. → gemütlichen (Akk. Plural) im Frankfurter Lautdenkmal (1937): [gəmiːdliʒə] bzw. gemiidlische,
    .
  • Genick. Mhd. genic. Frankfurterisch: knikk (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • genug. Mhd. genouc. Frankfurterisch: gennuch (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • gerade. Mhd. gerad. Frankfurterisch: krååt (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • gerben. Mhd. gerwen. Frankfurterisch: gää(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M). → gegerbt. Frankfurterisch: gegä(a)bbt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET).
  • Gerte. Mhd. gërt. Frankfurterisch: gää(a)t (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: gä(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • gescheit. Frankfurterisch: kschait (Rauh, 1921a, §215.1.b, S. 252).
  • Geschichte. Mhd. geschiht. Frankfurterisch: kschischtt (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).
  • Geschirr. Frankfurterisch: kschä(a) (Rauh, 1921a, §215.1.b, S. 252).
  • Geselle. Mhd. geselle. Frankfurterisch: ksell (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).
  • gesund. Frankfurterisch: ksunnt (Rauh, 1921a, §215.1.b, S. 252).
  • gewahr. Mhd. gewar. Frankfurterisch: gewåå (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • Gewehr. Mhd. gewer. Frankfurterisch: gewää(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • Gewitter. Frankfurterisch: gewiddä (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Gitter. Mhd. geter. Frankfurterisch: giddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Glas. Mhd. glas. Frankfurterisch: klåås (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • glauben. Frankfurterisch: klaawe. → glaubst du es im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • glatt. Mhd. glat. Frankfurterisch: klatt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Glied. Mhd. gelid. Frankfurterisch: klitt; auch: kliit (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W). → Glieder (Plural). Mhd. gelider. Frankfurterisch: kliddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Glück. Mhd. gelücke. Frankfurterisch: klikk (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Gold. Mhd. golt. Frankfurterisch: gollt (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). → golden. Mhd. guldîn. Aus Gold. Frankfurterisch: gollde (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • Gote. Mhd. gote. Frankfurterisch: goot (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • graben. → Grab. Mhd. grap. Frankfurterisch: krååp (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • grasig. Mhd. grasec. Frankfurterisch: krååsisch (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Gravenbruch. Frankfurterisch: krååvepruch (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Griffel. Mhd. griffel. Frankfurterisch: krivvl (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • Grießheim. Frankfurterisch: kriism (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • grob. Mhd. grob. Frankfurterisch: kropp (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242). → Grobheit. Frankfurterisch: kropphaat (Rauh, 1921a, §217.3, S. 257: Alte Endung -HEIT).
  • groß. Frankfurterisch: kroos. → am größten (Superlativ) im Frankfurter Lautdenkmal (1937): [kreːstə] bzw. kreeste,
    .
  • Gurgel. Mhd. gurgel. Frankfurterisch: gooil (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Gurt. Mhd. gurt. Frankfurterisch: go(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → Gürtel. Mhd. gürtel. Frankfurterisch: gä(a)ddl (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

H

  • haben. → ich habe dich nicht gefragt. Frankfurterisch: sch håpptsch ne kfrååcht (Rauh, 1921a, §219.1.a, S. 263: Schwächung des DICH Pronomens). → du hast. Mhd. hâst. Frankfurterisch: hosst; auch: håsst (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem Â). → du hast. Frankfurterisch: de håsst (Rauh, 1921a, §219.1.d, S. 263: Schwächung des DU Pronomens). → er hat. Mhd. hât. Frankfurterisch: hott; auch: hått (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem Â). → hat er. Frankfurterisch: håddä (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des ER Pronomens). → haben wir. Frankfurterisch: håmmä (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des WIR Pronomens). → gehabt. Mhd. gehât. Frankfurterisch: gehott; auch: gehått (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â).
  • Hafer. Mhd. haber. Frankfurterisch: håwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Hagel. Mhd. hagel. Frankfurterisch: hååchl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • Hals. Mhd. hals. Frankfurterisch: hallds (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • halten. → halt ihn. Frankfurterisch: halldn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens). → behalten. Frankfurterisch: behallde (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe BE-).
  • Hammel. Frankfurterisch: håmml (Rauh, 1921a, §204.Anm. 1, S. 237: Rückverkürzung vor -EL). Etwa bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: hooml (Rauh, 1921a, §204.Anm. 1, S. 237: Rückverkürzung vor -EL).
  • Hammer. Mhd. hamer. Frankfurterisch: håmmä (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal). Etwa bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: hoomä (Rauh, 1921a, §204.Anm. 2, S. 237). → häemmern. Mhd. hemeren. Frankfurterisch: hemmänn (Rauh, 1921a, §216.14, S. 256: Alte Endung -EREN).
  • Hand. → Handschuh. Mhd. hendeschuoh. Frankfurterisch: hennsche (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • handeln. Mhd. handelen. Frankfurterisch: hånngele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN). → Handel. Mhd. handel. Frankfurterisch: hånnl (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal).
  • Hanf. Mhd. hanef. Frankfurterisch: håmmf; auch: håmmft (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • hart. Mhd. hart. Frankfurterisch: hått (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 244: Rückverkürzungen).
  • Harz. Mhd. harz. Frankfurterisch: hååts (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Hase. Mhd. hase. Frankfurterisch: håås (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Haspel. Mhd. haspel. Frankfurterisch: hassbl (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Haus. → Häuschen (Diminutiv). Frankfurterisch: hoisii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN). Ab etwa 1925 dann: hoisje: (Rauh, 1921a, §216.19.a.Anm, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • heben. Mhd. heben. Frankfurterisch: heewe (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale). → gehoben (Partizip). Mhd. gehoben. Frankfurterisch: gehowwe (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Heimat. Mhd. heimuote. Frankfurterisch: haamååt (Rauh, 1921a, §216.7, S. 254: Alte Endung -UOTE).
  • heimlich. Mhd. heimlîche. Frankfurterisch: haamlisch (Rauh, 1921a, §216.5, S. 254: Alte Endung -LÎCHE).
  • Heirat. Mhd. hîrât. Frankfurterisch: hairååt; auch: hoirååt (Rauh, 1921a, §217.1, S. 257: Alte Endung -AT). → heiraten. Frankfurterisch: hairååde; auch: hoirååde (Rauh, 1921a, §217.1, S. 257: Alte Endung -AT).
  • Hemd. Mhd. hemede. Frankfurterisch: hemmt (Rauh, 1921a, §216.17, S. 256: Alte Endung -EDE).
  • her (betont). Frankfurterisch: hää(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → her (unbetont). Frankfurterisch: ; auch: e (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • Herbst. Mhd. herbest. Frankfurterisch: hä(a)ppst (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -EST).
  • Herd. Mhd. h&ruml;t. Frankfurterisch: hää(a)t (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Hering. Mhd. hærinc. Frankfurterisch: hääring (Rauh, 1921a, §217.6, S. 257: Alte Endung und -INC).
  • Herr. Ahd. hêrro. Mhd. herre. Frankfurterisch: hä(a) (Rauh, 1921a, §214.4, S. 250: Kürzung von altlangem Ê). → Herrschaft. Mhd. hêrschaft. Frankfurterisch: hä(a)schaft (Rauh, 1921a, §214.4, S. 250: Kürzung von altlangem Ê).
  • Herz. Mhd. hërze. Frankfurterisch: hä(a)tts (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Kurzer Vokal vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • hin. Mhd. hine. Frankfurterisch: hii(n) (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • hindern. Mhd. hinderen. Frankfurterisch: hinnänn (Rauh, 1921a, §216.14, S. 256: Alte Endung -EREN).
  • Himmel. Mhd. himel. Frankfurterisch: himml (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Hirn. Mhd. hirne. Frankfurterisch: hä(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Hirsch. Mhd. hir𝔷, hire𝔷. Frankfurterisch: hä(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Hirte. Mhd. hirt. Frankfurterisch: hä(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • hoch. → höchst (Superlativ). Mhd. hœhest. Frankfurterisch: hekkst; auch: heekst (Rauh, 1921a, §214.6, S. 250: Kürzung von altlangem œ).
  • Hochzeit. Mhd. hôchgezît. Frankfurterisch: hochtsait (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).
  • hoffen. Mhd. hoffen. Frankfurterisch: hovve (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • holen. → du holst. Mhd. holest. Frankfurterisch: hooldst (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -EST).
  • Holz. Mhd. holz. Frankfurterisch: hollds (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Honig. Mhd. honec. Frankfurterisch: hoonisch (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • horchen. Mhd. hôrechen. Frankfurterisch: ho(a)sche (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).
  • hören. Mhd. hœren. Frankfurterisch: hää(a)n (Rauh, 1921a, §217.19.Anm. 1, S. 260: Alte Endung -EN).
  • Hose. Mhd. Hose. Frankfurterisch: hoos (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Hubbel. Mhd. hübel. Frankfurterisch: hiwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Huddel. Etwas oberflächlich Gemachtes. Frankfurterisch: huddl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

I

  • ich. Mhd. ich. Frankfurterisch: isch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • Igel. Mhd. igel. Frankfurterisch: ischll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • ihr (betont). Frankfurterisch: ii(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → ihr (unbetont). Frankfurterisch: ä (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • immer. Mhd. iemer. Frankfurterisch: immä (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).
  • Innung. Mhd. innunge. Frankfurterisch: innung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).
  • irgend. Mhd. iergen. Frankfurterisch: ääint (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • irren. Mhd. irren. Frankfurterisch: ä(a)nn (Rauh, 1921a, §217.19.Anm. 1, S. 260: Alte Endung -EN).

J

  • jagen. → Jagd. Mhd. jaget. Frankfurterisch: jåchtt (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Jammer. Mhd. jâmer. Frankfurterisch: jåmmä (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â).
  • Jude. Frankfurterisch: jutt; auch: jutth (Rauh, 1921a, §67, S. 76: schwach behauchte Fortis im Auslaut). → Juden (Plural). Mhd. juden. Frankfurterisch: judde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Jungfer. Mhd. juncfrouwe. Frankfurterisch: jummvä (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).

K

  • Käfer. Mhd. këver. Frankfurterisch: khäwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Kalk. Mhd. kalc. Frankfurterisch: kallk (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • kalt. Mhd. kalt. Frankfurterisch: khaal; auch: khåål (Rauh, 1921a, §209, S. 242).
  • Kammer. Mhd. kamer. Frankfurterisch: khåmmä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Kanne. Mhd. kanne. Frankfurterisch: khånn (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Karren. Mhd. karre-n. Frankfurterisch: khånn (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal).
  • Karte. Mhd. karte. Frankfurterisch: khååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: khått; auch: khatt (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • Käse. Mhd. kæse. Frankfurterisch: khees (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Katze. Mhd. katze. Frankfurterisch: khatts (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Kehrschel (Kehricht). Was mit dem Besen fortgekehrt wird, vermutlich aus altem kerach, später dann kerich [DWB, Bd. 11, Sp. 4𝔷6]. Frankfurterisch: khääschl. → Kehrschelhannes. Angestellter der Müllabfuhr. Zusammengesetzt aus Kehrschel und Hannes (aus Johannes). Frankfurterisch: khääschlhannes. „Du bist der Kerschelhannes/ Un stehst so sittsam hier/ Un kehrst de Dreck/ dagtäglich/ Vor annern ihre Dier” (Lachhannes, 1902). Kehrschelhannes im übertragenen Sinn für ungepflegter Mann. „Bei dem hat der Kehrschelhannes Gevatter gestanne” (F. Stoltze; aus: Hase, 1938). Vgl. auch FWB, Bd. III, S. 1433−1435. → Kehrschelkäthe. Auch: Kehrschelkathrine. Übertragen für: ungepflegte Frau. Frankfurterisch: khääschlkätt.
  • kein. Frankfurterisch: kåå(n). kein im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Kegel. Mhd. kegel. Frankfurterisch: keeschl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • kennen. Mhd. kennen. Frankfurterisch: khenne (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • Kerl. Frankfurterisch: khä(a)ll (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Kurzer Vokal vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Kern. Mhd. kërne. Frankfurterisch: khä(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Kurzer Vokal vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Kerze. Mhd. kerze. Frankfurterisch: khä(a)tts (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Kurzer Vokal vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Karst. Mhd. karst. Ein Hacke mit zwei Zähnen. Frankfurterisch: khååscht (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Kiesel. Mhd. kisel. Frankfurterisch: khissl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Kerb. Mhd. kirwe. Kirchweih. Frankfurterisch: khä(a)pp (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → Kerben (Plural). Mhd. kirwen. Frankfurterisch: khää(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Kiefer. Mhd. kienfarte. Frankfurterisch: khiivä (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • Kind. → Kindchen (Diminutiv). Frankfurterisch: khinnsche (Rauh, 1921a, §216.19.a, S. 256: Alte Endung -ECHEN).
  • Kirsche. Mhd. kirse. Frankfurterisch: khä(a)sch (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Kiste. Mhd. kiste. Frankfurterisch: khisst (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Klafter. Mhd. klâfter. Frankfurterisch: klåffdä (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem Â).
  • Klage. → beklagen. Frankfurterisch: beklååche (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe BE-).
  • Klammer. Mhd. klamer. Frankfurterisch: klåmmä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER). → klammern. Mhd. klameren. Frankfurterisch: klåmmänn (Rauh, 1921a, §216.14, S. 256: Alte Endung -EREN).
  • Kleber. Mhd. klëber. Frankfurterisch: kläwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER). kläwwerisch (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Klee. Mhd. klê. Frankfurterisch: klee (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • klein. → Kleinigkeit. Frankfurterisch: klaanischkhaat (Rauh, 1921a, §217.3, S. 257: Alte Endung -HEIT).
  • klopfen. Mhd. klopfen. Frankfurterisch: klobbe (Rauh, 1921a, §217.19, S. 260: Alte Endung -EN).
  • knacken. Mhd. knacken. Frankfurterisch: knagge (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Knebel. Mhd. knebel. Frankfurterisch: knäwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Knochen. Mhd. knochen. Frankfurterisch: knoche (Rauh, 1921a, §202, S. 234).
  • Knoddel. Mhd. knote. kleiner Mensch. Frankfurterisch: knoddl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Knorpel. Mhd. knorbel. Frankfurterisch: knoo(a)wl (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Knoten. Mhd. knoten. Frankfurterisch: knoode (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Knöttel. Mhd. knödel. Tierkot. Frankfurterisch: kneddl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • kommen. → du kommst. Mhd. cümest. Frankfurterisch: khimmst (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -EST). → kommst du. Frankfurterisch: khimmsde (Rauh, 1921a, §219.1.d, S. 263: Schwächung des DU Pronomens). → er kommt. Frankfurterisch: khimmt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET). → gekommen (Partizip). Mhd. kumen. Frankfurterisch: khomme (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN). → wenn ich komme. Frankfurterisch: wenndsch khomm (Rauh, 1921a, §219.1.a, S. 263: Schwächung des ICH Pronomens).
  • können. Frankfurterisch: khenne. → ich oder er kann. Mhd. kan. Frankfurterisch: khånn (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen). → der kann mich am Arsch lecken. Frankfurterisch: dä khåmmsch m aasch lägge (Rauh, 1921a, §219.1.a, S. 263: Schwächung des MICH Pronomens). → könnten (Konjunktiv Plural). Frankfurterisch: khennte. könnten im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • König. Frankfurterisch: kheenisch (Rauh, 1921a, §217.6, S. 258: Alte Endung und -INC).
  • Kopf. Frankfurterisch: khopp; auch: khopph (Rauh, 1921a, §67, S. 76: schwach behauchte Fortis im Auslaut). → Köpfe (Plural). Frankfurterisch: khepp. Köpfe im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Koller. Mhd. koler. Wutanfall. Frankfurterisch: khollä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Korb. → Körbe (Plural). Mhd. körbe. Frankfurterisch: khä(a)pp (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • kotzen. Frühes Nhd. koppezen. Frankfurterisch: kottse (Rauh, 1921a, §216.18, S. 256: Alte Endung -EZEN).
  • krachen. Mhd. krachen. Frankfurterisch: krache (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • Kraft. Mhd. kraft. Frankfurterisch: krafft (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Kragen. Mhd. kragen. Frankfurterisch: krååche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Kranz. Frankfurterisch: krånnds. → Kränze (Plural). Frankfurterisch: krennds.
  • Krebs. Mhd. krëbe𝔷. Frankfurterisch: kräpps (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • kreischen. → gekrischen. Frankfurterisch: gekrische (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Krieg. Frankfurterisch: kriisch. Bürgerkrieg im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • kriegen. Mhd. kriegen. bekommen. Frankfurterisch: kriije; auch: krische (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Kürzung von alten IE vor CH, SCH, G, K).
  • Kröte. → Kröten (Plural). Mhd. kroten. Kleine Mädchen. Frankfurterisch: krodde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Kuchen. Mhd. kuochen. Frankfurterisch: khuche (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). → Lebkuchen. Mhd. lëbekuochen. Frankfurterisch: läppkhuche (Rauh, 1921a, §208, S. 241).
  • küssen. Mhd. küssen. Frankfurterisch: khisse (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • Kugel. Mhd. kugel. Frankfurterisch: khuchll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Kümmel. Mhd. kümel. Frankfurterisch: khimml (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Kunst. Frankfurterisch: kunnst. Kunststücke im Frankfurter Lautdenkmal (1937): [kunstʃtigæ] bzw. kunnstschtiggä,
    .
  • Kürbis. Mhd. kürbiz. Frankfurterisch: khää(a)wes (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • kurz. Mhd. kurz. Frankfurterisch: kho(a)tts (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

L

  • lachen. Mhd. lachen. Frankfurterisch: lache (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Laden. Mhd. laden. Frankfurterisch: lååde (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Lager. Mhd. lager. Frankfurterisch: lååchä (Rauh, 1921a, §204.2.b, S. 237: Langer Vokal vor -ER).
  • lahm. Mhd. lam. Frankfurterisch: lååm (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • lang. → längst. Mhd. lenges. Frankfurterisch: lengss (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -ES).
  • lassen. Mhd. lâ𝔷en. Frankfurterisch: losse; auch: låsse (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â).
  • Latte. Mhd. latte. Frankfurterisch: latt (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Leber. Mhd. lëber. Frankfurterisch: läwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Leder. Mhd. lëder. Frankfurterisch: läddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • leiden. → gelitten (Part. Prät.). Mhd. geliten. Frankfurterisch: gelidde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • ledig. Mhd. ledec. Frankfurterisch: leddisch (Rauh, 1921a, §206, S. 240: Kurzer Vokal vor alten -ECH, -ICH, -EC und -IGE).
  • Lerche. Mhd. lêreche. Frankfurterisch: lä(a)sch (Rauh, 1921a, §214.4, S. 250: Kürzung von altlangem Ê).
  • gelesen. Mhd. gelësen. Frankfurterisch: gelääse (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Licht. Mhd. lieht. Frankfurterisch: lischtt (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Kürzung von alten IE vor CH, SCH, G, K).
  • liefern. Mhd. liebern. Frankfurterisch: liwwän (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).
  • loben. Mhd. loben. Frankfurterisch: loowe (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Loch. Frankfurterisch: loch. → Löcher (Plural). Hochdeutsch: löch(a). Frankfurterisch: leschä.
  • Lorber. Mhd. lôrber. Frankfurterisch: lo(a)bää(a) (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).
  • lüderlich. Mhd. liederlich. Frankfurterisch: liddälisch (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE).
  • gelogen. Mhd. gelogen. Frankfurterisch: gelooche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).

M

  • mager. Mhd. mager. Frankfurterisch: mååchä (Rauh, 1921a, §204.2.b, S. 237: Langer Vokal vor -ER).
  • mahlen. Mhd. malen. Frankfurterisch: mååle (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Marbel. Mhd. marbel. Große Kugel beim Klickerspiel. Frankfurterisch: måå(a)wl (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Mark. Mhd. marc. Frankfurterisch: mååk (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Mehl. Mhd. mël. Frankfurterisch: määl (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • meinen. → Meinung. Mhd. meinunge. Frankfurterisch: maanung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).
  • Meister. Frankfurterisch: maasdä. Bürgermeister im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Mensch. Mhd. mensch. Frankfurterisch: menndsch (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Messing. Mhd. messinc. Frankfurterisch: messing (Rauh, 1921a, §217.6, S. 257: Alte Endung und -INC).
  • mich. Mhd. mich. Frankfurterisch: misch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • mir (betont). Frankfurterisch: mii(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → mir (unbetont). Frankfurterisch: (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → mir es. Mhd. mir e𝔷. Frankfurterisch: mäss (Rauh, 1921a, §217.14.a, S. 259: Alte Endung -EZE).
  • mit. → mit ihm. Frankfurterisch: mimm (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHM Pronomens).
  • mögen. → ich oder er mag. Mhd. mac. Frankfurterisch: mååch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen).
  • Molch. Mhd. mol. Frankfurterisch: molldsch (Rauh, 1921a, §217.9.a, S. 258).
  • Monat. Mhd. mânôt. Frankfurterisch: moonått (Rauh, 1921a, §217.2, S. 257: Alte Endung -OT).
  • Mord. → Mörder. Mhd. mordære. Frankfurterisch: mä(a)ddä (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • morgen. Mhd. morgen. Frankfurterisch: moo(a)je (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • mürbe. → Mürbes. Mhd. mürwe. Mürbegebäck. Frankfurterisch: mää(a)wes (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • müssen. Mhd. üe𝔷en. Frankfurterisch: misse (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten ÜE). → ich oder er muss. Mhd. muo𝔷. Frankfurterisch: muss (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten UO).
  • Mutter. Mhd. muoter. Frankfurterisch: muddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER). schwischämuddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).

N

  • Nabel. Mhd. nabel. Frankfurterisch: nåwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Nachbar. Mhd. nâchgebûre. Frankfurterisch: nåchbä (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â). → Nachbarschaft. Frankfurterisch: nåchbäschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).
  • Nacht. Mhd. naht. Frankfurterisch: nåchtt (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Nagel. Mhd. nagel. Frankfurterisch: nååchl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL). → Nägel (Plural). Mhd. nägele. Frankfurterisch: nääschl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).
  • nah. → nächst. Mhd. næhest. Frankfurterisch: nekkst (Rauh, 1921a, §214.3, S. 250: Kürzung von altlangem æ).
  • nähen. → Näherin. Mhd. næherinne. Frankfurterisch: needänn (Rauh, 1921a, §216.1.b, S. 254: Alte Endung -INNE).
  • Name. Mhd. namen. Frankfurterisch: nååme (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Narr. → närrisch. Frankfurterisch: nä(a)sch; auch: narrisch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).
  • Nase. Mhd. nase. Frankfurterisch: nåås (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • nass. Mhd. na𝔷. Frankfurterisch: nass (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Natter. Mhd. nâter. Frankfurterisch: nåddä (Rauh, 1921a, §214.3, S. 249: Kürzung von altlangem Â).
  • natürlich. Frankfurterisch: nååtii(a)lisch. natürlich im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Nebel. Mhd. nëbel. Frankfurterisch: näwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • neben. Mhd. nëben. Frankfurterisch: nääwe (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale). → neben ihn. Frankfurterisch: nääwänn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).
  • nehmen. Mhd. nëmen. Frankfurterisch: nemme (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN). → er nimmt. Frankfurterisch: nimmt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET). → nimm es ihnen. Frankfurterisch: nemmsn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens). → genommen (Partizip). Mhd. genommen. Frankfurterisch: genomme (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • nichts. Mhd. nihtes. Frankfurterisch: nikks (Rauh, 1921a, §217.15, S. 259: Alte Endung -ES).
  • nieder. → niedrig. Mhd. nideric. Frankfurterisch: nidderisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • nirgends. Mhd. nirgen. Frankfurterisch: nääinds (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • nörgeln. Frankfurterisch: nääile (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • nüchtern. Mhd. nüechtern. Frankfurterisch: nischddän (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Nudel. Frankfurterisch: nuudl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • Nutzen. → benützen. Frankfurterisch: benittse (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe BE-).

O

  • Obst. Mhd. obez. Frankfurterisch: oppst (Rauh, 1921a, §217.14.a, S. 259: Alte Endung -EZE).
  • Ochse. Mhd. ohse. Frankfurterisch: okks (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • oder. Mhd. oder. Frankfurterisch: oddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Olwel. Frankfurterisch: [olvḷ] bzw. [olwl]. Im Lautdenkmal (1937), du Olwel:
    . Im 19. Jahrhundert bei Stoltze unter anderem in der Bedeutung eines dummen oder tappsigen bzw. ungeschickten Menschen [FLR, 1861], bei Oppel auch albern [OpR I, 21, 9], im 20. Jahrhundert dann auch nach Rauh (1941, S. 58) zunehmend noch negativ konnotiert, etwa Rüpel oder unhöflich. Bei Rauh (ibid.) ist Olwel das „Allerweltsschimpfwort, das der Frankfurter stets bereit hat, um einen Menschen zu bezeichnen, der ihn belästigt hat oder ihm in irgend einer Weise unangenehm ist”. Vgl. auch FWB (Bd. IV, S. 2229–2231).
    Verwandt ist das Adjektiv olwerig in der entsprechenden Bedeutung. Frankfurterisch: [*olværiʃ] bzw. [*olwärisch].
    Die Herkunft des Wortes Olwel ist unklar. In gleicher Bedeutung taucht es auch im Südhessischen [SHWB, Bd. 1, Sp. 177-178], im Hessischen [Pfister 1896, S. 197], im Pfälzischen [PfWb, Bd. 1, Sp. 159] und sogar im Elsässischen auf [ElsWB, B. 1, Sp. 35a]. Sicher scheint es auf altes mhd. alwære/alwâre (albern) zurückzugehen (z. B. „du bist vil alwære” im armen Heinrich von 1195; BMZ Bd. I, Sp. 27a). In albern hatte sich im Hochdeutschen der ursprüngliche Konsonant W ab dem 16. Jahrhundert in ein B verwandelt, was aber dann im Frankfurterischen erhalten geblieben sein müsste [DWB, Bd. 1, Sp. 201].
    Der Übergang von kurzem A zu O vor L will allerdings für Frankfurt und Umgebung des 19. Jahrhunderts nicht als Regel passen, auch wenn in alten Frankfurter Urkunden des Mittelalters öfter das O-Zeichen an solchen Stellen vorkam [Wülcker 1877, S. 19; Moser 1929, S. 117]. In keinem anderen Frankfurter Wort steht O für A vor L. So ist eher anzunehmen, dass eine Vermischung mit einem anderen ähnlich lautenden Wort gleicher Bedeutung vorliegt. Kehrein (1891, S. 299), der Olwel für Sachsenhausen belegt, schlägt vor, die alte Form von Kamel anzusetzen, da ja auch Kamel in der Bezeichnung von dummen oder ungeschickten Menschen verwendet wird. Die alte und mittlerweile verschollene Form von Kamel aus der Zeit vor den Kreuzzügen ist nämlich Olbent, das möglicherweise auf semitische Wurzeln zurückgeht und unserem Olwel sehr ähnlich geht (der olbenten, daʒ walhe heiʒent camelum nach BMZ, Bd. 2, Sp. 437a; DWB Bd. 11, Sp. 95). Hier hätte sich das B in Olbent in ein W wandeln müssen, was ein auch für das Frankfurterische durchaus üblicher Vorgang ist, werden doch beide Konsonanten an der Lippe gesprochen.
  • Ohr. Mhd. ôre. Frankfurterisch: oo(a) (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • ordnen. → ordentlich. Frankfurterisch: o(a)ndlisch; auch: oo(a)ndlisch (Rauh, 1921a, §216.5, S. 254: Alte Endung -LÎCHE).
  • Osten. Mhd. ôsten. Frankfurterisch: ossde (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).

P

  • Pfad. Mhd. pfat. Frankfurterisch: phååt (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • Pfarrer. Mhd. pfarrære. Frankfurterisch: pharrä (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten). → Pfarrturm. Frankfurter Domturm. Frankfurterisch: phatho(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Pflanze. Mhd. pflanze. Frankfurterisch: plånnds (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • pfeifen. → gepfiffen. Frankfurterisch: gephivve (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-). → pfiffig. Frankfurterisch: phivvisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • Pfennig. Mhd. phenic. Frankfurterisch: phenning (Rauh, 1921a, §217.6, S. 257: Alte Endung und -INC).
  • Pfirsich. Frankfurterisch: phä(a)sching (Rauh, 1921a, §217.6, S. 257: Alte Endung und -INC).
  • Pfropfen. Mhd. pfropfen. Frankfurterisch: probbe (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • plärren. Mhd. blêren. Frankfurterisch: plärre (Rauh, 1921a, §214.4, S. 250: Kürzung von altlangem Ê).
  • platt. Mhd. plat. Frankfurterisch: platt (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T). → Platten (Plural). Mhd. blaten. Frankfurterisch: pladde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • predigen. Mhd. bredigen. Frankfurterisch: preddische (Rauh, 1921a, §206, S. 240: Kurzer Vokal vor alten -ECH, -ICH, -EC und -IGE). → Predigt. Mhd. bredige. Frankfurterisch: preddisch (Rauh, 1921a, §206, S. 240: Kurzer Vokal vor alten -ECH, -ICH, -EC und -IGE).
  • Prügel. Mhd. brügel. Frankfurterisch: prischll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

Q

  • Qual. → quälen. Mhd. quelen. Frankfurterisch: kweele (Rauh, 1921a, §217.19, S. 260: Alte Endung -EN).
  • quer. Mhd. twër. Frankfurterisch: kwää(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246).

R

  • Rad. Mhd. rat. Frankfurterisch: rååt (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten). → Rädchen (Diminutiv). Frankfurterisch: räätsche (Rauh, 1921a, §216.19.a, S. 256: Alte Endung -ECHEN).
  • rasch. Mhd. rasch. Frankfurterisch: rasch (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Ratte. Frankfurterisch: ratt; auch: ratth (Rauh, 1921a, §67, S. 76: schwach behauchte Fortis im Auslaut).
  • rechnen. Mhd. rëchenen. Frankfurterisch: rääschene (Rauh, 1921a, §216.12, S. 255: Alte Endung -ENEN).
  • Recht. ⊙ Frankfurter Vororte: rääscht (Rauh, 1921a, §209, S. 242).
  • reden. Mhd. reden. Frankfurterisch: redde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN). → Reden (Plural). Mhd. reden. Frankfurterisch: redde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Regen. Hochdeutsch: reegen. Frankfurterisch: rääsche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • reiben. → gerieben (Part. Prät.). Mhd. geriben. Frankfurterisch: geriwwe (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • reiten. → geritten (Part. Prät.). Mhd. geriten. Frankfurterisch: geridde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Rettich. Mhd. rætîch. Frankfurterisch: reddisch (Rauh, 1921a, §217.9.b, S. 258).
  • riechen. Mhd. riechen. Frankfurterisch: rische (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Kürzung von alten IE vor CH, SCH, G, K).
  • Riegel. Mhd. rigel. Frankfurterisch: rischll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL). → riegeln. Frankfurterisch: rischelle (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Rock. Frankfurterisch: rokk; auch: rokkh (Rauh, 1921a, §67, S. 76: schwach behauchte Fortis im Auslaut).
  • Rost. Mhd. rost. Frankfurterisch: rosst (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).
  • Rübe. Mhd. rüebe. Frankfurterisch: riip (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Ruhe. → ruhig. Frankfurterisch: ruisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • Rüssel. Mhd. rue𝔷el. Frankfurterisch: rissl (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten ÜE).
  • rüsten. → Gerüst. Mhd. gerüste. Frankfurterisch: gerisst (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt).

SCH

  • scharf. Mhd. scharf. Frankfurterisch: schåff (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 244: Rückverkürzungen).
  • Scharte. Mhd. scharte. Frankfurterisch: schååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • schaden. → es schadet nichts. Frankfurterisch: s schått nikks (Rauh, 1921a, §219.1.f, S. 263).
  • schaffen. Mhd. schaffen. Frankfurterisch: schavve (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Schatten. Frankfurterisch: schådde. Ab etwa 1925 dann: schadde. → Schattenbembel. Zusammengesetzt aus Schatten und Bämpel, hier in der Bedeutung Brunenschwengel. Spöttisch für einen sehr schlanken Menschen. Frankfurterisch: schåddebemmbl.
  • scheel. Mhd. schël. Frankfurterisch: schääl (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Scheiße. → bescheißen. Betrügen. Frankfurterisch: pschaise (Rauh, 1921a, §215.1.b, S. 252). → beschissen. Mhd. beschi𝔷en. Frankfurterisch: pschisse (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).
  • schenken. Mhd. schenken. Frankfurterisch: schengge (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • Scherbe. → Scherben. Mhd. schërben. Frankfurterisch: schää(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • scheren. Mhd. schëren. Frankfurterisch: schää(a)n (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Schiefer. Mhd. schiver. Frankfurterisch: schiwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Schimmel. → schimmelig. Frankfurterisch: schimmelisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • Schlaf. Frankfurterisch: schlååf.
  • schlagen. → Schlag. Mhd. slac. Frankfurterisch: schlååch (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • schlecht. Mhd. slëcht. Frankfurterisch: schläät; auch: schlääscht (Rauh, 1921a, §209, S. 242).
  • schlummbisch. Unordentlich. Frankfurterisch: schlummbisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • Schlüssel. Mhd. slü𝔷𝔷el. Frankfurterisch: schlissl (Rauh, 1921a, §202, S. 234).
  • schmal. Mhd. smal. Frankfurterisch: schmåål (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • schmatzen. Mhd. smackezen. Frankfurterisch: schmattse (Rauh, 1921a, §216.18, S. 256: Alte Endung -EZEN).
  • Schmiede. Mhd. schmitte. Frankfurterisch: schmitt (Rauh, 1921a, §202, S. 234).
  • Schmirgel. Mhd. smirgel. Frankfurterisch: schmääil (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Schnabel. Mhd. snabel. Frankfurterisch: schnåwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL). → Schnäbel (Plural). Mhd. snabele. Frankfurterisch: schnäwwl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).
  • Schnalle. Mhd. snalle. Frankfurterisch: schnall (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Schnärsch. Ahd. snurikha. Mhd. snürche. Schwiegertochter. Frankfurterisch: schnä(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Schnitt. Mhd. snit. Frankfurterisch: schnitt (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T).
  • Schmied. Mhd. smit. Frankfurterisch: schmitt (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T).
  • schnorren. Mhd. snurren. Frankfurterisch: schno(a)nn (Rauh, 1921a, §217.19.Anm. 1, S. 260: Alte Endung -EN).
  • Schnur. → schnüren. Mhd. snüeren. Frankfurterisch: schnii(a)n (Rauh, 1921a, §217.19.Anm. 1, S. 260: Alte Endung -EN).
  • schon. Mhd. schône. Frankfurterisch: schonnt (Rauh, 1921a, §214.5, S. 250: Kürzung von altlangem Ô).
  • schoen. → schöner (Komparativ). Mhd. schœner. Frankfurterisch: schennä (Rauh, 1921a, §214.6, S. 250: Kürzung von altlangem œ). → schönste (Superlativ). Mhd. schœneste. Frankfurterisch: schennsde (Rauh, 1921a, §214.6, S. 250: Kürzung von altlangem œ).
  • schreiben. → Geschreibsel. Frankfurterisch: kschrippsl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • Schreiner. Mhd. schrînære. Frankfurterisch: schråinä (Rauh, 1921a, §216.9, S. 254: Alte Endung -æRE).
  • schuckeln. Mhd. schockelen. Frankfurterisch: schoggele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • Schuh. Mhd. schuoh. Frankfurterisch: schukk (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). Ab etwa 1925 dann: schuu (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Einfluss der Schriftsprache). → Schühchen (Dimunitiv). Frankfurterisch: schigglsche (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). → Schuster. Mhd. schuosutære. Frankfurterisch: schussdä (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Schuld. → unschuldig. Frankfurterisch: uu(n)schullisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • Schüssel. Mhd. schü𝔷𝔷el. Frankfurterisch: schissl (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).
  • schütten. Mhd. schütten. Frankfurterisch: schidde (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • schütteln. Frankfurterisch: schiddele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • Schulter. Mhd. schulter. Frankfurterisch: schulldä (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • Schurz. Mhd. schurz. Frankfurterisch: scho(a)tts (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Schwade. Mhd. swaden. dicker Dunst. Frankfurterisch: schwåddm (Rauh, 1921a, §204.3, S. 237: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EM). → Schwaden (Plural). Mhd. swademen. Frankfurterisch: schwaddeme (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EMEN).
  • Schwanheim. Frankfurterisch: schwåånm (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • Schwanz. → Schwänzchen (Diminutiv). Frankfurterisch: schwennsii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • Schwarte. Mhd. swarte. Frankfurterisch: schwååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • schwarz. Mhd. schwarz. Frankfurterisch: schwåtts (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 244: Rückverkürzungen).
  • schweigen. → geschwiegen (Part. Prät.). Mhd. geswigen. Frankfurterisch: kschwische (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • schwimmen. Mhd. swimmen. Frankfurterisch: schwimme (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • Schwefel. Mhd. swëvel. Frankfurterisch: schwäwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

SP

  • Spargel. Mhd. spargen. Frankfurterisch: schbååil; auch: schboo(a)je (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Spatz. → Spätzlein (Diminutiv). Frankfurterisch: schbättsii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • Sperber. Mhd. sperwære. Frankfurterisch: schbää(a)wä (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Spiegel. Mhd. spiegel. Frankfurterisch: schbischll (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Kürzung von alten IE vor CH, SCH, G, K).
  • spielen. Mhd. spilen. Frankfurterisch: schbiile (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).
  • spinnen. → Spinnerin. Frankfurterisch: schbinnänn (Rauh, 1921a, §216.1.b, S. 254: Alte Endung -INNE).
  • spuelen. Hochdeutsch: schpüülen. Frankfurterisch: schbiile.
  • spüren. Mhd. spüren. Frankfurterisch: schbii(a)n (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • springen. Mhd. springen. Frankfurterisch: schpringe (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • spritzen. Mhd. sprützen. Frankfurterisch: schprittse (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).

ST

  • Stab. Mhd. stab. Frankfurterisch: schdååp (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • Stall. Mhd. stahel. Frankfurterisch: schdåål (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • Stamm. Mhd. stam. Frankfurterisch: schdåmm (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal).
  • Stange. Mhd. stange. Frankfurterisch: schdång (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 97: Verdunkeltes wsg. A vor Nasal).
  • stark. Mhd. starc. Frankfurterisch: schdåkk (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 244: Rückverkürzungen).
  • stechen. → er sticht. Frankfurterisch: schdischtt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET).
  • stehen. → Ständchen (Diminutiv). Frankfurterisch: schdennsche (Rauh, 1921a, §216.19.a, S. 256: Alte Endung -ECHEN).
  • stehlen. Mhd. stëlen. Frankfurterisch: schdääle (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • steigen. → gestiegen (Part. Prät.). Mhd. gestiegen. Frankfurterisch: kschdische (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • sterben. Mhd. sterben. Frankfurterisch: schdää(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M). → gestorben. Frankfurterisch: kschdoo(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Stern. Mhd. stërne. Frankfurterisch: schdä(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Kurzer Vokal vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Stiel. Mhd. stil. Frankfurterisch: schdiil (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • Storch. Ahd. storak. Mhd. storch. Frankfurterisch: schdo(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Straße. Mhd. strâ𝔷e. Frankfurterisch: schtråås (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • strubbelig. Frankfurterisch: schtruwwelisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • Strumpf. Mhd. strumpf. Frankfurterisch: schtrummp (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • stechen. Mhd. stëchen. Frankfurterisch: schdäsche (Rauh, 1921a, §202, S. 234).
  • Steg. Mhd. stëc. Frankfurterisch: schdääsch (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • Stiefel. Mhd. stivel. Frankfurterisch: schdiwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Stöppsel. Auch: kleiner dicker Mann. Frankfurterisch: schdeppsl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • Storch. Ahd. storak. Mhd. storch. Frankfurterisch: schdo(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • stören. → stör ihn. Frankfurterisch: schdää(a)n (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).
  • Stück. Frankfurterisch: schtikk. Kunststücke (Plural) im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • stumpen. Frankfurterisch: schdummbn (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • Sturm. Mhd. strum. Frankfurterisch: schdo(a)mm (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

S

  • Sachsenhausen. → sachsenhäuserisch. Frankfurterisch: sakksehoisäsch; auch: sakksehoiserisch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).
  • Sack. Mhd. sac. Frankfurterisch: sakk (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Saft. Mhd. saft. Frankfurterisch: safft (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Säge. Mhd. säge. Frankfurterisch: sääsch (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).
  • sagen. Hochdeutsch: saagen. Frankfurterisch: sååche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale). → du sagst. Frankfurterisch: sääschst (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Langer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal). Ab etwa 1925 dann: säschsst (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Rückverürzung). → er sagt. Frankfurterisch: sääscht (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Langer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal). Ab etwa 1925 dann: säschtt (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Rückverürzung). → sag ihnen. Frankfurterisch: sååchn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).
  • Salz. Mhd. salz. Frankfurterisch: sallss (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • sammeln. Mhd. samelen. Frankfurterisch: såmmele (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • satt. Mhd. sat. Frankfurterisch: satt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Segel. Mhd. sëgel. Frankfurterisch: sääschl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • segnen. Mhd. sëgenen. Frankfurterisch: sääschene (Rauh, 1921a, §216.12, S. 255: Alte Endung -ENEN).
  • sehen. Mhd. sëhen. Frankfurterisch: sääe (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Seide. → seiden. Mhd. sîdîn. Aus Seide. Frankfurterisch: saide (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • sein. → ich bin. Mhd. bin. Frankfurterisch: binn (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen). → ich bin es. Frankfurterisch: sch binnds (Rauh, 1921a, §219.1.f, S. 263). → du bist. Mhd. bist. Frankfurterisch: bisst (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). → er ist. Mhd. is. Frankfurterisch: iss (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen). → wir sind. Mhd. sind. Frankfurterisch: sinn (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). → werden. Mhd. wërden. Frankfurterisch: wää(a)n (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). → ich oder er war. Frankfurterisch: wåå (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • Senf. Mhd. sënef. Frankfurterisch: semmf; auch: semmft (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Sehne. Mhd. sëne. Frankfurterisch: seen (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • sich. Mhd. sich. Frankfurterisch: sisch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • sieden. → gesotten (Partizip). Mhd. gesoten. Frankfurterisch: ksodde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Sims. Mhd. simez. Frankfurterisch: simms (Rauh, 1921a, §217.14.a, S. 259: Alte Endung -EZE).
  • Sippe. → Sippschaft. Frankfurterisch: sippschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).
  • sollen. → ich oder er soll. Mhd. sol. Frankfurterisch: soll (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen).
  • Sommer. Mhd. somer. Frankfurterisch: sommä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • sorgen. Mhd. sorgen. Frankfurterisch: soo(a)jä (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M). → Sorge. Mhd. sorge. Frankfurterisch: so(a)sch (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • suchen. Mhd. suochen. Frankfurterisch: suche (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).

T

  • Tafel. Mhd. tavel. Frankfurterisch: dååvl (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).
  • Tag. Mhd. tac. Frankfurterisch: dååch (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).
  • Tasche. Frankfurterisch: dasch. Im Mittelalter wohl gesprochen als: däsch.
  • taub. Mhd. toup. Frankfurterisch: daap (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Teppich. Mhd. teppîche. Frankfurterisch: debbisch (Rauh, 1921a, §217.9.b, S. 258).
  • teuer. → teuerst. Mhd. tiureste. Frankfurterisch: dojjäschtt (Rauh, 1921a, §216.15, S. 256: Alte Endung -ESTE).
  • Teufel. Hochdeutsch: toüfel. Frankfurterisch: daiwl.
  • Tisch. Mhd. tisch. Frankfurterisch: disch (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). → Tischchen (Diminutiv). Frankfurterisch: dischii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN). Ab etwa 1925 dann: dischje (Rauh, 1921a, §216.19.a.Anm, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • Tor. Frankfurterisch: doo(a).
  • tot. Mhd. tôt. Frankfurterisch: doot (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • tragen. → getragen. Frankfurterisch: getrååche (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Traufe. Mhd. troufe. Frankfurterisch: traaf (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • treten. Mhd. trëten. Frankfurterisch: trääde (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • treiben. → getrieben (Part. Prät.). Mhd. getriben. Frankfurterisch: getriwwe (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Tuch. Mhd. tuoch. Frankfurterisch: duch (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). → Tüchlein (Diminutiv). Frankfurterisch: dischlsche (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Tupfen. → getüpfelt. Frankfurterisch: gedibblt (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Tür. Mhd. türe. Frankfurterisch: dii(a) (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • tun. Frankfurterisch: duun. → getan. Frankfurterisch: geddåå(n).
  • Turm. → Pfarrturm. Frankfurter Domturm. Frankfurterisch: phatho(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

U

  • übel. Mhd. übel. Frankfurterisch: iwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • üben. → Übung. Mhd. üebunge. Frankfurterisch: iiwung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).
  • über. Mhd. über. Frankfurterisch: iwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER). triwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER). vorüber im Frankfurter Lautdenkmal (1937): [forivæ] bzw. forriwwä,
    . → übrig. Mhd. überic. Frankfurterisch: iwwerisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • Ungeziefer. Mhd. ungeziber. Frankfurterisch: uu(n)getsiwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • unter. → unter ihnen. Frankfurterisch: unnänn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).
  • Urteil. Mhd. urteil. Frankfurterisch: o(a)ddaal (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Urlaub. Mhd. urloub. Frankfurterisch: o(a)llaap (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Ursula. Einfältiges auch ungezogenes Mädchen. Frankfurterisch: o(a)schll (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Urteil. Mhd. urteil. Frankfurterisch: o(a)ddaal (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).

V

  • Vater. Mhd. vater. Frankfurterisch: fåddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • verbieten. → verboten (Partizip). Frankfurterisch: fäbodde (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • verderben. → verdorben. Frankfurterisch: fädoo(a)we (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • verloren. Mhd. verloren. Frankfurterisch: fäloo(a)n (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Vetter. Mhd. veter. Frankfurterisch: feddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • viel. → soviel. Frankfurterisch: soovl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262). → wieviel. Frankfurterisch: wivvl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • vier. → der Vierte. Mhd. viert. Frankfurterisch: fä(a)tt (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE). → vierzig. Mhd. vierzec. Frankfurterisch: fä(a)ttsisch (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE). → Viertel. Mhd. vierteil. Frankfurterisch: fä(a)ddl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • Vogel. Mhd. vogel. Frankfurterisch: foochl (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut). → Vögel (Plural). Mhd. vogele. Frankfurterisch: feeschl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).
  • vor (betont). Frankfurterisch: foo(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → vor (unbetont). Frankfurterisch: fo (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • Vorteil. Frankfurterisch: fo(a)daal (Rauh, 1921a, §218.1, S. 262).

W

  • Wade. Mhd. wade. Frankfurterisch: wååt (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wabe. Mhd. wabe. Frankfurterisch: wååp (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wachs. Mhd. wahs. Frankfurterisch: wåkks (Rauh, 1921a, §90.1.Anm. 1, S. 97: Analogieverdunklung wsg. A).
  • wägen. Mhd. wëgen. Frankfurterisch: wääsche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • wälken. Mhd. wëlken. Frankfurterisch: wällge (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • wagen. Mhd. wagen. Frankfurterisch: wååche (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wald. Mhd. walt. Frankfurterisch: walt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Walze. Mhd. walze. Frankfurterisch: walds (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • Wand. Mhd. want. Frankfurterisch: wånnt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Ware. Mhd. ware. Frankfurterisch: wåå (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • warm. Mhd. warm. Frankfurterisch: wååm (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). → Wärme. Mhd. werme. Frankfurterisch: wää(a)m (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Warte. Mhd. warte. Frankfurterisch: wååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: wåtr; auch: watt (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen). → Wärter. Frankfurterisch: wää(a)dä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: wä(a)ddä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • warten. Mhd. warten. Frankfurterisch: wååde (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: wådde; auch: wadde (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • was. Frankfurterisch: wåss (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • waschen. Frankfurterisch: wäsche (Rauh, 1921a, §202, S. 235). → Wäsche. Frankfurterisch: wäsch.
  • Wasen. Mhd. wase(m). Rasen. Frankfurterisch: wåssm (Rauh, 1921a, §204.3, S. 237: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EM).
  • Wasser. Mhd. wa𝔷𝔷er. Frankfurterisch: wassä (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Neutral gebliebenes wsg. A vor mehreren Konsonanten).
  • weben. Mhd. wëben. Frankfurterisch: wääwe (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wechsel. Mhd. wëhsel. Frankfurterisch: wäkksl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • Weide (Baum). Frankfurterisch: waid.
  • Weide (Wiese). Frankfurterisch: waad.
  • Weilholz. Mhd. würgen. Holz zum Glätten des Teigs. Frankfurterisch: wääilhollds (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Weg. Mhd. wëc. Frankfurterisch: wääsch (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten). Ab etwa 1925 dann: weesch.
  • weisen. → gewiesen (Part. Prät.). Mhd. gewisen. Frankfurterisch: gewisse (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • weit. Mhd. wît. Frankfurterisch: wait (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • wem. Mhd. wëme. Frankfurterisch: weem (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • wenn. → wenn du. Frankfurterisch: wenndsde (Rauh, 1921a, §219.1.d, S. 263: Schwächung des DU Pronomens). → wenn er. Frankfurterisch: wennä (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des ER Pronomens).
  • wer (betont). Frankfurterisch: wää(a) (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → wer (unbetont). Frankfurterisch: (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • werfen. Frankfurterisch: we(a)vve. → geworfen. Frankfurterisch: gewo(a)vve.
  • Werk. Mhd. wërak. Frankfurterisch: wä(a)sch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Wert. Mhd. wërt. Frankfurterisch: wää(a)t (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Wetter. Mhd. wëter. Frankfurterisch: wäddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • wickeln. Mhd. wickelen. Frankfurterisch: wiggele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • wieder. Mhd. wider. Frankfurterisch: widdä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • wider. Mhd. wider. gegen. Frankfurterisch: weddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Wiese. → Wiesen (Plural). Mhd. wisen. Frankfurterisch: wisse (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Wiesel. Mhd. wisel. Frankfurterisch: wissl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Wimper. Mhd. wintbrâ. Frankfurterisch: wimmbä (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • windeln. Mhd. windelen. Frankfurterisch: winnele (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • Wirbel. Mhd. wirbel. Frankfurterisch: wää(a)wl (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Wirsing. Frankfurterisch: wä(a)sching (Rauh, 1921a, §217.6, S. 257: Alte Endung und -INC).
  • Wirt. Mhd. wirt. Frankfurterisch: wä(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → Wirtschaft. Frankfurterisch: wär(a)ttschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).
  • wischen. Frankfurterisch: wische (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • wohnen. Mhd. wonen. Frankfurterisch: woone (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • wollen. → wir wollen. Frankfurterisch: me wolle (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des WIR Pronomens).
  • Wolle. → wollen. Mhd. wollîn. Aus Wolle. Frankfurterisch: wolle (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • Wort. Mhd. wort. Frankfurterisch: wo(a)tt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Wucher. Mhd. wuocher. Frankfurterisch: wuchä (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Wunder. → bewundern. Frankfurterisch: bewunnän (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe BE-).
  • Wurm. Mhd. wurm. Frankfurterisch: wo(a)mm (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Würfel. Mhd. würfel. Frankfurterisch: wä(a)vvl (Rauh, 1921a, §217.17, S. 260: Alte Endung -EL).
  • Wurst. Mhd. wurst. Frankfurterisch: wo(a)schtt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). Ab etwa 1925 dann: waschtt.
  • wuselig. Lebhaft flink in der Bewegung. Frankfurterisch: wusselisch (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).

Z

  • zahlen. Mhd. zalen. Frankfurterisch: tsååle (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Zapfen. Mhd. zapfen. Frankfurterisch: tsabbe (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • zart. Mhd. zart. Frankfurterisch: tsååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • zeichnen. Frankfurterisch: tsaaschene (Rauh, 1921a, §216.12, S. 256: Alte Endung -ENEN).
  • Zeile. Mhd. zile. Genauso in der Frankfurter Einkaufsstraße. Frankfurterisch: tsail (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Zeitung. Mhd. zîtunge. Frankfurterisch: tsaidung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).
  • zeugen. → Zeugnis. Frankfurterisch: tsoischniss (Rauh, 1921a, §216.2, S. 254: Alte Endung -NISSE).
  • Ziegel. Mhd. ziegel. Frankfurterisch: tsischll (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Kürzung von alten IE vor CH, SCH, G, K).
  • Zipfel. Mhd. zipfel. Frankfurterisch: tsibbl (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).
  • Zimt. Mhd. zimënt. Frankfurterisch: tsimmt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Zorn. Mhd. zorn. Frankfurterisch: tso(a)nn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Zuber. Mhd. zuber. Frankfurterisch: tsuwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Zug. Mhd. zug. Frankfurterisch: tsuuch (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten). Etwa bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: tsukk (Wülcker, 1877, S. 34).
  • Zügel. Mhd. zügel. Frankfurterisch: tsischll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • zwanzig. Mhd. zweinzec. Frankfurterisch: tswannsisch (Rauh, 1921a, §214.2, S. 249).
  • zwei. Frankfurterisch: tswaa. → zweit. Mhd. zweit. Frankfurterisch: tswatt; auch: tswaat (Rauh, 1921a, §214.2, S. 249).
  • Zwetschge. Frankfurterisch: kwettsch (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • Zwiebel. Mhd. zwibolle. Frankfurterisch: tswiwwl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • zwölf. Ahd. zwelif. Mhd. zwelf. Frankfurterisch: tswellf (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).

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Das wissenschaftliche Buch zum Frankfurter Stadtdialekt: Der VokalJäger (Deutsche Dialektgeographie, Band 122)