S-Z

Carsten Keil (2017–2018)

Frankfurter Aussprachewörterbuch (FAWB): S bis Z

Erstellt nach den Aufzeichnungen Hans Ludwig Rauhs, Joseph Oppels und Anderer


Inhalt

→ Einführung in das FAWB und Lautschrift
→ Einträge A-E
→ Einträge F-J
→ Einträge K-R
→ Einträge S-Z (diese Seite)


SCH

  • Schaf. Mhd. schâf. Frankfurterisch: schååf (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schǫǫf (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • scharf. Mhd. scharf. Frankfurterisch: schåff (Rauh, 1921a, §90.2.c, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor R und Konsonant). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schǫff (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schaff (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • Scharte. Mhd. scharte. Frankfurterisch: schååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Schaden. Mhd. schaden. Frankfurterisch: schåddě (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schǫddě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schaddě (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • schaden. Mhd. schaden. Frankfurterisch: schaddě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164). → es schadet nichts. Frankfurterisch: s schått nikks (Rauh, 1921a, §219.1.f, S. 263).
  • schaffen. Mhd. schaffen. Frankfurterisch: schavvě (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • schaukeln. Mhd. aus: schocken. Frankfurterisch: schoggěllě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben). → Schaukelpferd. Frankfurterisch: schogglgaul (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).
  • Schatten. Mhd. schate-n. Frankfurterisch: schåddě (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schǫddě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schaddě (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation). → Schattenbembel. Zusammengesetzt aus Schatten und Bämpel, hier in der Bedeutung Brunenschwengel. Spöttisch für einen sehr schlanken Menschen. Frankfurterisch: schådděbẹmmbl.
  • Schaum. Mhd. schûm. Frankfurterisch: schaum (Rauh, 1921a, §119, S. 127: Mhd. Û erscheint als AU). → schäumen. Mhd. schûmen. Frankfurterisch: schaumě; auch: schaamě (Rauh, 1921a, §119, S. 127: Mhd. Û erscheint als AU).
  • Schawell. Aus lateinisch scabellum. Schemel. Frankfurterisch: schǎwwẹll (Rauh, 1921a, §140.Anm.1, S. 147).
  • scheel. Mhd. schël. Frankfurterisch: schääl (Rauh, 1921a, §21, S. 32). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schȁȁl (Rauh, 1921a, §21, S. 32).
  • Schein. Mhd. schîn. Frankfurterisch: schåiñ (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen).
  • Scheiße. → bescheißen. Betrügen. Frankfurterisch: pschaisě (Rauh, 1921a, §215.1.b, S. 252). → ♥Neu!♥ beschissen. Mhd. beschi𝔷en. Frankfurterisch: pschissě (Rauh, 1921a, §154.3, S. 169). Ab etwa 1925 zunehmend dann: běschissě (Rauh, 1921a, §154.Anm. 1, S. 169).
  • Scheitel. Mhd. scheitel. Frankfurterisch: schaidl (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128: Der Schriftsprache entnommen).
  • Schelle. Mhd. schëlle. Frankfurterisch: schäll (Rauh, 1921a, §140.Anm.1, S. 147).
  • schenden. Mhd. schenden. Schimpfen. Frankfurterisch: schẹnně (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).
  • schenken. Mhd. schenken. Frankfurterisch: schẹnggě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • schepp. Mhd. schëp. schief. Frankfurterisch: schäpp (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, kurz geblieben).
  • Scherbe. → Scherben. Mhd. schërben. Frankfurterisch: schȁȁǎwě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • scheren. Mhd. schëren. Frankfurterisch: schȁȁǎn (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale). → Schere. Mhd. schære. Frankfurterisch: schȁȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schȁȁ (Rauh, 1921a, §144.Anm. 4, S. 151).
  • scheuchen. Mhd. siuhne. Frankfurterisch: schoischě (Rauh, 1921a, §133.1, S. 139: Mhd. IU erscheint als OI).
  • scheuen. Mhd. schiuren. Frankfurterisch: schoịjě (Rauh, 1921a, §133.2, S. 139: Mhd. IU erscheint als OIJ vor Vokal).
  • Scheune. Mhd. schiure. Frankfurterisch: schoịjä (Rauh, 1921a, §121.2, S. 128: Mhd. IU erscheint als O mit Gleitlaut IJ vor Vokal).
  • schieben. Mhd. schieben. Frankfurterisch: schiiwě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I). → geschoben. Mhd. geschoben. Frankfurterisch: kschoowě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, gedehnt).
  • Schiefer. Mhd. schiever. Frankfurterisch: schiwwä (Rauh, 1921a, §18, S. 29). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schivvä (Rauh, 1921a, §18, S. 29).
  • schielen. Mhd. schiln. Frankfurterisch: schiilě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • Schirm. Mhd. schirm. Frankfurterisch: schȁǎmm (Rauh, 1921a, §147.3, S. 154).
  • schießen. Mhd. schie𝔷en. Frankfurterisch: schiischě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • Schimmel. → schimmelig. Frankfurterisch: schimmělisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • schlafen. Mhd. slâfen. Frankfurterisch: schlååvě (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schlǫǫvě (Rauh, 1921a, §110, S. 118). → Schlaf. Frankfurterisch: schlååf. ⊙Niederrad, Eckenheim, Eschersheim, Bonames, Praunheim, Ginnheim u. a. Vororte: schlơơvě (Rauh, 1921a, §10, S. 16).
  • schlagen. → Schlag. Mhd. slac. Frankfurterisch: schlååch (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten). → Schlaege. Mhd. slege. Frankfurterisch: schlẹẹsch (Rauh, 1921a, §20, S. 32). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schlääsch (Rauh, 1921a, §20, S. 32).
  • Schlär. Mund, wohl entstanden aus dem Zeitwort schlürfen. Frankfurterisch: schlȁǎ (Rauh, 1921a, §144.I.2, S. 151).
  • Schlauch. Mhd. slûch. Frankfurterisch: schlauch (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • schlecht. Mhd. slëht. Frankfurterisch: schlääscht (Rauh, 1921a, §21, S. 32). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schlȁȁscht (Rauh, 1921a, §21, S. 32).
  • schleichen. Mhd. slîchen. Frankfurterisch: schlaischě (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).
  • Schleier. Mhd. sleiger. Frankfurterisch: schlaịjä (Rauh, 1921a, §122.1. Anm. 3, S. 129). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schlaaịjä (Rauh, 1921a, §122.1, S. 129: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • schleifen. Mhd. sloufen. Frankfurterisch: schlaavě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → ungeschliffen. Frankfurterisch: uuñkschlivvě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ungkschlivvě; auch: uungkschlivvě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).
  • Schleim. Mhd. slîm. Frankfurterisch: schlåim (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen). → schleimen. Mhd. slîmen. Frankfurterisch: schlåimě (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen). ⊙Sachsenhausen: schloimě (Rauh, 1921a, §115.3. Anm. 4, S. 123).
  • schlenkern. Mhd. slenkern. Frankfurterisch: schlẹnggän (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).
  • schließen. Mhd. slie𝔷en. Frankfurterisch: schliisě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • Schloßen. Mhd. slo𝔷en. Hagelkörner. Frankfurterisch: schloosě (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).
  • Schlot. Mhd. slât. Frankfurterisch: schloot (Rauh, 1921a, §109.2, Anm. 1, S. 119: Mhd. Â wird langes O).
  • schlummbisch. Unordentlich. Frankfurterisch: schlummbisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • Schlüssel. Mhd. slü𝔷𝔷el. Frankfurterisch: schlissl (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I).
  • schmal. Mhd. smal. Frankfurterisch: schmåål (Rauh, 1921a, §140.Anm.1, S. 147).
  • schmatzen. Mhd. smackezen. Frankfurterisch: schmattsě (Rauh, 1921a, §216.18, S. 256: Alte Endung -EZEN).
  • schmeicheln. Mhd. smeicheln. Frankfurterisch: schmaischělě (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128: Der Schriftsprache entnommen).
  • Schmied. Mhd. smit. Frankfurterisch: schmitt (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T). → Schmiede. Mhd. schmitte. Frankfurterisch: schmitt (Rauh, 1921a, §202, S. 234).
  • schmieren. Mhd. smirn. Frankfurterisch: schmiiǎn (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • Schmirgel. Mhd. smirgel. Frankfurterisch: schmȁȁil (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Frau Schmitt. Frankfurterisch: schmiddinn (Rauh, 1921a, §152.1.d, S. 164).
  • Schmuhs. Aus hebräisch schemn’ōth. Leeres Geschwätz. Frankfurterisch: schmuus (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).
  • schmusen. Frankfurterisch: schmuusě (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128).
  • Schnabel. Mhd. snabel. Frankfurterisch: schnåwwl (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schnǫwwl (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schnawwl (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation). → Schnäbel (Plural). Mhd. snabele. Frankfurterisch: schnäwwl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).
  • Schnalle. Mhd. snalle. Frankfurterisch: schnall (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • Schärsch. Mhd. snürche. Schwiegertocheter. Frankfurterisch: schnȁǎsch (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).
  • schnaufen. Mhd. snûfen. Frankfurterisch: schnauvě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • schnäuzen. Mhd. sniuzen. Frankfurterisch: schnoitsě (Rauh, 1921a, §121.1, S. 128: Mhd. IU erscheint als OI).
  • Schnee. Mhd. snê. Frankfurterisch: schnẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 132: Mhd. Ê erscheint als langes E).
  • schneien. Mhd. snîhen. Frankfurterisch: schnaịjě (Rauh, 1921a, §115.2, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu A und J vor Vokal).
  • Schnitt. Mhd. snit. Frankfurterisch: schnitt (Rauh, 1921a, §210.b, S. 242: Erhaltene Kürze altkurzer Vokale vor T).
  • schnorren. Mhd. snurren. Frankfurterisch: schnǫǎnn (Rauh, 1921a, §217.19.Anm. 1, S. 260: Alte Endung -EN).
  • Schnorres. Schnurrbart. Frankfurterisch: schnǫrrěs (Rauh, 1921a, §143.2, S. 149).
  • schnuffeln. Mhd. snuffelen. Beriechen, mehrer Male geräuschvoll Atmen durch die Nase. Frankfurterisch: schnuvvěllě (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).
  • Schnupfen. Mhd. snupfe-n. Frankfurterisch: schnubbě (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).
  • Schnur. Mhd. snuor. Frankfurterisch: schnuuǎ (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U). → schnüren. Mhd. snüeren. Frankfurterisch: schniiǎn (Rauh, 1921a, §118, S. 125: Mhd. ÜE erscheint als langes I).
  • Schnur. Mhd. snur. Schiegermutter. Frankfurterisch: schnuuǎ (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).
  • schnurren. Mhd. snurren. Frankfurterisch: schnǫrrě; auch: schnǫǎnn (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor r plus Konsonant als kurzes offenes O).
  • Schnute. Mhd. snûte. Schnauze oder Mund. Frankfurterisch: schnuut (Rauh, 1921a, §119.Anm. 2, S. 127: Niederdeutsche Entlehung).
  • schocken. Mhd. schocken. werfen. Frankfurterisch: schoggě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben).
  • schon. Mhd. schôn. Frankfurterisch: schonnt; auch: schonn (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô gekürzt zu geschlossenem O). → ich werde schon kommen. Frankfurterisch: isch wȁǎ schong khommě; auch: isch wȁǎ schonnt khommě (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).
  • schön. Mhd. schœne. Frankfurterisch: scheeñ (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ erscheint als langes geschlossenes E). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schääñ; auch: schẹẹ (Rauh, 1921a, §130.1. Anm. 1, S. 136). → schöner. Mhd. schœner. Frankfurterisch: schẹnnä (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ gekürzt zu geschlossenem E). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schännä (Rauh, 1921a, §130.1. Anm. 1, S. 136). → schönste. Mhd. schœnste. Frankfurterisch: schẹnnsdě (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ gekürzt zu geschlossenem E). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schännsdě (Rauh, 1921a, §130.1. Anm. 1, S. 136). ⊙Oberrad: schiiñ (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • schonen. Mhd. schônen. Frankfurterisch: schooně (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).
  • schöpfen. Mhd. schepfen. Frankfurterisch: schẹbbě (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben). → schöpfe ihn voll. Frankfurterisch: schẹbbm foll (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).
  • Schoß. Mhd. schô𝔷. Frankfurterisch: schoos (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).
  • Schrank. Mhd. schanc. Frankfurterisch: schångk (Rauh, 1921a, §143.Anm. 1, S. 148). → Bobbelschengelsche (Diminutiv). Aus Puppenschränkchen. Eine Frankfurter Wirtschaft. Frankfurterisch: bobběschẹngglschě (Rauh, 1921a, §143.Anm. 1, S. 148).
  • schreiben. → Geschreibsel. Frankfurterisch: kschrippsl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • schreien. Frankfurterisch: schraịjě (Rauh, 1921a, §138.2, S. 145).
  • Schreiner. Mhd. schrîner. Frankfurterisch: schråinä (Rauh, 1921a, §115.3, S. 123: Mhd. altlanges Î wird zu AI mit dunklem A vor Nasalen).
  • schuckeln. Mhd. schockelen. Frankfurterisch: schoggěllě (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • Schuh. Mhd. schuoch. Frankfurterisch: schuu; auch: schukk (Rauh, 1921a, §117, S. 125: Mhd. UO erscheint als langes U). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schuu (Rauh, 1921a, §214.Anm. 1, S. 248: Einfluss der Schriftsprache). → Schühchen (Dimunitiv). Frankfurterisch: schigglschě (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). → Schuster. Mhd. schuosutære. Frankfurterisch: schussdä (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K). ⊙Oberrad: schǫu (Rauh, 1921a, §8, S. 14).
  • Schuld. → unschuldig. Frankfurterisch: uuñschullisch (Rauh, 1921a, §217.11.a, S. 258: Alte Endungen -EC und -IC).
  • Schule. Mhd. schuole. Frankfurterisch: schuul (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).
  • schüren. Mhd. schüren. Frankfurterisch: schiiǎn (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, gededehnt erscheint als langes I).
  • Schürze. Frankfurterisch: schȁǎtts (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).
  • Schüssel. Mhd. schü𝔷𝔷el. Frankfurterisch: schissl (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).
  • schütten. Mhd. schütten. Frankfurterisch: schiddě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • schütteln. Mhd. schütelen. Frankfurterisch: schiddělě (Rauh, 1921a, §141.1, S. 147).
  • Schulter. Mhd. schulter. Frankfurterisch: schulldä (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • Schurz. Mhd. schurz. Frankfurterisch: schǫǎtts (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor r plus Konsonant als kurzes offenes O).
  • schutten. Mhd. schutten. Mit dem Fuß wegstoßen. Frankfurterisch: schuddě (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).
  • Schwabe. → schwäbisch. Mhd. swæbise. Frankfurterisch: schwẹẹbisch (Rauh, 1921a, §102.1, S. 108: Mhd. I in betonter Nebensilbe).
  • Schwade. Mhd. swadem. Frankfurterisch: schwåddm (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schwǫddm (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schwaddm (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation). → Schwaden (Plural). Mhd. swademen. Frankfurterisch: schwadděmmě (Rauh, 1921a, §216.13, S. 256: Alte Endung -EMEN).
  • Schwager. Mhd. swâger. Frankfurterisch: schwååchä (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schwǫǫchä (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • Schwalbe. Mhd. swalewe. Frankfurterisch: schwallp (Rauh, 1921a, §135.2.b.ii, S. 142: Inlautendes Mhd. W). → Schwälbchen. Frankfurterisch: schwällpschě (Rauh, 1921a, §135.2.b.i, S. 142: Inlautendes Mhd. W).
  • Schwan. Mhd. swane. Frankfurterisch: schwåån (Rauh, 1921a, §90.3, S. 99: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schwǫǫn (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).
  • Schwanheim. Frankfurterisch: schwåånm (Rauh, 1921a, §123.4.a, S. 131: Mhd. EI in -HEIM wird zu silbischem M).
  • Schwanz. → Schwänzchen (Diminutiv). Frankfurterisch: schwẹnnsii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • Schwarte. Mhd. swarte. Frankfurterisch: schwååt (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schwǫǫt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation).
  • schwarz. Mhd. swarz. Frankfurterisch: schwåtts (Rauh, 1921a, §90.2.c, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor R und Konsonant). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schwǫtts (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schwatts (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation). ⊙Niederrad, Eckenheim, Eschersheim, Bonames, Praunheim, Ginnheim u. a. Vororte: swơǎts; auch: swơts (Rauh, 1921a, §10, S. 16).
  • schweigen. → geschwiegen (Part. Prät.). Mhd. geswigen. Frankfurterisch: kschwischě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Schwefel. Mhd. swëvel. Frankfurterisch: schwäwwl (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Schwengel. Mhd. swengel. Hebearm einer Pumpe. Frankfurterisch: schwẹngll (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).
  • schwer. Mhd. swære. Frankfurterisch: schwȁȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schwȁȁ (Rauh, 1921a, §144.Anm. 4, S. 151). → schwerer (Komparativ). Mhd. schwêrer. Frankfurterisch: schwȁȁrä (Rauh, 1921a, §143.2, S. 148). → Schwerarbeiter. Frankfurterisch: schwȁȁǎawwaidä (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).
  • Schwester. Mhd. swëster. Frankfurterisch: swẹssdä (Rauh, 1921a, §100.4, S. 107: Germanisches Ë ST).
  • Schwiele. Mhd. swil. Frankfurterisch: schwiil (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).
  • schwimmen. Mhd. swimmen. Frankfurterisch: schwimmě (Rauh, 1921a, §101.3, S. 109: Mhd. I). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schwẹmmě (Rauh, 1921a, §101.3, S. 109: Mhd. I). → geschwommen. Mhd. geswommen. Frankfurterisch: kschwommě (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).
  • schwitzen. Mhd. switzen. Frankfurterisch: schwittsě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).

SP

  • Span. Mhd. spân. Frankfurterisch: schbååñ (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schbǫǫñ (Rauh, 1921a, §110, S. 118). → Späne. Frankfurterisch: schbääñ; auch: schbeeñ (Rauh, 1921a, §113.Anm. 2, S. 121: Mhd. æ wird als geschlossenes E oder offenes Ä).
  • Spanien. → spanisch. Mhd. spânise. Frankfurterisch: schbånnisch (Rauh, 1921a, §102.1, S. 108: Mhd. I in betonter Nebensilbe).
  • Spargel. Mhd. spargen. Frankfurterisch: schbååil; auch: schbǫǫǎjě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • spät. Mhd. spæte. Frankfurterisch: schbẹẹt (Rauh, 1921a, §113.1, S. 121: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).
  • Spatz. → Spätzlein (Diminutiv). Frankfurterisch: schbättsii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • Speck. Mhd. spëc. Frankfurterisch: schbäkk (Rauh, 1921a, §100.1, S. 105: Germanisches Ë, kurz geblieben).
  • Speicher. Mhd. spîcher. Frankfurterisch: schbaischä (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).
  • Sperber. Mhd. sperwære. Frankfurterisch: schbȁȁǎwä (Rauh, 1921a, §211.1, S. 244: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Spiegel. Mhd. spiegel. Frankfurterisch: schbischll (Rauh, 1921a, §114, S. 122).
  • spielen. Mhd. spilen. Frankfurterisch: schbiilě (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).
  • Spieß. Mhd. spie𝔷. Frankfurterisch: schbiis (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • spinnen. → Spinnerin. Frankfurterisch: schbinnänn (Rauh, 1921a, §216.1.b, S. 254: Alte Endung -INNE).
  • Sprache. Mhd. sprâche. Frankfurterisch: schprååch (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schprǫǫch (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • spuelen. Hochdeutsch: schpüülěn. Frankfurterisch: schbiilě (Rauh, 1921a, §118, S. 125: Mhd. ÜE erscheint als langes I).
  • Spur. Mhd. spur. Frankfurterisch: schbuuǎ (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).
  • spüren. Mhd. spüren. Frankfurterisch: schbiiǎn (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, gededehnt erscheint als langes I).
  • springen. Mhd. springen. Frankfurterisch: schpringě (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • spritzen. Mhd. sprützen. Frankfurterisch: schprittsě (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut).

ST

  • Stab. Mhd. stab. Frankfurterisch: schdååp (Rauh, 1921a, §210.a, S. 242: Analogdehung altkurzer Vokale vor auslautendem Konsonanten).
  • Stall. Mhd. stahel. Frankfurterisch: schdåål (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • Stamm. Mhd. stam. Frankfurterisch: schdåmm (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor Nasal).
  • Stange. Mhd. stange. Frankfurterisch: schdång (Rauh, 1921a, §90.2.a, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor Nasal).
  • stark. Mhd. stark. Frankfurterisch: schdåkk (Rauh, 1921a, §90.2.c, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor R und Konsonant). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schdǫkk (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schdakk (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • starr. Frankfurterisch: schda (Rauh, 1921a, §144.II.1, S. 152).
  • starren. → anstarren. Frankfurterisch: ååñschduuǎn (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt).
  • Staub. Mhd. stoup. Frankfurterisch: schdaap (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).
  • Stauchen. Mhd. stûche-n. Tuchärmel oder Pulswärmer. Frankfurterisch: schdauchě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • stechen. → er sticht. Frankfurterisch: schdischtt (Rauh, 1921a, §217.16, S. 259: Alte Endung -ET).
  • stehen. Frankfurterisch: schdääñ; auch: schdeeñ (Rauh, 1921a, §113.Anm. 2, S. 121: Mhd. æ wird als geschlossenes E oder offenes Ä). Ab etwa 1925 zunehmend dann: schdääñ; auch: schdẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1. Anm. 1, S. 132). → Ständchen (Diminutiv). Frankfurterisch: schdẹnnschě (Rauh, 1921a, §216.19.a, S. 256: Alte Endung -ECHEN). → Ständer. Frankfurterisch: schdẹnnä (Rauh, 1921a, §98.2, S. 105: Mhd. Ä vor Nasal, kurz geblieben).
  • stehlen. Mhd. stëlen. Frankfurterisch: schdäälě (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • steigen. → gestiegen (Part. Prät.). Mhd. gestiegen. Frankfurterisch: kschdischě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Stein. Mhd. stein. Frankfurterisch: schdaañ (Rauh, 1921a, §151.2, S. 161). → Steine. Mhd. steine. Frankfurterisch: schdaañ (Rauh, 1921a, §150.5.a, S. 160).
  • sterben. Mhd. stërben. Frankfurterisch: schdȁȁǎwě; auch: schdȁȁwě (Rauh, 1921a, §144.I.1.a.ii, S. 150). → er stirbt. Mhd. stirbt. Frankfurterisch: schdȁǎbbt (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt). → sterben wir. Frankfurterisch: schdȁȁǎmmä; auch: schdȁȁm-mä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154). → gestorben. Frankfurterisch: kschdǫǫǎwě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Stern. Mhd. stërn. Frankfurterisch: schdȁǎnn (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, kurz geblieben).
  • stets. Mhd. stætes. Frankfurterisch: schdẹẹts (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).
  • Stiel. Mhd. stil. Frankfurterisch: schdiil (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • Stier. Mhd. stier. Frankfurterisch: schdiiǎ (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • Stimme. Mhd. stimme. Frankfurterisch: schdimm (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, kurz geblieben).
  • stinken. Mhd. stinken. Frankfurterisch: schdinggě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, kurz geblieben).
  • Stirn. Mhd. stirne. Frankfurterisch: schdȁǎnn (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • Storch. Ahd. storak. Mhd. storch. Frankfurterisch: schdǫǎsch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • stören. Mhd. stœren. Frankfurterisch: schdȁȁǎn (Rauh, 1921a, §130.2, S. 137: Mhd. œ erscheint als Ä vor R). ⊙Sachsenhausen: schdȁȁǎn; auch: schdȁȁn (Rauh, 1921a, §144.I.1.b, S. 151). → störe ich. Frankfurterisch: schdȁȁrisch (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).
  • Strafe. Mhd. strâfe. Frankfurterisch: schtrååf (Rauh, 1921a, §109.1, S. 117: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schtrǫǫf (Rauh, 1921a, §110, S. 119).
  • Strähne. Mhd. strën. Frankfurterisch: schtrẹẹn (Rauh, 1921a, §100.3, S. 107: Germanisches Ë vor Nasal, gedehnt).
  • Straße. Mhd. strâ𝔷e. Frankfurterisch: schtråås (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schtrǫǫs (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • Strauch. Mhd. strûch. Frankfurterisch: schtrauch; auch: schtraach (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • Stroh. Mhd. strô. Frankfurterisch: schtroo (Rauh, 1921a, §129.1. Anm. 1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).
  • strubbelig. Frankfurterisch: schtruwwělisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC).
  • Strumpf. Mhd. strumpf. Frankfurterisch: schtrummp (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • stürzen. Mhd. stürzen. Frankfurterisch: schdȁǎttsě (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).
  • Stutz. Mhd. stutz. Auf einen Stoß, auf einmal. Frankfurterisch: uvvn schdutts (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).
  • stechen. Mhd. stëchen. Frankfurterisch: schdäschě (Rauh, 1921a, §202, S. 234).
  • Stecken. Mhd. stëcke-n. Frankfurterisch: schdäggě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 105: Germanisches Ë, kurz geblieben).
  • Steg. Mhd. stëc. Frankfurterisch: schdääsch (Rauh, 1921a, §18, S. 28). ⊙Oberrad: schdȁȁk (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • steif. Mhd. stîf. Frankfurterisch: sdaif (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert).
  • Stiefel. Mhd. stivel. Frankfurterisch: schdiwwl (Rauh, 1921a, §153.2.a, S. 167).
  • Stock. → Stöcke (Plural). Frankfurterisch: schdẹkk (Rauh, 1921a, §105.1, S. 112: Mhd. Ö, kurz geblieben).
  • Stöpfel. Mhd. stopfen. Kleiner Mensch. Frankfurterisch: schdẹbbl (Rauh, 1921a, §105.1, S. 112: Mhd. Ö, kurz geblieben).
  • stopfen. Mhd. stopfen. Frankfurterisch: schdobbě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164).
  • Stöppsel. Auch: kleiner dicker Mann. Frankfurterisch: schdẹppsl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • Storch. Ahd. storak. Mhd. storch. Frankfurterisch: schdǫǎsch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • stören. → stör ihn. Frankfurterisch: schdȁȁǎn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).
  • stoßen. Mhd. stô𝔷en. Frankfurterisch: schdoosě (Rauh, 1921a, §129.1, S. 134: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).
  • streuen. Frankfurterisch: schtroịjě (Rauh, 1921a, §126.1. Anm. 1, S. 233: Mhd. OU erscheint neuerdings als OI). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schtraaě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → gestreut. Mhd. gestrouwet. Frankfurterisch: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: kschtraat (Rauh, 1921a, §135.3, S. 142: Inlautendes Mhd. W). → Streu. Frankfurterisch: schtroi (Rauh, 1921a, §126.1. Anm. 1, S. 233: Mhd. OU erscheint neuerdings als OI). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: schtraabikks (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).
  • Strom. Mhd. strôm. Frankfurterisch: schtroom (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O).
  • Stück. Frankfurterisch: schtikk. Kunststücke (Plural) im Frankfurter Lautdenkmal (1937):
    .
  • Stuhl. Mhd. stuol. Frankfurterisch: schduul (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).
  • Stummel. Mhd. stummel. Endstück. Frankfurterisch: schdumml (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).
  • stumpen. Frankfurterisch: schdummbn (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • stumpf. Mhd. stumpf. Frankfurterisch: schdummp (Rauh, 1921a, §147.2, S. 153).
  • Stuppel. Mhd. stupfel. Frankfurterisch: schdobbl (Rauh, 1921a, §106.3, S. 114: Mhd. U als O).
  • Sturm. Mhd. sturm. Frankfurterisch: schdǫǎmm (Rauh, 1921a, §144.I.1.a.i, S. 150).

S

  • Sabber. Mhd. seiver. Schleim des Mundes. Frankfurterisch: saawä (Rauh, 1921a, §153.2.a, S. 167). → sabbern. geifern. Frankfurterisch: saawän (Rauh, 1921a, §153.2.a, S. 167).
  • Sachsenhausen. → sachsenhäuserisch. Frankfurterisch: sakksěhoisäsch; auch: sakksěhoisěrisch (Rauh, 1921a, §217.10, S. 258: Alte Endungen -ESCH und -ISCH).
  • Sack. Mhd. sac. Frankfurterisch: sakk (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • säen. Mhd. sæjen. Frankfurterisch: sẹẹịjě (Rauh, 1921a, §113.1, S. 121: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).
  • Saft. Mhd. saft. Frankfurterisch: safft (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • Säge. Mhd. säge. Frankfurterisch: sääsch (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut). → säegen. Mhd. sëgen. Frankfurterisch: schääschě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).
  • sagen. Hochdeutsch: saagěn. Frankfurterisch: sååchě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: s:chě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). → ich sage. Frankfurterisch: sååch (Rauh, 1921a, §148.Anm. 3, S. 155). → du sagst. Frankfurterisch: sääschst (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Langer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal). Ab etwa 1925 zunehmend dann: säschsst (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Rückverürzung). → er sagt. Frankfurterisch: sääscht (Rauh, 1921a, §98.1, S. 104: Mhd. Ä, gedehnt). Ab etwa 1925 zunehmend dann: säschtt (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Rückverürzung). → sag ihnen. Frankfurterisch: sååchn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens). → gesagt. Mhd. gesaget. Frankfurterisch: ksåchtt (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: ksǫchtt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ksachtt (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation). ⊙Niederrad, Eckenheim, Eschersheim, Bonames, Praunheim, Ginnheim u. a. Vororte: ksơchtt (Rauh, 1921a, §10, S. 16).
  • Salz. Mhd. salz. Frankfurterisch: sallds (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • Samen. Mhd. sâme-n. Frankfurterisch: sååmě (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: sǫǫmě (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • sämig. Mhd. seimic. Dickflüssig. Frankfurterisch: säämisch (Rauh, 1921a, §124, S. 131: Analogumlaut zu Mhd. EI erscheint als langes Ä).
  • sammeln. Mhd. samelen. Frankfurterisch: såmmělě (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • sanft. Ahd. samft. Mhd. sanft. Frankfurterisch: schåmmft (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 1, S. 154).
  • satt. Mhd. sat. Frankfurterisch: satt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • Sau. Mhd. sû. Frankfurterisch: sau (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU). → Sauerei. Frankfurterisch: soịjěrai (Rauh, 1921a, §121.2, S. 128: Mhd. IU erscheint als O mit Gleitlaut IJ vor Vokal).
  • sauer. Mhd. sûr. Frankfurterisch: sauä (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • sauber. Mhd. sûber. Frankfurterisch: sauwä (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • saufen. Mhd. sûfen. Frankfurterisch: sauvě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU). → gesoffen. Mhd. gesoffen. Frankfurterisch: ksovvě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben). → ♥Neu!♥ besoffen. Frankfurterisch: psovvě (Rauh, 1921a, §154.3, S. 168). Ab etwa 1925 zunehmend dann: běsovvě (Rauh, 1921a, §154.Anm. 1, S. 169).
  • Saum. → Säumchen. Frankfurterisch: soimschě (Rauh, 1921a, §128.1. Anm. 3, S. 134: Analogumlaut zu mhd. OU erscheint neuerdings als OI). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: säämschě (Rauh, 1921a, §128.1, S. 134: Analogumlaut zu mhd. OU erscheint als langes Ä oder E).
  • See. Mhd. sê. Frankfurterisch: sẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).
  • Seele. Mhd. sêle. Frankfurterisch: sẹẹl (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E).
  • Segel. Mhd. sëgel. Frankfurterisch: sääschl (Rauh, 1921a, §204.1.b, S. 237: Langer bzw. gedehnter Vokal vor -EL).
  • segnen. Mhd. sëgenen. Frankfurterisch: sääschěnně (Rauh, 1921a, §216.12, S. 255: Alte Endung -ENEN).
  • sehen. Mhd. sëhen. Frankfurterisch: sääě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).
  • seichen. Mhd. seichen. Harnen oder Urin lassen. Frankfurterisch: saaschě (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • Seide. → seiden. Mhd. sîdîn. Aus Seide. Frankfurterisch: saidě (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • Seil. Mhd. Seil. Frankfurterisch: saal (Rauh, 1921a, §122.1, S. 129: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • sein (Possessivpronomen). Mhd. sîn. Frankfurterisch: såiñ; auch: saañ (Rauh, 1921a, §115.5, S. 123). → er hat seinen guten Tag (schnelle Redeweise). Frankfurterisch: ä hått sång guudě dååch (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156). ⊙Sachsenhausen: soiñ; auch: saañ (Rauh, 1921a, §115.5, S. 123). → seinem (Dativ). Frankfurterisch: såim (Rauh, 1921a, §150.4.b, S. 160).
  • sein. Mhd. sîn. Frankfurterisch: såiñ (Rauh, 1921a, §151.2, S. 161). → ich bin. Mhd. bin. Frankfurterisch: binn (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen). → ich bin es. Frankfurterisch: sch binnds (Rauh, 1921a, §219.1.f, S. 263). → du bist. Mhd. bist. Frankfurterisch: bisst (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). → er ist. Mhd. is. Frankfurterisch: iss (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen). → wir sind. Mhd. sind. Frankfurterisch: sinn (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). simmä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154). → sie sind gut (schnelle Redeweise). Frankfurterisch: si sing guut (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156). sii sinn guut (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156). → werden. Mhd. wërden. Frankfurterisch: wȁǎnn; auch: wȁȁǎn (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, kurz geblieben). → er wird. Mhd. wird. Frankfurterisch: wȁǎdd (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt). → ich oder er war. Frankfurterisch: wåå (Rauh, 1921a, §213, S. 246). ⊙Niederrad, Eckenheim, Eschersheim, Bonames, Praunheim, Ginnheim u. a. Vororte: wơơǎ (Rauh, 1921a, §10, S. 16). → wäre. Mhd. wære. Frankfurterisch: wȁȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R). → geworden. Mhd. worden. Frankfurterisch: wǫǫn oder: wǫǎnn (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben). → gewesen. Mhd. gewësen. Frankfurterisch: gěwääsě (Rauh, 1921a, §100.1, S. 106: Germanisches Ë, gedehnt).
  • Senf. Mhd. sënef. Frankfurterisch: sẹmmf; auch: sẹmmft (Rauh, 1921a, §150.2.a, S. 156).
  • Sehne. Mhd. sëne. Frankfurterisch: sẹẹn (Rauh, 1921a, §100.3, S. 107: Germanisches Ë vor Nasal, gedehnt).
  • Seuche. Mhd. siuche. Frankfurterisch: soisch (Rauh, 1921a, §133.1, S. 138: Mhd. IU erscheint als OI).
  • sich. Mhd. sich. Frankfurterisch: sisch (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Pronominalformen).
  • sieden. Mhd. sieden. Frankfurterisch: siidě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I). → gesotten (Partizip). Mhd. gesoten. Frankfurterisch: ksoddě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • singen. Mhd. singen. Frankfurterisch: singě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, kurz geblieben).
  • Sims. Mhd. simez. Frankfurterisch: simms (Rauh, 1921a, §217.14.a, S. 259: Alte Endung -EZE).
  • Sippe. → Sippschaft. Frankfurterisch: sippschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).
  • Sohn. Mhd. sun. Frankfurterisch: sooñ (Rauh, 1921a, §106.2, S. 114: Mhd. U vor Nasalen). ⊙Oberrad: suuñ (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • sollen. → ich oder er soll. Mhd. sol. Frankfurterisch: soll (Rauh, 1921a, §212, S. 246: Einsilbige Verbalformen).
  • Sommer. Mhd. sumer. Frankfurterisch: sommä (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen).
  • Sonne. Mhd. sunne. Frankfurterisch: sonn (Rauh, 1921a, §106.2, S. 113: Mhd. U vor Nasalen). Vor 1825 wohl gesprochen als: sunn (Rauh, 1921a, §106.2, Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U). „Sunntag” (Malß: 1. Aufz., 1. Auft. ; aus: Rauh 1921, 106.𝔷). ⊙Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: sunn (Rauh, 1921a, §106.2, Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U). ⊙Oberrad: sunn (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • sonst. Mhd. sunst. Frankfurterisch: sonndst (Rauh, 1921a, §106.2, S. 114: Mhd. U vor Nasalen). Vor 1825 wohl gesprochen als: sunndst (Rauh, 1921a, §106.2, Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U). „sunst” (Malß: 2. Aufz., 2. Auft.; aus: Rauh 1921, 106.2). ⊙Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: sunndst (Rauh, 1921a, §106.2, Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U).
  • sorgen. Mhd. sorgen. Frankfurterisch: sǫǫjě; auch: sǫǫjě (Rauh, 1921a, §144.I.1.a.ii, S. 150). → Sorge. Mhd. sorge. Frankfurterisch: sǫǎsch (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → Sorgen (Plural). Mhd. sorgen. Frankfurterisch: sǫǫǎjě; auch: sǫǫjě (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).
  • Sorte. Aus französisch sorte. Frankfurterisch: schǫǎtt (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).
  • Statur. Aus lateinisch statura. Gestalt. Frankfurterisch: schdǎdduuǎ (Rauh, 1921a, §107.2, S. 115: U für lateinisch U).
  • Steuer. Mhd. stiure. Frankfurterisch: schdoịjä (Rauh, 1921a, §133.2, S. 139: Mhd. IU erscheint als OIJ vor Vokal).
  • Stiel. Mhd. stil. Frankfurterisch: schdiil (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • streichen. Mhd. strîchen. Frankfurterisch: schtraaschě (Rauh, 1921a, §115.5, S. 124: Mhd. altlanges Î wird zu langem A analogmonophthongiert). → anstreichen. Frankfurterisch: ååñschtraaschě (Rauh, 1921a, §115.5, S. 124: Mhd. altlanges Î wird zu langem A analogmonophthongiert).
  • suchen. Mhd. suochen. Frankfurterisch: suchě (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Sünde. Mhd. sünde. Frankfurterisch: sinn (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I).
  • süß. Ahd. swuo𝔷i. Mhd. s“ue𝔷e. Frankfurterisch: siis (Rauh, 1921a, §135.Anmn. 1, S. 136: Inlautendes Mhd. W).

T

  • Tafel. Mhd. tavel. Frankfurterisch: dååvl (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes).
  • Tag. Mhd. tac. Frankfurterisch: dååch (Rauh, 1921a, §66.2.a, S. 74: Verschlusslaut vor Vokal als Lenes). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: dǫǫch (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). → guten Tag. Frankfurterisch: gunddach (Rauh, 1921a, §152.Anm. 6, S. 164).
  • Taille. Aus französisch taille. Frankfurterisch: thaldsch (Rauh, 1921a, §138.6, S. 145).
  • Tasche. Frankfurterisch: dasch. Im Mittelalter wohl gesprochen als: däsch.
  • taub. Mhd. toup. Frankfurterisch: daap (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Taube. Mhd. tûbe. Frankfurterisch: daup; auch: dap (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • tauchen. Mhd. tûchen. Frankfurterisch: dauchě; auch: dachě (Rauh, 1921a, §119, S. 126: Mhd. Û erscheint als AU).
  • tauen. Mhd. douwen. Frankfurterisch: daaě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → getaut. Mhd. gedouwet. Frankfurterisch: gědaat (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).
  • Taufe. Mhd. toufe. Frankfurterisch: daaf (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → taufen. Mhd. toufen. Frankfurterisch: daavě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).
  • taumeln. Mhd. turmeln. Frankfurterisch: dǫǫǎměllě (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor r plus Konsonant als langes offenes O). &rar; Turmel. Mhd. turmel. Schwächlicher Mensch. Frankfurterisch: dǫǫǎml (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor r plus Konsonant als langes offenes O).
  • Teig. Mhd. teic. Frankfurterisch: daasch (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • teilen. Mhd. teilen. Frankfurterisch: daalě (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • Teller. → Teller (Plural). Mhd. teller. Frankfurterisch: dẹllänn (Rauh, 1921a, §152.Anm. 1, S. 164).
  • Teppich. Mhd. teppîche. Frankfurterisch: dẹbbisch (Rauh, 1921a, §217.9.b, S. 258).
  • teuer. Mhd. tiure. Frankfurterisch: doịjä (Rauh, 1921a, §133.2, S. 139: Mhd. IU erscheint als OIJ vor Vokal). → teuerst. Mhd. tiureste. Frankfurterisch: doịjịjäschtt (Rauh, 1921a, §216.15, S. 256: Alte Endung -ESTE).
  • Teufel. Hochdeutsch: tǫüfěl. Frankfurterisch: daiwl (Rauh, 1921a, §18, S. 30).
  • tief. Mhd. tief. Frankfurterisch: diif (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • Tier. Mhd. tier. Frankfurterisch: diiǎ (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • Tisch. Mhd. tisch. Frankfurterisch: disch (Rauh, 1921a, §209, S. 241: Altkurzer Vokal vor mehreren Konsonanten bleibt kurz bzw. wurde rückverkürzt). → Tischchen (Diminutiv). Frankfurterisch: dischii (Rauh, 1921a, §216.19.b, S. 257: Alte Endung -ECHEN). Ab etwa 1925 zunehmend dann: dischjě (Rauh, 1921a, §216.19.a.Anm, S. 257: Alte Endung -ECHEN).
  • Ton. Mhd. dôn. Laut. Frankfurterisch: thoon (Rauh, 1921a, §151.Anm. 8, S. 162).
  • Tonerde. Mhd. tâhe. Frankfurterisch: thoon (Rauh, 1921a, §109.2, Anm. 1, S. 118: Mhd. Â wird langes O).
  • Tor. Mhd. tor. Frankfurterisch: dơơǎ (Rauh, 1921a, §103.3, S. 111: Mhd. O vor intervokalischem oder auslautenden R). → Toreingang. Frankfurterisch: dơơǎåiñgång; auch: dơơråiñgång (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).
  • Torte. Aus italienisch torta. Frankfurterisch: tǫǎtt (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).
  • tot. Mhd. tôt. Frankfurterisch: doot (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut). ⊙Oberrad: duut (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • toute de suite. Aus französisch tout de suite. sogleich. Frankfurterisch: duttswitt (Rauh, 1921a, §107.1, S. 115: U für französisch OU).
  • Tracht. Mhd. traht. Frankfurterisch: tråchtt (Rauh, 1921a, §90.2.b, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor altem -HT und -HS). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: trǫchtt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: trachtt (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • tragen. Mhd. tragen. Frankfurterisch: trååchě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: trǫǫchě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). → getragen. Frankfurterisch: gětrååchě (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-). → Träeger. Frankfurterisch: trääschě (Rauh, 1921a, §98.1, S. 104: Mhd. Ä, gedehnt).
  • Tran. Mhd. trahen. Frankfurterisch: tråån (Rauh, 1921a, §151.Anm. 8, S. 162).
  • Träne. Frankfurterisch: trääně (Rauh, 1921a, §98.2, S. 105: Mhd. Ä vor Nasal, gedehnt).
  • Transporteur. Aus französisch transporteur. Frankfurterisch: trǎnnsbědȁȁǎ (Rauh, 1921a, §131, S. 137).
  • Traufe. Mhd. troufe. Frankfurterisch: traaf (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • Traum. Mhd. troum. Frankfurterisch: traam (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → träumen. Mhd. troumen. Frankfurterisch: traamě (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → geträumt. Frankfurterisch: gětraamt (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A).
  • Treppe. → Treppchen. Frankfurterisch: trẹppschě (Rauh, 1921a, §152.2.b, S. 164).
  • treten. Mhd. trëten. Frankfurterisch: träädě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • treiben. Mhd. trîben. Frankfurterisch: traiwě (Rauh, 1921a, §115.1, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu AI diphthongiert). → getrieben (Part. Prät.). Mhd. getriben. Frankfurterisch: gětriwwě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • treu. Mhd. triuwe. Frankfurterisch: troi (Rauh, 1921a, §133.1, S. 139: Mhd. IU erscheint als OI).
  • Trommel. Mhd. trumel. Frankfurterisch: tromml (Rauh, 1921a, §106.2, S. 114: Mhd. U vor Nasalen). Vor 1825 wohl gesprochen als: trumml (Rauh, 1921a, §106.2, Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U). ⊙Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: trumml (Rauh, 1921a, §106.2, Anm. 1, S. 114: Mhd. U vor Nasalen, ehemalig erhaltenes U). → „trummeln” (Malß: 1. Aufz., 16. Auft. ; aus: Rauh 1921, 106.2).
  • Tropfen. Mhd. tropfe-n. Frankfurterisch: trobbě (Rauh, 1921a, §103.1, S. 110: Mhd. O, kurz geblieben). → tröpfeln. Frankfurterisch: trẹbběllě (Rauh, 1921a, §105.1, S. 112: Mhd. Ö, kurz geblieben).
  • Trost. Mhd. trôst. Frankfurterisch: troost (Rauh, 1921a, §129.1, S. 135: Mhd. Ô erscheint als langes geschlossenes O). → trösten. Mhd. trœsten. Frankfurterisch: trẹẹsdě (Rauh, 1921a, §130.1, S. 136: Mhd. œ erscheint als langes geschlossenes E).
  • Trottoir. Aus französisch trottoir. Bürgersteig. Frankfurterisch: troddwåå (Rauh, 1921a, §103.1, Anm. 1, S. 110: O in Fremdwörtern).
  • trüb. Mhd. trüebe. Frankfurterisch: triip (Rauh, 1921a, §118, S. 125: Mhd. ÜE erscheint als langes I).
  • Trubel. Aus französisch trouble. Aufregung. Frankfurterisch: truuwl (Rauh, 1921a, §107.1, S. 115: U für französisch OU).
  • Tuch. Mhd. tuoch. Frankfurterisch: duch (Rauh, 1921a, §117, S. 125: Mhd. UO gekürzt zu geschlossenem U). → Tüchlein (Diminutiv). Frankfurterisch: dischlschě (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • Tupfen. → getüpfelt. Frankfurterisch: gědibblt (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe GE-).
  • Tuppee. Aus französisch toupet. Der Scheitel des Kopfes. Frankfurterisch: dubbẹẹ (Rauh, 1921a, §107.1, S. 115: U für französisch OU).
  • Tür. Mhd. tür. Frankfurterisch: diiǎ (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, gededehnt erscheint als langes I). → Türen. Mhd. türen. Frankfurterisch: diiǎn (Rauh, 1921a, §152.1.c, S. 164). → zur Tür hinaus. Frankfurterisch: tsä diirěnaas (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149). → Türangel. Frankfurterisch: diiǎångl (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149).
  • tun. Mhd. tuon. Frankfurterisch: duuñ (Rauh, 1921a, §117, S. 125: Mhd. UO erscheint als langes U). → tun. Mhd. geân. Frankfurterisch: gědååñ (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: gědǫǫñ (Rauh, 1921a, §110, S. 118). → täte. Mhd. tæte. Frankfurterisch: dẹẹt (Rauh, 1921a, §113.1, S. 121: Mhd. æ wird langes geschlossenes E). ⊙Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: gědooñ (Rauh, 1921a, §111, S. 120). ⊙Niederrad, Eckenheim, Eschersheim, Bonames, Praunheim, Ginnheim u. a. Vororte: gẹdơñ (Rauh, 1921a, §10, S. 16).
  • Turm. Mhd. turm. Frankfurterisch: thǫǎmm (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor r plus Konsonant als kurzes offenes O). → Pfarrturm. Frankfurter Domturm. Frankfurterisch: phathǫǎnn (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → Türme (Plural). Mhd. türme. Frankfurterisch: thȁǎmm (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).

U

  • übel. Mhd. übel. Frankfurterisch: iwwl (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I). → verübeln. Frankfurterisch: fäiwwělě (Rauh, 1921a, §146.Anm. 1, S. 153).
  • üben. → Übung. Mhd. üebunge. Frankfurterisch: iiwung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).
  • über. Mhd. über. Frankfurterisch: iwwä (Rauh, 1921a, §108.1, S. 116: Mhd. Ü, kurz geblieben erscheint als I). → darüber. Frankfurterisch: triwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER). → vorüber im Frankfurter Lautdenkmal (1937): [forivæ] bzw. forriwwä,
    . → übrig. Mhd. überic. Frankfurterisch: iwwěrisch (Rauh, 1921a, §217.11.b, S. 258: Alte Endungen -ELIC und -ERIC). → überhaupt. Mhd. „uber houbet. Frankfurterisch: iwwähaabt (Rauh, 1921a, §126.1, S. 233: Mhd. OU erscheint als langes A). → ueber Eck. linkisch oder verkehrt. Frankfurterisch: iwwěräkks (Rauh, 1921a, §146.2, S. 153). → überall. Frankfurterisch: iwwěrall (Rauh, 1921a, §146.2, S. 153).
  • Ufer. Mhd. uover. Frankfurterisch: uuvä (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).
  • unbedingt. Frankfurterisch: uuñbědingtt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ummbědingtt; auch: uumbědingtt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).
  • unbeholfen. Frankfurterisch: uuñběhollvě (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ummběhollvě; auch: uumběhollvě (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).
  • Unding. Frankfurterisch: uuñding (Rauh, 1921a, §151.Anm. 3, S. 162).
  • Unflat. Ungenügsamer Mensch. Frankfurterisch: uuñflååt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156). Ungenügsamer Mensch. Ab etwa 1925 zunehmend dann: ummflååt; auch: uumflååt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).
  • ungefähr. Mhd. angevære. Frankfurterisch: uuñgěfȁǎ (Rauh, 1921a, §113.2, S. 121: Mhd. æ wird überoffenes Ä vor R). Ab etwa 1925 zunehmend dann: unggěfȁǎ; auch: uunggěfȁǎ (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).
  • ungeheuer. Frankfurterisch: uuñgěhoịjä (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159). Ab etwa 1925 zunehmend dann: unggěhoịjä; auch: uunggěhoịjä (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).
  • Ungeziefer. Mhd. ungeziber. Frankfurterisch: uuñgětsiwwä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Unkosten. Frankfurterisch: uuñkhossdě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ungkhossdě; auch: uungkhossdě (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).
  • Unkraut. Frankfurterisch: uuñkraut (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ungkraut; auch: uungkraut (Rauh, 1921a, §150.2.b, S. 159).
  • unlängst. Frankfurterisch: uñlẹngsst (Rauh, 1921a, §151.Anm. 3, S. 162).
  • unter. Frankfurterisch: unnä (Rauh, 1921a, §152.Anm. 3, S. 164). → untere. Frankfurterisch: unněrě (Rauh, 1921a, §146.2, S. 153). → unter ihnen. Frankfurterisch: unnänn (Rauh, 1921a, §219.1.e, S. 263: Schwächung des IHN Pronomens).
  • unverschämt. Frankfurterisch: uuñväschẹẹmt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156). Ab etwa 1925 zunehmend dann: ummväschẹẹmt; auch: uumväschẹẹmt (Rauh, 1921a, §150.Anm. 3, S. 156).
  • Urteil. Mhd. urteil. Frankfurterisch: ǫǎdaal (Rauh, 1921a, §123.1, S. 130: Mhd. EI in -TEIL Nebensilben erscheint als langes A).
  • Urlaub. Mhd. urloup. Frankfurterisch: ǫǎlaap (Rauh, 1921a, §127, S. 133: Nebentoniges Mhd. OU erscheint als langes A).
  • Ursula. Einfältiges auch ungezogenes Mädchen. Frankfurterisch: ǫǎschll (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 246: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant).
  • Urteil. Mhd. urteil. Frankfurterisch: ǫǎdaal (Rauh, 1921a, §123.1, S. 130: Mhd. EI in -TEIL Nebensilben erscheint als langes A).

V

  • Vanille. Aus französisch vanille. Frankfurterisch: fǎnnill (Rauh, 1921a, §139, S. 146).
  • Vater. Mhd. vater. Frankfurterisch: fåddä (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: fǫddä (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: faddä (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • verbieten. → verboten (Partizip). Frankfurterisch: fäboddě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • verderben. Mhd. verdërben. Frankfurterisch: fädȁȁǎwě (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, gedehnt). → verdorben. Frankfurterisch: fädǫǫǎwě (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • verdächtig. Mhd. verdæhtic. Frankfurterisch: fäddẹschdisch (Rauh, 1921a, §113.1, S. 121: Mhd. æ wird gekürztes geschlossenes E).
  • verlieren. → verlier auch nichts. Frankfurterisch: fäliiraach nikks (Rauh, 1921a, §143.Anm. 3, S. 149). → verloren. Mhd. verloren. Frankfurterisch: fälơơǎn (Rauh, 1921a, §144.I.1.b, S. 151).
  • Vernunft. Ahd. fernumft. Mhd. vernunft. Frankfurterisch: fänummft (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 1, S. 154).
  • verraten. Frankfurterisch: fěråådě (Rauh, 1921a, §143.2, S. 149).
  • verrecken. Mhd. verrecken. Frankfurterisch: fěrẹggě (Rauh, 1921a, §143.2, S. 149).
  • verstauchen. Frankfurterisch: fäschdaachě (Rauh, 1921a, §119.Anm. 1, S. 127: Mhd. Û erscheint vereinzelt als AA).
  • Vetter. Mhd. veter. Frankfurterisch: fẹddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Viech. Mhd. vich. Frankfurterisch: fiisch (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • viel. → soviel. Frankfurterisch: soovl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262). → wieviel. Frankfurterisch: wivvl (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).
  • vielleicht. Mhd. villîhte. Frankfurterisch: fělaischt (Rauh, 1921a, §102.2, S. 108: Mhd. I in unbetonter Nebensilbe).
  • vier. Mhd. vier. Frankfurterisch: fiiǎ (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I). → der Vierte. Mhd. viert. Frankfurterisch: fȁǎtt (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE). → vierer. Frankfurterisch: fiirä (Rauh, 1921a, §143.Anm. 2, S. 149). → vierzig. Mhd. vierzec. Frankfurterisch: fȁǎttsisch (Rauh, 1921a, §214.1.b, S. 249: Kürzung von alten IE). → Viertel. Frankfurterisch: fȁǎddl (Rauh, 1921a, §123.4.b, S. 131: Mhd. EI in -TEIL wird zu silbischem L). → vierzehn. Frankfurterisch: fȁǎttsää (Rauh, 1921a, §132.2.a, S. 138).
  • Vogel. Mhd. vogel. Frankfurterisch: foochl (Rauh, 1921a, §66.1, S. 74: Reibelaut als Fortes im Anlaut). → Vögel (Plural). Mhd. vogele. Frankfurterisch: fẹẹschl (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELE).
  • voll. Mhd. vol. Frankfurterisch: foll (Rauh, 1921a, §153.1, S. 166).
  • von. Mhd. vone. Frankfurterisch: fonn (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159). → von mir. Frankfurterisch: fommä (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159). → von ihm. Frankfurterisch: fonnm (Rauh, 1921a, §152.1.b, S. 163). → von einem. Frankfurterisch: fommě (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).
  • vor (betont). Frankfurterisch: fơơǎ (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → vor (unbetont). Frankfurterisch: (Rauh, 1921a, §213, S. 246). → vorne. Mhd. vornen. Frankfurterisch: vǫǎnně (Rauh, 1921a, §150.1.a, S. 156). → vordern. Mhd. vordern. Frankfurterisch: foddän; auch: fǫǎddän (Rauh, 1921a, §145, S. 152). → vorhin. Frankfurterisch: vǫhiint (Rauh, 1921a, §146.1, S. 152). → vorbei. Frankfurterisch: vǫbai (Rauh, 1921a, §146.1, S. 152).
  • Vorteil. Mhd. vorteil. Frankfurterisch: fǫǎdaal (Rauh, 1921a, §123.1, S. 130: Mhd. EI in -TEIL Nebensilben erscheint als langes A).

W

  • Waage. Mhd. wâge. Frankfurterisch: wååch (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫǫch (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • Wade. Mhd. wade. Frankfurterisch: wååt (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wabe. Mhd. wabe. Frankfurterisch: wååp (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • wachen. → Wacht. Mhd. wahte. Frankfurterisch: wåchtt (Rauh, 1921a, §90.2.b, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor altem -HT und -HS). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫchtt (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wachtt (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • Wachs. Mhd. wahs. Frankfurterisch: wåkks (Rauh, 1921a, §90.1, Anm. 1, S. 97: Analogieverdunklung mhd. A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫkks (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wakks (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • wachsen. Mhd. wahsen. Frankfurterisch: wåkksě (Rauh, 1921a, §90.2.b, S. 98: Mhd. A ist kurz und verdunkelt vor altem -HT und -HS). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫkksě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wakksě (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • wägen. Mhd. wëgen. Frankfurterisch: wääschě (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • wälken. Mhd. wëlken. Frankfurterisch: wällgě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • wagen. Mhd. wagen. Frankfurterisch: wååchě (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wagen. Mhd. wagen. Frankfurterisch: wååchě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫǫchě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). → Wägelchen (Diminutiv). Frankfurterisch: wäschllschě (Rauh, 1921a, §98.1, S. 104: Mhd. Ä, gedehnt).
  • wahr. Mhd. wâr. Frankfurterisch: wåå (Rauh, 1921a, §109.1, S. 118: Mhd. Â wird langes dunkles A). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫǫ (Rauh, 1921a, §110, S. 118).
  • Wald. Mhd. walt. Frankfurterisch: wallt (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • Walze. Mhd. walze. Frankfurterisch: wallds (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • Wand. Mhd. want. Frankfurterisch: wånnt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Ware. Mhd. ware. Frankfurterisch: wåå (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • warm. Mhd. warm. Frankfurterisch: wååm (Rauh, 1921a, §90.3, S. 99: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫǫm (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). → wärmen. Mhd. wermen. Frankfurterisch: wȁȁǎmě; auch: wȁȁmě (Rauh, 1921a, §97.2, S. 104: Mhd. E vor R). → Wärme. Mhd. werme. Frankfurterisch: wȁȁǎm (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant).
  • Warte. Mhd. warte. Frankfurterisch: wååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant). Ebenso um 1920: wått (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen). Ab etwa 1925 zunehmend dann: watt (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen). → Wärter. Frankfurterisch: wȁȁǎdä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem E, Ä oder Ë und R plus Konsonant). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wȁǎddä (Rauh, 1921a, §211.2.a.Anm, S. 245: Rückverkürzungen).
  • warten. Mhd. warten. Frankfurterisch: wåådě (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫǫdě (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Ebenso um 1920: wåddě (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen). Ab etwa 1925 zunehmend dann: waddě (Rauh, 1921a, §90.3, Anm. 5, S. 99: Rückverkürzungen). ⊙Niederrad, Eckenheim, Eschersheim, Bonames, Praunheim, Ginnheim u. a. Vororte: wơơǎdě (Rauh, 1921a, §10, S. 16).
  • was. Mhd. wa𝔷. Frankfurterisch: wåssch (Rauh, 1921a, §91, S. 99).
  • waschen. Frankfurterisch: wäschě (Rauh, 1921a, §99, S. 105: SCH-Umlaut). → Wäsche. Frankfurterisch: wäsch (Rauh, 1921a, §99, S. 105: SCH-Umlaut).
  • Wasen. Mhd. wase. Rasen. Frankfurterisch: wåssm (Rauh, 1921a, §90.2.d, S. 98: Mhd. A ist rückverkürzt und verdunkelt in offener Silbe vor Sonorsilben). Rasen. Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: wǫssm (Rauh, 1921a, §93, S. 100: Aussprache des dunklen A als offenes O bei der älteren Generation). Rasen. Ab etwa 1925 zunehmend dann: wassm (Rauh, 1921a, §93, S. 99: Aussprache des kuzen dunklen A als neutrales A bei der jüngeren Generation).
  • Wasser. Mhd. wa𝔷𝔷er. Frankfurterisch: wassä (Rauh, 1921a, §90.1, S. 97: Mhd. A bleibt kurz und neutral vor mehreren Konsonanten).
  • weben. Mhd. wëben. Frankfurterisch: wääwě (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • Wechsel. Mhd. wëhsel. Frankfurterisch: wäkksl (Rauh, 1921a, §217.12, S. 259: Alte Endung -SEL).
  • wehen. Mhd. wæjen. Frankfurterisch: wääịjě (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).
  • weich. Mhd. weich. Frankfurterisch: waasch (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • Weide (Baum). Frankfurterisch: waid.
  • Weide (Wiese). Frankfurterisch: waad. → Pfingstweide. Mhd. weide. Frankfurterisch: phingsstwaat (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • Weiher. Mhd. wîwer. Frankfurterisch: waịjä (Rauh, 1921a, §115.2, S. 122: Mhd. altlanges Î wird zu A und J vor Vokal).
  • weilen. Mhd. würgen. Den Teig mit dem Weilholz glätten. Frankfurterisch: wȁȁilě (Rauh, 1921a, §144.II.2, S. 152). → Weilholz. Mhd. würgen. Holz zum Glätten des Teigs. Frankfurterisch: wȁȁilhollds (Rauh, 1921a, §211.1, S. 243: In der Regel Vokaldehnung vor W, J und M).
  • Weg. Mhd. wëc. Frankfurterisch: wääsch (Rauh, 1921a, §18, S. 28). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wẹẹsch (Rauh, 1921a, §20, S. 32). ⊙Oberrad: wȁȁk (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • wegen. Frankfurterisch: wääschě (Rauh, 1921a, §152.Anm. 3, S. 164).
  • wehe. Mhd. wê. Frankfurterisch: wẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 131: Mhd. Ê erscheint als langes E). → oh weh. Mhd. ouwî. Frankfurterisch: o wai; auch: ou wai (Rauh, 1921a, §125.1. Anm. 2, S. 132: Unter jüdischem Einfluss).
  • wehen. Mhd. wæjen. Frankfurterisch: wääịjě (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).
  • Wein. Mhd. wîn. Frankfurterisch: wåiñ (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W). → Weinäpfel. Frankfurterisch: wåiñäbbl (Rauh, 1921a, §151.Anm. 2, S. 162). → ⊙Sachsenhausen: äbblwoiñ (Rauh, 1921a, §115.3. Anm. 4, S. 123).
  • weinen. Mhd. weinen. Frankfurterisch: wåině (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128: Der Schriftsprache entnommen).
  • weiß. Frankfurterisch: wais (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128: Der Schriftsprache entnommen).
  • weisen. Frankfurterisch: waisě (Rauh, 1921a, §122.2, S. 128). → gewiesen (Part. Prät.). Mhd. gewisen. Frankfurterisch: gěwissě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • weit. Mhd. wît. Frankfurterisch: wait (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • welgen. Mhd. welgen. Den Teig mit einem Holz glätten. Frankfurterisch: wẹlljän (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).
  • wem. Mhd. wëme. Frankfurterisch: wẹẹm (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • wenig. Mhd. wênic. Frankfurterisch: wẹẹnisch (Rauh, 1921a, §125.1, S. 132: Mhd. Ê erscheint als langes E).
  • wenn. Mhd. wenne. Frankfurterisch: wẹnn (Rauh, 1921a, §150.1.b, S. 156). → wenn du. Frankfurterisch: wẹnndsdě (Rauh, 1921a, §219.1.d, S. 263: Schwächung des DU Pronomens). → wenn er. Frankfurterisch: wẹnnä (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des ER Pronomens). → wenn wir. Frankfurterisch: wẹmmä (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159). → wenn mir. Frankfurterisch: wẹmmä (Rauh, 1921a, §150.4.a, S. 159).
  • wer (betont). Frankfurterisch: wȁȁǎ (Rauh, 1921a, §213, S. 246). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wȁȁ (Rauh, 1921a, §144.Anm. 4, S. 151). → wer (unbetont). Frankfurterisch: (Rauh, 1921a, §213, S. 246).
  • werfen. Mhd. wërfen. Frankfurterisch: wȁǎvvě (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, kurz geblieben). → er wirft. Mhd. wirft. Frankfurterisch: wȁǎfft (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt). → geworfen. Frankfurterisch: gěwoǎvvě.
  • Werk. Mhd. wërak. Frankfurterisch: wȁǎsch (Rauh, 1921a, §207, S. 240: Kurzer Stammvokal vor synkopiertem Endsilbenvokal).
  • Wert. Mhd. wërt. Frankfurterisch: wȁȁǎt (Rauh, 1921a, §100.2, S. 106: Germanisches Ë vor R, gedehnt).
  • Wetter. Mhd. wëter. Frankfurterisch: wäddä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • Wetterau. Mhd. wederouwe. Frankfurterisch: wädděraa (Rauh, 1921a, §127, S. 133: Nebentoniges Mhd. OU erscheint als langes A).
  • wickeln. Mhd. wickelen. Frankfurterisch: wiggěllě (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN).
  • wieder. Mhd. wider. Frankfurterisch: widdä (Rauh, 1921a, §204.2.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -ER).
  • wider. Mhd. wider. Frankfurterisch: wẹdaä (Rauh, 1921a, §101.3, S. 109: Mhd. I).
  • wie. Mhd. wie. Frankfurterisch: wii (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I). → wieviel. Frankfurterisch: wivvl (Rauh, 1921a, §132.1, S. 138: Mhd. IE gekürzt zu I).
  • Wiese. → Wiesen (Plural). Mhd. wisen. Frankfurterisch: wissě (Rauh, 1921a, §205, S. 239: Kurzer bzw. gekürzter Vokal von -EN).
  • Wiesel. Mhd. wisel. Frankfurterisch: wissl (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).
  • Wimper. Mhd. wintbrâ. Frankfurterisch: wimmbä (Rauh, 1921a, §150.2.c, S. 156).
  • windeln. Mhd. windelen. Frankfurterisch: winněllě (Rauh, 1921a, §216.11, S. 255: Alte Endung -ELEN). → Windel. Mhd. windel. Frankfurterisch: winnl (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W). winnělě (Rauh, 1921a, §141.1, S. 147).
  • Wirbel. Mhd. wirbel. Frankfurterisch: wȁȁǎwl; auch: wȁȁwl (Rauh, 1921a, §144.I.1.a.ii, S. 150).
  • Wirsing. Mhd. wirsing. Frankfurterisch: wȁǎsching (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • Wirt. Mhd. wirt. Frankfurterisch: wȁǎtt (Rauh, 1921a, §211.2.b, S. 245: Bewahrte alte Kürze vor R plus Konsonant). → Wirtschaft. Frankfurterisch: wȁrǎttschafft (Rauh, 1921a, §217.7, S. 258: Alte Endung und -SCHAFT).
  • wischen. Frankfurterisch: wischě (Rauh, 1921a, §202, S. 235).
  • wissen. → ich oder er weiß. Mhd. wei𝔷. Frankfurterisch: waas (Rauh, 1921a, §122.1, S. 128: Mhd. EI erscheint als langes A).
  • wo. ⊙Oberrad: wuu (Rauh, 1921a, §8, S. 15).
  • wohnen. Mhd. wonen. Frankfurterisch: wooně (Rauh, 1921a, §150.1.a, S. 156).
  • Wolf. Mhd. wolf. Frankfurterisch: wollf (Rauh, 1921a, §153.2.c, S. 168).
  • wollen. Mhd. wollen. Frankfurterisch: wollě (Rauh, 1921a, §140.Anm.1, S. 147). → wir wollen. Frankfurterisch: mě wollě (Rauh, 1921a, §219.1.b, S. 263: Schwächung des WIR Pronomens). wommä (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 2, S. 154).
  • Wolle. → wollen. Mhd. wollîn. Aus Wolle. Frankfurterisch: wollě (Rauh, 1921a, §217.5, S. 257: Alte Adjektivsuffixe -ÎN und -IN).
  • Wort. Mhd. wort. Frankfurterisch: wǫǎtt (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben). → Wörter (Plural). Frankfurterisch: wȁǎddä (Rauh, 1921a, §105.2, S. 112: Mhd. Ö vor R, kurz geblieben).
  • Wucher. Mhd. wuocher. Frankfurterisch: wuchä (Rauh, 1921a, §214.1.a, S. 248: Kürzung von alten UO vor CH, SCH, G, K).
  • wuehlen. ⊙Sachsenhausen: Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: woilě (Rauh, 1921a, §118.Anm., S. 126: Mhd. ÜE gekürzt als kurzes geschlossenes I). ⊙Oberrad: woilě (Rauh, 1921a, §8, S. 14).
  • Wunder. → bewundern. Frankfurterisch: běwunnän (Rauh, 1921a, §215.1.a, S. 252: Vorsilbe BE-).
  • Wurm. Mhd. wurm. Frankfurterisch: wǫǎmm (Rauh, 1921a, §106.4, S. 115: Mhd. U vor r plus Konsonant als kurzes offenes O). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wǫmm (Rauh, 1921a, §144.Anm. 1, S. 150). → Wüermer (Plural). Mhd. würme. Frankfurterisch: wȁǎmm (Rauh, 1921a, §108.3, S. 117: Mhd. Ü vor R erscheint als kurzes Ä).
  • Würfel. Mhd. würfel. Frankfurterisch: wȁǎvvl (Rauh, 1921a, §217.17, S. 260: Alte Endung -EL).
  • Wurst. Mhd. wurst. Frankfurterisch: wǫǎschtt (Rauh, 1921a, §106.4, S. 114: Mhd. U vor r plus Konsonant als kurzes offenes O). Ab etwa 1925 zunehmend dann: wạschtt (Rauh, 1921a, §106.4, Anm. 3, S. 115: Mhd. U vor r plus Konsonant als helles A).
  • wuselig. Lebhaft flink in der Bewegung. Frankfurterisch: wussělisch (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 237: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • Wut. Mhd. wuot. Frankfurterisch: wuut (Rauh, 1921a, §117, S. 124: Mhd. UO erscheint als langes U).
  • Dreckwuwwel. Schmutziges Kind. Frankfurterisch: träkkwuwwl (Rauh, 1921a, §134, S. 138: Mhd. W erscheint als W).

Z

  • zahlen. Mhd. zalen. Frankfurterisch: tsåålě (Rauh, 1921a, §203, S. 235: Dehnung altkurzer Vokale).
  • zäh. Mhd. zæhe. Frankfurterisch: tsẹẹ (Rauh, 1921a, §113.1, S. 120: Mhd. æ wird langes geschlossenes E).
  • Zahn. Mhd. zan. Frankfurterisch: tsaañ (Rauh, 1921a, §90.3, S. 98: Mhd. A ist verdunkelt in Dehnung). → Zähne (Plural). Mhd. zene. Frankfurterisch: tsẹẹ; auch: tseeñ (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, gedehnt). Ab etwa 1925 zunehmend dann: tsääñ (Rauh, 1921a, §97.Anm. 2, S. 104: Halbmundart).
  • Zapfen. Mhd. zapfen. Frankfurterisch: tsabbě (Rauh, 1921a, §68.1, S. 76: Verschlusslaute als Lenis zwischen Vokalen).
  • zart. Mhd. zart. Frankfurterisch: tsååt (Rauh, 1921a, §211.2.a, S. 244: In der Regel Dehnung altkurzer Vokale vor altem A und R plus Konsonant).
  • Zaum. Mhd. zûm. Frankfurterisch: tsauñ; auch: tsaum (Rauh, 1921a, §119, S. 127: Mhd. Û erscheint als AU).
  • Zaun. Mhd. zûn. Frankfurterisch: tsaum; auch: tsañu (Rauh, 1921a, §151.3, S. 162). → Zäune. Frankfurterisch: tsoin (Rauh, 1921a, §121.1, S. 128: Mhd. IU erscheint als OI). → umzäunen. Frankfurterisch: ummtsoimě (Rauh, 1921a, §151.3, S. 162).
  • Zehe. Mhd. zêhe. Frankfurterisch: tsẹẹ (Rauh, 1921a, §125.1, S. 132: Mhd. Ê erscheint als langes E). → Zehen. Mhd. zëhen. Frankfurterisch: tsääě (Rauh, 1921a, §152.2.a, S. 164).
  • zeichnen. Frankfurterisch: tsaaschěnně (Rauh, 1921a, §216.12, S. 256: Alte Endung -ENEN).
  • Zeile. Mhd. zile. Genauso in der Frankfurter Einkaufsstraße. Frankfurterisch: tsail (Rauh, 1921a, §217.21.a, S. 260: Auslautendes altes -E).
  • Zeitung. Mhd. zîtunge. Frankfurterisch: tsaidung (Rauh, 1921a, §216.4, S. 254: Alte Endung -UNG).
  • Zeug. Mhd. ziuc. Frankfurterisch: tsoisch (Rauh, 1921a, §133.1, S. 138: Mhd. IU erscheint als OI).
  • zeugen. → Zeugnis. Frankfurterisch: tsoischniss (Rauh, 1921a, §216.2, S. 254: Alte Endung -NISSE).
  • Ziegel. Mhd. ziegel. Frankfurterisch: tsischll (Rauh, 1921a, §114, S. 122).
  • ziehen. Mhd. ziehen. Frankfurterisch: tsiiịjě (Rauh, 1921a, §132.1, S. 137: Mhd. IE erscheint als langes I).
  • Zigarre. → eine brennende Zigarre. Frankfurterisch: ě prẹnnt siggåå (Rauh, 1921a, §152.1.a, S. 163).
  • Zipfel. Mhd. zipfel. Frankfurterisch: tsibbl (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Verschlusslaut vor Reibelaut als Fortes).
  • Zimt. Mhd. zimënt. Frankfurterisch: tsimmt (Rauh, 1921a, §67, S. 76: Fortis im Auslaut).
  • Zinn. Mhd. zin. Frankfurterisch: tsinn (Rauh, 1921a, §151.Anm. 5, S. 162).
  • zirka. Aus lateinisch circa. ungefähr. Frankfurterisch: tsȁǎggåå (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).
  • Zirkel. Aus lateinisch circulus. Frankfurterisch: tsȁǎggl (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).
  • zirkulieren. Aus lateinisch circulare. Frankfurterisch: tsȁǎggěliiǎn (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).
  • Zirkus. Aus lateinisch circus. Frankfurterisch: tsȁǎggus (Rauh, 1921a, §101.2, Anm. 2, S. 108: I in Fremnwörtern).
  • Zorn. Mhd. zorn. Frankfurterisch: tsǫǎnn (Rauh, 1921a, §103.4, S. 111: Mhd. O vor R und Konsonant, kurz geblieben).
  • Zuber. Mhd. zuber. Frankfurterisch: tsuwwä (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, kurz geblieben).
  • Zug. Mhd. zuc. Frankfurterisch: tsuuch (Rauh, 1921a, §106.1, S. 113: Mhd. U, gedehnt). Etwa von 1875 bis 1900 bzw. um 1920 nur noch von den Älteren so gesprochen: tsukk (Rauh, 1921a, §18, S. 28).
  • Zügel. Mhd. zügel. Frankfurterisch: tsischll (Rauh, 1921a, §204.1.a, S. 236: In der Regel kurzer bzw. gekürzter Vokal vor -EL).
  • zufrieden. Mhd. aus: vride. Frankfurterisch: tsěfriddě (Rauh, 1921a, §101.1, S. 108: Mhd. I, kurz geblieben).
  • Zunft. Ahd. zumft. Mhd. zumft. Frankfurterisch: tsummft; auch: tsummbft (Rauh, 1921a, §147.Anmn. 1, S. 154).
  • zupfen. Frankfurterisch: tsobbě; auch: tsobběllě (Rauh, 1921a, §106.3, S. 114: Mhd. U als O).
  • zwanzig. Mhd. zweinzec. Frankfurterisch: tswannsisch (Rauh, 1921a, §214.2, S. 249).
  • zwei. Mhd. zwei. Frankfurterisch: tswaa (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W). → zweit. Frankfurterisch: tswatt (Rauh, 1921a, §122.1, S. 129: Mhd. EI erscheint verkürzt als A). → zweitens. Frankfurterisch: tswaddnds; auch: tswwat oder: tswaadnds (Rauh, 1921a, §122.1, S. 129: Mhd. EI erscheint verkürzt als A). → zweier. Mhd. zweier. Frankfurterisch: tswaarä (Rauh, 1921a, §143.Anm. 2, S. 149).
  • Zweifel. Mhd. zwiuval. Frankfurterisch: tswaivl (Rauh, 1921a, §153.Anm., S. 167).
  • Zwerg. Mhd. twërh. Frankfurterisch: tswȁǎsch (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).
  • Zwetschge. Frankfurterisch: kwẹttsch (Rauh, 1921a, §66.2.b, S. 75: Halbfortis vor L, R, M, N und W).
  • zwicken. Mhd. zwicken. Frankfurterisch: tswiggě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).
  • Zwiebel. Mhd. zwibolle. Frankfurterisch: tswiwwl (Rauh, 1921a, §218.2, S. 262).
  • zwingen. Mhd. twingen. Frankfurterisch: tswingě (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).
  • Zwirn. Mhd. zwirn. Frankfurterisch: tswȁǎnn (Rauh, 1921a, §101.2, S. 108: Mhd. I, gedehnt).
  • Zwetsche. Frankfurterisch: kwẹttsch (Rauh, 1921a, §135.1.a, S. 139: Inlautendes Mhd. W).
  • zwischen. Frankfurterisch: tswischä (Rauh, 1921a, §152.Anm. 3, S. 164).
  • zwölf. Mhd. 𝔷welf. Frankfurterisch: tswẹllf (Rauh, 1921a, §97.1, S. 103: Mhd. E, kurz geblieben).