Wörterbuch


Carsten Keil (2017–2018)

Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB)

Erstellt nach den Aufzeichnungen Hans Ludwig Rauhs, Joseph Oppels und Anderer

Anzahl der Wörterbucheinträge (Stand 24.8.2018) : 2107

Inhalt

Einführung in das FAWB (diese Seite)
→ Einträge A-E
→ Einträge F-J
→ Einträge K-R
→ Einträge S-Z


Einführung in das Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB)

Das große historische Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB), dessen Online-Version hier entsteht, hat sich zu Aufgabe gestellt, insbesondere die bisher wenig beachteten handschriftlichen phonetisch-phonologischen Aufzeichnungen der Frankfurter Mundartforscher Hans Ludwig Rauh und Johann Joseph Oppel zu editieren und umfänglich sowie kontextualisiert zu publizieren. So ergänzt es das Frankfurter Wörterbuch (FWB), das ja seinen Fokus auf den historisch-soziologischen Hintergrund des Frankfurter Stadtdialekts setzt. Das FAWB liefert somit ein volles, buntes und wissenschaftlich solides Bild der Aussprache der Frankfurter Mundart – etwa von 1800 bis 1945 – und wie der Frankfurter Dialekt sich in dieser Zeit entwickelte.

Die Frankfurter Dialektaussprache des FAWB entspricht, falls nicht anders angegeben, dem des klassischen Frankfurterisch um 1920,  so wie in der Handschrift Rauh (1921a) beschrieben. Jüngeres Frankfurterisch aus den 1930-ern ist entweder die Jugendsprache aus Rauh (1921a) oder folgt Rauh/Bodensohn (1939–1945). Proben des Frankfurter Dialekts aus dem 19. Jahrhundert basieren auf Oppel (1839-1894) handschriftlichen Aufzeichnungen oder dem Artikel Wülcker (1877). Einer von mir erschlossenen Frankfurter Aussprache ist ein „*” vorangestellt.  Zur vollständigen wissenschaftlichen IPA-Notation, den originalen Belegen bzw. Lautschreibungen von Oppel, Wülcker und Rauh sowie insbesondere zu den phonetisch-phonologischen Erläuterungen sei vorerst noch auf Keil (2017, S. 283-426) verwiesen. Das in Keil (2017) gedruckte kleine Frankfurter Aussprachewörterbuch ist hier als Online-PDF-Leseprobe verfügbar.

Das Wörterbuch enthält Audiobeispiele, die der Frankfurter Aufnahme des „Lautdenkmals reichsdeutscher Mundarten” von 1937 entnommen wurden [Purschke 2014 f.]. Christoph Purschke stellte das Material zur Verfügung und der Deutsche Sprachatlas, Marburg, genehmigte die Internetpublikation auf dieser Webseite (Danke!).

Das normalisierte mittelhochdeutsche Referenzlemma ist mit Mhd. eingeleitet (entsprechend Ahd. für Althochdeutsch und Wsg. für Westgermanisch). Die in einigen Fällen gedruckte hochdeutsche Aussprache folgt im Wesentlichen der Deutschen Bühnensprache nach Siebs (1912).

Die einfache Lautschrift des Online-FAWB

Das Online-FAWB dokumentiert die Frankfurter Aussprache in der einfachen Lautumschrift (Erläuterungen zur Lautschrift sind in den Einträgen Die Vokale und Die Konsonanten sowie unter dem Menüpunkt Die Laute zu finden; siehe auch das zusammenfassende Schaubild unten für die Vokalzeichen). Die wichtigsten Regeln zur einfachen Umschrift, die im Wesentlichen der Schreibung bzw. Aussprache des Hochdeutschen folgt, sollen hier kurz wiederholt werden: Ein doppelter Vokal wird lang gesprochen, aa ist z. B. langes A, etwa in Frankfurter Mundart fraa für Frau. Folgt einem Vokal ein doppelter Konsonant, wird der Vokal kurz gesprochen, so hat z. B. Sack, sakk, ein kurzes A. Bei den Konsonantengruppen NG, CH und SCH ist insbesondere auf den Vokal zu achten: Der Igel, ischll, hat kurzes I, der Kegel, kẹẹschl, langes E. Diese Schreibung weicht natürlich von der üblichen Duden-Schreibung ab.


Die eigentlichen Wörterbucheinträge finden sich auf den folgenden Seiten, jeweils nach dem hochdeutschen Anfangsbuchstaben gruppiert:

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